Nun ist auch noch die Hessenwahl für die SPD verloren, und trotzdem verbarrikadieren sich die Altvordern der Partei trotzig hinter dem Satz: The games must go on – in Berlin! Wie einst in München, die Älteren werden sich erinnern. Schon immer reichte bei Verantwortlichen die Phantasie nicht aus, um das offensichtlich Gebotene klar zu erkennen:
Nein, nicht dass, weil eine Große Koalition grundsätzlich den Juniorpartner frisst, die Sozialdemokraten das Weite suchen sollten.
Auch nicht, weil die SPD-Handschrift nicht mehr wiederzuerkennen ist, wenn die mit dem C im Parteinamen erst mal mit dickem Filzstift nachgebessert, will meinen, die inhaltschwersten Passagen geschwärzt haben.
Denn in Wirklichkeit liegt das Problem ganz woanders. Nein, nicht bei diesem Mann im Bild oben mit dem verwirrten Blick. Obwohl mich dessen Einstellung zur Dieselhardwarenachrüstung schon mal brennend interessieren würde.
Auch nicht bei diesem angestaubten depressiven Hydrozephalus (li. i. Bild).
Das eigentliche Problem, weswegen die SPD inzwischen vor sich selbst das Weite suchen sollte, ist die deutlich zur Schau gestellte Zerrissenheit der gesamten Partei in Sachen
Fr
eih
eit,
Ger
ech
tigk
eit
und
Sol
idar
ität.
Wähler spüren so was. Und treten nach.
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Montag, 29. Oktober 2018
Dienstag, 26. Juni 2018
51 Cent mehr: Mindestlohn bleibt Hungerlohn
Die SPD wird feiert sich: Denn der Mindestlohn wächst um etwa 5 Prozent, sprich 51 Cent.
Welch ein Erfolgsmodell dieser Mindestlohn doch ist.
Zweifellos! Aber, bitte! Nicht für die SPD
Zumindest nicht für jene SPDler, die es noch ehrlich mit ihrer Kernwählerschaft meinen. Schon gar nicht für die Linken. Nein diesen Mindestlohn feiern (klammheimlich) die Neoliberalen dieses Landes. Zum Beispiel die von-Dohnanyi-Fraktion der SPD. Denn ein Mindestlohn, der seinen Bezieher dazu berechtigt – und dazu verdammt – diesen via Hartz IV aufzustocken, ist in Wirklichkeit ein Hungerlohn.
Und bleibt solange ein Hungerlohn, solange die jährllichen Anpassungen sich an die durchschnittlichen Lohnsteigerungen halten, die ja zum Großteil dazu da sind, Inflation und Preissteigerungen auszugleichen.
Deshalb wird heute Champus fließen – und zwar dort, wo Champus nun mal fließt: Bei denen da oben. Denn für die ist dieser gesetzlich festgelegte Hungerlohn ein Garant für ihre munter weitersprudelnden Gewinne. Und dient ihnen auch als Messlatte für jene Löhne, die sie für Migranten ausloben werden, die nach deren Selbstverständnis deutlich unter diesem Mindest-Hungerlohn liegen müssen. Natürlich vordergründig aus reiner Solidarität für den besser ausgebildeten biodeutschen Arbeitnehmern, die einfach den besseren Mindestlohn verdient haben – und hintergründig aus dem Empfinden für Gerechtigkeit heraus, was, wie wir alle ahnen, geradezu der Markenkern von denen da oben ist.
Welch ein Erfolgsmodell dieser Mindestlohn doch ist.
Zweifellos! Aber, bitte! Nicht für die SPD
Zumindest nicht für jene SPDler, die es noch ehrlich mit ihrer Kernwählerschaft meinen. Schon gar nicht für die Linken. Nein diesen Mindestlohn feiern (klammheimlich) die Neoliberalen dieses Landes. Zum Beispiel die von-Dohnanyi-Fraktion der SPD. Denn ein Mindestlohn, der seinen Bezieher dazu berechtigt – und dazu verdammt – diesen via Hartz IV aufzustocken, ist in Wirklichkeit ein Hungerlohn.
Und bleibt solange ein Hungerlohn, solange die jährllichen Anpassungen sich an die durchschnittlichen Lohnsteigerungen halten, die ja zum Großteil dazu da sind, Inflation und Preissteigerungen auszugleichen.
