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Donnerstag, 28. März 2013

Fußball wie Dalli-Dalli und Dalli-Klick

  Nun gut, genial war es wieder nicht. Fußball - selbst ein Länderspiel - ist nun mal nur was für einen begnadeten Cutter, der aus 90 Minuten Langeweile, drei Minuten herzhaftes Gähnen macht. Und das macht die neumodische spanische Art des Spielens nicht besser: Fußball erinnert seitdem an Handball: minutenlanges um den Strafraum Herumhüpfen - nur ohne Tore.
Aber alles schneller als früher - immerhin. Selbst der Türke in der Mannschaft hält sich jetzt nach Jahren des Müßigganges an den Leitspruch seines legendären Vaters: "Dalli, dalli!"
Aufgabe: Nennen Sie verschiedene Spielsituationen in einem berühmten Ballspiel?
Dalli, dalli:
Querpass ... Steilpass ... Fehlpass .... Schussversuch ... Querpass ... Querpass ... Fehlpass ... Querpass.

Stopp! 
Querpass kam viermal vor, müssen wir dreimal abziehen, Fehlpass kam zweimal vor, müssen wir einmal abziehen. Macht vier Punkte! ..... Und Sie fanden, das war spitzeeeeeeeee?
Ich auf keinen Fall.

Mittwoch, 27. März 2013

NSU-Prozess jetzt doch in türkischer Sprache und nach islamischem Recht

Der hässliche Deutsche hat mal wieder zugeschlagen: Nicht nur, dass er für die türkischen Journalisten, die ihre Akkreditierung verpennt haben, keine deutschen oder Journalisten anderer Nationen wieder ihrer Stühle verwiesen hat. Das wäre ja fast noch zu verzeihen. Dass aber keine Gebetsräume eingerichtet wurden, ja nicht einmal Gebetspausen im Prozess um die NSU-Verbrechen eingeplant sind, zeugt von der zunehmenden Verrohung der deutschen Gastgeberseele. 
In einer Nacht- und Nebelaktion wurden jetzt wenigstens zwei ambulante Dönerstände vor dem Gerichtsgebäude in Stellung gebracht. Gleichzeitig wurde der Hauptangeklagten in einem Intensivstkurs so viel Türkisch eingebleut, dass sie ihrer Gerichtsverhandlung wenigstens einigermaßen folgen kann. Denn die wird in türkischer Sprache stattfinden. Der Mufti von Istanbul-Süd konnte für den Vorsitz der Verhandlung gewonnen werden, nachdem ihm von deutscher Seite versichert wurde, dass er die Scharia vollgültig zur Anwendung bringen darf.
Um das Urteil zügig noch direkt vor Ort vollstrecken zu können, wurden handtellergroße Kieselsteine aus dem Teich einer nahen Freizeitanlage vor dem Gerichtsgebäude aufgeschichtet.
Ein Unschuldiger wird sich noch rechtzeitig finden lassen, der dann den ersten Stein werfen wird.

Freitag, 22. März 2013

Nutte klagt erfolgreich Strich ein


 Die Nachwehen rot-grüner S(cht)eiß-Geburten: Eine Sexarbeiterin - bei Kohl hießen die noch Nutten -- hat jetzt gegen eine Stadtratsverordnung erfolgreich ihren "Arbeitsplatz" wieder eingeklagt, den Strich nämlich, der zwei Jahre vorher mit einem Federstrich "abgebaut" worden ist.
Tja, Scheiße gelaufen. Und nix aus der Geschichte gelernt. Gewährt ihnen die Menschenrechte, und kurze Zeit später schon wollen sie das Wahlrecht. 
Da ist der Straßenstrich in Dortmund nur die logische Verlängerung. Auch wenn der "Besitzer" der Firma beschlossen hat, den Laden zu schließen, wird er von seiner letzten Angestellten gezwungen, durchzuhalten. 
Verquere Welt. 
Und Dortmund ist inzwischen überall.
Irgendwann wird deshalb hier der Pädophile gegen öffentliche Schutzmaßnahmen klagen - erfolgreich - die ihm das Abgreifen von Frischfleisch auf deutschen Straßen erschweren oder gar unmöglich machen würden. Denn der hat auch seine Menschenrechte und die damit einhergehende -würde.
Oder nehmen wir die Schwulen. Die Vergangenheit war Paragraph 175! Inzwischen dürfen sie heiraten, die Hauptstadt platt machen, ihren Ehemann auf hochoffizielle Staatsbesuche mitschleppen ... 
Aber. Nicht genug. Logisch, denn wo eine Tür aufgestoßen wurde, gibt es immer eine nächste: Jetzt wollen sie adoptieren dürfen wie wahre Paare ( wie verflixt nochmal ist denn inzwischen die unverwechselbare Kurzformel für ein Ehepaar, wie es früher einmal war?) und logischerweise auch - denn spätestens beim Geld hört schließlich der Spaß am Anderssein auf - das Ehegattensplitting.
Die Zukunft wird also nicht rosig, ist zu befürchten, aber immer mehr rosa.
Und heute schon darf bei einem Schiffsunglück fest damit gerechnet werden, dass bei dem Aufruf des Kapitäns: Women and children first! diese neuen "Ehefrauen"  als erstes in die Boote steigen - mit wackelnden Ärschen.

