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Montag, 3. Oktober 2011

einem kranken Staat ist nicht zu healthen

Einen armen Staat können sich nur die Reichen leisten.
Der Satz ist leider zu gut und zu wahr, als dass er von mir sein könnte. Doch viele wahre Zusätze fallen mir dazu ein. Z.B.: Nur in einem armen Staat lässt sich trefflich im Trüben fischen, denn ein armer Staat hat keine schlagkräftige Steuereintreibbehörde mehr und nur noch schlecht bezahlte und völlig überforderte Polizisten, die nebenher Geld verdienen müssen: zunächst mit 400-€-Jobs, irgendwann dann Schmiergelder in den Diensten Reicher.
Nur in einem armen Staat reicht es für die Rente nicht und lässt sich geile Kohle verdienen an "privater Vorsorge". Ein armer Staat hat auch keine Stromnetze mehr und muss seine Bürger den Erpressungen der Energiekonzerne überantworten. Ein armer Staat hat auch keine vernünftigen Schulen mehr, und die Nachhilfe-Konzerne lachen sich tot darüber und verdienen ein Milliarden-Vermögen.
Um mit den Reichen und Mächtigen mitpinkeln zu können, lässt sich schließlich demnächst auch noch der letzte aufrechte Politiker korrumpieren und von Lobbyisten-Bräuten ins Lotterbett zerren. Mit der Aussicht, nach ihrem Mandat dazugehören zu dürfen. Siehe Schröder und 20 Prozent seiner grün-roten Riege.
Gerade wird ein gigantisches Exempel statuiert, das - mit etwas Glück für uns Otto-Normalos - vielleicht ungewollt zu einem gigantischen Feldversuch gerät, der den Ungläubigen unter uns und den gläubigen Neoliberalen unseres Landes darüber die Augen öffnen könnte: Griechenland!
Wie gesagt: Einen armen Staat können sich nur Reiche leisten. Und deshalb werden dort die nächsten Jahre die Reichen steinreich werden, und der Rest der Bevölkerung wird auf Harz-IV umlernen und zu uns auswandern müssen.
Steinreich im direkten Wortsinn: Denn irgendwann wird auch die Akropolis der Onassis-Tochter gehören oder einem ihrer Freunde.
Der Weg ist dabei (in "Demokratien") immer und überall derselbe: Man widmet die dem Staat geschuldete Steuer ganz legal (!) in ein Stiftungsvermögen um, aus dem man zur einen Hälfte seine Lobbyisten bezahlt, zur anderen Hälfte Gesetze entwickeln und vorformulieren lässt, die vom Parlament dann wörtlich übernommen und von der Regierungsriege zwischen der Prostata und der Blase des Stiftungspräsidenten - nennen wir ihn Herrn Mohn und seine Stiftung Bertelsmann-Stiftung - ratifiziert werden.
Glaubt mir keiner? Selber blöd! Und verblödet.
Selbst die US-amerikanische Jugend hat es jetzt gerafft, eine Spezies, von der viele von uns glaubten, die gibt es ja gar nicht mehr, die Kinder dort kommen doch als erwachsene Juppies auf die Welt oder als krimminelle Junkies, die sich vom ersten Tag an schon schwarz geärgert haben.
Das letzte Mal, als die auf die Straße gegangen sind, hatten sie Blumen in die ungewaschenen Haare geflochten und sind mit verklärtem Blick dem nächsten Joint hinterhergeschwebt, bis ein pickelgesichtiger Joschka in Frankfurt zu seiner Mutti gesagt hat: Ich wasch mich ab morgen auch nicht mehr.
Das waren noch Zeiten: Gegen den Krieg und die Bonzen war er da, der Fischer. Bis er von den Neoliberalen gefressen wurde. Mit (pickliger) Haut und (ungewaschenen) Haaren.
Inzwischen haben sie seinen Klon längst wieder ausgespuckt und lassen den seitdem ihre Drecksarbeit machen. Denn Lobbyarbeit ist Arschkriecherei und Speichelleckerei pur: Zunächst kriecht der Lobbyist, bis er seine Klientel gefügig und schließlich abhängig gemacht hat, bis diese Klientel endlich um Zutritt in seinen Allerwertesten winselt - den Rest ihres Junkie-Daseins.

