Dienstag, 26. Juni 2018

51 Cent mehr: Mindestlohn bleibt Hungerlohn

Die SPD wird feiert sich: Denn der Mindestlohn wächst um etwa 5 Prozent, sprich 51 Cent.

Welch ein Erfolgsmodell dieser Mindestlohn doch ist.

Zweifellos! Aber, bitte! Nicht für die SPD

Zumindest nicht für jene SPDler, die es noch ehrlich mit ihrer Kernwählerschaft meinen. Schon gar nicht für die Linken. Nein diesen Mindestlohn feiern (klammheimlich) die Neoliberalen dieses Landes. Zum Beispiel die von-Dohnanyi-Fraktion der SPD. Denn ein Mindestlohn, der seinen Bezieher dazu berechtigt – und dazu verdammt – diesen via Hartz IV aufzustocken, ist in Wirklichkeit ein Hungerlohn.

Und bleibt solange ein Hungerlohn, solange die jährllichen Anpassungen sich an die durchschnittlichen Lohnsteigerungen halten, die ja zum Großteil dazu da sind, Inflation und Preissteigerungen auszugleichen.

Deshalb wird heute Champus fließen – und zwar dort, wo Champus nun mal fließt: Bei denen da oben. Denn für die ist dieser gesetzlich festgelegte Hungerlohn ein Garant für ihre munter weitersprudelnden Gewinne. Und dient ihnen auch als Messlatte für jene Löhne, die sie für Migranten ausloben werden, die nach deren Selbstverständnis deutlich unter diesem Mindest-Hungerlohn liegen müssen. Natürlich vordergründig aus reiner Solidarität für den besser ausgebildeten biodeutschen Arbeitnehmern, die einfach den besseren Mindestlohn verdient haben – und hintergründig aus dem Empfinden für Gerechtigkeit heraus, was, wie wir alle ahnen, geradezu der Markenkern von denen da oben ist.

 

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