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Freitag, 13. Januar 2017

Zu Panorama vom 12.1.2017 - Volkes Stimmung: Die zu hoch bezahlten TV-Journalisten können uns nicht mehr verstehen

Das "unvernünftige" Volk (in Hassloch, unserem Vorzeigeort) will also ein Schwimmbad, wo doch dieses Deutschland, dem es nie besser ging als heute (O-Ton etablierter Parteifunktionäre), kein Geld mehr für solchen "unvernünftigen" Luxus hat.

Ist D also doch eher ein armes Land mit Schulden?

Ist es wirklich unvernünftig, wenn das Volk das an "Luxus" sich erhalten will, was es sich vor 20 Jahren leisten konnte, weil es sich diesen verdient hat?

Wäre das eigentliche Fazit ihrer Sendung nicht ein ganz einfaches?: Die Menschen verstehen nicht, dass für ihr Freibad kein Geld mehr da ist, dass aber gleichzeitig die nächsten Jahre etwa 20 Milliarden € pro Jahr für die "neuen Mitbürger" bereitgestellt wird. Vielleicht können wir uns ja eher diese Neuen nicht leisten? –

Dieses "reiche" D ist nur für eine kleine Elite wirklich reich. Dass es auch hier "White Trash" gibt, beweist das durchschnittliche Hassloch: Selbst hier, "wo es doch allen so gut geht wie nie zuvor", gibt es eine Tafel für Leute, die es ohne diese Einrichtung nicht schaffen würden.

Ihr Fazit, dass Demokratie nur funktionieren kann, wenn sie gelebt wird, wenn notwendiger Verzicht bitte schön auch gefälligst geübt wird, ist so abgehoben, wie die Elite, der Sie angehören, die da eben mal ihre Kameras draufgehalten hat und mit diesem Vorwurf ans Fußvolk ins Studio zurückgekommen ist, wo die Ankerfrau, korrumpiert durch ihre wohl üblich hohe sechsstellige jährliche Honorierung, diese "abgedrehte" Welt da draußen nicht mehr verstehen kann!

 

Foto: Rudolf Stricker CC BY-SA 3.0

 

Freitag, 11. November 2016

Käsmann for President!? So ein Käs', Mann!

Käsmann for President!? So ein Käs', Mann!

Salbungsvolle Predigten über Gott und im selben Duktus über die Welt hatten wir doch jetzt allemal genug von dieser Stelle. Und Besserwisserei ist in diesem Jahrtausend offensichtlich weiblich. Genug davon.

Mittwoch, 9. November 2016

Trump mit Sanders!?

Wenn er klug ist, der #Trump, dann bietet er #Sanders einen Posten in ihrem (!) Kabinett an.

 

Montag, 8. April 2013

Das große Spiel der Global Player: Wie hinterzieht man Steuern, so legal wie möglich?

Die "Welt" hat wohl den Schuss nicht gehört, sonst hätte sie doch nicht ihre Neoliberal-Falkin zu Jauch geschickt, um dort das Hohe Lied der Steueroasen zu singen. Dass die FDP, in personam Kubicki, auf diesem Ohr taub ist, konnte da schon weniger überraschen.
Google, Amazon, IKEA, Gates Microsoft. Sie alle machen Gewinne ohne Ende - und zahlen 1 bis 6 % Steuern darauf.
Pfui Spinne.
Sie, die mehr von dem profitieren, was die Staaten, bezahlt mit Steuergeldern, vorhalten: Infrastruktur, sozialer Frieden und die Ausbildung von Arbeitnehmern.
Das wollen diese "global Player" offensichtlich alles für lau.
Ja, selbst die Ausbildung ihrer Handlanger bei der Verschlankung der Steuern: allen voran die Vertreter des edelsten Berufsbildes, des Juristen, Männer und Frauen, die für Geld ... nein, nicht alles machen. Aber für viel Geld, für unverschämt viel Geld. Recht hin, Gerechtigkeit her.
Zusammen mit dem zweitedelsten Berufsbild, dem Banker.
Deren Ausbildung kostet den Staat um die 200.000 Euro. An der Brust genährte Nattern.
Nimmersatte im Einsatz für Nimmerehrliche.
"Ich stand auf den Schultern von Giganten!" Einstein hat noch gewusst, wem er seinen Erfolg zu verdanken hatte. Den seelenlosen Managern der Weltkonzerne ist so etwas völlig fremd. Was aber wäre Google ohne das Internet, das die Staaten erst etabliert haben? Was wäre Gates ohne Strom? Haha. Was wäre IKEA ohne Häuser und Wohnungen und die Straßen dorthin? Was wäre Amazon in einer Welt voller Analphabeten?
Und was fällt unseren Politikern dazu ein? Sie wollen diese Dumping-Steuersätze der Global Player einfach unterbieten.
Und für ein halbes Prozent würden sie denen auch noch den Müll hinterherräumen.