Donnerstag, 21. März 2013

Jetzt ist es auch amtlich: Der Osterhase erfriert

Dieses nasskalte Wetter geht dem Osterhasen nicht nur auf die Eier. Nein, es ist leider viel ernster. Sein Nachwuchs stirbt, kurz nachdem er erstmals in diese ungemütliche Welt geblinzelt hat. Forscher warnen, denn damit könnte Ostern 2014 ausfallen - wegen Fachkräftemangel.
Besser geht es dem Nachwuchs der robusteren Tierarten, was die Nahrungsmittelindustrie nicht nur hoffen sondern gleich auch umdenken und umrüsten lässt. Nach bewährtem Muster. Deshalb kommt spätestens 2014 - aber auch in dieser Saison schon - neben dem Lammbraten von der Galoppbahn  Iffezheim und der Pferdeklinik direkt nebenan die Osterratte zum Einsatz, denn auch sie - das beweisen neuste Forschungen auf diesem Gebiet - kann Eier legen. Und was mit den Ohren und den Stummelschwänzchen ist, den Insignien der Macht über das Osterfest, wollen Sie wissen? Die will Hugh Hefner liefern - persönlich und pünktlich zum Fest. Und seine Playmates. 
Stopp, zu früh gefreut. Nicht die Mädels, leider nicht. Nur deren Isigien der Macht über die Männer: das Stummelschwänzchen und die Langohren.
Foto: Rike / pixelio.de

Mittwoch, 20. März 2013

Wende im Pferdefleisch-Skandal: Scarpie-Schafe springen in die Bresche

Na endlich. Der erfahrene Chemiker hat sich lange genug gefragt, wann die Kollegen der "freiwilligen" Selbstkontrolle der Nahrungsmittelindustrie ihr größeres Besteck auspacken. Denn wo Pferd drin ist, könnte genauso gut Zebra drin sein - oder Siamkatze. Um das zu entdecken, müsste allerdings erst einmal das Pferde- Kontroll-Kit gegen das Zebra- Kontroll-Kit gewechselt werden, zum Beispiel.
Jetzt hat man - welche Überraschung - Schafsfleisch bei dem selben französischen Panscher entdeckt, berichtet Agence France-Presse, der schon mit Pferdefleisch seine kriminelle Energie bewiesen hat. Und auch diesmal hat es dieses Fleisch in sich. Möglicherweise BSE- Erreger, die bei Schafen Scarpie- Erreger heißen. Das Original, sozusagen. Denn BSE kam in die Rinder, als Perverse der Nahrungsmittelpanscher auf die glorreiche Idee gekommen waren, Rinder mit Schafen zu füttern.
Nun ja. Das Verblöden der Kunden hat eh schon viele Facetten.
Warum dann nicht diese eine noch zusätzlich?
Uns bleibt so lange nur der gute Rat, die Augen offen zu halten und sich gleichzeitig umzuhören. In Ägypten, beispielsweise, berichten sie gerade über den Einfall riesiger Heuschreckenschwärme, und im Nord-Kaukasus klagt man über eine durch die Klimaverschiebung um zwei Monate verfrühte Maikäferplage.
Also Vorsicht mit Lasagne und Spaghetti Bolognese aus der Packung. Bis die von der Industrie bezahlten Laborchemiker ihr großes Insekten-Kit auspacken würden, wären wir schon vergiftet.
Also, immer mal wieder mit der Hand über das Genick streichen. Wenn da ein zarter Haarflaum wächst, dauert es nicht mehr lang, und wir fangen an zu pumpen, um dann endlich abzuheben - leise brummend.
Mahlzeit!
Foto: Melanie Möller / pixeli.de

Donnerstag, 14. März 2013

sprachloses Land: Wann wird endlich wieder Pfingsten?

