Griechenland geht in die Knie, und alle Menschen guten Willens fragen sich: Warum?
Die anderen haben längst ihr Urteil gesprochen: zu faul, zu viele und zu lange Siestas, der weite haltlose, weil ungehaltene Blick übers Meer mit Tateinheit einlullende Brandungsgeräusche. Was der Nordeuropäer nur in kleinen Scheibchen zu sich nehme – und auch nur in Konserve -, die er im CD-Player abspielt, nehme der Südländer die volle 24-h-Ladung.
Wir aber glauben nicht nur, das ist zu kurz gesprungen. Wir wissen es auch. Und jeder hätte es sehen können: Nirgendwo brennen mehr Autos als bei Krawallen im Süden. Und genau das ist es. Doch Schritt für Schritt: Wie der Grieche auch, wächst der junge deutsche Mann glücklich auf – in der Obhut seiner liebenden Mutter. Dann werden dem jungen Mann hier die Sinne vernebelt und bald heiratet er. Und das alles geht dem jungen Griechen genauso. Und der junge Grieche bezieht mit seiner Frau ein gemeinsames Haus, das bald das ihre sein wird. Und dem Deutschen geht es ganz genauso. Es kommt zu den üblichen Ehekrachs, in deren Verlauf seine Xanthippe ihn vor die Tür setzt. Auch das läuft in Deutschland und Griechenland noch völlig gleich ab. Und weil beides Männer sind, ergreift sie draußen im Freien auch beide gleichermaßen die Erkenntnis, die da heißt: „Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir“, und beginnen zu philosophieren. Aber schlechtes Wetter treibt beide zurück ins Trockene - und hier trennt das Schicksal unerbittlich den Griechen vom Deutschen. Denn der Deutsche flüchtet in seine Garage, weil er eine hat. Und wühlt dort in längst vergessenen, noch original verpackten Mitbringseln von Beutezügen durch die Discounter: Die Kreissäge mit angeflanschtem Absaugstutzen und 3-t-Betonfundament für den verwöhnten Heimwerker. Die Hilti mit dem 6-Gang-Getriebe, zuzüglich 2 Rückwärtsgängen. Besonders stolz ist er auf das wahre Schnäppchen, das bei Aldi unter dem Konservenobst einsortiert war: eine Thomas-Birne mit schwenkbaren 6000 l Abblasvolumen, die er zum Preis von 850 Gramm Pfirsich Melba bekam - und die Laubsäge, mit der er der Fremden in seinem Haus vor gerade mal zehn Jahren noch Herzchen aussägte.
Und während der Grieche noch den vorbeieilenden Römer anpflaumt. „Geh mir aus der Sonne“, legt der Deutsche im Schatten seiner Garage los. Und es wird ein ungleiches Rennen. Der Grieche kommt endlich zu einem Fass, da geht der Trend in Deutschland schon zur Zweitgarage. Und während der Grieche am Strand noch „Malen nach Zahlen“ übt und wieder den vorbeieilenden Römer anmacht: „Störe meine Kreise nicht“, hat der Deutsche an die Zweitgarage längst angebaut, und sein Unternehmen ist inzwischen ein eigenständiger Stadtteil seiner Heimatstadt. Und während der Grieche den Satz des Thales formuliert, ist unser Deutscher längst ganz oben angekommen, baut private Fußballstadien und kauft Wochenende für Wochenende die Schauspieler- und Musiker-Elite des Landes für Grillfestchen in ganz kleinem Rahmen. Derweil brennen in Griechenland immer noch die Autos im Freien.