Deshalb wird heute Champus fließen – und zwar dort, wo Champus nun mal fließt: Bei denen da oben. Denn für die ist dieser gesetzlich festgelegte Hungerlohn ein Garant für ihre munter weitersprudelnden Gewinne. Und dient ihnen auch als Messlatte für jene Löhne, die sie für Migranten ausloben werden, die nach deren Selbstverständnis deutlich unter diesem Mindest-Hungerlohn liegen müssen. Natürlich vordergründig aus reiner Solidarität für den besser ausgebildeten biodeutschen Arbeitnehmern, die einfach den besseren Mindestlohn verdient haben – und hintergründig aus dem Empfinden für Gerechtigkeit heraus, was, wie wir alle ahnen, geradezu der Markenkern von denen da oben ist.
SPD steht in Nibelungentreue fest zur Kanzlerin
Was ist ein Tyrann? Ein Tyrann ist der Inhaber der Tyrannis. Deren Merkmal ist die unumschränkte Alleinherrschaft eines Machthabers über ein Staatsgebilde. An die Macht gekommen ist der Tyrann nicht durch eine herkömmliche Legitimation, sondern durch die gewaltsame Entmachtung eines Vorgängers, die in manchen Fällen durch eine Volksversammlung gebilligt wurde.
Was ist Nibelungentreue? Es ist die Treue der Nibelungen zu ihrem König – bis in den Tod. Mit Mann und Maus. Wider besseres Wissen. Wie im Nibelungenlied beschrieben und besungen. Aber Achtung: vermintes Gelände! Dieser Begriff gilt unter (Links-)Intellektuellen als rechtes Gedankengut.
Wenn nun in Nibelungentreue fest die Getreuen ihren Tyrannen an der Macht halten – gegen alle demokratisch legitimierten Kräfte – bliebe dann nur noch Tyrannenmord? In Film und Belletristik wäre die Antwort klar. Im nicht fiktiven, mehrheitlich von gekrönten Häuptern regierten Europa wäre die Antwort – genauso klar – die gegensätzliche.
Wie aber wird sich die CDU entscheiden?
Zu befürchten ist, dass sie sich typisch deutsch entscheiden wird.
Immerhin ginge dann mit der CDU endlich auch der Tyrann unter! Oder etwa nicht?
Nein! und nochmals Nein! Um unseren Tyrannen werden sich die wahren Nibelungentreuen sammeln – wie ein Mann – will meinen: wie eine Frau: die SPD – zusammen mit den Grünen. Denn ohne unseren Tyrannen – sagen sie – wäre Deutschland, wäre Europa verloren.
Armes Deutschland. Aber vor allem: armes Europa.
Was ist Nibelungentreue? Es ist die Treue der Nibelungen zu ihrem König – bis in den Tod. Mit Mann und Maus. Wider besseres Wissen. Wie im Nibelungenlied beschrieben und besungen. Aber Achtung: vermintes Gelände! Dieser Begriff gilt unter (Links-)Intellektuellen als rechtes Gedankengut.
Wenn nun in Nibelungentreue fest die Getreuen ihren Tyrannen an der Macht halten – gegen alle demokratisch legitimierten Kräfte – bliebe dann nur noch Tyrannenmord? In Film und Belletristik wäre die Antwort klar. Im nicht fiktiven, mehrheitlich von gekrönten Häuptern regierten Europa wäre die Antwort – genauso klar – die gegensätzliche.
Wie aber wird sich die CDU entscheiden?
Zu befürchten ist, dass sie sich typisch deutsch entscheiden wird.
Immerhin ginge dann mit der CDU endlich auch der Tyrann unter! Oder etwa nicht?
Nein! und nochmals Nein! Um unseren Tyrannen werden sich die wahren Nibelungentreuen sammeln – wie ein Mann – will meinen: wie eine Frau: die SPD – zusammen mit den Grünen. Denn ohne unseren Tyrannen – sagen sie – wäre Deutschland, wäre Europa verloren.
Armes Deutschland. Aber vor allem: armes Europa.
Freitag, 9. Februar 2018
Inwiefern sich SPD und BILD gleichen wie ein Arsch dem andern
Das Fazit der hier aufgeführten Gemeinsamkeiten gleich vorweg: Warum, um Himmels Willen, gibt es immer noch Leute, die die BILD oder/und die SPD "kaufen"? – und noch unbegreiflicher: warum die den Beiden immer noch das abkaufen, was die sagen, tun und schreiben?
