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Freitag, 9. Februar 2018

Inwiefern sich SPD und BILD gleichen wie ein Arsch dem andern

Das Fazit der hier aufgeführten Gemeinsamkeiten gleich vorweg: Warum, um Himmels Willen, gibt es immer noch Leute, die die BILD oder/und die SPD "kaufen"? – und noch unbegreiflicher: warum die den Beiden immer noch das abkaufen, was die sagen, tun und schreiben?

Hier die durchaus unvollständige Liste:

  • "Wer mit der BILD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten." "Wer mit der SPD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten."
  • BILD und SPD befinden sich, was Wählerstimmen und Auflagestärke angeht, nicht mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach unten, sondern vielmehr schon im freien Fall.
  • Eine Grund-Anständigkeit gehört weder bei der BILD noch bei der SPD zum Markenkern.
  • Hauptschlagrichtung der Beiden ist "unter die Gürtellinie".
  • Beide setzen auf die Farbe Rot.
  • Beide Institutionen verlieren gerade mal nach wenigen Monaten ihre Führungskraft, will meinen, sie waren gerade wieder erfolgreich darin, ihren Chef in kürzester Zeit wieder rausgeekelt zu haben.
  • Beide, BILD wie SPD, machen den kleinen Mann, den Facharbeiter und Arbeiter, glauben, dass sie für ihn da sind.
  • Beide wollen nicht für ihren Kunden, sondern von ihrem Kunden das Beste: sein Geld oder/ und seine Wahlstimme – im Tausch gegen ihr maximal Bestes: wuchtige Schlagzeilen – Inhalt: künstlich aufgeheizte Luft.
  • Wichtige Abteilung der Kerngeschäfte von SPD und BILD laufen unter der Rubrik "Dementis & Richtigstellungen" mit der Überschrift: Warum das Label "Geschwätz von gestern" die wahre Diffamierung unserer vermeintlichen Diffamierungen ist.
  • Beide Institutionen sind völlig überflüssig.
Doch weil sich verträgt und gegenseitig stützt und unterstützt, was zusammengehört, war jetzt auch ihr Joint Venture "Schulz muss weg!" endlich (!) erfolgreich.

Und unsere ewige Führerin sitzt wieder einmal am Fluss und sieht tief befriedigt lächelnd die Leichen ihrer Feinde vorbeitreiben.

 

Abbildung: Berthold Bronisz / pixelio.de

 

 

Freitag, 1. Dezember 2017

Politjournalisten jetzt auch so blutrünstig wie Sportjournalisten

Wer erinnert sich noch an die Sondierungs/Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und den Grünen vor vier Jahren? Und wem wäre das damalige "Draufhauen" der Politjournalisten auf die Grünen noch präsent? Niemandem!

Warum? Ganz einfach: Es gab dieses Bashing heutiger Prägung noch nicht. Die Journalisten fanden es damals offensichtlich noch ganz normal, dass solche Verhandlungen dann schiefgehen können, wenn zwei Parteien einfach nicht miteinander können. Wohl des Landes hin, Wohl des Landes her.

Journalisten haben Grüne geschont

Genauso wenig hat im Nachklapp dieser Wahl vor vier Jahren nicht einer unserer Journalisten den Grünen vorgeworfen, dass sie mit ihrer Entscheidung die Demokratie zur Regierungsdiktatur haben verkommen lassen, weil eine fast 80%-Prozent Regierung mit der Lizenz zum Durchregieren, wie sie nur noch die SED auf deutschem Boden hatte, die Folge war. Auch nicht, dass die Grünen mit ihrer Hasenfüßigkeit die Umwelt weitere vier Jahre im Stich ge- und der (Miss)Gunst der Schwarz-Neoliberalen überlassen haben.

Heute, läppische vier Jahre später, haben die Journalisten solche Sondierungsverhandlungen offensichtlich ganz neu für sich entdeckt – und dass sie sich medial mit viel Getöse ausschlachten lassen. Überall haben sie ihre Schall-Phalli wie Melkbatterien den Politikern in den Weg gestellt, denen kurz das Gekröse saubergewischt und sie dann gemolken – bis endlich Blut kam.

Politjournalisten wollen Köpfe rollen sehen

Und wenn dann mal Blut geflossen ist, will der Politjournalist im Blutrausch den einen Schritt weitergehen. Er will Köpfe rollen sehen: Erst den von Lindner, diesem Umfaller, diesem Feigling, diesem Schauspieler, diesem Lebenszeitverschwender, usw, usw, ... – dann den von Schulz, diesem Verweigerer, diesem Umfaller, diesem Gesichtsverlustler, diesem 100%-Fehler der SPD, usw, usw.