Freitag, 7. Mai 2010
Donnerstag, 6. Mai 2010
Anti-Diät-Tag
Heute ist Anti-Diät-Tag. Ist das der Tag, an dem unsere Parlamentarier rein ehrenamtlich für uns tätig sind? Eine Nachfrage beim Schließer des Plenums bestätigt die Vermutung: „ An dem Tag nehme ich seit jetzt sechs Jahren Urlaub und besuche meine Schwester im Hessischen. Die Jahre zuvor habe ich nicht einmal aufschließen müssen. Gähnende Leere in den Gängen.“ Und hinter vorgehaltener Hand erfahren wir, dass selbst Thierse, sein damaliger Chef an dem Tag nie da war. Für lau würde er nicht einmal die Essensreste vom Vortag aus seinem Bart kämmen. Und überhaupt, wer ständig auf Diät sei, esse nicht nur falsch, der liege auch oft falsch und nicht selten völlig daneben. Deshalb wäre dieser Anti-Diät-Tag ein Tag zum innehalten, ein Tag der Besinnung. Oft reichten dann kleine Denkanstöße schon, um am Tag drauf oder spätestens im Laufe der folgenden Woche gegenzusteuern: eine saftige Diätenerhöhung wäre dann schnell beschlossene Sache, meinte der rothaarige Waldschrat weiter. Immerhin. Das sei zwar keine Reform sondern wieder nur das Herumdoktern an einer falschen Entwicklung. Aber lieber eine fette Diät als eine zu schlanke. Aber das Ziel bleibe der Zugriff auf das ganze Paket. Das koste zwar wesentlich mehr als dieses Schmalhans-Rezept, mit dem sie Parlamentarier heutzutage abspeisten, aber nur aus einem fröhlichen Abgeordneten-Hintern komme eben ein fröhlicher Furz. Alles andere müsse dem Volk einfach stinken. Inzwischen dürfe dann von der großen Reform geträumt werden: die All-Inclusive-24-Stunden-Verköstigung - von gut ausgebildeten Bürgersklaven mundgerecht dargereicht - auf bequemen gepolsterten Liegemöbeln mit einem die Verdauung förderndem erotischem Rahmenprogramm liebevoll ummalt. Endlich läge man richtig und nur ganz selten daneben, weil die Kinderstube von Parlamentarien stimme. Und die sagt: Mit vollem Munde spricht man nicht. Und ein voller Bauch denkt erst gar nicht.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Jürgen Drews hungert
Als Prahlad Jani elf Jahre alt war, verriet er es seiner Mutter: „Mama, ich habe mich noch nie gewaschen.“ Und seine Mutter wusste, dass es wahr war und spürte damals schon, dass mehr in ihrem Sohn steckte. Und wirklich. Schon 20 Jahre später kam das nächste Geständnis: „Mama, ich habe noch nie mein Kinderzimmer aufgeräumt – und trotzdem sitzt meine Wäsche immer frisch gewaschen und gebügelt im Schrank. Ich glaube, ich bin ein Yogi.“ „Du b i s t ein Yogi“, strahlte seine Mutter, aber das Ziehen im Lendenwirbelbereich – vom vielen Bügeln - bewies ihr, dass sie kein Yogi war. „Ab sofort werde ich hungern, um ein ganz großer Yogi zu werden.“ Seine Mutter aber war eine kluge Frau und wusste deshalb, dem Manne muss geholfen werden, besorgte sich Äther, schlich nächtens ins Kinderzimmer des Erleuchteten, betäubte ihn und gab ihm die Brust. Später tauschte sie den Äther gegen Lachgas, und die Menschen wurden aufmerksam auf den neuen Gott, den sie bald „den Albernen“ nannten. Als ihm dann später seine Mutter mit Flüssig-Ecstasy die Sinne vernebelte und er von dicken Titten anfing zu träumen, nannten sie ihn „den Entzückten“. Aber wieder ging die weise Mutter mit der Zeit und brachte ihren Sohn schnell mit der die Sinne vernebelnden Wirkung des Privatfernsehens in Kontakt. Während er lallend vor Freude ganz in Sendungen wie „Indien sucht sein Supermodel“ aufging, stärkte ihn die mütterliche Milch aus ihren nie versiegen wollenden Quellen. Und die Mutter sah beruhigt in eine unabwendbare Zukunft. Denn schnell würde auch öffentlich-rechtliches Fernsehen versuchen, die Menschen zu narkotisieren, und die „Focusse“, „Welten“ und zuletzt die „Spiegel“ der Welt würden folgen.
Dann wäre die Welt endlich bereit für ihren Sohn. Und es kam schneller, als sie vermutete: Im (viel zu kalten) Frühjahr 2010 war es soweit. Und Genugtuung erfüllte ihr weites Herz. Wirkliche Dankbarkeit empfand sie aber nur einem Menschen gegenüber: Jürgen Drews. Er hatte ihr nach einem anstrengenden Konzert auf Mallorca sein Antlitz zur Verfügung gestellt - ungeschminkt. Endlich hatte ihr Söhnchen ein Gesicht.
Dann wäre die Welt endlich bereit für ihren Sohn. Und es kam schneller, als sie vermutete: Im (viel zu kalten) Frühjahr 2010 war es soweit. Und Genugtuung erfüllte ihr weites Herz. Wirkliche Dankbarkeit empfand sie aber nur einem Menschen gegenüber: Jürgen Drews. Er hatte ihr nach einem anstrengenden Konzert auf Mallorca sein Antlitz zur Verfügung gestellt - ungeschminkt. Endlich hatte ihr Söhnchen ein Gesicht.