Hier die durchaus unvollständige Liste:
- "Wer mit der BILD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten." "Wer mit der SPD im Aufzug nach oben fährt, fährt mit ihr auch wieder nach unten."
- BILD und SPD befinden sich, was Wählerstimmen und Auflagestärke angeht, nicht mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach unten, sondern vielmehr schon im freien Fall.
- Eine Grund-Anständigkeit gehört weder bei der BILD noch bei der SPD zum Markenkern.
- Hauptschlagrichtung der Beiden ist "unter die Gürtellinie".
- Beide setzen auf die Farbe Rot.
- Beide Institutionen verlieren gerade mal nach wenigen Monaten ihre Führungskraft, will meinen, sie waren gerade wieder erfolgreich darin, ihren Chef in kürzester Zeit wieder rausgeekelt zu haben.
- Beide, BILD wie SPD, machen den kleinen Mann, den Facharbeiter und Arbeiter, glauben, dass sie für ihn da sind.
- Beide wollen nicht für ihren Kunden, sondern von ihrem Kunden das Beste: sein Geld oder/ und seine Wahlstimme – im Tausch gegen ihr maximal Bestes: wuchtige Schlagzeilen – Inhalt: künstlich aufgeheizte Luft.
- Wichtige Abteilung der Kerngeschäfte von SPD und BILD laufen unter der Rubrik "Dementis & Richtigstellungen" mit der Überschrift: Warum das Label "Geschwätz von gestern" die wahre Diffamierung unserer vermeintlichen Diffamierungen ist.
- Beide Institutionen sind völlig überflüssig.
Und unsere ewige Führerin sitzt wieder einmal am Fluss und sieht tief befriedigt lächelnd die Leichen ihrer Feinde vorbeitreiben.
Abbildung: Berthold Bronisz / pixelio.de
Samstag, 9. Dezember 2017
Offener Brief an Augstein & Blome: Warum die SPD nur in der Opposition wieder SPD werden kann
Hallo die Herrn,
Sie können wirklich nicht begreifen, warum die SPD nur glaubt, in der Opposition sich erneuern zu können? Wo doch Mitregieren so super einflussreich sei.
Mindestlohn! Ein Mindestlohn, der mit 8,50 € diesen Namen nicht verdient, weil die Mindestlöhner immer noch bei Herrn Hartz betteln gehen müssen. Auch konnte die SPD gegen die CDU nicht durchsetzen, flächendeckend Kontrolleure einzusetzen, die wenigstens die Einhaltung dieses Hungerlohns hätten überprüfen können ... Und noch schlimmer: Dieser Mindestlohn wird, weil jetzt mit 8,50 € eingeführt, lange, sehr lange auf diesem Hungerniveau eingefroren bleiben – mit der selben Beharrlichkeit, wie sich die Hartz-Gesetze halten.
In der Opposition hätte die SPD einen solchen von der CDU eingeführten Mindestlohn genau mit diesen Argumenten bekämpfen und anklagen und so das SPD-Profil schärfen können. So aber haben sie diesen selbstverzapften Mist in der Öffentlichkeit als unerschütterliches Bollwerk gegen die Armut im Lande lobpreisen müssen, auch dann noch, als selbst der letzte SPD-Wähler begriffen hatte, dass das Gegenteil der Fall ist.
Auch gegen diese Missstände durfte die SPD in der Öffentlichkeit keine Argumente anbringen.
Mit solchen fadenscheinigen Kompromissen ist "kein Staat zu machen". Und die Kompromisse in einer Verlängerung dieser GroKo werden noch fadenscheiniger sein, jede Wette.
Was mich zu vermuten veranlasst, dass selbst die letzten linksintellektuellen Journalisten inzwischen vom neoliberalen Zeitgeist, der allerorten aus diesen merkwürdigen Thinktanks herauswabert wie erstickendes Trockeneis, eingelullt wurden.
Da die langjährige Chefredakteurin der TAZ inzwischen Chefredakteurin der FAZ ist, ist es wohl mehr als eine Vermutung, dass jetzt auch die letzten Sprengsel der sozialliberalen schreibenden Zunft Vergangenheit sind.
Grüße
Sie können wirklich nicht begreifen, warum die SPD nur glaubt, in der Opposition sich erneuern zu können? Wo doch Mitregieren so super einflussreich sei.
