Donnerstag, 22. Februar 2018

Stickoxide - nicht wie die Richter entscheiden, sondern was ist die Frage

Wie werden wohl die Richter, die heute mit ihrem Richtspruch noch gekniffen haben, am Dienstag entscheiden? Für oder gegen Fahrverbote - verordnet von Bürgermeistern unserer Städte? Werden sie wie die beiden Vorinstanzen entscheiden? Oder mal wieder wie üblich kreuz und quer: Ja, nein, ja? Jedem naturwissenschaftlich geschulten Mitbürger rollen sich da schon die Fußnägel auf. Man stelle sich nur Folgendes vor: 5 Mathematiker treffen sich, um zu entscheiden, ob 2 plus 2 wirklich 4 ergibt. Und diese fünf Mathematiker würden sich auf ein (wenigstens mehrheitliches (!)) Ja festlegen. Was Tante Klärchen aus dem Odenwald, die geklagt hat, dann so erbost, dass sie die nächste Mathematiker-Klicke auf den Plan ruft, die ihr dann endlich insofern Recht geben, als sie zu dem Ergebnis kommen, dass 2 plus 2 nicht 4 ergibt, zumindest nicht zwangsläufig und schon gar nicht ohne die Kindheit der Zweien intensivst gewürdigt zu haben.

Und trotzdem – oder gerade deshalb – ist das Wie schon fast belanglos. Das Was wäre stattdessen mal einen richterlichen Gedanken wert. Und das Was in diesem Zusammenhang wäre doch, zuallererst festzustellen, wo diese Stickoxide herkommen und bei welchen Vorgängen sie entstanden sind. Dann würden die Richter schnell feststellen: Der Verkehrssektor ist es. – Aber keineswegs alleine der. Da gibt es die Energiewirtschaft, die Gewerbebetriebe, die Haushalte, die Landwirtschaft ...

Und alle, oh Wunder, stoßen NOx nicht nur aus Dollerei aus – und um damit Geld zu verdienen, sondern weil sie damit die vielfältigen Nachfragen moderner Menschen bedienen wollen.

Jetzt die Frage an die Richter: Bevor Sie entscheiden, ob ein Stadtrat so einfach Fahrverbote aussprechen darf, um damit NOx-Konzentrationen in der Luft seiner Stadt zu reduzieren, oder ob der Ansatz ein breiterer werden muss. Denn weil solche Fahrverbote nur die Gruppe der Auto fahrenden Menschen betreffen wird, ist das Gebot der Gleichbehandlung dann verletzt, wenn man die anderen Verursacher der NOx-Emissionen zu deren Minimierung nicht heranziehen würde. Wo doch Energiewirtschaft, Haushalte und Landwirtschaft zusammen einen ähnlich hohen NOx-Ausstoß produzieren wie der Straßenverkehr.

Mit Energiewirtschaft (Strom), Haushalten (Wohnen und Heizung) und Landwirtschaft (Nahrungsmittel) würde man in diesem Land alle gleichermaßen treffen, was dem Gebot der Gleichbehandlung wohl deutlich mehr Rechnung tragen würde. Zumindest kann der Richter letzte Weisheit nicht sein, dass nur der allein die Zeche zahlen muss, der die höchste Zeche produziert hat. Und das auch nur, wenn "Diesel" auf seiner Rechnung steht.

Was also würden Richter entscheiden, wenn sie sich nicht auf das Wie verlegt hätten?

Wir werden es wohl nie erfahren, stattdessen in den nächsten Wintern fröstelnd an kalten und zugigen Haltestellen und Bahnsteigen stehen, um am Abend, durchgefroren und innerlich erkaltet, verzweifelt die Heizungen aufzudrehen, die betäubten Sinne mit mehr und lauterer Musik zu wecken versuchen und mit einem Liter Milch mehr als üblich gegen diese neu Abendmaroditis anzutrinken.

Und alles ist gut. Nur – dieses nervöse Piepen des NOx-Melders unter der Decke bleibt.

 

Dienstag, 20. Februar 2018

Doping-Kontrollen offensichtlich völlig für die Katz'!