Dienstag, 4. Mai 2010
Deutschland ist Weltmeister
Deutschland im Endspiel! Alles läuft wie immer. Doch der Gegner kommt. Unsere Hintermannschaft will decken. Da! Ein Zeichen vom Spielfeldrand. Löw schließt Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis: Die deutsche Hintermannschaft trägt die Gleitcreme for Men aus dem Hause Nivea auf – und deckt, deckt, dass es eine wahre Freude ist. Endlich flutscht das mal bei den Deutschen und ist nicht mehr dieser hölzerne Stil. Und das Intimspray aus dem Hause Nivea hält dabei den Strafraum sauber.
Jetzt Deutschland im Angriff. Bloß keine gefährlichen Nachlässigkeiten, noch einmal Haaröl aus dem Hause Nivea einmassiert und die Gesichtscreme. Denn glatt und faltenfrei soll der Ball laufen. Aber was war das denn? Der gegnerische Verteidiger haucht Schweinsteiger an. Das war „schlechter Atem“! "Schlechter Atem" im Strafraum.
Das ist ein klarer Elfmeter! Der Schiedrichter hats gerochen und pfeift!
Podolski greift sich den Ball. Ja, was macht er denn jetzt? Er cremt ihn ein - mit Nivea aus der blauen Arschtaschen-Dose für Hochleistungssportler! Ist das regelkonform? Der Schiedsrichter zuckt mit den Achseln, erinnert sich aber an die Hauptregel des Fußballs, die alle anderen Regeln zwingt: Fußball ist ein Spiel mit elf Mann, und am Ende gewinnt Deutschland. Der Kölner Jung legt sich den Ball zurecht. Jetzt Konzentration! Es ist nicht einfach, so ein klitschiges Ding zu treten. Jogi Löw muss Achselspray nachlegen, was die Kameras nicht einfangen. Aber der aufmerksame dritte Mann der Fifa zählt mit. Viermal pro Halbzeit ist erlaubt: Alles in trockenen Tüchern! Podolski läuft an - Löw drückt heimlich die Daumen, denn er als Schwabe weiß: „Wir können alles außer Fußball.“ – er schießt - mein Gott, direkt auf den Mann. Der kann ihn nicht halten, muss ihn schlucken. Warum deckt niemand seinen Rückraum? Da ist er wieder, wie ein Zäpfchen schießt er aus den prallen Arschbacken. - Toooor, Tooor, Deutschland ist Weltmeister.
Jetzt Deutschland im Angriff. Bloß keine gefährlichen Nachlässigkeiten, noch einmal Haaröl aus dem Hause Nivea einmassiert und die Gesichtscreme. Denn glatt und faltenfrei soll der Ball laufen. Aber was war das denn? Der gegnerische Verteidiger haucht Schweinsteiger an. Das war „schlechter Atem“! "Schlechter Atem" im Strafraum.
Das ist ein klarer Elfmeter! Der Schiedrichter hats gerochen und pfeift!
Podolski greift sich den Ball. Ja, was macht er denn jetzt? Er cremt ihn ein - mit Nivea aus der blauen Arschtaschen-Dose für Hochleistungssportler! Ist das regelkonform? Der Schiedsrichter zuckt mit den Achseln, erinnert sich aber an die Hauptregel des Fußballs, die alle anderen Regeln zwingt: Fußball ist ein Spiel mit elf Mann, und am Ende gewinnt Deutschland. Der Kölner Jung legt sich den Ball zurecht. Jetzt Konzentration! Es ist nicht einfach, so ein klitschiges Ding zu treten. Jogi Löw muss Achselspray nachlegen, was die Kameras nicht einfangen. Aber der aufmerksame dritte Mann der Fifa zählt mit. Viermal pro Halbzeit ist erlaubt: Alles in trockenen Tüchern! Podolski läuft an - Löw drückt heimlich die Daumen, denn er als Schwabe weiß: „Wir können alles außer Fußball.“ – er schießt - mein Gott, direkt auf den Mann. Der kann ihn nicht halten, muss ihn schlucken. Warum deckt niemand seinen Rückraum? Da ist er wieder, wie ein Zäpfchen schießt er aus den prallen Arschbacken. - Toooor, Tooor, Deutschland ist Weltmeister.
