Freitag, 28. Mai 2010

Essen - zum Fressen gern

Der Mensch ist was er isst. Der Satz wird dem Philosophen Feuerbach zugeschrieben - und das ist falsch, denn das hat meine Oma schon gesagt,als ich alles noch außer Muttermilch in hohem Bogen wieder ausgespien habe.
Oma hat seine Schriften nie gelesen - definitv und aus religiösen Gründen, hat selbst aber außer in den 24 Poesiealben ihrer Kinder und Kindeskinder diese Weisheit nie veröffentlicht. Dort aber mit sehr geschmackvollen Glanzbildchen.
Ein frühes Plagiat, eben.
Und auf den Tag 150 Jahre später haben jetzt Forscher sich nicht entblödet, die Überprüfung dieser These zu veröffentlichen. Oder ist der Psychologe, der dabei die Feder führte, an sich - a priori, sozusagen, eher der Kaffeesatzleser als der Wissenschaftler, der der Wahrheit und nichts als der Wahrheit hinter den Dingen nachspürt?
Egal wie, der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn es kamen ganz außergewöhnliche Erkenntnisse zum Vorschein:
Wer zum Frustessen neigt, ist eine Frau, und die ist wiederum weiblich, was schon in der Kindheit angelegt werde und zu all den unvermeidlichen Konsequenzen führt, die wir zur Genüge kennen - und am eigenen Leib.
Der Sensationssucher aber, ders scharf und deftig braucht und schnelle Autos und schnelle Videospiele, sich manchmal aber auch mit schnellen Autos in schnellen Videospielen begnügen muss, ist ein Mann. Und die mögen Frauen wie frisch aus dem Garten und abgewürzt nur mit einem Hauch Apfelschampoo.
Bleibt der Biertrinker: Neigt zu Besserwisserei und Egoismus im Bett, stellt der Psychologe fest, und dies kann bestätigt, und dieser Gruppe aufmunternd zugerufen werden: Machts doch wie die Männer, nehmt die härteren Sachen wie Whisky, Cognac, Gin, das macht hart im Bett, doch prickelnd im Abgang - und, ganz wichtig für die notorischen Biertrinker, macht warme Füße.
Und zum Schluss: Unser warmer Dank dem forschenden Geist.
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