Mit diesem neuen Gespür für Randale versuchen Politjournalisten offensichtlich so erfolgreiche Kopfgeldjäger zu werden, wie es im journalistischen Geschäft bislang nur die Sportjournalisten sind: Die stänkern und intrigieren, bis der Trainer endlich doch gefeuert wird. Bis der pöbelnde Fußballer vom Trainer dann doch auf die Ersatzbank oder gar auf die Transfer-Liste gesetzt wird. Das nimmt dieser Art von Journalismus ganz persönlich, das macht er sich zur Chefsache.

Journalisten verlegen sich vom Berichten aufs Richten

Der Journalist von heute berichtet nämlich längst nicht mehr über das, was ist, sondern stänkert und intrigiert so lange, bis die Welt so wird, wie er sie gerne hätte. Zumindest gilt das für den Teil der Journalisten, der überhaupt noch einen Standpunkt hat. Der andere Teil verlagert sich aufs reine Stänkern, und sobald er damit die Welt verändert hat, stänkert er gegen diesen neu von ihm herbeigestänkerten Zustand. Beispiel: von und zu Guttenberg. Zuerst zur Lichtgestalt geschrieben, dann zum Vollpfosten. Aktuell zum potenziellen Ministerpräsidenten.

Deshalb, lieber Herr Schulz, bleiben Sie standhaft! Zeigen Sie es diesem journalistischen Wolfsrudel und machen Sie das, was Sie in der neuen Situation für richtig halten. Sitzen Sie dabei den Politjournalismus heutiger Prägung einfach aus, denn der schafft sich gerade selber ab. Und folgt dem Sportjournalismus, der jetzt schon mehr und mehr von schreibenden, dichtenden und fabulierenden Algorithmen ersetzt wird. Den Rest des Geschäftes übernehmen Twitterer und Facebookler.

Schulz for Chanceler

Oder, lieber Herr Schulz, setzen Sie auch mal ein wenig auf medienwirksame Randale und bringen damit Leben in die miefige Bude: Geben Sie doch einfach den Schwarzen ihre so heiß geliebte neue GroKo – aber unter Ihrer Führung, mit Ihnen als Kanzler! Frau Merkel darf, wenn sie will, Ihre Umweltministerin werden oder Ihre Familienministerin. Aber vielleicht macht ihr ja auch jemand einen Ministerpräsidentensessel in ihrer Heimat frei.

Die Schwarzen werden das nicht goutieren, glauben Sie? Und wenn schon. Dann könnten Sie denen zumindest vorwerfen, dass es ihnen offensichtlich nicht um das Wohl des Landes geht, sondern nur um das Wohl ihrer Partei – oder, was längst gleichbedeutend ist: um das Wohl und die Macht von Frau Merkel.

 

Sonntag, 17. September 2017

Grüne verkaufen Umwelt an Flüchtlinge und Schwule

Wie ich darauf komme, fragen Sie? Weil wer für weit geöffnete Grenzen für alle Wahlkampf macht – und für Integration pur, verliert in der jetzigen Situation dieses Landes und bei dieser momentanen Stimmungslage der "schweigenden Mehrheit" damit gut und gerne 5 Prozentpunkte. Die nächsten 5 Prozentpunkte verliert, wer mit der Schwulenehe noch einmal Wahlkampf macht, wo doch besser nur klammheimliche Freude über den unerwarteten Erfolg – und der auch nur von Merkels Gnaden (!) – angezeigt wäre.

Weil aber so schwache Grüne nicht "an die Macht kommen" werden, überlassen sie die Umwelt kaltlächelnd der Gnade anderer! Merkel, zum Beispiel.

Das aber nenne ich Verrat an der Umwelt. Verraten und verkauft an eine im ICE-Tempo eingeholte Vision eines am Ende bis auf die Sprache kulturlos gemachten, scheinbar modernen und sperrangelweit weltoffenen Deutschlands, – eine Vision, die die "schweigende Mehrheit" goutiert wie versalzene Suppe, die ihr zwangseingebrockt werden soll – wie, ja wie einst der Veggie-Day.

Liebe Grüne, wenn Ihr gelernt hättet, euer Wahlvolk zu behandeln wie eine geliebte (!) Geliebte, dann wüsstet Ihr: Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben.

Und noch ein Spruch für Euer Poesie-Album: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Will Folgendes meinen: Ihr habt die Umwelt schon einmal verraten. Als Ihr Euch nämlich vor vier Jahren nicht nur der Merkel als Koalitionspartner verweigert habt, sondern in einem Aufwasch gleich auch der Demokratie.