Dienstag, 23. August 2011

Alberner Umweltschutz

So einfach kann von oben verordneter Umweltschutz sein:

In Energiesparlampen steckt Quecksilber. 
Deshalb müssen sie auf dem Wertstoffhof entsorgt werden. Was aber, 
wenn eine Energiesparlampe zerbricht? "Öffnen Sie das Fenster und 
verlassen Sie für eine Viertelstunde den Raum", rät Dr. Heinz-Jörn 
Moriske vom Umweltbundesamt im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". 
"Dann mit Gummihandschuhen die Bruchstücke in ein Gefäß legen, das 
sich luftdicht verschließen lässt, etwa ein Konservenglas. Das sollte
man bei nächster Gelegenheit zur Rücknahmestelle geben.

Freitag, 12. August 2011

Jörg, gib uns unseren Sommer zurück!

Sippenhaft. Uns Deutschen ist das leider nicht fremd. Wie sauer muss aber ein Schweizer wie Kachelmann sein, wenn er sich zu einer solch biblischen Rache hinreißen lässt. Wir können doch nichts für die Richter dieses Landes, diese Hohenpriester wider den gesunden Menschenverstand, noch weniger für unseren Journaillismus und sein täglich gepredigtes Sodom und Gomorra.
Also lieber Herr Kachelmann, lieber Jörg, wir bitten dich inständig: Gib uns wieder unseren Sommer zurück! Und einverstanden: Wir hören ab heute auf, die BILD zu kaufen. Versprochen! Ja!, meinetwegen boykottieren wir auch die Glotze.

Donnerstag, 4. August 2011

Eierloser Duckmäuserstaat Deutschland - Pfui Spinne!

Schmerzensgeld für menschlichen Abschaum. Für den Bankiersohnmeuchler, dessen Namen mitsamt dem Jungjuristen dran doch eigentlich für immer im Nirwana hätte verschwinden sollen. Stattdessen macht er seit Jahren die Justiz und damit unseren Staat und damit jeden von uns lächerlich - mit Erfolg.
Wer unseren Staat, unsere Juristen und unsere strickstrümpfetragenden Allesversteherinnen noch verstehen und ertragen kann, bitte bei mir melden. Brauche dringend Nachhilfeunterricht!

Freitag, 29. Juli 2011

Selbstmord aus Angst vorm Sterben

Der sexuell unsichere Männer begeht häufiger einen Seitenspruch als der selbstsichere Rammler, haben Forscher jetzt festgestellt. Versagensängste seien der Grund. Dieses Ergebnis ist so überraschend wie wegweisend für weitere Lebenssituationen: Verlustängste, beispielsweise. Der Königsweg ist jetzt vorgezeichnet: Immer wieder an die Kette legen, zusätzlich mit einer Art elektronischer Fußfessel ausrüsten, sie immer wieder an den ihr zugewiesenen Platz verweisen - ohne nachlässige Ausnahmen - und rechtzeitig für Ersatz sorgen. Dann bleibt Zeitunglesen beim Frühstück ein wahres Vergnügen. Und außerdem verschafft die immer bereite Lesebrille ständigen Durchblick.
Oder die Angst den Verstand zu verlieren. Auch hier hilft die neue Erkenntnis der Sexforscher: Seinem Gegenüber immer wieder die eine Fragen stellen, in halbstündigem Rhythmus. Etwa: Kannst du dich noch erinnern, Schatz, als ich dir an deinem 4. Muttertag Kaffee gekocht habe? Sag, kannst du? Bis die Antwort sitzt. Hilfsweise  kann der seines Verstandes unsichere Mann auch seine Lebensgefährtin halbstündlich zu sich bitten und - unterstrichen mit den bekannten Gesten - laut und deutlich aussprechen: Ich Tarzan, du Jane. Bis es sitzt oder ihr weh tut.
Und wie ist es mit der Angst des versagensängstlichen Mannes vorm Sterben: Entweder er versetzt sein Essen mit immer größeren Arsengaben und freut sich über jeden neuen Tag, der ihm bleibt - oder er setzt auf seine geliebte und von ihm dauergenervte Frau.