Montag, 1. April 2013

Wir sind die Opfer, aber wir machen uns alle mitschuldig

Sie machen uns zu Mittätern.
Die Industrie-Kapitäne, die Manager-Gilde. Sie nehmen uns hier seit zwanzig Jahren die Arbeitsplätze weg und verfrachten sie nach China und nach Indien. Sie nennen das - mit Recht - Globalisierung und erklären uns mit dieser selbstgemachten Vokabel die Welt.
Und wir sehen zu.
Mitgegegangen, mitgefangen, mitgehangen.
Nicht dass davon der kleine Chinese merklich reicher geworden wäre. Der verarmt vielmehr, verliert oft seine Heimat, die ihm Bulldozer unterm Hintern einebenen, und opfert seine Gesundheit und die seiner Familie auf den Altären einer Neureichen-Kaste, die Kommunismus hin; Kommunismus her, ungeniert reich wird.
Und mit dem ihnen von westlichen Idioten geradezu aufgezwungenem Reichtum kaufen sie den Rest der Welt oder erpressen ihn.
Und wir sehen weiterhin nur zu.
Und eine Alt- und Neureichen-Kaste hierzulande stopft sich bei diesem System der Übernahme der Ersten Welt durch die reich gewordenen Schwellenländer die Taschen voll.
Und wir lassen es zu.
Und diese westlichen Gewinnler dieses Weltwirtschaftskrieges verhökern derweil die Patente ihrer Unternehmen an kriminelle Staaten, die diese einfach nur als Startkapital für die beschleunigte Übernahme der Welt begreifen.
So verweigert jetzt Indien Novartis den Patentschutz auf eines seiner Krebsmittel.
Und Ärzte ohne Grenzen applaudieren dazu.
Wie dumm.
Das Know-How der Ersten Welt ist das, das Know-How jedes einzelnen von uns, mit dem wir alle unseren Lebensunterhalt verdienen. Und den unserer Nachkommen.
Und wieder sehen wir nur zu.
Und verspielen damit sehenden Auges die Zukunft unserer Kinder. Kampflos.
Das nenn ich kriminell. Und deshalb noch einmal: Mitgegegangen, mitgefangen, mitgehangen.-
Der Einzelne könnte dagegen eh nichts tun?
Dann soll es wohl so sein. Weil Loser nun mal verlieren.

Montag, 25. März 2013

Zypern liefert. Wo ist der Trick?

Bank of Cyprus heute morgen 8 Uhr
Foto: Kristin Scharnowski / pixelio.de

Huch? Zypern lässt wirklich zwei Banken über die Klinge springen? Und reiche Profiteure der Krise sollen wirklich Geld verlieren, viel Geld? In der wirklichen, der analogen Welt? Oder ist das nur eine der vielen Luftnummern der digitalen Überwelt.
Wo ist der Trick? Der Fallstrick? Wo und wann werden die Gauner mit ihrem sauer zusammengeklauten Geld wieder zusammengeführt, und wo und wann finden die Verluste, die bei solchen konspirativen Verabredungen mit dunklen Gestalten aus der Politikerkaste entstehen, den europäischen Steuerzahler?
Papier ist ja geduldig, heißt es, da macht Papiergeld keine Ausnahme. Und richtig geduldig wird es dann, wenn es in einer Bad-Bank eingebunkert liegt. Geduldig wie Atommüll. Nur die Asse darf dabei nicht volllaufen - oder das Mittelmeer, was ja Katastrophen-Wissenschaftler längst schon auf dem Schirm haben.
Aber so kompliziert kann der Trick nicht sein, mit dem wir Steuerzahler hier gearscht werden sollen, denn Banker und Broker sind einfacher gestrickt. Geldgesteuert. Dazu werden noch weniger Hirnzellen belästigt als bei Schwanzgesteuerten.
Wahrscheinlich sind die Banken, die jetzt mit viel Gedöns abgewickelt werden sollen, längst leergeräumt und die Gelder inzwischen in Luxemburg oder in der Schweiz in Sicherheit - und abgewickelt werden auf Zypern wohl nur noch die, die zum Schluss immer abgewickelt werden: die Schalterbeamten und Putzfrauen. Und das Vertrauen in Europas "Gestalter".  