  Wann ist endlich wieder Sommer? Diese Frage brennt uns leider weder auf den Nägeln noch auf der Haut, sie lässt uns vielmehr fröstelnd den Kopf zwischen die Schultern ziehen, hinein in die Goretex-Multifunktions-Doppeldaunen-Jacke.
Dieses Land ist einfach nicht mehr wiederzuerkennen. Früher, kann ich mich erinnern,  gab es hier noch einen Frühling.
Wann, schließt sich die nächste Frage an, ist endlich wieder Pfingsten? Jener Zustand eines Volkes, bei dem jeder jeden versteht, auch wenn er mit "fremden Zungen" spricht: 
  • Busfahrer, die unsere Schulkinder irgendwo in der Pampa aussetzen, weil sie weder Verkehrsschilder lesen noch die Kleinen verstehen können, sind stattdessen Alltag. 
  • Oder Pfarrer, die von der Kanzel herunterpredigen in einem der 53 nur schwer verstehbaren weil seltenen Dialekte des Südindisch. Auch ihr Englisch lässt die Erhabenheit des Wort Gottes nicht erfahren.
  • Dann die vielen Handwerker - aus Rumänien, zum Beispiel, die einen Monat vorher noch Wohnungen leergeräumt haben, bandenmäßig, und jetzt als Raumausstatter vor der Tür stehen - die aus ihrer letzten Tätigkeit sich aber nur ein bescheidenes Repertoire an Langfinger-Esperanto, auch unter dem Namen "gebrochen Deutsch" bekannt, angeeignet haben - neben vielen Wertgegenständen.
  • Oder die vielen zerlumpten Gestalten, die in deutschen Fußgängerzonen sammeln und betteln - wahrscheinlich, um sich damit einen Sprachkurs leisten zu können.
  • Oder, und damit soll es genug sein, jene neuen Ärzte, die ihre Kompetenz hinter einer dichten Mauer der Sprachlosigkeit verbergen können, wie ihre der deutschen Sprache mächtigen Kollegen in einer nur ihnen verständlichen Geheimschrift.
"Das ist Leuchtboje", nix schlimm", attestierte mir - bei heruntergelassener Hose -  der einzige niedergelassene Arzt in meinem Dorf. 
"Das ist keine Leuchtboje", klärte mich ein Tag später meine Lieblingsnutte im Bahnhofsviertel von Heidelberg auf, "das ist ein Furunkel, und das Lampenschirmchen darüber ist eher kontraindiziert."
Dazu muss man folgendes wissen: Die junge, sehr gelenkige Frau hat einen 200.000 Euro teuren Abschluss in Humanmedizin. Die Ausübung dieses Berufes fand sie dann aber zu wenig lukrativ und eklig - und zu lustfern.
Auch an diese Fremdsprache werden wir uns hierzulande gewöhnen müssen.
Pfingstfest
Dieter Schütz / pixelio.de

Montag, 11. März 2013

Männer könnten wieder so alt wie Buddha werden

  Jetzt ist es also auch amtlich - und mit dem Segen der Kirche versehen: Wer nicht ständig die Welt verbessern und ein Stück gerechter machen will als er sie am Anfang seines Lebens vorgefunden hat, kann so alt werden wie Frauen.
Wenn er dann noch lernt, den Schwanz einzuziehen, immer wenn er eigentlich die Seinen oder seine Freunde dem ewig lauernden Bösen aus den Klauen ziehen müsste, wenn er sich beim Broterwerb nur noch auf seinen eigenen Magen fokusieren und seine Brut derweil zum Betteln schicken würde, könnte er sogar steinalt werden.
Wenn er sich dann auch endlich freiwillig und der Emanzipation geschuldet aus Bereichen zurückzöge, von wo der unverstellte Blick auf die Erhabenheit dieser Welt möglich ist: auf den schwankenden Gerüsten für den neuen Brückenschlag über tiefe Schluchten, auf den freischwebenden Stahlträgern auf dem 80sten Stockwerk eines Wolkenkratzers, könnte er endlich auch wieder ein Laotse, ein Buddha werden, der verhutzelte Frauengesichter um sich scharen könnte, um ihnen das Wissen von der Gefährlichkeit der Welt einzuhauchen - jahrhundertelang.

Foto: Manfred Schütze / pixelio.de

Freitag, 8. März 2013

Mehdorn, die Heuschrecke der Kanzler

  Welt verkehrt: Statt Stuttgart 21 dem geißlerschen Schiedsspruch entsprechend zu versenken - auf Nimmerwiedersehen -, weil die magische Grenze von 4,5 Mrd Euro Baukosten beiweitem überschritten wurde, wird gebaut. Weil, Demokraten hergehört,  das die Bahn so will. Denn die hält gar nichts davon, dass die 2 Mrd Euro, die bereits investiert wurden, ausschließlich an ihr hängen bleiben würde.
Aber das genügt den sauberen Bahn- und Zugführern nicht: DB will BW, das sich an die einst festgezurrten Vorgaben halten und deshalb keine weiteren Gelder für den Tiefbahnhof locker machen will, verklagen. Auf Herausgabe dieser zusätzlichen Gelder! Aber damit immer noch nicht genug: Die Bahn erhält Rückenwind von unserem Verkehrsminister, für den feststeht, dass Baden-Würrtemberg damit aus der Solidarität der Bundesländer ausschert. 
Unglaublich, unbegreiflich. 
Und, da bin ich mir sicher, wenn die Männer in den schwarzen Roben ihren Senf dazu beigetragen haben werden, wird das ganze endgültig unfassbar sein. -
Derweil mahnt Mehdorn, der Vorgänger des jetzigen Zügeführers, dass auch er nicht zaubern könne. Übernimmt aber trotzdem den Berliner Flughafen, nachdem er schon Air Berlin, ja was genau?, abgewickelt oder wackelnd wieder verlassen hat. 
Wer, der den Herrn kennt, hätte jemals darauf kommen können, dass dieser Mann ein Zauberer sein könnte. Bei den Heidelberger Druckmaschinen haben sie Kreuze geschlagen, als er endlich gegangen war - verbrannte Erde zurücklassend, dieser Zauberer - um anschließend - geadelt von der anderen Luftnummer, dem damaligen Kanzler - bei der Bundesbahn aufzuräumen. Seitdem erzielen dort Manager aus der Privatwirtschaft Traumgehälter, und die Schulden und Defizite landen beim Steuerzahler. Zu hundert Prozent. Denn die Bahn gehört dem Steuerzahler, und bei Eigentümern bleibt nun mal am Ende, wenn sich alle anderen ungeniert bedient haben, das unternehmerische Risiko hängen.
Mehdorn der Tingelbruder, der persönliche Nomade der Bundesregierungen, ein Mann also, der auf Veranlassung der Kanzler dieses Landes seinem Broterwerb hinterherlandstreichert - wie das auch Heuschrecken zu tun pflegen.