Mindestlohn – Hungerlohn
Dann sehen Sie sich doch mal an, was in der letzten GroKo tatsächlich an SPD-Handschrift rausgekommen ist:Mindestlohn! Ein Mindestlohn, der mit 8,50 € diesen Namen nicht verdient, weil die Mindestlöhner immer noch bei Herrn Hartz betteln gehen müssen. Auch konnte die SPD gegen die CDU nicht durchsetzen, flächendeckend Kontrolleure einzusetzen, die wenigstens die Einhaltung dieses Hungerlohns hätten überprüfen können ... Und noch schlimmer: Dieser Mindestlohn wird, weil jetzt mit 8,50 € eingeführt, lange, sehr lange auf diesem Hungerniveau eingefroren bleiben – mit der selben Beharrlichkeit, wie sich die Hartz-Gesetze halten.
Mindestlohn – unverhofftes Geschenk für die Neoliberalen
Übrigens: Diese 8,50 € haben die Neoliberalen in Politik und Wirtschaft nicht etwa zähneknirschend geschluckt, die haben vielmehr frohlockt, weil sie eigentlich nicht hoffen durften, so billig dabei wegzukommen.In der Opposition hätte die SPD einen solchen von der CDU eingeführten Mindestlohn genau mit diesen Argumenten bekämpfen und anklagen und so das SPD-Profil schärfen können. So aber haben sie diesen selbstverzapften Mist in der Öffentlichkeit als unerschütterliches Bollwerk gegen die Armut im Lande lobpreisen müssen, auch dann noch, als selbst der letzte SPD-Wähler begriffen hatte, dass das Gegenteil der Fall ist.
Gaspedal "Mietpreisbremse"
Nur noch kurz ein zweiter Fall: Mit der Mietpreisbremse war es wie mit dem Mindestlohn. Die CDU hat so lange daran herumgefeilt, bis endlich auch der doofste Vermieter diese "Bremse" umgehen konnte.Auch gegen diese Missstände durfte die SPD in der Öffentlichkeit keine Argumente anbringen.
Mit solchen fadenscheinigen Kompromissen ist "kein Staat zu machen". Und die Kompromisse in einer Verlängerung dieser GroKo werden noch fadenscheiniger sein, jede Wette.
Die Einheits-Journaille will SPD in den Freitod treiben
Und dann hätten Sie beide mit Ihrer Forderung die SPD in ihren endgültigen Untergang geschwätzt, so wie der Rest der Einheits-Journaille – ja, Herr Augstein, auch der Teil, der in der SZ sich um diesen unsäglichen Brandl geschart hat – gerade versucht, sie in den Selbstmord zu schreiben.Was mich zu vermuten veranlasst, dass selbst die letzten linksintellektuellen Journalisten inzwischen vom neoliberalen Zeitgeist, der allerorten aus diesen merkwürdigen Thinktanks herauswabert wie erstickendes Trockeneis, eingelullt wurden.
Da die langjährige Chefredakteurin der TAZ inzwischen Chefredakteurin der FAZ ist, ist es wohl mehr als eine Vermutung, dass jetzt auch die letzten Sprengsel der sozialliberalen schreibenden Zunft Vergangenheit sind.
Grüße
Freitag, 8. Dezember 2017
Vorstandswahlen: dämliche SPD!
Nicht nur die Jusos finden es dämlich, dass die SPD-Vorderen jetzt doch Gespräche mit der CDU führen werden. Wohl weil sie es einfach für dämlich halten zu glauben, dass die CDU-Vorderen, nur um an der Macht zu bleiben, reine SPD-Forderungen akzeptieren würden. So machtgeil sind die denn doch nicht, und selbst die machtgeile Merkel wird die schwarzen Männer und Frauen um sie herum darauf nicht einschwören können.
Wenn aber die SPD auf ihrem Weg der Erneuerung, der ja ein Weg der Sich-selbst-Wiederfindung sein soll, ihre Forderungen von den CDU-Funktionären wieder bis zur Unkenntlichkeit zerfasert kriegen, und dann trotzdem mit ihnen koalieren, wäre der Verrat an sich selbst mal wieder perfekt. Wirklich wahrlich dämlich, solche Gespräche zu führen, – denn petz' einem Stier mal ins Horn! – bevor er dich mit einem einzigen kurzen Seufzer eingeatmet hat.