Donnerstag, 28. Juli 2011

zu Guttenberg: Wie er die Welt retten will

Angst um Obama, Angst um die USA? Unbegründet, denn Hilfe naht. In offizieller Mission ist jetzt zu Guttenberg um 11.34 Ortszeit dort drüben niedergegangen und über sie gekommen. Der gelernte Wirtschafts- und Verteidigungsminister, den seine Verehrer liebevoll nur "Doc" nennen, will dort drüben die Armee umgestalten - zunächst in eine schlagkräftige Friedensarmee, die mit ihrem ABC-Kriegsarsenal den vielen Analphabeten dort zu Leibe rücken soll. Im zweiten Schritt aber - und das sei seiner Kernkompetenz geschuldet, die ihn zum Messias machte, zu einer wehrhaften Heilsarmee. Diese Heilsarmee soll schnell seine so ambitionierte wie bitter notwendige Steuerreform durchsetzen und mit Sammelbüchsen bei den Reichen des Landes "aktiv", das heißt mit vorgehaltener Waffe, um jene milden Gaben betteln, die von den Reichen dort drüben bislang nur nach eigenem Gutdünken gegeben wurden - in der Regel also gar nicht.
Mit all diesen Maßnahmen werde er Billionen einsparen, verspricht der Blaublütige. Als Anstoßfinanzierung benötige er dazu aber zusätzliche 8 Billionen und werde deshalb - weil Obama das wohl selbst nicht hinkriege - ganz persönlich die Gelddruckmaschinen anwerfen.
Und - Amis aufgepasst. In einer nächtlichen Copy&Paste-Aktion habe der deutsche Adlige vor seiner Abreise hier Papiere zusammengestellt, die eindeutig belegen können, dass er auf einem Transatlantikflug über amerikanischem Hoheitsgebiet einst geboren wurde, weshalb fest damit zu rechnen ist, dass er der nächste Präsident wird, denn schwätzen kann der.

Mittwoch, 27. Juli 2011

die geheimen Gesetze des Marktes

Ich verstehe die Gesetze des Finanzmarktes nicht, was wohl meine einzige wirkliche Kernkompetenz ist, denn nur sie katapultiert mich in die olympische Liga der "Ackermänner & Co. KG ohne Haftung", die ja schließlich auch keine Ahnung davon haben. Nur der Instinkt, wo man die ergaunerte Kohle vergräbt, unterscheidet die noch von mir - und dir.
Doch schon hat mich ein Schimmer des Begreifens ereilt (was der Abstieg aus der olympischen Liga bedeutet), weil ich mich dem Motto verschrieben habe: Wer die Welt begreifen will, der muss sie lesen. Und da steht heute (ungefähr): 14,1 Billionen Dollar US-Schulden, das sind etwa 10 Billionen Euro!
Aha! Vor zwei Jahren wären das noch 14,1 Billionen Euro gewesen, weil der Euro damals nur 1 Dollar wert war. Also
erstes Finanzmarkt-Gesetz: Mach Schulden und werte deine Währung ab, dann zahlt die Welt deinen Wohlstand auf Pump.
Und noch eines hab ich begriffen: Wenn ein zusammengebrochener Markt sich langsam erholt, dann wird das gefeiert, als wäre er nicht nur gleichsam wundersam gesund geworden, sondern aus dem Stand gleich noch um die Steigerungsrate fitter als vor der Krise. Obwohl der Markt doch nur von der Intensivstation in ein Krankenzimmer gerollt wurde, wo er mühsam hochgepäppelt werden muss.
Warum dieser Selbstbetrug? Weil es sich lohnt: Der Finanz-Manager kassiert für Rekonvaleszenz Erfolgsprovisionen, die er nie hätte kassieren können, wäre der Markt nicht krank geworden.
Und ein Trick hilft ihm bei seinen ungerechtfertigten Bereicherungen: Der Trick mit den Absolut- und Relativzahlen. Letztere verstecken sich in diesen wunderbaren wie wunderlichen Wachstumsraten. "Der Markt brummt", heißt es dann, wenn er mit knapp 10 Prozent wächst. Dabei ist es nur das Stöhnen, das er nach seinem Niederschlag abgibt, wenn er mühsam versucht, wieder auf die Knie zu kommen, sich dabei den schmerzenden Magen hält, Sternchen sieht und nur überlebt, wenn der, der ihn niedergeprügelt hat, einhält und Mitgefühl zeigt. Aber wir ahnen, dass, was wie Mitgefühl aussieht, reines Kalkül ist - Methode, mehr noch, das
zweite eherne Gesetz des Finanzmarktes: Der Banker muss ein Gespür dafür haben, wann er einen gesunden Markt mit gezielten Schlägen zusammenbrechen lässt, um ihm dann seine helfende Hand zu reichen und hochzupäppeln - gegen ein saftiges Arzthonorar.
Gott schütze uns vor dem Mitgefühl der Finanzjongleure.