Fazit: Wer nicht punktgenau und rechtzeitig kommt, den braucht kein Mensch.

 

Dienstag, 9. Mai 2017

Warum die SPD auch in NRW baden gehen wird

Wer gestern den verlässlich blassen Herrn Plasberg erlebt hat – und seine von ihm handverlesenen Kombattanten zum Thema (sinngemäß): "Brauchen wir eine Leitkuktur oder spinnt unser Innenminister?" –, der weiß mit einer immer gewisseren Gewissheit, dass sich die SPD auch aus der Regierung Nordrhein-Westfalens herauskatapultieren wird.

Dienstag, 17. Januar 2017

Ein Wolf ist der Populist dem Populisten

Da zeigt sie sich wieder: die Kurzsichtigkeit der Politik. Da tritt gestern die Generalsekretärin der SPD vor die Mikrophone der Nation und schilt Trump mal wieder einen Populisten, (im Unterton bedeutet dies diesmal wohl "gefährlicher Spinner"), weil er an der NATO kein gutes Haar lässt. (Weil er sie für obsolet hält, wobei niemand so genau weiß, ob er damit "überflüssig" oder "veraltet, nicht mehr zeitgemäß" gemeint hat). Nun weiß ich nicht, ob sich Katarina Barley schon mit 20 für Politik interessiert hat oder nur für ihr Spezialgebiet, die Juristerei –, was sie entschuldigen würde.

Denn damals war ein erheblicher Teil der Partei, in die sie wenige Jahre später eingetreten ist, nicht nur gegen die nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes stattfindende NATO-Osterweiterung, sondern sie wollten diese NATO wegen Verlust der Geschäftsgrundlage sogar abschaffen.

Gegen eine Ost- und Süderweiterung der NATO wandten sich in Deutschland auch politische Strömungen - unter anderen die Friedensbewegung, Teile der SPD und der Grünen. Sie favorisierten nach dem Ende des Ost-West-Konflikts eine gesamteuropäische Sicherheitsordnung, in der ein Bündnis wie die NATO überflüssig sei. Mit der Erweiterung der NATO sahen sie abermals Grenzlinien gezogen zwischen denen, die dazugehörten bzw. dazukommen sollten, und denen, für die wie im Fall Russlands eine Mitgliedschaft nicht in Aussicht stehe. Dadurch werde die Chance, die sicherheitspolitische Zweiteilung Europas endgültig zu überwinden, verpasst.

Waren das damals auch alles schwachsinnige Populisten? Nun ja, es ist das Vorrecht der Jugend, alles schwachsinnig zu finden, was die Väter- – und im Gender-Zeitalter auch die Mütter- – Generation gedacht, getan oder zu tun vergessen und unterlassen hat.

Dass Politiker nicht nur kurzsichtig sind, sondern auch unter Einengung des Blickfeldes leiden, zeigt der Fall der "Annexion der Krim" durch Putin. (Fast) alle Politiker in diesem Land, zumindest die der damals etablierten Parteien, was zum Zeitpunkt der "Annexion" die Linken noch ausschloss, weil die AfD als neue "undemokratische" Partei noch in den Windeln lag, waren und sind sich einig: Das war eine räuberische Landnahme mittels Gewalt. Eine Annexion also. Jeder, der dagegen sprach und spricht, war und ist Putinfreund und – wie sollte es anders sein, ein Populist.

Putin ist in diesem Sinne ein Populist, denn für ihn war das keine Annexion. Die Mehrheit der Juristen sieht das genauso. Ein weiteres Heer von Populisten.

Was auf der Krim stattgefunden hat, war etwas anderes: eine Sezession, die Erklärung der staatlichen Unabhängigkeit, bestätigt von einem Referendum, das die Abspaltung von der Ukraine billigte. Ihm folgte der Antrag auf Beitritt zur Russischen Föderation, den Moskau annahm. Sezession, Referendum und Beitritt schließen eine Annexion aus, und zwar selbst dann, wenn alle drei völkerrechtswidrig gewesen sein sollten. Der Unterschied zur Annexion, den sie markieren, ist ungefähr der zwischen Wegnehmen und Annehmen. Auch wenn ein Geber, hier die De-facto-Regierung der Krim, rechtswidrig handelt, macht er den Annehmenden nicht zum Wegnehmer. Man mag ja die ganze Transaktion aus Rechtsgründen für nichtig halten. Das macht sie dennoch nicht zur Annexion.