Donnerstag, 7. März 2013

Wer sich heute keinen Kopf macht, hat Morgen vielleicht keinen mehr

 Gehört Innenminister Friedrich wirklich dieser Regierung an? Kaum zu glauben, hat er sich doch nach Brüssel auf den Weg gemacht hat, um dort gegen die uneingeschränkte Einreise aus Rumänien und Bulgarien zu stimmen. Das hört sich verdammt nach Einlösung seiner Fürsorgepflicht für die hier Lebenden an. Ungewöhnlich für unsere Regierungsmannschaft. Die schwätzt doch seit langem nur noch nach, was Lobbyisten ihr eingeflüstert haben - mit Nachdruck und vielleicht auch mit echtem Geld, wer weiß? Selbst die von der Leyen, der man mit ihrem Armutsbericht die Flügel gestutzt hat, plustert sich schon wieder auf zu dem Goldfasan, als den wir sie kennengelernt haben. Inzwischen ist auch sie offensichtlich einverstanden mit der verlogenen Zustandsklitterung aus der Feder der Mannschaft um sie herum.
Weiter so, empfehle ich da nur, aber nicht ohne folgende Warnung vor einer Gefahr, die uns hier dann leider alle und nicht nur die, die da auf der Regierungsbank hocken, heftig durchrütteln wird:
Wer sich heute keinen Kopf macht um die Missstände in diesem Land, hat morgen keinen mehr.

Mittwoch, 6. März 2013

Politik pur: Armutszeugnis ausgestellt mit Armutsbericht

In den goldenen Zeiten der Bonndesrepublik hat einer "da oben" etwa das 30- bis 40fache von einem "da unten" verdient. Heute hat sich das auf das 200fache ins Obszöne davongemacht, und sie wollen uns weismachen, das sei ein Naturgesetz und deshalb alternativlos..
Neid sei es, was vielen die Zähne darüber knirschen lässt. Nur deshalb musste aus gesellschafts-hygienischen Gründen der heute vorgelegte Armuts- und Reichtumsbericht "entneidet" werden. Raus mit Aussagen, die belegen könnten, dass der VW-Oberbonze in einer Viertelstunde das verdient, womit eine Frisörin in Thüringen gefälligst ein ganzes Jahr auszukommen hat.
Ohne hier eine unnötige gesellschaftspolitische Schärfe hineinbringen zu wollen, aber Honecker hätte sich geschämt, wenn er sein Volk auf so hohem Niveau verarscht hätte.
Die letzten 20 Jahre ist das Privatvermögen von 4,6 auf etwa 10 Billionen Euro gewachsen. Wobei die  "da oben"- etwa 10 Prozent der Bevölkerung - ihren Anteil am Nettogesamtvermögen von 45 auf 53 Prozent ausgeweitet haben (obwohl sie - eine Runde Mitleid gefälligst! - soooo viel Steuern bezahlt haben). 2008 schon. Seitdem ist die Zahl der deutschen Millionäre aber weiter gestiegen.
Gleichzeitig ist das Vermögen des Staates um 800 Milliarden Euro geschrumpft.
Was wieder einmal belegt: Ein armer Staat nützt nur den Reichen.
Deshalb schreien die wieder lauter als sonst nach Steuersenkungen und nach zügigem Ausfräsen von neuen Schlupflöchern.
Denn im Grunde ihres kalten Herzens träumen unsere "da oben" offensichtlich von Privatvermögen a la Chavez, Gott hab ihn endlich selig!, Mubarack oder Putin. Träumen von Oligarchen, ihren Fußballvereinen, ihren Privatnutten und ihren Kriegsschiffen. Auch Richtung Indien und China schielen sie mit ihrer Art von Neid. Denn diese Hungerleider-Staaten  haben inzwischen einen "Menschen"-Schlag hervorgebracht, auf den wir "da unten" nicht neidisch sein, sie auch nicht verachten dürfen. Ganz im Gegenteil:
Von diesen lernen, hieße siegen, hieße ausbeuten lernen. Würde  uns lehren, die "da unten" so lange zu treten, bis wir nicht mehr dazugehörten, wurde uns lehren, sie zu Brei zu stampfen, bis dieser fest wird wie Fels, auf dem wir dann unsere Schlösser errichten könnten.
Bis dahin aber unser Grußwort an unsere große Vorsitzende:  Danke Angela für deinen Bericht - und für das 200stel, das du Ex-Sozialistin uns erkämpft hast mit dieser deiner größten aller Kriegslisten: die "da oben" einfach gewähren lassen