Montag, 3. Mai 2010
Nur noch Johann Lafer kanns richten
In Spermaproben von Männern der führenden Industrienationen herrscht ein Treiben wie auf dem Chikagoer Hauptfriedhof um Mitternacht. Tienen cojones? Was nützt ein „ja“ – selbst im überzeugtesten Brustton? Goethe kann entschieden weiterhelfen, wie so oft: „Form ohne Inhalt zwingt nicht, es klingelt aber klingt nicht“. Und Es ist, wie fast immer, eine letztgültige Antwort – wie fest gemauert in der Erden - nicht ganz ohne die Mitarbeit seines Dichterfreundes, aber dies nur nebenbei. Wieder geht es um die Glöckchenträger, über die an anderer Stelle in diesem Blog schon berichtet wurde. Und gleich vorweg: Es geht um ihre Rehabilitierung. Forscher haben diesmal nämlich nicht mehr nur im Sperma gerührt wie in einem Kaffeesatz, um dort wieder nur zu enge Hosen, Fahrradsättel, Saunagänge, Enthaltsamkeit und Übergewicht herauszulesen. Nein, ihr Blick ging tiefer, und schon war aus dem bösartigen Selbstverstümmler, der bislang die berechtigten Zweifel am Fortbestand der menschlichen Rasse zu verantworten glaubte, das tragische Opfer geworden. Und Schuld ist die Frau. Und zwar die Frau, der er wie keiner zweiten im Leben vertraute. Seine Mutter. Nein, es geht nicht um jene Mütter, die ihre Buben mit Puppen spielen lassen, sie in rosa Hemdchen stecken, sie zwingen „die Kinder von Bullerbü“ zu lesen und sie von der Nachbarstochter fernhalten. Die beinharten Mütter sind es, die kettenrauchend durch die Schwangerschaft ziehen und sich jeden Tag ein Steak in die Pfanne hauen. Sie sind es, die ihre Söhnchen damit in die Pfanne hauen. Das Trinkwasser mit Antibabypillen-Geschmack gibt ihnen dann nur noch den Rest. Und weil alles schon in die Pfanne gehauen ist, gibt es keinen mehr, der helfen könnte. Kein Kolumbus, kein Osterhase. Nur noch Johann Lafer. Der empfiehlt einen Hauch Muskatnuss und reichlich Petersilie. Da steht er drauf.
Sonntag, 2. Mai 2010
Männer, lasst eure Handtaschen endlich leben!
Das Humankapital ist out - wie die Kirche, die es 2000 Jahre mit Feuer und Schwert tief in Seelen verankert hat: Gottesfürchtigkeit, Demut, sexuelle Enthaltsamkeit, Vermehrungswille, starken Geist - eiserne Beherrschung des schwachen Fleisches, dann das mit dem "im Schweiße deines Angesichtes sollst du..." und das "mache dir die Welt Untertan".
In ist dagegen zunehmend das erotisch-sexuelle Kapital. Nur so lässt sich der rasante Aufstieg von Angela Merkel erklären, und warum dieses Jahrhundert das Jahrhundert der Frauen wird. Erotisch und sexuell anziehend, das sind nun mal die Frauen. Und solange Männer bei diesem Thema nur an Schwanzverlängerung - mit tiefer gelegten 350 PS - denken, wird dies auch so bleiben. Und so können nur Frauen dieses erotische Kapital sowohl auf dem Heirats- als auch auf dem Arbeitsmarkt einsetzen, d i e beiden Säulen ihres sozialen Aufstiegs. Männern ist dies verwehrt. Bislang. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. VHS-Hochschlaf-Kurse für Männer wäre der passende Einstieg. Danach die Königinnen-Disziplin: Sie wird aber für kleines Geld von engagagierten VHS-Laien nicht zu haben sein. Nur in Wellnesstempeln durch hochspezialisierte Fachleute verschiedenster Disziplinen, unter Federführung begnadeter Schönheitschirurgen, eingeübte ganzheitlich angelegte Therapieformen können den männlichen Körper in einem langwierigen Prozess in eine selbständige Ausdrucksform und so in eine sinnliche Waffe verwandeln. Nur in einem solchen Körper kann dann hymnisch angelegt sein, was ansonsten unglaubwürdig, weil resonanzlos, bleiben müsste: "Ich bin kein Mann für eine Nacht." Dieser Satz muss die Brustwarzen zum Erstarren und auf die Haut ein goldenes warmes Leuchten bringen. Die kleinen Schwestern dieses Satzes können dann in weiteren Wochenendkursen in Fleisch und Blut übergehen: "Nur ansehen, nicht berühren" - "Lass es uns langsam angehen." - "Lass es uns mit einem Trauschein legitimieren." "Ich möchte Kinder mit dir." (Dieser Satz sollte ganz besonders behutsam in das eigene Anschaungs-Portfolio integriert werden, denn hier sind die stärksten Widerstände zu erwarten.)