Bei etwa 2,45 Prozent Trefferquote liegt der "Weltrekord" der Doping-Fahnder. Mehr Athleten können oder wollen sie nicht überführen. Wenn man aber die Athleten selbst fragt, ob sie regelmäßig oder gelegentlich dopen, landet die Rate der Dopingsünder bei deutlich über 30 Prozent –, wenn, ja wenn der wissbegierige Forscher dem Befragten nachweislich und eindrücklich versichern kann, dass seine Antwort mit ihm nicht in Verbindung gebracht werden kann, nicht einmal vom Forscher oder einem seiner Helfer. Wenn quasi seine Antwort "doppelblind anonym" bleibt.

Samstag, 10. Februar 2018

Haste Töne – ein E-Book für das (fast) freie Klavierspiel

Freies Klavierspiel. Ganz ohne Notenblatt, der Tastenkunst seiner Hände einfach nur lauschen dürfen – wie ein Zuhörer. Wie Autofahren – quasi – ganz automatisiert, mit Autopilot, ja fast wie in Trance. Das E-Book "Haste Töne" zeigt, wie das geht.

Es kommt noch im Februar.

Wer diesen Termin nicht verpassen will, kann mir eine Mail an jostulu@t-online.de schicken

"Haste Töne" präsentiert ganz neue "alternative Notenblätter" von bekannten Songs – aufgearbeitet für das Display eines Smartphones. Mit diesem wunderbar einfachen Hilfsmittel muss ab sofort auch ein eher mittelmäßiger Pianist nicht mehr kneifen, wenn er gebeten wird, einen dieser Songs vor einer Gruppe von Zuhörern zum Besten zu geben.

Darüberhinaus wird dieser Pianist, der bislang seine Klavierstücke grundsätzlich nur "vom Blatt abgespielt" hat, mit diesen "alternativen Notenblättern" jetzt endlich auch seine Lieblingssongs auswendig vortragen lernen. Schnell und einfach.

Verpassen Sie diesen Start nicht, denn da wird der Einstiegspreis des E-Books von 2,90 € die ersten drei Tage 2 Euro günstiger sein.

 

Freitag, 9. Februar 2018

Inwiefern sich SPD und BILD gleichen wie ein Arsch dem andern

Das Fazit der hier aufgeführten Gemeinsamkeiten gleich vorweg: Warum, um Himmels Willen, gibt es immer noch Leute, die die BILD oder/und die SPD "kaufen"? – und noch unbegreiflicher: warum die den Beiden immer noch das abkaufen, was die sagen, tun und schreiben?

Hier die durchaus unvollständige Liste:

  • "Wer mit der BILD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten." "Wer mit der SPD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten."
  • BILD und SPD befinden sich, was Wählerstimmen und Auflagestärke angeht, nicht mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach unten, sondern vielmehr schon im freien Fall.
  • Eine Grund-Anständigkeit gehört weder bei der BILD noch bei der SPD zum Markenkern.
  • Hauptschlagrichtung der Beiden ist "unter die Gürtellinie".
  • Beide setzen auf die Farbe Rot.
  • Beide Institutionen verlieren gerade mal nach wenigen Monaten ihre Führungskraft, will meinen, sie waren gerade wieder erfolgreich darin, ihren Chef in kürzester Zeit wieder rausgeekelt zu haben.
  • Beide, BILD wie SPD, machen den kleinen Mann, den Facharbeiter und Arbeiter, glauben, dass sie für ihn da sind.
  • Beide wollen nicht für ihren Kunden, sondern von ihrem Kunden das Beste: sein Geld oder/ und seine Wahlstimme – im Tausch gegen ihr maximal Bestes: wuchtige Schlagzeilen – Inhalt: künstlich aufgeheizte Luft.
  • Wichtige Abteilung der Kerngeschäfte von SPD und BILD laufen unter der Rubrik "Dementis & Richtigstellungen" mit der Überschrift: Warum das Label "Geschwätz von gestern" die wahre Diffamierung unserer vermeintlichen Diffamierungen ist.
  • Beide Institutionen sind völlig überflüssig.
Doch weil sich verträgt und gegenseitig stützt und unterstützt, was zusammengehört, war jetzt auch ihr Joint Venture "Schulz muss weg!" endlich (!) erfolgreich.

Und unsere ewige Führerin sitzt wieder einmal am Fluss und sieht tief befriedigt lächelnd die Leichen ihrer Feinde vorbeitreiben.

 

Abbildung: Berthold Bronisz / pixelio.de

 

 

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