Donnerstag, 21. April 2011

BP und der Sündenfall

"Adam, ich weiß zwar nicht, was es ist, ich will aber ein Auto - und ´n iPad!"
Endlich! Das Unternehmen, das die Farbe "grün" in ihrem Firmenlogo trägt, weil es wie kein anderes für umweltbewusstes Wirtschaften steht, wehrt sich gegen die wahren Verursacher der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im letzten Jahr. Der BP den schwarzen, öligen Peter zuzuschieben: Diese Taktik wird nicht mehr aufgehen! Die Plattform-Vermieter, die Bohrloch-Zement-Hersteller und die Produzenten der Sicherheitsventile will BP stattdessen zur Kasse bitten.
Später auch Nike, weil die Sicherheitssohlen der Sicherheitsschuhe der Bohrinsel-Arbeiter zu Schweißfüßen führten, dann die Feuerwehr von Florida, weil die viel zu kurzen Schläuche nicht vom Festland bis zur brennenden Bohrinsel gereicht hätten. Schließlich den Bäcker aus Miami, der einen Exklusiv-Liefervertrag hatte über 539 Croissants täglich, die deutlich fetter waren, als mit BP vereinbart, was letztendlich zur Schieflage der Bohrinsel geführt habe.
Ein Ersatzantrag der BP - für den Fall, dass obige Anschuldigungen nicht zum Ziel führen sollten, sieht das Verklagen des Landes USA vor, das den falschen Bodenschatz zur Ausbeute angeboten habe. Denn es war ein weniger klebriges Erdöl vereinbart, das im Unglücksfalle - vertragsgemäß - vollständig unter Wasser bleiben und dort von Krebsen und Muscheln gefressen werden sollte, was diese zwar hochgiftig gemacht hätte, kein Labor der Welt aber hätte nachweisen können.
Sollte auch diese Klage nicht zum Erfolg führen, will BP die Weltbevölkerung auf der Anklagebank sehen. Denn nur deren gierige Nachfrage nach immer mehr Energie und Sprit und der dem ungezügelten, lustbetonten Vermehrungswillen dieser Spezies geschuldeten Überproduktion von Babyöl habe BP gezwungen, immer atem- und kopfloser den Schmierstoff dazu zu liefern.
Zum schlechten Schluss wolle man dann notfalls auch Gott vor seinen Richterstuhl zerren, der es ja schließlich gewesen sei, der den Menschen einst so fehlerhaft angelegt habe.

Dienstag, 19. April 2011

Ökokratie? Schön wärs!

Ökokratie pur!
Europa gibt auf. Zumindest die Zukunft. Und streicht die Gelder für die Kernfusion zusammen.
Nach dem Motto: Atom, sowas geht aber so was von gar nicht mehr!, scheren die Blondinen von der Sorte "Silvana Koch-Mehrin" der Euro-"Diktatogratie" alles über ihren einen Kamm. Und träumen von bunten Windrädchen, Pusteblumen und Kinderlachen. Und träumen vom deutschen Weg in die Ökokratie.
Gott sei Dank ist das so traurig, dass man gar nicht Gefahr läuft, sich totzulachen darüber. Ein Blick ins Ländle genügt, um zu wissen, wohin  stattdessen die Reise geht: Der Obergrüne und  Oberlehrer dort hat schon mal die versprochene Volksbefragung gecancelt und dem vom Vorgänger im Amt geerbten Energiekonzern einen Windkraftanteil von sattesten zehn Prozent (!) aufs Auge gedrückt. Bis 2020! 
Diese Windbeutel. 
Und unweigerlich zieht man schon wieder ängstlich den Kopf ein und fragt sich:  Ist da am Ende wieder ein Afghanistan oder ein Jugoslawien, in das man deutsche Truppen schicken, oder ein neues Hartz IV, mit dem man den deutschen Sozialstaat endgültig platt machen könnte, oder ist da ein weiterer Arsch eines Konzernleiters, in den man kriechen könnte, um Milliarden-Steuergeschenke dort einzublasen - und bereits gezahlte Steuern gleich hinterher? Oder könnte man den Spitzensteuersatz nochmal um weitere elf Prozentpunkte senken?
Oder waren das weniger rot-grüne Auswüchse als vielmehr Schröder-Fischer´sche?
Grund zum Optimismus ist seit heute völlig unbegründet. Und dabei ist der Obergrüne-Oberlehrer noch gar nicht im Amt.

Montag, 18. April 2011

Giftige Sparlampen nach Japan

zu weiche EU-Birnen
Noch können Wetten abgeschlossen werden: Wer geht zuerst: Westerwelle oder die Sparlampe? Dabei hat es für beide so verheißungsvoll angefangen. Ein Aufbruch in eine bessere Zukunft wollten sie sein! Nun gut, dass sie nicht die hellsten Köpfchen waren,  haben wir schnell gemerkt - und auch diese Kälte in ihrem Strahlen. Nicht aber, dass Gift herauskommt, wenn wir sie auf Tauglichkeit hin abklopfen. Und das macht uns krank!  Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir lieber unsere Birnen behalten - ja auch die aus Oggersheim!
So aber bleibt ein Problem: Wohin am Ende mit dem Sondermüll?
Und jetzt das noch: Ganz egal, ob sie kalt an der Decke hängen, brennen oder in Stücke gehen. Sie sondern ständig Gift ab! Sind also Sondermüll von Anfang an.
Nur noch das Hightech-Land Japan kann jetzt helfen, uns das Problem vom Hals zu schaffen. Die EU-Kommissare sind zum Großteil schon überzeugt: Unsere hochgiftigen Quecksilber-Phenol-Sparlampen sollen wir qua der EU-Verordnung 14327/11 eintauschen gegen kleine handliche Klümpchen aus den vier Schmelztiegeln in Fokushima . Die strahlen ewig. Müll fällt deshalb keiner an. Strom brauchen sie keinen und deshalb auch keine zusätzlichen AKWs. Auch keine Fassungen, denn die Klümpchen fressen sich selbständig an der Decke fest. Perfekter Deal!
Und Westerwelle? Was passiert mit dem? Nun ja, alles hat eben seinen Haken.