Noch dämlicher allerdings ist die SPD in einer ganz anderen Sache – und da kann man die Jusos diesmal nicht ausklammern: in Sachen Gerechtigkeit, nämlich.
Man stelle sich nur einmal vor, der schwäbische Landesverband – mit seinem vielleicht 10 Prozent-Anteil an den Mitgliedern der SPD – erhielte die Hälfte der Vorstandsposten. Ungerecht wäre das, und der Aufruhr vorprogrammiert. (Man führe sich nur vor Augen, wie Berlin jetzt auf die Migrations-Schwaben reagiert hat, die dort ungeniert bei den Sahnestückchen zugreifen).
Selbst wenn der größte Landesverband von Nordrhein-Westfalen 50 Prozent der lukrativsten Posten in der Partei ergattern könnte, führte dies zur Palastrevolution. Und zwar mit Recht.
Warum aber kriegt in dieser Partei jetzt eine 30%-Prozent-Minderheit 50% der Vorstandsposten? Und warum, um Himmels Willen, feiert die 70%-Mehrheit der SPD-Mitglieder dies gemeinsam mit den 30 Prozent wie einen gemeinsamen Sieg?
Warum? Weil die in Wahrheit "dämlichen" Männer den in Wahrheit, (wenn auch heimlich) "herrischen" Frauen hierzulande immer wieder und mehr und mehr auf den Leim gehen.
Und so verstößt die Partei der Gerechtigkeit munter gegen ihr fundamentalstes Grundprinzip. Wie dämlich ist das denn? (Fast so dämlich wie die Beißhemmung der CDU-Männer, wenn es darum geht, die Merkel aus dem Rudel zu jagen. Kein CDU-Mann mit einem solchen Wahlergebnis hätte die Beißfreude seiner Parteifreunde überlebt).
Übrigens: Nicht einmal bei den Mitgliedern der Grünen finden sich mehr als 39 Prozent Frauen, diese haben aber von Anfang an auf die Hälfte der lukrativen Posten Anspruch erhoben.
Am natürlichsten scheinen mir in dieser Beziehung noch die Verhältnisse in der CSU zu sein, wo Frauen sich lange bei 11 Prozent bewegt haben, um sich jetzt ganz langsam der 20%-Marke zu nähern. Jeder Mann, dessen Sinne nicht ideologisch verstellt sind, wird darin eine Art Naturkonstante erkennen.
Denn alle, (nicht nur die Männer), kennen folgendes Phänomen: Sobald sich ein Mann traut, in einer gemischten Freundes-, Verwandten- oder Kollegenrunde einen politischen Diskurs anzustimmen, werden die Frauen reflexhaft entweder gegen dieses Ansinnen anstänkern oder kampflos den Raum verlassen. Weil sie die Dominanz der Männer in solchen Auseinandersetzungen scheuen? Keineswegs. In reinen Frauenrunden wird in erster Näherung genauso wenig über Politik gesprochen und schon gar nicht darüber debattiert oder gestritten. Die wenigsten Frauen interessieren sich einfach nicht für Politik! (kaum auffindbare Ausnahmen bestätigen wie immer nur die Regel).
Wenn also eine Partei schon die natürliche Aversion von Frauen gegen Politik durch den viel zu hohen Frauenanteil ihrer Mitgliedschaft konterkariert, warum dann noch diese völlig widernatürliche und aus der Sicht der Männer geradezu asoziale Fifty-Fifty-Pöstchenverteilung?
Warum sollte heute ein Mann, der all seine Sinne noch beisammen hat, versuchen, in einer Partei Karriere zu machen, wenn die Milchtöpfe für Männer dort inzwischen doppelt so hoch hängen wie für Frauen?
Und warum sollte Otto-normalo-Wähler mit seinem Kreuz dafür sorgen, dass eine Partei für ihn Politik macht, die sich in ihrer Geschlechterstruktur schon so völlig von seiner Realität abhebt?
Der Elfenbeinturm hat nicht nur abgehoben von allem Irdischen, er verweiblicht jetzt auch noch. Tja, die dort oben werden einfach immer "dämlicher".
Wenn aber die SPD auf ihrem Weg der Erneuerung, der ja ein Weg der Sich-selbst-Wiederfindung sein soll, ihre Forderungen von den CDU-Funktionären wieder bis zur Unkenntlichkeit zerfasert kriegen, und dann trotzdem mit ihnen koalieren, wäre der Verrat an sich selbst mal wieder perfekt. Wirklich wahrlich dämlich, solche Gespräche zu führen, – denn petz' einem Stier mal ins Horn! – bevor er dich mit einem einzigen kurzen Seufzer eingeatmet hat.