Lange wurde vermutet - auch in Wissenschaftskreisen, dass aufgrund seiner Intelligenz, seiner Bildung und seiner tiefen Moral der Mann sich in diesem Punkt grundsätzlich selbst im Weg stehen würde. Weibliche Aufmunterung kann da wahre Wunder bewirken: "Dann legen Sie sich doch!"
Auch Blondinen mussten und müssen da durch, sagt frau, denn auch sie könnten es sich im Leben schließlich nicht immer aussuchen - und die wenigsten von ihnen seien wirklich n u r schön.
Noch eine bittere Pille zum Schluss: Immer einzunehmen, wenn die Karte "Habe Migräne" ausgespielt werden soll. Die Pille ist dabei ein absolutes Muss, weil der hocherotisch-sinnliche Körper eine nur vorgetäuschte Migräne nicht glaubhaft darstellen kann. Diese Pillen gehören deshalb ab sofort ins Handtäschchen. Ja, auch Männer sollten ohne nicht mehr aus dem Haus gehen. Und in einem allerletzten Kurs zeigt dann ein durchgeknallter schwuler Schwarzer, wie auch ein Mann seine Handtasche zum Leben erwecken kann.
In ist dagegen zunehmend das erotisch-sexuelle Kapital. Nur so lässt sich der rasante Aufstieg von Angela Merkel erklären, und warum dieses Jahrhundert das Jahrhundert der Frauen wird. Erotisch und sexuell anziehend, das sind nun mal die Frauen. Und solange Männer bei diesem Thema nur an Schwanzverlängerung - mit tiefer gelegten 350 PS - denken, wird dies auch so bleiben. Und so können nur Frauen dieses erotische Kapital sowohl auf dem Heirats- als auch auf dem Arbeitsmarkt einsetzen, d i e beiden Säulen ihres sozialen Aufstiegs. Männern ist dies verwehrt. Bislang. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. VHS-Hochschlaf-Kurse für Männer wäre der passende Einstieg. Danach die Königinnen-Disziplin: Sie wird aber für kleines Geld von engagagierten VHS-Laien nicht zu haben sein. Nur in Wellnesstempeln durch hochspezialisierte Fachleute verschiedenster Disziplinen, unter Federführung begnadeter Schönheitschirurgen, eingeübte ganzheitlich angelegte Therapieformen können den männlichen Körper in einem langwierigen Prozess in eine selbständige Ausdrucksform und so in eine sinnliche Waffe verwandeln. Nur in einem solchen Körper kann dann hymnisch angelegt sein, was ansonsten unglaubwürdig, weil resonanzlos, bleiben müsste: "Ich bin kein Mann für eine Nacht." Dieser Satz muss die Brustwarzen zum Erstarren und auf die Haut ein goldenes warmes Leuchten bringen. Die kleinen Schwestern dieses Satzes können dann in weiteren Wochenendkursen in Fleisch und Blut übergehen: "Nur ansehen, nicht berühren" - "Lass es uns langsam angehen." - "Lass es uns mit einem Trauschein legitimieren." "Ich möchte Kinder mit dir." (Dieser Satz sollte ganz besonders behutsam in das eigene Anschaungs-Portfolio integriert werden, denn hier sind die stärksten Widerstände zu erwarten.)
Lange wurde vermutet - auch in Wissenschaftskreisen, dass aufgrund seiner Intelligenz, seiner Bildung und seiner tiefen Moral der Mann sich in diesem Punkt grundsätzlich selbst im Weg stehen würde. Weibliche Aufmunterung kann da wahre Wunder bewirken: "Dann legen Sie sich doch!"
Auch Blondinen mussten und müssen da durch, sagt frau, denn auch sie könnten es sich im Leben schließlich nicht immer aussuchen - und die wenigsten von ihnen seien wirklich n u r schön.
Noch eine bittere Pille zum Schluss: Immer einzunehmen, wenn die Karte "Habe Migräne" ausgespielt werden soll. Die Pille ist dabei ein absolutes Muss, weil der hocherotisch-sinnliche Körper eine nur vorgetäuschte Migräne nicht glaubhaft darstellen kann. Diese Pillen gehören deshalb ab sofort ins Handtäschchen. Ja, auch Männer sollten ohne nicht mehr aus dem Haus gehen. Und in einem allerletzten Kurs zeigt dann ein durchgeknallter schwuler Schwarzer, wie auch ein Mann seine Handtasche zum Leben erwecken kann.
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