Jetzt kann man zu diesem "Annehmen" dieses großzügigen "Geschenkes" stehen wie man will. (Selbst wenn man die Krim ursprünglich für ein zu großzügiges Geschenk eines zu besoffenen Chruschtschows an sein Geburtsland Ukraine hält, könnte man selbst dann sagen: Geschenkt ist nun mal geschenkt.) Eines ist aber klar: Der Bezug auf das im Sinne einer Annexion angeblich verletzte Völkerrecht ist falsch, und weil sie das wissen, ist es Propaganda westlicher Politiker, ist das reiner Populismus, und wird durch ständiges Wiederholen nicht wahrer.

Fazit: Die niedrigste Form einer politischen Auseinandersetzung ist, wenn sich Politiker gegenseitig als Populisten beschimpfen. Und ist gleichzeitig auch die kurzsichtigste.

Darunter – sollte man zumindest meinen – leidet im Moment die SPD. Muss sie doch nicht nur, sondern will sie auch, weil überzeugt davon, damit notwendige und für das Volk gute Politik zu machen, eine populistische Forderung des Populisten Seehofers nach der andern in Gesetze umwandeln.

Ist dieses Umsetzen jetzt reiner Populismus?

Oder war das Verteufeln Seehofers als Populisten Populismus?

Oder war weder das eine noch das andere Populismus, sondern ganz normales politisches Agieren von Politikern mit unterschiedlichen Meinungen und Wertvorstellungen?

Natürlich das Letztere. Nur scheint in einer auf Konsens gebürsteten Gesellschaft schon ein Standpunkt nur ganz knapp neben der Mittel des Mainstreams schon so irritierend zu wirken, dass der, der diesen wortgewaltig einnimmt, schon eine Randfigur, ein gefährlicher, ein diese Kuschelgesellschaft verstörender Populist sein muss.

Diffamierung scheint der Plan B für jeden (Politiker) zu sein, der merkt, dass der andere (auch) Recht hat.

 

Foto: Das Schwalbennest ist ein Wahrzeichen der Halbinsel Krim. Foto: Bildpixel / pixelio.de

 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Acht Jahre Obama vorbei – heiße Luft mit Punkt und Komma

Sein Geschwätz katapultierte ihn ins Amt, sein Geschwätz bei seinem Amtsantritt machte ihn zum Messias, sein Geschwätz brachte ihm den Nobelpreis ein, sein Geschwätz im Amt punktete immer wieder vor einem großen, zum ergriffenen Lauschen verdammten Auditorium, versagte aber im Vieraugen-"Verkaufsgespräch", im Ringen mit dem politischen Gegner um das Umsetzen seines Geschwätzes in Aktion, ...

Landscape-Pix / pixelio.de
Sein Geschwätz trug ihn nun aus seinem Amt, hinauf in den Olymp der selbsternannten Halbgötter, mit der einzigen großen, diesem seinem Geschwätz von Anfang an innewohnenden Kraft, die auch Fesselballone nach oben treibt, der Kraft der Physik: heiße Luft!

Und noch ein wenig Physik am Rande: Ein schwarzer Körper wird bei Bestrahlung mit Sonnenlicht heißer als ein weißer, Luft in seinem Innern erhitzt sich mehr als die im weißen Hohlkörper.

Ob aus einem orangenen Körper deshalb weniger heiße Luft entweicht, oder ob dieser Körper in Wirklichkeit ein weißer ist, der von innen glüht, werden künftige Messungen zeigen müssen.

 

 

Acht Jahre Obama vorbei – heiße Luft mit Punkt und Komma

Sein Geschwätz katapultierte ihn ins Amt, sein Geschwätz bei seinem Amtsantritt machte ihn zum Messias, sein Geschwätz brachte ihm den Nobelpreis ein, sein Geschwätz im Amt punktete immer wieder vor einem großen, zum ergriffenen Lauschen verdammten Auditorium, versagte aber im Vieraugen-"Verkaufsgespräch", im Ringen mit dem politischen Gegner um das Umsetzen seines Geschwätzes in Aktion, ...

Landscape-Pix / pixelio.de
Sein Geschwätz trug ihn nun aus seinem Amt, hinauf in den Olymp der selbsternannten Halbgötter, mit der einzigen großen, diesem seinem Geschwätz von Anfang an innewohnenden Kraft, die auch Fesselballone nach oben treibt, der Kraft der Physik: heiße Luft!

Und noch ein wenig Physik am Rande: Ein schwarzer Körper wird bei Bestrahlung mit Sonnenlicht heißer als ein weißer, Luft in seinem Innern erhitzt sich mehr als die im weißen Hohlkörper.

Ob aus einem orangenen Körper deshalb weniger heiße Luft entweicht, oder ob dieser Körper in Wirklichkeit ein weißer ist, der von innen glüht, werden künftige Messungen zeigen müssen.

 

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