Noch dämlicher allerdings ist die SPD in einer ganz anderen Sache – und da kann man die Jusos diesmal nicht ausklammern: in Sachen Gerechtigkeit, nämlich.
Man stelle sich nur einmal vor, der schwäbische Landesverband – mit seinem vielleicht 10 Prozent-Anteil an den Mitgliedern der SPD – erhielte die Hälfte der Vorstandsposten. Ungerecht wäre das, und der Aufruhr vorprogrammiert. (Man führe sich nur vor Augen, wie Berlin jetzt auf die Migrations-Schwaben reagiert hat, die dort ungeniert bei den Sahnestückchen zugreifen).
Selbst wenn der größte Landesverband von Nordrhein-Westfalen 50 Prozent der lukrativsten Posten in der Partei ergattern könnte, führte dies zur Palastrevolution. Und zwar mit Recht.
Warum aber kriegt in dieser Partei jetzt eine 30%-Prozent-Minderheit 50% der Vorstandsposten? Und warum, um Himmels Willen, feiert die 70%-Mehrheit der SPD-Mitglieder dies gemeinsam mit den 30 Prozent wie einen gemeinsamen Sieg?
Warum? Weil die in Wahrheit "dämlichen" Männer den in Wahrheit, (wenn auch heimlich) "herrischen" Frauen hierzulande immer wieder und mehr und mehr auf den Leim gehen.
Und so verstößt die Partei der Gerechtigkeit munter gegen ihr fundamentalstes Grundprinzip. Wie dämlich ist das denn? (Fast so dämlich wie die Beißhemmung der CDU-Männer, wenn es darum geht, die Merkel aus dem Rudel zu jagen. Kein CDU-Mann mit einem solchen Wahlergebnis hätte die Beißfreude seiner Parteifreunde überlebt).
Übrigens: Nicht einmal bei den Mitgliedern der Grünen finden sich mehr als 39 Prozent Frauen, diese haben aber von Anfang an auf die Hälfte der lukrativen Posten Anspruch erhoben.
Am natürlichsten scheinen mir in dieser Beziehung noch die Verhältnisse in der CSU zu sein, wo Frauen sich lange bei 11 Prozent bewegt haben, um sich jetzt ganz langsam der 20%-Marke zu nähern. Jeder Mann, dessen Sinne nicht ideologisch verstellt sind, wird darin eine Art Naturkonstante erkennen.
Denn alle, (nicht nur die Männer), kennen folgendes Phänomen: Sobald sich ein Mann traut, in einer gemischten Freundes-, Verwandten- oder Kollegenrunde einen politischen Diskurs anzustimmen, werden die Frauen reflexhaft entweder gegen dieses Ansinnen anstänkern oder kampflos den Raum verlassen. Weil sie die Dominanz der Männer in solchen Auseinandersetzungen scheuen? Keineswegs. In reinen Frauenrunden wird in erster Näherung genauso wenig über Politik gesprochen und schon gar nicht darüber debattiert oder gestritten. Die wenigsten Frauen interessieren sich einfach nicht für Politik! (kaum auffindbare Ausnahmen bestätigen wie immer nur die Regel).
Wenn also eine Partei schon die natürliche Aversion von Frauen gegen Politik durch den viel zu hohen Frauenanteil ihrer Mitgliedschaft konterkariert, warum dann noch diese völlig widernatürliche und aus der Sicht der Männer geradezu asoziale Fifty-Fifty-Pöstchenverteilung?
Warum sollte heute ein Mann, der all seine Sinne noch beisammen hat, versuchen, in einer Partei Karriere zu machen, wenn die Milchtöpfe für Männer dort inzwischen doppelt so hoch hängen wie für Frauen?
Und warum sollte Otto-normalo-Wähler mit seinem Kreuz dafür sorgen, dass eine Partei für ihn Politik macht, die sich in ihrer Geschlechterstruktur schon so völlig von seiner Realität abhebt?
Der Elfenbeinturm hat nicht nur abgehoben von allem Irdischen, er verweiblicht jetzt auch noch. Tja, die dort oben werden einfach immer "dämlicher".
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