Dienstag, 5. März 2013

Polittalk: Kommt nach Raab unser Charly?

Raab. Ob damit die Talsohle erreicht ist? Oder wird mir schon übermorgen Charly die große Politik erklären? Nein, nicht Karl-Theodor, der hat ja keine eigene Meinung. Unser Charly meine ich, natürlich.
Ob das dann aber wirklich vom Niveau noch unter der von Raab beanspruchten Talsohle sein würde, unterirdisch, also, wäre weniger gewiss, als man spontan glauben möchte. Denn Charly - im Gegensatz zu Will und Illner, ja selbst der kinnlose Polittalk-Gott würde sich nicht trauen - kratzt sich wenigstens, wenn es ihn juckt, und eiert nicht nur rum wie die andern.
Kritischer Journalist: Stefan Raab
Foto: Huelsmann Fotografie  / pixelio.de
Ein Affe, weiß die Wissenschaft, würde zudem alles in seine Schreibmaschine hämmern, was je ein Mensch erdacht und niedergeschrieben hat, ließe man ihm nur genug Zeit dazu. 10 hoch 200 Anschläge lang.
Das lässt hoffen.
Ob das Raab auch schaffen würde? Ihm fehlt dazu, so fürchte ich, obwohl man ihm Biss nicht absprechen kann - bei der fiesen Gnomie, oder heißt das Physionomie? - das dicke Fell, was Grundvoraussetzung ist, um die vielen Fehlversuche auf dem Weg zur Omnisapienz wegstecken zu können.
Egal wie. Nehmen wir´s einfach italienisch ,dolce-vita-mäßig. Das Land der beiden Clowns kann uns Demut lehren.
Den einen Polittalk-Clown, der vorher seine akademisch gebildeten Gäste schon mal gern gefragt hat, was so lange zum Brunnen geht, bis er bricht:
a) der Krug
b) der Lastesel
c) der Säufer
d) der Hals einer Afrikanerin ...
haben wir ja schließlich auch überlebt, irgendwie. Warum dann nicht auch den anderen Clown ertragen, der seine Fans bislang gelehrt hat, dass ein Wok kein asiatisches Kochgerät ist sondern die highend-technologische Antwort Chinas auf Hackl Schorsch - und dass Kloschüsseln nicht dafür da sind, sich Erleichterung zu verschaffen, sondern um sie sich in Ober- und Unterkiefer zementieren zu lassen.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Pillenknick der besonderen Art

Immer öfter sorgen sich unsere Krankhäuser über Lieferengpässe bei Medikamenten  So funktioniert nun mal "Just in Time". Vor allem, wenn Lohnunternehmen produzieren, die unsere Pharmaindustrie in China und Indien rekrutiert hat. Vielleicht nach demselben Motto, mit dem unsere Nahrungsmittelindustrie ihre Kühlboxen mit Lassagne und Bolognese hat auffüllen lassen. Und das geht so.
 Händler: "Brauche eine Ein-Kilo-Lassagne, biete 59 Cent Einkaufspreis." 
"Nun gut", sagt da der Zulieferer, "dafür kriegst du zwar nur den Inhalt meiner Biotonne hinterm Haus, die Verpackung wird für den Preis aber erstklassig.
Jetzt stell dir vor, einer von uns wird krank, und das Medikament kommt aus Zentralchina - und aus dem Misthaufen hinterm Haus, weil sie dort von Biotonnen noch nichts gehört haben.
Aus Wettbewerbsgründen will übrigens die Pharmaindustrie solche Lieferengpässe nicht öffentlich machen. Kein Witz, das darf sie, denn wer sollte sie zwingen, ihre Produkte zu verkaufen, die es ohne sie doch gar nicht gäbe? Wer könnte verhindern, dass sie, um einen besseren Marktpreis zu erzielen, mal eben ihre Produkte künstlich verknappen würden. Speziell die billigen?
Oder wer sollte verhindern, dass ab Morgen nur noch Viagra und Botox auf den Markt kommen?
Keine Angst, daran kann man sich gewöhnen - evolutionär gesehen, und dass Medikamente gegen Krankheiten, die nur Dritte-Welt-Hungerleider treffen, nicht entwickelt werden, haben wir ja schließlich auch schon akzeptiert.