Dienstag, 26. Juli 2011

Merkels Götterdämmerung in Biogas-Anlage?

Auch in Bayreuth war es gestern abend wie es immer war: Merkel war zufrieden - mit sich - und ihr Volk buhte.
Denn die Energiewende der in Schweinchenpink auf dem grünen Hügel Vorgerittenen geht vielen deutlich zu weit: Eine Biogasanlage für Tannhäuser, dem Mister 100.000 Volt schlechthin! Übel wurde es davon nicht nur den konservativ-klassisch Gewandeten - von der Scheiße, die man wie überall im Land gestern abend auch in Wagners Refugium auf IHR Geheiß hin zum Leuchten bringen sollte.
Appollinisch oder dionysisch, das ist hier die Frage. Vernunftbegabt oder auf Dauerdroge? Oder "La grande Bouffe" - und die Welt danach ein dampfender Scheißhaufen? - mit nur der einen Option: sich selbst wieder abzuwickeln.
Und nächstes Jahr in Bayreuth: Götterdämmerung. Hoffentlich. Dann müsste Merkel zuhause bleiben - denn für Exkanzlerinnen gibt es keine Freikarten für den Olymp! Und diese Welt wäre dann ihr Reich nicht mehr.
Gott schütze unsere Götter und Götzen und nimm sie zu dir, bevor wir sie hier an ihrer Halsstarrigkeit aufhängen müssten.

Freitag, 22. Juli 2011

Größter anzunehmender Unfall: Jauchealarm


"Wer ist amtierende Bundeskanzlerin?"

a. Peter Ustinov
b. Mario Adorf
c. Angela Merkel
d. Günter Jauch
e. Schweinchen Dick
f. Bella Block
"Was heißt "amtierend"?, fragt der handverlesene Kandidat und dritter Sieger einer Casting-Show den kinn- und humorlosen Quizmaster und besten Fernsehjournalisten aller Zeiten.
So geschehen in einem Primitivfernsehen zwischen Slipeinlagen und Babywindeln?
Nein, in der ARD.
Wann? Sonntags nach dem Tatort.
Denn Jauch, der bestverdienendste "Fernseh-Schaffende", ist jetzt bei der "Politik" der Anstalt vor Ancor gegangen.
Telefonjoker? Nein, kein Hörensagen sondern bittere Wahrheit!
Publikumsjoker? Nein, eher das Gegenteil: Publikumsverarsche.
Aber, der gute Zweck heiligt auch hier die Mittel: Die Prominenten der Quassel-Quiz-Runde kämpfen für Hartz-IV-ler und Billiglöhner des Landes, die dann einmal an dem Geldgewinn ihres Kandidaten riechen dürfen, bevor er in den Hafen von Piräus gekarrt wird, wo griechische Milliardäre auf den Sonnendecks ihrer Luxusyachten schon händeringend darauf warten - mit diesem tiefgründig-philosophischen Grinsen auf den verkommenen, weil verlebten Gesichtszügen eines Aristoteles – Onassis.

Dienstag, 19. Juli 2011

Bavaria-Studios machen ab sofort das Wetter

Endlich: ein Riesenschritt in der Gott-Ebenbildlichkeits-Werdung des Menschen: Ab sofort wird das Wetter in den Bavaria-Studios gemacht. Petrus ist sauer - Jörg auch. Selbst schuld, wiegelt die ARD ab. "Dieses Wetter hat unseren Zuschauern einfach nicht mehr gefallen - und Quoten lügen nun mal nicht." Deshalb nehme man das jetzt selbst in Hand. Die ersten Drehbücher liegen schon vor, und, soviel darf schon verraten werden, die Menschen können sich ab sofort auf spannende Sonnentage um die 30 Grad freuen. Und über Claudia Kleinert -  im Bikini vor der Wetterkarte.
Und Kachelmann? Der wird eine Hauptrolle spielen: in Alice's Emma-Show. Dort darf der Wetterfrosch am Ende jeder Sendung von der Gewinnerin des Abends an die Wand geklatscht werden.
Bis irgendwann doch vielleicht ein Prinz aus ihm geworden ist.
Die ARD schütze Kachelmann und unser Wetter.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Ein Tag ungetrübter Freude!

