Sonntag, 10. Oktober 2010

China stirbt

Europa kann aufatmen: 600.000 Aufseher überwachen in China nach wie vor die Ein-Kind-Politik und sorgen, 30 Jahre nach ihrer Einführung, immer noch flächendeckend für Zwangssterilisation nach dem ersten Kind. Freiwilliger Selbstmord ist das. Kein Land der Welt wird schneller alt als China. Die Gelbe Gefahr, eine Totgeburt!
Aber wer jetzt frohlockt, frohlockt vielleicht zu früh. Denn eine Regierung, deren Phantasien nicht durch demokratische Prozesse gehemmt wird, der so etwas wie "Stuttgart 21" oder "Wackersdorf" völlig unbekannt ist,  kann ihre Bulldozer-Politik, die Fläche für Großindustrie-Anlagen, Olympische Sportstätten und wie jetzt gerade für die  Expo widerstandslos freischiebt, noch verfeinern. Das selbe gilt für ihre Absauf-Politik, die gigantische Stauseen dort aufstauen lässt, wo vorher Millionen unbescholtener Chinesen ihre Heimat hatten.
Welche Protestnote aus welchem zivilisierten Land würde - gegen eigene wirtschaftliche Interessen - protestieren, wenn die bald 30 Prozent Alten im Land zunächst in idyllischen Flusslandschaften in staatlichen Altersheimen ihre neue Heimat fänden - und danach ihr nasses Grab?. Weil in Peking eine Nacht- und Nebelaktion beschlossen wurde, in deren Verlauf der ein oder andere Staudamm einem "unvorhersehbaren Erdbeben"einfach  nicht mehr standhalten wollte..
Aktive Demographie, also. Bei unseren Politikern müssen das erotische Träume bleiben, wegen zwei läppischen Buchstabendrehern: aktive Demokratie statt aktiver Demographie

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