Mittwoch, 20. März 2013

Investmentbanker funzen wie Psychopathen

Verkäufer in Investmentbanken verhalten sich wie psychopathische Schwerstkriminelle. Und übertreffen sie sogar noch in Sachen Egoismus. Das haben Experimente in einer Haftanstalt in der Schweiz ergeben. Das mache das Umfeld aus den Männern und Frauen, in dem das, was man hat, alles zählt, das, was man ist, aber nichts.

mit dem französischen Erbschaftssteuersatz hätten wir hier blühende Landschaften

  Die Meldung des gestrigen Tages könnte fast Mut machen, vor allem all jenen, die in dieser von uns abgefrühstückten Welt Fuß fassen müssen, irgendwie. Und diese Meldung geht so:
- Hätten wir den Erbschaftssteuersatz von Frankreich, würde bei dem Multi-Billionen-Transfer, der die nächsten Jahre im Rahmen der Vererbung stattfinden wird, dieses Land nicht nur auf einen Schlag schuldenfrei machen. Es könnte auch lange vernachlässigte Aufgaben wieder anpacken: in Bildung investieren, die Schulklos mal wieder putzen lassen, nicht mehr nur Schlaglöcher stopfen sondern Straßen von Grund auf sanieren, die versprochenen Kita-Plätze doch bereitstellen, die ganze FDP-Brut mit einem Goldenen Handschlag - anders werden die es nicht machen - und auf Nimmerwiedersehen nach Hause schicken. Und unserer Kanzlerin könnte dieser Staat, ob dieser Großtat, auch wenn sie nur ein in Frankreich geklautes Plagiat ist - ein Denkmal errichten und selbstverständlich die Kanzlerschaft auf Lebenszeit anbieten.
Aber wenn das alles mal wieder nur ein schönes Märchen bleiben sollte, das Ottl Normalo in den Schlaf wiegen soll, dann sollte jeder von uns mal folgenden Kampfschrei französischer Zunge plagiieren:
L' état, ç' est moi! Oder wie der Sachse zu sagen pflegte: Wir sind das Volk. Machen wir endlich was Vernünftiges draus. 

Sonntag, 3. März 2013

US-Amerikaner: Ein Leben mit dem Finger am Abzug

Jetzt kriegen wir´s Schwarz auf Weiß: In der Tiefe seines Herzens liebt "der Amerikaner an sich" die Schwarzen nicht. Schon gar nicht auf der Kommandobrücke. Lieber lässt er den Dampfer absaufen und stirbt dabei einen heroischen Tod - mit der rechten Hand auf dem Herzen und diesem hinaufgerichteten Blick, der durch die Sterne auf seinem Banner, das er mehr liebt als seinen Staat, seine Nachbarn und seine Frau, das Jenseitige fokussiert. Was ihn erhaben werden lässt. Glaubt er.

Ein Leben - mit dem Finger am Abzug.

Fröhliches Ostereier-Schießen!
Anders fühlen sich diese mit Zirkusnummern a la TV Vollgestopften nicht mehr. Allesamt John Waynes, Depps, Rambo-Stallones - und "gefühlter" Pate ihrer Sippe sind sie da drüben. Und schlimmer noch: "gefühlt" Rockefellers, Buschs, Kennedys, Hughes .... Selbst wenn sie denen immer nur die Teller waschen durften.

Jetzt also der galante Sprung über die Klippe.

Ihre Kino- und TV-Protagonisten haben das ja schließlich auch alle überlebt - selbst J.R. ist erst kürzlich gestorben. Eines natürlichen Todes - und nicht nur das: Sie sind als Helden wieder auferstanden.
Und darauf setzen die dort drüben: Entweder da ist ein Sprungtuch installiert, glauben sie, oder die Szene wird rechtzeitig geschnitten. Und in der nächsten taucht man frisch geduscht und gegelt und in einem blütenweißen und gebügelten Hemd in der Szene wieder auf.