Nach all der Trübsal ringsum, endlich mal wieder Tage der Freude:
  • Die Vorfreude auf das Steuergeschenk 2013 lässt uns erzittern. Und das lassen wir uns auch nicht mies reden, von denen, die meinen, es wäre ja nur eine Rückgabe des eigenen Geldes. Nö, wer sich von Geldern zurückgeben lässt, die nicht einmal ausreichen, ohne neue Schulden - zusätzlich zu dem Berg alter Schulden - seine Ausgaben zu bezahlen, dem darf dies wie ein Geschenk des Himmels vorkommen, wo die seligen Armen im Geiste leben.
Und weiter mit den Good News:
Aber die Hammer-Super-Meldung zum Schluss:
Gute Reise, und noch einen schönen Tag, wünsch ich.

Dienstag, 12. Juli 2011

Gequirlte Kacke statt WM-Titel

Der deutsche Journaillismus kriegt alles klein. Irgendwie. Auch ein Fußballfest, das, weil Mädels die Hauptrolle spielen, zunächst locker und unverkrampft daherkam. Mit dem Ziel zu spielen, bis die Lungen platzen, niemals aufzugeben und zueinander zu stehen, auch wenn es mal nicht so läuft. Und miteinander Spaß zu haben. Und uns Spaß zu machen.
Doch ganz vergessen haben sie, dass sie, um zur besten Sendezeit ins Fernsehen zu kommen, ihre Seele haben verkaufen müssen. Und ihr Lachen.
Ganze zwei Wochen hat es gebraucht, bis sie zu unfähigen Dappdödels heruntergeschrieben und -geplärrt wurden, trainiert von einer Oberdappdödelin, die wirklich alles falsch gemacht hat, selbst die letzten zwei Welt- und die zwei Europameistertitel.
Der Geifer dieser Schwätzer und Schreiberlinge stinkt nach ungeputzten Zähnen, mit denen sie gerne und regelmäßig denen die Köpfe abbeißen, die sie vorher olympisch geschrieben haben.
Das war jetzt bei unseren Kickermädels ein wenig anders. Denn die waren ja schon was, nämlich zweifache Meisterinnen Europas und der Welt. Da musste ein Trick her: Aufblasen musste man die Mädels zu Überirdisch-Unbesiegbaren, um ihnen dann von hinten so oft wie möglich in die Hacken zu treten, in den Hintern zu zwicken und irgendwie zu verunsichern.
Schaffen tun die das immer.
Und wir machen mit, denn wir bezahlen diesen Journaillismus mit unseren Fernsehgebühren und unseren Zeitungsabos. Und statt einer möglichen dritten Weltmeisterschaft oder einfach Spaß beim Zugucken, haben wir wieder das, was uns die aus dem wirklichen, dem medialen  Leben immer vorsetzen: Gequirlte Kacke.

Freitag, 8. Juli 2011

Und wer schafft nun die "BILD" ab?

Denn wer verhöhnt hier wen? Und überhaupt, wer verhöhnt da?
Zumindest nicht der "Marine-Journalist". Der stellt vielmehr die Gesellschaft an den Pranger, die in Einzelfällen wohl völlig übersehen hat, dass Gleichberechtigung nicht heißen kann, dass ab sofort jeder und jede für jeden Job gut ist.
Das fängt spätestens bei den "Erziehungszeiten" an.
Dabei ist die Fürsorgepflicht des Staates abhanden und - nach Meinung des Journalisten - als bedauernswerte Konsequenz daraus die Soldatin zu Tode gekommen. -
Natürlich geht kein Polizist gern mit einer Kollegin auf Streife, vor allem in Zeiten nicht mehr, in denen die Gegenseite ohne Hemmungen zutritt - auch in niedliche Polizistinnengesichter. Und wer vom psychologischen Moment des Weiblichen in Uniform schwärmt, sollte sich lieber einmal seinen letzten ganz persönlichen Auftritt mit einer Politesse wieder vor Augen führen.
In der Armee aber darauf zu setzen, ist völliger Humbug. Da gibt es zwar "psychologische Kriegsführung", aber keine Deeskalation draußen an der Front, nur weil Mädels dort vor der Flinte rumlaufen.
Deshalb: Meine Stimme hat er, der Kollege in Marineblau.
Und einen Rat an die BILD-Kollegen: Schafft euch endlich heim! Oder noch besser: Schafft euch ab!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Präimplantationsdiagnostik - unsere Volksvertreter blasen sich mal wieder auf

