Posts mit dem Label EU-Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label EU-Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. Mai 2011

Willkommen Akropolis

Griechenland: Der letzte macht dort demnächst das Licht aus. Und zwar jener Nachtwächter, der für seinen aufopfernden Job bislang 72.000 Euro Jahreseinkommen bezogen hat. Im Erfolgsfalle winkt ihm eine saftige Anerkennungsprämie, eine Anerkennung dafür, dass er aushalten wollte bis zum bitteren Ende und sich nicht zu schade dafür war, eine fachfremde Tätigkeit auszuführen. Dafür winkt ihm als zusätzliche Vergütung die Akropolis, die er scheibchenweise den vielen durchreisenden Facharbeitern und den gut ausgebildeten Technikern verkaufen darf, die sie dann auf dem Alexanderplatz in Berlin wieder aufbauen werden, bevor diese anschließend in die Sozialsysteme Deutschlands abwandern, wo dann ihre eigentlichen Fähigkeiten und Qualitäten erst so richtig zur Entfaltung kommen können. Zum Wohle ihres Gastlandes!

Dienstag, 17. Mai 2011

Bakschisch aus der Tonne in die Sonne

Nur durch den heroischen Einsatz unserer Kanzlerin ist es gestern Nacht gelungen, den Griechen ihr 18. (in Worten: achtzehntes) Monatsgehalt zu sichern - und den Yachtbesitzern und Eigentümern von Hotelanlagen mit Meerblick weiterhin steuerfreie Einnahmen zu garantieren. Einzig die Gewährung einer zusätzlichen Rückerstattung nicht bezahlter Mehrwertsteuer, wie von unserem Außenminister für seine Klientel gefordert, konnte Deutschland gegen die EU-Kollegen nicht durchsetzen.
Selige Kindheitserinnerungen ließen die völlig erschöpfte Ex-Sozialistin trotzdem in jugendlicher Blüte leuchten: Geld von Leuten verteilen, die selbst keines haben, an Leute, die es zwar im Überfluss schon haben, deren zwanghafte Sammlerleidenschaft aber nicht anders zu therapieren wäre. Die guten alten Zeiten eben, wo man den Affen noch bereitwillig Zucker gab: Alles kommt wieder!
Nur die Idee der Kanzlerin, diese milde Gabe im sonnigen Griechenland persönlich abzuliefern, geriet zum Flop und zerrte arg an den Mundwinkeln der Großzügigen.
Denn auf die Frage, was sie ihnen noch Gutes tun könnte, ertönte einstimmig - unisono, wie der Grieche sagt - in beachtlich gutem Deutsch:
Geh uns aus die Sonne
nicht weiter störe unsre Kreise
un ab Morge, du überweise!
du Frau wie Tonne, wo lebt in Tonne.

Donnerstag, 28. April 2011

Gebeutelte Großkonzerne


Jetzt ist traurige Gewissheit, was bislang nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde: Unsere Agrar-Großkonzerne leiden unter den unfairen Wettbewerbsbedingungen. Nur noch das massive Zuschießen von Subventionen lässt sie gegen den kleinen, verschlagenen und diebischen Bergbauern bestehen: rund 13,44 Millionen Euro gehen so an den Münchner Baywa-Konzern, der mit einem Jahresgewinn von 66,8 Millionen Euro und einem Umsatz von 7,9 Milliarden Euro mehr dahin dümpelt als erfolgreich zu wirtschaften. Auch der größte deutsche Milchkonzern Nordmilch musste mit neun Millionen Euro unterstützt werden, damit sein Umsatz von 1,9 Milliarden Euro ihn überhaupt in die Gewinnzone führte. Europas größter Zuckerhersteller Südzucker bekam 2,68 Millionen Euro an EU-Hilfe. „Es ist eine reine Notfallmaßnahme“, so ein EU-Agrarexperte, „eine Art Schutzhaft, ohne die die Großen der reinen Willkür der Kleinbauern völlig schutzlos ausgeliefert wären.“
Experten wissen, dass die schlimme Entwicklung damit nicht mehr aufzuhalten ist, denn längst ist bekannt, dass die Subventionen am Ende doch in den Taschen der diebischen Kleinbauern landen, die den Großkonzernen seit Jahren schon billiges Land gegen gutes Geld andrehen.