Und wenn doch nicht? Der "Amerikaner an sich" wird auf jeden Fall weiterleben - in uns! Denn sein widerlicher Same steckt längst in jedem. Dieser kam mit den Privatsendern zu uns - und seinen Fresstempeln. Und er kam mit dieser besonderen Spezies Mensch, angefüllt mit neoliberalem Müll, die sich in unsere Chefetagen geschlichen hat - wie Scientologen.

Ich glaube eh, dass es sich bei den USA um eine religiöse Verschwörung handelt. Streng geheim - und traditionell undemokratisch.
Und dass diese Verschwörung Schwarze hasst..  

Mittwoch, 20. Februar 2013

Bad News Are Bad News

Heute Morgen habe ich begriffen, warum Psychologen ihren Patienten das Hören von Nachrichten untersagen:

Erste noch fast harmlose Nachricht:
Da garantiert einer dieser verschlagensten Berufsgruppe in Deutschland einen Studienplatz in Medizin oder/und in Zahnmedizin. Mühelos einklagbar auf dem "Rechtswege".
Ich liebe diese Berufsgruppe.

Meldung Nr. 2:
200.000 Sinti und Roma hausieren inzwischen in unseren Städten. Ärztliche Betreuung gratis, Schulausbildung ihrer Kinder gratis. Mit Anspruch darauf. Und ab 2014 geht's direkt in Hartz IV, wo der 50jährige gerade arbeitslos Gewordene sich dann zwischen Heerscharen aus Rumänien und Bulgarien wiederfinden wird .

Meldung Nr. 3:
100.000.000 Euro sollen die Missbrauchsopfer der katholischen Kirche als Entschädigung erhalten. Von den Kirchen, will man meinen. Doch weit gefehlt, die haben sich ja schließlich entschuldigt, und ein so authentisches Vergelts-Gott muss da einfach reichen. Die Kosten dieser erzwungenen Liebesdienste aber zahlt der Steuerzahler. Also der Misshandelte selbst! Und natürlich jeder Atheist, jeder wegen solcher Missstände aus der Kirche Ausgetretene - und jeder Moslem, wenn er denn Steuern zahlt.

Und ich habe jetzt die Wahl: den Fernsehapparat erschießen oder mich. Oder mit meiner Pumpgun auf Pilgerfahrt gehen. Ziel: das Regierungsviertel in Berlin.
Oder ich wähle jetzt die Nummer, die da vor mir liegt: Telefonseelsorge! Da hockt einer der grinsenden Teufel und wird mir bestimmt die Welt erklären und die Existenz seines Gottes beweisen.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Kein Placebo vom Arzt?

Wer zum Hausarzt geht, muss niemals befürchten,
dort eine wirkstofffreie Zuckerpille, ein Placebo, untergejubelt zu
bekommen. Solche Pillen spielen in der Medizin fast nur in der
Forschung eine Rolle, berichtet die "Apotheken Umschau".
Ein dreifach kräftiges Helau und Alaf! Das letzte in dieser Session, versprochen.
Aber gut ist er trotzdem, der Schenkelklopfer vom Kampfblatt der Apotheker.
Fangen wir mal mit den homöopathischen Mitteln an. Bei denen darf man fest damit rechnen, dass nix Schlimmes drin ist, weil meist nix drin ist, weshalb die Homöopathie hinter vorgehaltener Hand auch die "Placebopathie" genannt wird.
Dann die vielen Tinkturen aus dem Garten Eden der Hildegard von Bingen und Konsorten. Nicht zu vergessen die inzwischen beträchtliche Anzahl von Präparaten, deren Wirkung in wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Pharmas zusammengelogen wurde.
Zum Schluss noch die Sachen, die der Arzt unterm Ladentisch hervorzaubert - die er mit dem Nebelbomben-Etikett "IGeL-Leistungen" versehen hat. Individuelle Gesundheitsleistungen soll das bedeuten. Wirkung: mehr als zweifelhaft, dafür teuer! Und damit reines Placebo: Denn was teuer ist, muss helfen.