Viel Lärm um nix. Unsere Abgeordneten entdecken mal wieder ihr lächerliches Gewissen: PID. Präimplantationsdiagnostik. Und verbieten garantiert und nach fünf Stunden tränenreicher und stirnfaltengewaltiger Diskussion die "Tötung menschlichen Lebens", das sie nicht mal erkennen würden, wenn sie hineingetreten sind und es ihnen dann an der Schuhsohle klebt.
Schutz menschlichen Lebens, dazu fühlen die sich ja so verpflichtet:

  • 200 Panzer nach Saudi-Arabien 
  • Schiffe voll mit Elektromüll für die schwarzbäuchigen Kinder Afrikas
  • und Schiffe mit noch ganz anderem Inhalt, die, weil sie sich ja so gottgewolltem Leben verpflichtet fühlen unsere sauberen Abgeordneten, mit einer Totenkopfflagge beflaggt sein müssen, immerhin
  • Atomkraft bis 2022 + 
  • und unser Produktions-Kolonialismus, der Chinesen zwingt, unsere Produkte zu produzieren mit vollem Einsatz - ihres  Lebens, ihrer Gesundheit, ihrer Lebensumwelt.

Also Ihr Lieben, Ihr Handverlesenen, Ihr von uns Auserwählten: Bleibt lieber zuhause - und macht euch mal wieder einen schönen Tag. Und lasst dort die von der Leyen schwätzen, fünf Stunden lang. Die kann das.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Merkels ungeahndetes Plagiat

Die Regierungsparteien machen wieder Front gegen die Grünen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. So schickten sie jetzt einen Doppelgänger des Wahlkampfleiters der Grünen sturzbesoffen auf die Piste und rechnen nun fest mit dem Käßmann-Effekt. Und in Brandenburg haben sie in einer Nacht und Nebelaktion Hanfpflanzen platziert, direkt neben dem Informationsschalter der Parteizentrale von Bündnis 90 die Grünen, versehen mit einer kleinen Anweisung an den Putzdienst: "Achtung, Cannabis. Nur mäßig gießen!"
Doch der Coup, der den Grünen gänzlich das Genick brechen wird, ist Merkel gelungen. Bei einer geschickt wie hinterhältig eingefädelten Umschmeichelungsaktion "bei einem Glas Rotwein" (obwohl wir wissen, dass die Ex-FDJlerin nur Rotkäppchensekt trinkt) konnte sie im Schlafzimmer Trittins heimlich ein Parteiprogramm der Grünen entwenden und in der selben Nacht noch im Patentamt München zum Patent anmelden. Seitdem ist es das Parteiprogramm der Merkel und damit auch der CDU, weil die CDU Merkel ist. Und den Grünen ist ab sofort auf Strafe verboten, aus diesem Programm ohne saubere Fußnoten zu zitieren.
Deshalb muss jetzt Kretschmann, ob er will oder nicht, als Atomkraftwerks-Besitzer alles daransetzen, die Kernkraft wieder ans Netz zu bringen.
Und wohlunterrichtete Kreise bestätigen: Ein Koffer der BW-Grünen mit 20.000.000 Euro ist in die Schweiz unterwegs. Damit soll ein negatives Ergebnis des Stresstestes verhindert werden. Denn Stuttgart 21 muss jetzt schnell fertiggebaut werden - zügig, sozusagen.
Weil Plagiatsvorwürfe bei ihr nicht verfingen, könne man Merkel nur noch so bekämpfen, denn die sitzt zusammen mit ihrem gesamten Kabinett ab dem 1.7.2011 in den übriggebliebenen Baumkronen des Stuttgarter Schlossparks.
Gott schütze Frau Merkel, die Grünen - und unser Vaterland. Irgendwie.
Und den Borkenkäfer.

