Donnerstag, 21. März 2013

Jetzt ist es auch amtlich: Der Osterhase erfriert

Dieses nasskalte Wetter geht dem Osterhasen nicht nur auf die Eier. Nein, es ist leider viel ernster. Sein Nachwuchs stirbt, kurz nachdem er erstmals in diese ungemütliche Welt geblinzelt hat. Forscher warnen, denn damit könnte Ostern 2014 ausfallen - wegen Fachkräftemangel.
Besser geht es dem Nachwuchs der robusteren Tierarten, was die Nahrungsmittelindustrie nicht nur hoffen sondern gleich auch umdenken und umrüsten lässt. Nach bewährtem Muster. Deshalb kommt spätestens 2014 - aber auch in dieser Saison schon - neben dem Lammbraten von der Galoppbahn  Iffezheim und der Pferdeklinik direkt nebenan die Osterratte zum Einsatz, denn auch sie - das beweisen neuste Forschungen auf diesem Gebiet - kann Eier legen. Und was mit den Ohren und den Stummelschwänzchen ist, den Insignien der Macht über das Osterfest, wollen Sie wissen? Die will Hugh Hefner liefern - persönlich und pünktlich zum Fest. Und seine Playmates. 
Stopp, zu früh gefreut. Nicht die Mädels, leider nicht. Nur deren Isigien der Macht über die Männer: das Stummelschwänzchen und die Langohren.
Foto: Rike / pixelio.de

Mittwoch, 20. März 2013

Investmentbanker funzen wie Psychopathen

Verkäufer in Investmentbanken verhalten sich wie psychopathische Schwerstkriminelle. Und übertreffen sie sogar noch in Sachen Egoismus. Das haben Experimente in einer Haftanstalt in der Schweiz ergeben. Das mache das Umfeld aus den Männern und Frauen, in dem das, was man hat, alles zählt, das, was man ist, aber nichts.

Wende im Pferdefleisch-Skandal: Scarpie-Schafe springen in die Bresche

Na endlich. Der erfahrene Chemiker hat sich lange genug gefragt, wann die Kollegen der "freiwilligen" Selbstkontrolle der Nahrungsmittelindustrie ihr größeres Besteck auspacken. Denn wo Pferd drin ist, könnte genauso gut Zebra drin sein - oder Siamkatze. Um das zu entdecken, müsste allerdings erst einmal das Pferde- Kontroll-Kit gegen das Zebra- Kontroll-Kit gewechselt werden, zum Beispiel.
Jetzt hat man - welche Überraschung - Schafsfleisch bei dem selben französischen Panscher entdeckt, berichtet Agence France-Presse, der schon mit Pferdefleisch seine kriminelle Energie bewiesen hat. Und auch diesmal hat es dieses Fleisch in sich. Möglicherweise BSE- Erreger, die bei Schafen Scarpie- Erreger heißen. Das Original, sozusagen. Denn BSE kam in die Rinder, als Perverse der Nahrungsmittelpanscher auf die glorreiche Idee gekommen waren, Rinder mit Schafen zu füttern.
Nun ja. Das Verblöden der Kunden hat eh schon viele Facetten.
Warum dann nicht diese eine noch zusätzlich?
Uns bleibt so lange nur der gute Rat, die Augen offen zu halten und sich gleichzeitig umzuhören. In Ägypten, beispielsweise, berichten sie gerade über den Einfall riesiger Heuschreckenschwärme, und im Nord-Kaukasus klagt man über eine durch die Klimaverschiebung um zwei Monate verfrühte Maikäferplage.
Also Vorsicht mit Lasagne und Spaghetti Bolognese aus der Packung. Bis die von der Industrie bezahlten Laborchemiker ihr großes Insekten-Kit auspacken würden, wären wir schon vergiftet.
Also, immer mal wieder mit der Hand über das Genick streichen. Wenn da ein zarter Haarflaum wächst, dauert es nicht mehr lang, und wir fangen an zu pumpen, um dann endlich abzuheben - leise brummend.
Mahlzeit!
Foto: Melanie Möller / pixeli.de

