Sonntag, 18. Juli 2010

Polanski, stell Dich, Du Sau!

In Deutschland besteht kein Fahndungsaufruf gegen Herrn Polanski. Das habe die Bundesrepublik vor langer Zeit schon beschlossen, heißt es stolz aus dem Justizministerium, und es erfüllt mich einmal mehr mit Stolz, Deutscher zu sein - und dieser Bananenrepublik angehören zu dürfen.
Die selben merkwürdigen Gestalten, die einen Priester nach dem andern an die Wand genagelt haben - und das mit Recht, lassen einen Polanski nicht nur laufen, er sei ihnen auch willkommener Gast. Was ist das?: Muss man dem Schöpfer von "Tanz der Vampire" und "China Town" verzeihen, weil keiner Gewalt an anderen schöner "in Szene" setzen kann als er. Oder ist es ein Stück bislang unerfüllter Sehnsucht, die zu unserer Karthasis wahr werden darf, weil sie wahr werden muss? Achtzig Prozent der Väter haben in Lustträumen schon einmal mit ihren Töchtern geschlafen, sagen unsere Psychologen. Sind also unsere Polanskis und Charlie Chaplins nichts anderes als Regelventile an einem Kessel, der unter Hochdruck steht?
Egal wie: Polanski hat zwei Verbrechen begangen:
a. er hat mit einer 13jährigen geschlafen
b. er hat sie dabei vergewaltigt
c. - und das in aller Ausführlichkeit.
Selbst der blutigste Kettensägen-Mörder-Film aus seiner Feder könnte mich in dieser Einschätzung nicht umstimmen. Vielleicht weil ich kinderlos bin.
Und lassen wir nur einen davonkommen, wird alles relativ: ganz schnell die Moral, irgendwann dann auch die Gerechtigkeit. Schließlich relativiert sich die Menschlichkeit. Und am Ende fehlt der "rechte Weg".
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