Dienstag, 28. Juni 2011

von der Leyen schickt Hells Angels

Goldfasan von der Leyen will jetzt über Nacht einen Rolltrupp zusammenstellen, der Eltern zwingen soll, ihr neu eingeführtes Hartz-Kindergeld gefälligst zu beanspruchen. Die Wirtschaft, ja selbst die Konjunktur stehe auf dem Spiel, und da höre der Spaß nun mal auf. Erste Verhandlungen mit den Banditos waren zwar gescheitert. Aber die Hells Angels zeigten schnell Interesse, denn "soziales Gewissen" stünde auf ihren schwarzen Fahnen, und ein Ehrenkodex der Gruppe verlange, sich dafür einzusetzen, gerade auch mit Gewalt. 90 Prozent der Eltern müssen noch überzeugt werden. In einem beispiellosen Lobbyisteneinsatz haben "Danone" und "Ferrero" deshalb massiv auf die blondeste unserer Ministerinnen eingewirkt. Der Erlös am Schulkiosk aus diesen Gutscheinen sei schon in die vorletzte Vierteljahresbilanz eingepreist worden und müsse jetzt vor ihren Aktionären auch dargestellt werden. Auch der deutsche Karateverband hat schon mit den Mehreinnahmen gerechnet, und Faschogruppen in Meck-Pomm sehen ohne diese Gutscheine schon ihre Felle davonschwimmen - und schwarz für die anstehenden Landtagswahlen.
Doch vor allem die vielen Lernzirkel im Lande drücken Leyen und ihren Hells Angels inbrünstig die Daumen. Denn kein anderes Geschäftsfeld hat mehr unter der Neuausrichtung unserer Kultur gelitten, als diese einstigen Nachhilfezirkel. Und die Umstrukturierung zu Schminkberatungsstellen und Kanaksprach-Kursen hat viel Geld gekostet und sei ohne das Hartz-Kindergeld auf Dauer nicht zu realisieren.
Gott schütze deshalb von der Leyen. Und unser Vaterland. Irgendwie.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Affentheater rund um Stuttgart

Die ältesten Menschenaffen Eurasiens lebten in Schwaben. Forscher aus Tübingen, Helsinki, Stuttgart und München datieren einen Backenzahn auf die Zeit vor 17 Millionen Jahren. 
Und schnell stellte sich heraus: Die leben dort heute noch. Denn der Backenzahn fand sich im Besitz der Familie Kretschmann und wurde aus lieber Hand immer dem reinsten und klarsten Träger der Familiengene weitergegeben. Bis heute.
Wir können alles außer Hochdeutsch. Ein Qualitätssiegel ganz besonderer Art.  Für einen stolzen Stammbaum.
Gott schütze Baden-Württemberg.
Und Gott schütze die Grünen dort vor grünen Silberrücken 

Donnerstag, 16. Juni 2011

Etikettenschwindel, wohin wir auch sehen

Jede vierte Geflügelwurst enthält Schweine- oder Rindfleisch. Und weiter? Zumal 2-Euro-Kräfte aus dem früheren Ostblock nicht die Hellsten sind, und Verwechslungen beim Schlachten schon mal passieren können.
Auch mit Doktorarbeiten ist das ja oft so, haben wir gelernt. Nur weil sie in Schweinsleder gebunden sind, muss noch lange keine Schweinerei drin sein, wenn ein Rindvieh sich dort drinnen ausgetobt hat - fladenweise.
Auch wo "Grün" draufsteht, muss nicht Grün drin sein, und deshalb muss da auch keine grüne Politik herauskommen. Fischer und Co. haben das sieben Jahre lang bewiesen. Und Baden-Württemberg wird seinen ganz persönlichen Etikettenschwindel noch erleben. Und es wird sein wie damals beim Börsengang der Telekom: Zum ersten Mal Aktien gekauft und schon gleich über den Tisch gezogen. Jetzt: Zum ersten mal im Leben protestiert und schon gleich grünen Wählerstimmenfängern ins Netz gegangen. Und morgen schlagen die denen die Nase blutig. Wie in alten Zeiten: Ein Polizeistaat war da per se grün. Und die Grüne Minna räumte auf, indem sie abräumte, was blutig liegen geblieben war.
Und noch eines: Wer regiert wird von einer Partei, bei der C draufsteht und offensichtlich auch nur C drin ist, hat sich Quasi-Analphabeten überantwortet, die ihm ein X für ein U nur deshalb vormachen, weil sie es nicht besser wissen.