Also: Wer zum Hausarzt geht, muss befürchten, dass er dort oft Pillen kriegt, in denen nicht einmal Zucker drin ist.
Und das ist oft gut so. Denn in einen Körper, den sie nicht verstehen, Substanzen zu kippen, deren Wirkung sie nicht kennen, war schon den Erfindern der Homöopathie zu heikel.

Placebos für den kindlich-naiven Patienten
Foto: BirgitH / pixelio.de

Freitag, 8. Februar 2013

Den Patienten laufen die Ärzte davon

Die gute Nachricht vorweg: Dem Gesundheitswesen gehen die Verwaltungsfachangestellten und die Krankenhausmanager nicht aus. Die schlechte gleich hinterher: Aber die Ärzte!
Erster Grund. Ihn lehrt uns die Lebenserfahrung: Berufsbilder, aus denen sich Männer zurückziehen, verlieren an Glanz und Prestige. An so mancher Medizinischen Fakultät haben die Studentinnen mit jenseits von 70 Prozent inzwischen die Nase vorn.
Und wer genau hinhört in den Fluren der Fakultät, hört es deutlich ticken: die biologische Uhr. Vor allem Akademikerinnen gehen als Mütter zwischen Mitte dreißig und Mitte vierzig beruflich oft auf Tauchstation, heißt es im Spiegel Sie entscheiden sich für Teilzeit, oder sie verabschieden sich ganz mit dem beliebten Argument deutscher Mütter: "Ich möchte für meine Kinder da sein." Und wenn der Nachwuchs irgendwann kein warmes Mittagessen mehr braucht, heißt es im Spiegel weiter, sind die meisten von ihnen zu alt, um noch mal durchzustarten.
Für Ärztinnen gilt das natürlich auch. Und während sich diese neue Art der Weißkittel(innen) zuhause verwirklichen - in meiner Praxis lösen sich immerhin drei Teilzeit-Meizinerinnen gegenseitig ab - wartet der Patient vor verschlossenen Praxistüren - auf seinen Tod.
Übrigens: Die Ausbildung einer Teilzeit-Ärztin kostet den Steuerzahler dasselbe wie die Ausbildung des Ganztags-Mediziners. Unwirtschaftlicher sind da nur noch so Loser wie Rösler oder die schöne Furtwängler. Da waren die 200.000 Euro, die wir für ihre akademischen Würden hingeledert haben, gleich komplett in den Sand gesetzt.
Dass dann der Rest der teuer ausgebildeten Medizinstudenten lieber in ein angesagtes Krankenhaus in München Mitte gehen, oder "in aller Freundschaft" gerade noch nach Leipzig, am liebsten aber in die Tempel der Brustvergrößer- und Penisverlängerungen, verwundert da nicht mehr.
Und mehr und mehr kommt einer der Kernsätze des Neoliberalismus hier zum Tragen: Kranksein muss man sich eben leisten können.



Heut bleibt uns' re Praxis kalt,
drum geh' n wir zum DM-Markt, halt.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Mittwoch, 6. Februar 2013

Wer schämt sich jetzt für Schavan?

Als zu Guttenberg zur Schlachtbank geführt wurde, war ihr öffentlich gemachtes Schämen für ihren Kabinettskollegen entscheidend für seinen unrühmlichen Abgang. Wer gibt aber jetzt unserer "honorigen" Wissenschaftsministerin den Gnadenstoß?
Eigentlich ist sie seit Monaten schon überfällig. Aber diese Politprofis, die nun mal nix anderes gelernt und den "Schmalspur-Doktor" wohl wirklich nur für die Politkarriere zusammengeschwindelt haben:
Der Guttenberg wurde mit Hilfe seines plagiierten Doktortitels Volljurist, obwohl er nur das Erste Staatsexamen abgelegt hat, und die Schavan? Die hat wohl außer einer Einführungsvorlesung für Erstsemester und der Doktorarbeit nichts weiter vorzuweisen und darf sich trotzdem Doktor der Wer-weiß-schon-genau-was nennen.
Diese "intellektuellen Überflieger", denen offensichtlich nicht nur diese schleimerische Art der Hochschätzung durch Dritte zufliegt wie uns Ottos nur die Grippe.
Jetzt, wo sie den Doktortitel wieder einklagen will, könnte sie ja auf die Dienste von zu Guttenberg zurückgreifen, denn der hat ja, im Gegensatz zu ihr, die nun gar nichts mehr hat - außer einem geilen Job als Wissenschaftsminister -, immerhin noch sein Erstes Staatsexamen. Mit dem kann er, habe ich selbst schon gesehen, in einer Kanzlei durchaus alte Aktenordner abstauben und alphabetisch ordnen.