Sonntag, 10. April 2011

Sie kommen zurück!

"Italien muss sein Flüchtlingsproblem lösen." und „Den Deutschen droht die teuerste Reisewelle aller Zeiten“. Allein diese beiden Schlagzeilen hatten das Potential, uns einen sonnigen Sonntag so richtig zu verhageln. Denn eines ist sicher: Die Türken wollen hier die Italiener nicht! Noch grellt uns ihr Schlachtruf in den Ohren: „Ich dich nix gerufen, Kanak!“, mit dem 1989 die neuen Zuwanderer begrüßt wurden.
Doch aufhalten kann die Italiener niemand mehr, und diese Reisewelle wird uns deshalb teuer zu stehen kommen. Drei Gründe lassen sie hier ein Heil suchen, das sie in ihrem Land nicht mehr finden können.
  • Eine zunehmende Sexualisierung ihres Landes bis in allerhöchste Kreise hinein treibt all jene aus dem Lande, die, immer wenn es sie juckt, beim Vatikan nachfragen, ob sie sich kratzen dürfen. Angeführt von der kompletten Kurie. Ihnen folgt jene andere Hälfte der Italiener, für die es ein Leben nach Berlusconi einfach nicht geben kann. Aber ohne Leben kein Dolce Vita.
  • Die beiden Parteien dieser Migranten vereinigt aber der sprichwörtliche Stolz der Italiener hinter dem zweiten Grund ihrer Auswanderung: Anders als die Iren, Griechen und Portugiesen können die sich nämlich nicht vorstellen, unter den Rettungsschirm der EU zu flüchten – und wählen stattdessen den Weg ohne Gesichtsverlust: in die Sozialsysteme des deutschen Staates.
  • Auch der dritte Grund vereint die Auf-dem-Weg-zu-uns-Italiener – hinter der allgemeinen Geschäftstüchtigkeit dieses Volkes: Ihre verlassenen Häuser haben sie längst an nordafrikanische Schiffbrüchige vermietet - mit der Auflage, einmal die Woche feucht durchzuwischen und den Müll aufzuessen, der seit mehreren Jahren dort offen auf den Straßen  zum Himmel stinkt.
  • (Was ein vierter Grund ist, den Weg über die Alpen zu gehen. Aber dieser vorsichtshalber mit Nasenklammern. ) 

Donnerstag, 27. Januar 2011

die Katzen verlassen das sinkende Schiff

Der englische Premierminister erwägt angesichts der zunehmenden Rattenplage in seinem Regierungssitz die Anschaffung einer höchstoffiziellen Katze. 
Die Aufgabe ist nicht ohne, denn strenge Parteilichkeit wird von ihr erwartet. Und obwohl nachts alle Ratten grau sind, wie der Volksmund weiß, muss sie auch dann eine schwarze von einer roten unterscheiden können - und von den wenigen gelben. 
Deshalb ist, was in London noch gelingen mag, in Berlin zum Scheitern verurteilt: Zu viele Farben verwirren hier den lautlosen Jäger und verursachen ihm eine chronische Beißhemmung. Und damit nicht genug: So manche Ratte trägt "das grüne Band der Sympathie", andere einen blauen Strich im blauen Viereck, wieder andere einen Rosenkranz, oder vier Ringe auf dem Spoiler - oder sie strahlen. Und immer tragen sie auch Nadelstreifen oder alternativ einen Schafspelz. Und die mit den großen vier Buchstaben im Pelz diktieren schon mal dem blaublütigen Nager, der sich selbst Verteidigungsminister nennt,  in den Stenoblock.
Sie sind inzwischen überall. Sie sind im und unterm Kanzleramt und unter der ganzen Stadt. Und weil eine Ratte der anderen kein Auge aushackt, wird in stockdunklen Kanälen untereinander der Käse geteilt. Nach dem Motto: Teile und herrsche!
Und in Umerziehungslagern lernen die Katzen derweil das Schnurren - und sonst nichts. Und das Volk dient seinen Ministern, denn oben und unten sind endlich erfolgreich auf den Kopf gestellt.
Aber irgendwie doch er-Volk-los. 
Denn schon verlassen die ersten Katzen das sinkende Schiff.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...