mit dem französischen Erbschaftssteuersatz hätten wir hier blühende Landschaften

  Die Meldung des gestrigen Tages könnte fast Mut machen, vor allem all jenen, die in dieser von uns abgefrühstückten Welt Fuß fassen müssen, irgendwie. Und diese Meldung geht so:
- Hätten wir den Erbschaftssteuersatz von Frankreich, würde bei dem Multi-Billionen-Transfer, der die nächsten Jahre im Rahmen der Vererbung stattfinden wird, dieses Land nicht nur auf einen Schlag schuldenfrei machen. Es könnte auch lange vernachlässigte Aufgaben wieder anpacken: in Bildung investieren, die Schulklos mal wieder putzen lassen, nicht mehr nur Schlaglöcher stopfen sondern Straßen von Grund auf sanieren, die versprochenen Kita-Plätze doch bereitstellen, die ganze FDP-Brut mit einem Goldenen Handschlag - anders werden die es nicht machen - und auf Nimmerwiedersehen nach Hause schicken. Und unserer Kanzlerin könnte dieser Staat, ob dieser Großtat, auch wenn sie nur ein in Frankreich geklautes Plagiat ist - ein Denkmal errichten und selbstverständlich die Kanzlerschaft auf Lebenszeit anbieten.
Aber wenn das alles mal wieder nur ein schönes Märchen bleiben sollte, das Ottl Normalo in den Schlaf wiegen soll, dann sollte jeder von uns mal folgenden Kampfschrei französischer Zunge plagiieren:
L' état, ç' est moi! Oder wie der Sachse zu sagen pflegte: Wir sind das Volk. Machen wir endlich was Vernünftiges draus. 

Montag, 18. März 2013

dieses idiotische Ami-Land

Eben gerade gehört: "Dear Mr. President" von Pink war in den USA verboten! Dieses Facho-Land. Dieses bekloppte, die Welt vergiftende Land.

Donnerstag, 14. März 2013

sprachloses Land: Wann wird endlich wieder Pfingsten?

  Wann ist endlich wieder Sommer? Diese Frage brennt uns leider weder auf den Nägeln noch auf der Haut, sie lässt uns vielmehr fröstelnd den Kopf zwischen die Schultern ziehen, hinein in die Goretex-Multifunktions-Doppeldaunen-Jacke.
Dieses Land ist einfach nicht mehr wiederzuerkennen. Früher, kann ich mich erinnern,  gab es hier noch einen Frühling.
Wann, schließt sich die nächste Frage an, ist endlich wieder Pfingsten? Jener Zustand eines Volkes, bei dem jeder jeden versteht, auch wenn er mit "fremden Zungen" spricht: 
  • Busfahrer, die unsere Schulkinder irgendwo in der Pampa aussetzen, weil sie weder Verkehrsschilder lesen noch die Kleinen verstehen können, sind stattdessen Alltag. 
  • Oder Pfarrer, die von der Kanzel herunterpredigen in einem der 53 nur schwer verstehbaren weil seltenen Dialekte des Südindisch. Auch ihr Englisch lässt die Erhabenheit des Wort Gottes nicht erfahren.
  • Dann die vielen Handwerker - aus Rumänien, zum Beispiel, die einen Monat vorher noch Wohnungen leergeräumt haben, bandenmäßig, und jetzt als Raumausstatter vor der Tür stehen - die aus ihrer letzten Tätigkeit sich aber nur ein bescheidenes Repertoire an Langfinger-Esperanto, auch unter dem Namen "gebrochen Deutsch" bekannt, angeeignet haben - neben vielen Wertgegenständen.
  • Oder die vielen zerlumpten Gestalten, die in deutschen Fußgängerzonen sammeln und betteln - wahrscheinlich, um sich damit einen Sprachkurs leisten zu können.
  • Oder, und damit soll es genug sein, jene neuen Ärzte, die ihre Kompetenz hinter einer dichten Mauer der Sprachlosigkeit verbergen können, wie ihre der deutschen Sprache mächtigen Kollegen in einer nur ihnen verständlichen Geheimschrift.
"Das ist Leuchtboje", nix schlimm", attestierte mir - bei heruntergelassener Hose -  der einzige niedergelassene Arzt in meinem Dorf. 
"Das ist keine Leuchtboje", klärte mich ein Tag später meine Lieblingsnutte im Bahnhofsviertel von Heidelberg auf, "das ist ein Furunkel, und das Lampenschirmchen darüber ist eher kontraindiziert."
Dazu muss man folgendes wissen: Die junge, sehr gelenkige Frau hat einen 200.000 Euro teuren Abschluss in Humanmedizin. Die Ausübung dieses Berufes fand sie dann aber zu wenig lukrativ und eklig - und zu lustfern.
Auch an diese Fremdsprache werden wir uns hierzulande gewöhnen müssen.
Pfingstfest
Dieter Schütz / pixelio.de

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