Mittwoch, 15. Juni 2011

die Bundesbahn - ein Perpetuum mobile für Manager

Früher hätte man es ein Husarenstück genannt. Heute, in unserer entromantisierten Welt, nennen wir es Verarsche: Die Bahn AG, auch Deutsche Bahn genannt. Allein ihre betriebswirtschaftliche Einordnung zeigt den bauernschlauen Trick, denn sie ist vielleicht das einzige "Privatunternehmen in Staatsbesitz". Doch ist zu befürchten, dass Deutschland voll ist mit solchen Gelddruckmaschinerien für eine dünne Schicht von Managern, die ein real existierendes Perpetuum mobile für sich entdeckt haben. Und das geht so: Dieses Unternehmen darf keine Verluste machen, denn staatliche Zuschüsse gibt es nicht. Deshalb spielten die Neuen aus der freien Wirtschaft sofort ihre beiden Trumpfkarten aus: Entlassungen und Rationalisierungen. Seitdem fahren in weiten Bereichen des Landes nur noch Busse.
Und aus 9,3 Milliarden Miesen wurde bald eine ausgeglichene Bilanz: Der Trick dabei: Die öffentliche Hand zahlt der Bahn AG jährlich etwa zehn Milliarden Euro für die Bestellung des Nahverkehrs sowie für Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Also doch Zuschüsse, meinen Sie? Nö, eine marktwirtschaftlich korrekte Bezahlung einer Dienstleistung!
Genialer Trick! Zumal die Bahn zu 100 Prozent dem Bund gehört. Also Ihnen und mir. 
Goldesel streck dich, Knüppel aus dem Sack!
Die aus der Manager-Gilde haben also folgende Quadratur des Kreises geschafft: Lohn- und Betriebskosten heruntergefahren und 10 Milliarden Steuergelder zusätzlich eingestrichen. 
Und weil es ein Perpetuum mobile 1. Art nicht geben darf, stopfen sich die Bahn-Manager seitdem diese überschüssigen Milliarden in die eigenen Taschen und vergraben sie nachts in ihren Gärten.
Und wir? Wir zahlen saftige Fahrpreise und gleichzeitig über unsere Steuern noch eine Benutzungs- und Bereitstellungsgebühr für jeden Zug, den die Bahn über die Schienen rollen lässt.
Das ganze sollte ganz schnell unter "Segen der Privatisierung" abgeheftet werden - zusammen mit der Privatisierung unserer Energieunternehmen und der Müllentsorgung - und für alle Zeiten im Giftschrank der Geschichte verschwinden.
Privatisierung hat immer nur die Manager satt gemacht.
Noch ein Schmankerl zum Schluss: Stuttgart 21 muss, wie wir gelernt haben, gebaut werden - wegen der unbezahlbaren Konventionalstrafen, die bei Vertragsbruch fällig wären. Witzig, oder? Der Bürger (als Besitzer der Bahn) macht einen Vertrag, den er mit sich selbst abgeschlossen hat, nur deshalb nicht rückgängig, weil er eine Konventionalstrafe an sich zahlen müsste, die er nicht hat, aber hätte, wenn er sie an sich auszahlen würde, womit er dann die Konventionalstrafe, die er gerade eben noch nicht zahlen konnte, jetzt zahlen könnte.
Noch ein Perpetuum mobile.
Und Fledermaus Geißler hat das alles gewusst. Deshalb grinst der seitdem so süffisant.

Freitag, 10. Juni 2011

Warnung: Menschen vor Verzehr abkochen!

Jetzt ist es amtlich - zumindest so gut wie: Dieses EHEC ist einem Menschen aus dem Hintern gekrochen. Schon hat das Gesundheitsministerium - in persona Minister Bahr (das ist der, der den Hut in der EHEC-Krise aufhatte - sagt er) eine Erklärung aufsetzen lassen, die um Vorsicht beim Umgang mit Menschen bittet. Ein Gesetz soll dafür sorgen, dass wir vor einem Handschlag eine rituelle Waschung unseres Gegenübers verlangen dürfen. Oder wahlweise ein mehrminütiges Abkochen, oder zumindest ein Erhitzen auf 70 Grad. Aber Mittel der Wahl bleibe sofortiges Unterzackern
Und schnell stellt sich heraus: Diese EHEC-Epidemie war doch ein terroristischer Anschlag - aus dem Familien- und Arbeitsministerium, der hier in kürzester Zeit die Frauenquote geradezu explodieren lassen wird. Denn es ist nun mal so:
S i e bringen uns zur Weißglut, was s i e völlig kalt lässt.
Und in einer anschließenden Einschleimaktion machen s i e uns dann krank - todkrank. Und übernehmen dann das Robert-Koch-Institut.


(Ich bitte um Beteiligung an der Abstimmung rechts in meinem Blog. Danke)



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