Montag, 4. Februar 2013

Schamlose Kirche

Da hüllt sich dieses Monster Kirche in den Mantel des Karitativ-Sozialen und macht uns seitdem weis, wie unentbehrlich es aus diesem Grund ist - selbst in einer modernen, von Aberglauben weitestgehend freien Welt, - und lässt sich dieses "soziale Engagement" zu fast 100 Prozent von unseren gottesfürchtigen (?) Volksvertretern bezahlen. Nicht aus eigener Tasche, natürlich, sondern aus unserer, aus des Steuerzahlers Tasche. Nicht dass der nicht schon Kirchensteuern genug berappen würde!

Wenn es Geld kostet, ist die Kirche weg

Und wie weit dieses Engagement geht, sieht man überall dort, wo die Kirche eigenes Geld in "ihr
eigenes (!) Unternehmen" hätte zuschießen müssen: Stattdessen hat sie die Trägerschaft zurückgegeben! So einfach geht wirtschaftliches Handeln á la Eglise. Keine lästigen Insolvenzverfahren. Einfach nur auf schäbige Art und Weise im eigenen Weihrauch verschwinden.

Arbeitgeber darf sich nur nennen, wer seine Leute aus eigener Tasche bezahlt

Generell gilt für mich: Arbeitgeber ist nur, wer seine Arbeitnehmer bezahlt - und zwar so, dass die davon auch leben können. Ein Fensterputzer- Gebäudereinigungs-Chef ist für mich deshalb kein Unternehmer. Auch ein Bauer, der Knochenarbeit für fünf Euro die Stunde auslobt, ist keiner. Halsabschneider sind das - und meist sind sie an ihrem Porsche vor der Tür zu erkennen.
Aber ganz perfide ist die Sachlage dann, wenn der vermeintliche Arbeitgeber sich das Geld für den Lohn seiner Mitarbeiter vom Staat überweisen lässt. Das ist schamlos. Und sich Arbeitgeber zu nennen, gar der größte in Deutschland, ist unchristlich im Sinne von: Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten.

Krankenhäuser, Schulen und Krippen funktionieren auch ohne Kirchen

Dabei wäre dieser größte aller Sozialschmarotzer über Nacht in unserem Land entbehrlich. Mit zwei Federstrichen könnten wir ihn in die Wüste schicken: Aberkennung der Trägerschaft und Aufhebung des Subsidiaritätsprinzips, (das mal ein Geschenk der CDU an die Kirchen gewesen sein soll - für die vielen, damals noch weitestgehend kostenlosen "Wahlveranstaltungen" der Priester von ihren Kanzeln herunter).

Maloch Kirche

Das alles stinkt nicht nur gewaltig nach Kumpanei sondern auch nach Neoliberalismus. Denn im Neoliberalismus regiert das kalte Gesetz des Marktes und das ist in Wirklichkeit das Gesetz des Stärkerent. Und der stärkste Streithammel hier - das hat sich in der "Vielfalt bürgerlichen Engagements" schnell herausgestellt - ist die Kirche, die sich von etwa 250.000 auf etwa 1,3 Mio Mitarbeiter "hochgeschlafen" hat. Ja hochgeschlafen! Denn dass diese Vormachtstellung nur mit Politikern zustande kommen konnte, denen man heute noch weismachen kann, dass man damit Wahlen gewinnt, steht außer Frage.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Schwarzer-Peter-Spiel: Lieferengpässe bei Arzneimitteln