Sonntag, 17. April 2011

Das Märchen mit den Märchen

 Homo homini lupus.
Die Märchen, denen wir heutzutage aufsitzen, sind wohl auch nicht wahrer als die alten Mæren, von denen uns wunders vil geseit ist. Sie sind einfach nur frischer und deshalb weniger auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft. So zum Beispiel, dass die frisch in unseren Wäldern angesiedelten Wölfe possierliche Tierchen sind, die den Menschen gern haben. - Zum fressen gern, wie sich jetzt herausstellte  Eine schwedische Mutter findet das Märchen vom lieben Wolf seitdem nicht mehr lustig. Isegrim hin, Lupus her. 
Und dass der Arbeitgeber an sich gut wäre - und edel. Und ausgestattet mit einem Höchstmaß an christlicher Gesinnung. Das Märchen hat sich zusammen mit der UdSSR in seine Bestandteile zerlegt. 
Oder diese immer wieder gern gesungene Ode von der Pastorentochter Angela. Seit sie hier dem Hintern ihres Übervaters entschlüpft war, wie einem Paternoster der wahrhaftige Diabolus ex machina (wie der Grieche an sich dem Trojanischen Pferd, munkeln inzwischen die Wessies) , war dieses Märchen ausgeträumt. 
Und dann die Märchen von Eisbär Knut, Krake Paul, Flocke - und Lena, die mit 60 ihren 40. Titel holen wird.
Andere Märchen dürfen aber weiterhin geträumt werden: Vom geretteten Euro zum Beispiel - zumindest solange, bis dann auch Spanien gefallen ist.
Und das Märchen von unserem fabelhaften Außenminister. Bis zum 13.5. Dann ist Parteitag.
Und dass Merkel geht!?
Von diesem Märchen dürfen wir lange träumen. Denn wahr wird das nie, genauso wenig, wie es falsifiziert werden könnte.

Freitag, 15. April 2011

Doch blöd weil blond?

Hiobsbotschaft für alle professionellen Witzeerzähler: Blondinen-Witze: Das geht gar nicht mehr!. Wer sie ab heute trotzdem macht, macht sich der Diskriminierung Behinderter schuldig. Denn am Universitätsklinikum Eppendorf  hat man jetzt entdeckt, dass ein einziges Gen die Haarfarbe u n d die kognitiven Fähigkeiten (im Volksmund auch Grips genannt) eines Menschen bestimmt. Aber no color (blond ist das Fehlen von Farbe, den Rest machen Lichtbrechungen am Haar) no Grips! Traurig aber wahr.
Ob Färben hilft. Wohl nur temporär: Nicht länger als Doktortitel- Plagiate.
Bestes Beispiel: Baron zu Guttenberg: Kaum aus dem Amt gejagt und dem Privatchauffeur und Frisör auf Staatskosten beraubt, ist der wieder  naturblond - und titellos weil Titel los.

Mittwoch, 13. April 2011

Engel sind nicht plagiierbar!

Auch wenn es so etwas wie Beißhemmung nicht geben würde, bei engelhaft schönen Wesen greift ganz genauso automatisch die Unschuldsvermutung – und dies weit über eine mögliche rechtskräftige Verurteilung hinaus.
Deshalb: Silvana Koch-Mehrin ist nimmer ein Plagiat!
So perfekt und in sich schlüssig kann nur das Original selbst sein. Wer könnte diese Göttin, die all diese FDP-Bubis um sie herum um Haupteslänge überragt – und dies hoch erhobenen Hauptes – kopieren? Selbst sie nachzuzeichnen muss misslingen. Oder ihre Stimme mit Geigen, Flöten oder Harfen nachahmen zu wollen.

Bei weniger Göttlichen - wie meinereiner – liegt der Fall anders. Jeder kann sich an solcher Durchschnittsware abarbeiten, kann sie imitieren, nachäffen und ihre Art Wäsche tragen. Und ähnliche Sprüche klopfen. Zu verhindern ist so etwas nicht, weil sich Gewöhnliches nun einmal gut plagiieren lässt.
Hier hilft dann nur eine Warnung an alle Freunde und -innen:
Hallo Ihr Süßen und Einzigartigen, die Ihr leidet unter meinem ungehobelten Ton, meinen Anzüglichkeiten und meinen Griffen unter Eure Röcke: DAS BIN NICHT ICH. Es ist ein billiges Plagiat, das euch da belästigt. Ich, das Original, der Frauenversteher, sitze derweil zuhause und warte auf euren Anruf – für den Fall, dass eure Wohnungen mal wieder zu tapezieren sind oder die Bremsen an Euren Autos nachgestellt werden müssen.
Oder wenn wieder einmal ein Rohr verlegt werden soll, fragt Ihr? Nein, das liegt wieder mehr im Kompetenzbereich meines Plagiats. -
In Liebe. Euer Dödel.

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