Der Geld-vs-Gesundheit-Chart - Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Mittwoch, 27. Februar 2013

Zum Schwarzärgern: Keine Rote Karte für Blaumacher



Was Menschen am liebsten machen würden:
  • faul sein (14%) 
  • das Wochenende verlängern (8%)
  • den Urlaub verlängern (6%)
  • Verwöhnprogramm bei Shopping, Spa- oder Frisörbesuch (5%)
  • Familie und Freunde treffen (5%)
  • einen Lover für ein Last Minute Date zu treffen (2%)
Eigentlich ganz sympathisch dieses Wunschkonzert im real-existierenden Ponyhof Deutschland - wenn es denn nicht die Hitliste der Blaumacher-Gründe wäre.
Auf immerhin 1,6 blau gemachte Arbeitstage kommt so der Durchschnitts-Arbeitnehmer, die "Profis" aber im Schnitt auf 5,4 Tage. Was wieder einmal folgendes beweist: Der Ehrliche ist der Blöde, und dass es von denen, die keinen Arbeitstag nie nicht ausfallen lassen würden, eine ganze Menge geben muss, belegen die obigen Zahlen. Auch die zweite Zahl bietet zusätzlich Platz für die Weltmeister unter den Profi-Blaumachern, die - immer den dussligen Chef vorausgesetzt, der die Zeichen der Zeit, die deutlich auf Sturm stehen, der den Arbeitnehmern ins Gesicht bläst, nicht erkannt hat - auf mehrere Wochen zusätzliche Freizeit kommen - bei vollem Lohnausgleich.
Besonders perfide sind auch die Arbeitnehmer, die 
  • blau machen, um sich anderswo zu bewerben (7%)
oder die, weil die 168 - 40 = 128 Stunden pro Woche dazu wohl nicht ausreichen
  • Alltagsaufgaben wie Haushalt, Papierkram und Arztbesuche (17%)erledigen.
Vielleicht macht ja das, was die Piraten, Teile der Grünen und die Linken hier einführen wollen, die Arbeitswelt ein Stück gerechter: die Null-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich mit automatischer Überweisung des Lohns aufs Konto.
  

Montag, 25. Februar 2013

Der Staffellauf der Skandale ist eine perfide Marketingstrategie

Es ist der immer gleiche langweilige Trick, der beweist, dass Politik, Wirtschaft und Industrie aus einem Sack kommen, (auf den wir versäumt haben rechtzeitig draufzuhauen):
Um von dem eine Skandal abzulenken, produzieren sie - koste es, was es wolle - den nächsten. Auf Pferdefleisch folgen die Bioeier - gepresst aus nackten Gesäßen viel zu vieler Hühner in viel zu engen Legebatterien.

Erschütternd. Aber keine Angst: Noch bevor wir uns Ostern davon so richtig verderben lassen könnten, denn was wäre dieses Fest ohne Eier, liefern die sauberen Brüder in ihren Nadelstreifenanzügen und mit der Hornhaut auf all den Körperregionen, die andere sensibel und mitfühlend machen, uns zur Beruhigung eine Milliarde spanischer Giftgurken oder vielleicht auch zwei Schiffsladungen ägyptischer Sprossensamen.
Der Osterhase: Seine Verhaltungen in viel zu engen
Legebatterien von viel zu vielen  lüsternen Rammlern
bedrängt gefährden das Osterfest
Foto: gänseblümchen / pixelio.de

Vielleicht geben sie aber das Staffelholz gleich an die Nadelstreifenträger der anderen Fakultät weiter und bestellen von denen Superbenzin E 15 rechtzeitig zum Fest. Oder noch perfider. Sie verbandeln sich mit der Blazerträgerin Nr. 1 und kraulen dieser lobbyistenmäßig geduldig so lange das Doppelkinn, bis sie neben den 17 Milliarden für Zypern auch noch drei weitere für Berlusconi locker macht, damit der mit einer Bunga-Bunga-Party von der Altöllieferung  der vereinigten europäischen Autoindustrie ablenken kann, die in einer Nacht- und Nebelaktion zur Hälfte in den Tübchen und Tiegelchen auf den Schminktischen unserer Liebsten landen soll und zur anderen Hälfte in Brustimplantaten direkt vom Discounter-Grabbeltisch.

Und das - flüstern die Genadelt- und Gestreiften hinter vorgehaltener Hand - darf um Gottes Willen nicht schiefgehen. Sonst würde nur noch Desiree Nick helfen können, den Aufstand der so Geölten und Gesalbten niederzuschmettern - mit ihrem Fernsehauftritt, drei Tage nonstop und - mit Ton!