Die Lieferengpässe bei Arzneimitteln bringen jetzt auch die Apotheker auf den Plan. Diese Lieferengpässe würden sie vor "logistische und pharmazeutische Herkulesaufgaben" stellen, die mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden seien.
Das Kerngeschäft dieser Apotheker scheint damit gefährdet: Rezepte lesen, Medikamentenpackung aus einem Schieber nehmen, wenn vorhanden. Andernfalls den Kunden auf 16 Uhr vertrösten.
Aufklärung und Beratung des Kunden? Fehlanzeige.
Und jetzt das: lästiges Fahnden nach einem neuen Lieferanten oder Produzenten eines Arzneimittels. Nicht mit unseren Apothekern! Nicht mit Männern und Frauen, die uns in der selben Zeit unnötige aber teure Vitaminpräparate oder genauso unötige aber noch teurere homöopathische Mittelchen andrehen könnten.
Und weil das so ist, wollen sie die Pharmazeutische Industrie dazu vergattern, solche Lieferengpässe "ausführlicher zu kommunizieren" als bisher. Die aber hat längst die Öffentliche Hand in die Pflicht genommen. Vater Staat soll gefälligst solche Lieferengpässe durch eigene Lagerhaltung verhindern.
Am Ende, das ist jetzt schon abzusehen, wird der Schwarze Peter bei uns Patienten landen. Und dann sollten wir in uns gehen und uns fragen, ob wir zum Wohle unserer Pharmakonzerne und Apotheker auf die ein oder andere Krankheit nicht einfach verzichten sollten.

Dienstag, 29. Januar 2013

Der Clou der Kirchen

Die katholische und evangelische Kirche lassen sich ihre konfessionellen Kindergärten ganz schön was kosten: immerhin etwa acht Prozent der Gesamtkosten. Den Rest zahlt der Staat.
Bei anderen konfessionellen Einrichtungen kriegen sie die Trägerschaft sogar für lau, und der Staat blecht die volle Summe.
Trotzdem dürfen diese konfessionellen Träger in diesen vom Staat finanzierten Einrichtungen die Demokratie weitestgehend außer Kraft setzen - zum Beispiel die Religionsfreiheit - und das Arbeitsrecht mit Schuhen treten. In der Regel mit teuren italienischen Sonderanfertigungen.
Und können aus dogmatischen Gründen die Pille danach verweigern, ein Recht, das hier eigentlich niemandem verweigert werden darf.
Das ist der Clou. Ein wahres Ganovenstück.
Zumindest aber ein unverfrorener Akt des Sich-mit-fremden-Federn-Schmückens: Sozial tun, dafür aber nicht eine müde Mark ausgeben.
Ganz im Gegenteil:
Aus unzähligen Töpfen kriegen diese beiden Monster-Privatunternehmen mehr als 15 Milliarden Euro an Subventionen und zusätzlich etwa neun Milliarden Euro Kirchensteuer. Und zählt man dazu noch diese "fremden Federn" (Kindergärten, Krankenhäuser ...), für die der Staat sage und schreibe weitere 50 Milliarden Euro hinblättert, könnten einem langsam die Tränen kommen, wenn es nicht so lustig wäre:
Da verkleiden sich Männer als Priesterinnen, lernen salbungsvoll zu reden, quälen unsere Kinder (wenn diese Glück haben nur mit einem Onanierverbot), und schon glauben wir, dass sie uns fürsorgliche Hirten sind - wir dummen Schafe.
Wir sollten spätestens jetzt versuchen, aus ihrem Gatter zu entkommen.
zum Weiterlesen

Neoliberales Wirtschaften taugt nur für Schönwetter-Profis

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erwartet vom Staat, dass er ab sofort Medikamente in eigenen Lagern vorhält, für den Fall, dass Lieferengpässe die Versorgung der Bevölkerung gefährden.
Wie bitte?
Nur weil dieser Industriezweig zur Gewinnmaximierung in China und Indien produzieren lässt, soll das Ausfallrisiko, das doch in der Natur solcher Billigstproduktion steckt, der Steuerzahler tragen?
Warum dann nicht auch der Autoindustrie das lästige Vorhalten von Ersatzteilen aus dem unternehmerischen Risiko nehmen?
Oder warum dem Bäcker, der in meinem Ort mittwochs grundsätzlich nie arbeitet und ab spätestens 16 Uhr nur noch einen Bruchteil seiner Ware feilbietet, nicht auch gleich unter die Arme greifen?: mittwochs und täglich ab 16 Uhr Apfeltaschen, Plunderhörnchen und Bienenstich vom VEB Back.
Aus der Sicht unserer im Neoliberalismus (früher hieß das noch Haifischkapitalismus) versumpften Konzernindustrie macht das Ansinnen des BPI auf jeden Fall Sinn. Ist es doch die Erweiterung des Privatisierungs-Gedankens: Das unternehmerische Handeln als Schönwetterveranstaltung. Läufts gut, Kohle einsacken und vermehren durch Verschlankung der Löhne und durch kreatives Outsourcen ans Arbeitsamt, pardon, Agentur für Arbeit.
Und wenns schlecht läuft, weitere Teile des unternehmerischen Risikos dem Staat überantworten, sich von öffentlichen Geldern stützen lassen und - sich diese klevere Idee durch zusätzliche Bonis vergolden lassen.
Auch bei diesem neuen Vorschlag á la BPI, die Lagerhaltung der deutschen Industrie jetzt vollständig in den Verantwortungsbereich des Staates zu legen, winken satte Bonis. Zumal es Sinn macht! Denn warum sollte der Besitzer der Lager (die bundesdeutschen Autobahnen) nicht auch gleich für deren Inventar verantwortlich zeichnen.