Sonntag, 24. Februar 2013

Supermarkt macht dicke Kinder

Kinder, die in der Nähe eines Supermarktes leben, sind dicker als Kinder, die mehr als einen Kilometer vom nächsten Schlemmertempel entfernt wohnen. Was uns Mut machen sollte, denn unsere Kinder haben es wohl gelernt, Prioritäten zu setzen: Nur die mühelose Nahrungsaufnahme ist eine gute Nahrungsaufnahme. Königsweg ist und bleibt aber der Königinnenweg: Mama, geh mal Kinderschokolade kaufen, du hast das Süßigkeiten-Schränkchen leer werden lassen. So geht dieser Weg. Da darf dann der Supermarkt auch schon mal zwei Kilometer entfernt sein.
Nur diesem logistisch einwandfreien Verhalten unserer Kleinen, die nach Aussage mancher Ärzte davon nicht dicker werden, sonder insgesamt nur schwerer, was wohl medizinisch bedeutungslos ist, ist es zuzurechnen, dass der Unterschied zwischen Discounter-Nähe und -Ferne nur mit einem Punkt auf der offensichtlich nach oben offenen BMI-Skala auf die Wampe schlägt.
Schöne adipöse Welt.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Bad News Are Bad News

Heute Morgen habe ich begriffen, warum Psychologen ihren Patienten das Hören von Nachrichten untersagen:

Erste noch fast harmlose Nachricht:
Da garantiert einer dieser verschlagensten Berufsgruppe in Deutschland einen Studienplatz in Medizin oder/und in Zahnmedizin. Mühelos einklagbar auf dem "Rechtswege".
Ich liebe diese Berufsgruppe.

Meldung Nr. 2:
200.000 Sinti und Roma hausieren inzwischen in unseren Städten. Ärztliche Betreuung gratis, Schulausbildung ihrer Kinder gratis. Mit Anspruch darauf. Und ab 2014 geht's direkt in Hartz IV, wo der 50jährige gerade arbeitslos Gewordene sich dann zwischen Heerscharen aus Rumänien und Bulgarien wiederfinden wird .

Meldung Nr. 3:
100.000.000 Euro sollen die Missbrauchsopfer der katholischen Kirche als Entschädigung erhalten. Von den Kirchen, will man meinen. Doch weit gefehlt, die haben sich ja schließlich entschuldigt, und ein so authentisches Vergelts-Gott muss da einfach reichen. Die Kosten dieser erzwungenen Liebesdienste aber zahlt der Steuerzahler. Also der Misshandelte selbst! Und natürlich jeder Atheist, jeder wegen solcher Missstände aus der Kirche Ausgetretene - und jeder Moslem, wenn er denn Steuern zahlt.

Und ich habe jetzt die Wahl: den Fernsehapparat erschießen oder mich. Oder mit meiner Pumpgun auf Pilgerfahrt gehen. Ziel: das Regierungsviertel in Berlin.
Oder ich wähle jetzt die Nummer, die da vor mir liegt: Telefonseelsorge! Da hockt einer der grinsenden Teufel und wird mir bestimmt die Welt erklären und die Existenz seines Gottes beweisen.

Dienstag, 19. Februar 2013

Sitzenbleiben abschaffen - wie alles, was man nicht schaffen würde

Die Bertelsmann-Stiftung, diese Speerspitze der Deutschen Wirtschaft, schlägt mal wieder zu: ihr neuester Vorschlag: »das Sitzenbleiben« abschaffen. Weil zu teuer. Besser sei Nachhilfeunterricht parallel zum neuen Stoff des nächsten Schuljahres. Klar. Die Wirtschaft freut's: Nachhilfeunterricht ist ein Milliardenmarkt geworden, und außerdem ist der jüngere Arbeitnehmer grundsätzlich der bessere Arbeitnehmer. Und für das moderne Arbeitersklaventum, das in diesem Land gerade klammheimlich eingeführt wird, ist der schlechter Ausgebildete die bessere Wahl.

Abschaffen ist eh das Mittel der Wahl:
Erziehung im ursprünglichen Sinn, beispielsweise.
Überhaupt alles, was den Eltern, als sie Kinder waren, noch den letzten Nerv getötet hat:
Das Maul halten, wenn Erwachsene reden.
Hausaufgaben.
Mithelfen im Haushalt.
Die Schreibschrift.
Rechnen ohne App.
Überhaupt: Lesen und Schreiben.

Keinesfalls abgeschafft, sondern im Gegenteil zusätzlich eingeführt werden sollen:
Landschulaufenthalte, am besten mehrmals pro Schuljahr. Gerne auch nach China, bevor das dritte Mal Ballermann öde zu werden droht.
Geile Verfilmungen von ansonsten viel zu trockenem Unterrichtsstoff. Der Satz des Pythagoras, etwa. In der weiblichen Hauptrolle Veronika Ferres, als die Lieblingshure des griechischen Denkers. Und immer noch lieber Ben Hur, auch wenn dieser Streifen inzwischen in die Jahre gekommen ist, als trockener Frontalunterricht über »das römische Reich«. Noch besser natürlich »Spartakus« oder »die Gladiatoren«.