Montag, 28. Januar 2013

1 und 1 ist 1: Solarworld und Gottschalks Schloss

Solarworld hat extreme Schwierigkeiten, sich am Markt zu behaupten, und den Gläubigern droht ein Schuldenschnitt. Derweil kauft der Boss des Solarmodule-Herstellers Gottschalks Schloss am Rhein.
Ein Schelm, wer hier denkt, eins und eins zusammenzählen zu können. Denn unsere Politik kann das längst besser: 1 und 1 ist 1 und nicht 3.(hier der  mathematische Beweis) Und das stimmt deshalb, weil es so geht:
Pleitefirma-Boss ruft nach dem Staat - und kriegt von dem (= uns) Kohle, die der Boss in sein neues 800m2-Schloss steckt. Die Gläubiger gehen leer aus, weil 1 und 1 nun mal 1 ist und nicht 3.

Montag, 21. Januar 2013

Facebook: Neid, Frust und Missgunst

Warum macht uns stundenlanges Surfen im Net so blass um die Nase? Weil wir nur noch selten an die frische Luft kommen? Nee. Neid, Frust und Missgunst lassen uns erbleichen - immer dann, wenn wir die geilen Posts unserer "Freunde" in Facebook sehen oder ihre tiefenpsychologische Prosa auf Twitter lesen, hingezwitschert mit einer genialen Leichtigkeit, dass uns der Kamm schwillt vor Neid.

Wie obszön sie uns doch alles unter die Nase reiben: den neuen Kerl, abgeschleppt in der angesagtesten Disco, das 18-Gängemenue im Drei-Sterne-Restaurant in Mannheim der Nachwelt präsentiert in Wort und Bild - mit und ohne Blitzlicht ...
Kotzen könnten wir vor Neid - wenn wir dabei nicht unsere Tastatur versauen würden.

Freitag, 18. Januar 2013

Die missverstandene katholische Kirche zeigt sich zerknirscht

Die Missverständnisse reißen nicht ab: Dass das jüngste Missbrauchsopfer in zwei katholischen Krankenhäusern abgewiesen wurde, kann doch nur bedeuten, dass der urchristliche Gedanke umgesetzt wurde: Wer von Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
Und unter dem Teppich, unter den die pädophilen geistlichen Würdenträger gekehrt wurden, ist noch viel Platz für die vielen "Brüder im Geiste", die draußen in den dunklen Gassen ihr trauriges Handwerk ausüben müssen.
Für die Mühseligen und Beladenen haben sie nicht nur ein offenes Ohr. Denn diese einsamen Wölfe sind doch in Wirklichkeit nur verlorene Schäfchen.
"Eva ärgern", nennen die indischen Männer ihre Jagd auf "diese Dinger". An ihre heiligen Kühe wagen sie sich wohl nicht ran. Ein urkatholisches Motiv ist das. Eva, die Verräterin, die dem Manne die Gottebenbildlichkeit verspielt hat, geformt aus seiner Rippe, dieses undankbare Miststück.
Da müssen Männer einfach zusammenstehen, auch wenn sie Röcke tragen.
Oder gerade dann? Muss Männlichkeit bewiesen werden? Immer wieder?
Von Eunuchen weiß man das: Kein Bestrafungssystem war brutaler und grausamer als das dieser kastrierten Männer.
Und hört mal diesen unseren Gesalbten genau zu: Der Tenor ihrer Rede ist in Wirklichkeit Sopran.
Gott zum Grüße!
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