Gefährliche Entwicklung? Keineswegs.
Mit einer solchen Qualifikation wird man »mit Kusshand« als Leiharbeiter genommen - für ein abwechslungsreiches Berufsbild: heute noch Latrinen geputzt, morgen schon Schweinefleisch zerkleinern im Akkord.
Wahlweise aber auch Einzug ins Dschungel-Camp als Start zu einer wunderbaren TV-Karriere.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Platz machen für die Besseren

Welch ein großes Zeichen aus Rom: Benedikt der XVI. macht Platz für einen Besseren! Welch eine Mahnung an Urbi et Orbi - an Ulli und Ortwin und alle Menschen, die guten Willens sind.
Wenn das Schule macht, haben Kabarettisten nicht mehr viel zu lachen. Und wir dann auch nicht mehr.
Denn wie wollte man ohne Westerwelle, Rösler, Brüderle, Kauder, Pofalla, Söder, ohne die gesamte neoliberale CDU-Jungenriege und ohne die vielen anderen Pappnasen in unseren Diensten ein einstündiges politisches Kabarett aus dem Boden stampfen?
Nun, ganz so schlimm wird es nicht, denn die aktuellen Hauptakteure deutscher Comedy dürften ja schließlich bleiben. Denn, weil eher ein Kamel sich durch ein Nadelöhr schleicht als eine Frau auf Petrus´ Stuhl - zumindest außerhalb von Buchdeckeln -, betrifft diese "letzte Enzyklika" des scheidenden Papstes nur den Mann an sich, in Tateinheit mit gottesfürchtig.
Die Ulknudeln sind also auch Morgen noch da: die von der Leyen, die Kraft, die Koch-Mehrin - und nicht zu vergessen die Gottgleiche deutscher Comedy: Angela.
Mahnung aus Rom
Foto: Wolfgang Dirscherl  / pixelio.de

Mittwoch, 13. Februar 2013

Kein Placebo vom Arzt?

Wer zum Hausarzt geht, muss niemals befürchten,
dort eine wirkstofffreie Zuckerpille, ein Placebo, untergejubelt zu
bekommen. Solche Pillen spielen in der Medizin fast nur in der
Forschung eine Rolle, berichtet die "Apotheken Umschau".
Ein dreifach kräftiges Helau und Alaf! Das letzte in dieser Session, versprochen.
Aber gut ist er trotzdem, der Schenkelklopfer vom Kampfblatt der Apotheker.
Fangen wir mal mit den homöopathischen Mitteln an. Bei denen darf man fest damit rechnen, dass nix Schlimmes drin ist, weil meist nix drin ist, weshalb die Homöopathie hinter vorgehaltener Hand auch die "Placebopathie" genannt wird.
Dann die vielen Tinkturen aus dem Garten Eden der Hildegard von Bingen und Konsorten. Nicht zu vergessen die inzwischen beträchtliche Anzahl von Präparaten, deren Wirkung in wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Pharmas zusammengelogen wurde.
Zum Schluss noch die Sachen, die der Arzt unterm Ladentisch hervorzaubert - die er mit dem Nebelbomben-Etikett "IGeL-Leistungen" versehen hat. Individuelle Gesundheitsleistungen soll das bedeuten. Wirkung: mehr als zweifelhaft, dafür teuer! Und damit reines Placebo: Denn was teuer ist, muss helfen.

Also: Wer zum Hausarzt geht, muss befürchten, dass er dort oft Pillen kriegt, in denen nicht einmal Zucker drin ist.
Und das ist oft gut so. Denn in einen Körper, den sie nicht verstehen, Substanzen zu kippen, deren Wirkung sie nicht kennen, war schon den Erfindern der Homöopathie zu heikel.

Placebos für den kindlich-naiven Patienten
Foto: BirgitH / pixelio.de

Dienstag, 12. Februar 2013

Journalistisch begleiteter Quasi-Weltuntergang - dabei geht doch nur der Papst

Mein Gott, die Mattscheibe voller männlicher Rockträger mit gen Himmel verdrehten Augen ob dieser welkes Fleisch gewordenen Apokalypse. Dabei geht doch da nur ein Mann, der Platz für einen Besseren machen will.
Weit gefehlt.
Ist dieser Mann doch der Fels, auf dem die gesamte Kirche steht. Petrus, das Steinmonster, der Atlas, der Christophorus. Hier ist in Wirklichkeit das Firmament in Gefahr. Und unsere Journaille spürt das und quält uns mit dem, was sie am Besten kann: Schaumschlägerei. Bis der, der über Wasser und über Sahne gehen kann, sich der Schlagsahne geschlagen geben muss. Oder wie hatte einst Leonard Cohen sprechgesungen: "... and sank beneath your wisdom like a stone"
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