Montag, 27. Dezember 2010

Eiskalte Aussichten

Nächstes Jahr wird alles anders? Garantiert nicht.
ALG 2;  Hartz IV; S 21;  A 1, A 3, A 5, A 6;  ICE; LH 231-537.
Die lange von Klimato- und Psychologen vorhergesagte Eiszeit
bis in die Hirne, sie wird weitergehen - ohne Rücksicht auf die
Jahreswende: Erstes Indiz: E 10. So idiotisch und kontraindiziert
wie die Energiesparlampe, wie Biokraftstoff schlechthin und wie
S 21 plus. Und das wird nicht der letzte Griff ins Klo gewesen
sein. Jede Wette. Gott schütze unser Vaterland vor seiner Regierung,
der wir es so leichtsinnig überantwortet haben.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Frohe Weihnacht allen Bloggern und FacebooklerInnen!

Na, gehört Ihr auch einer Junkie-Familie an, die nicht eher locker lässt, bis endlich allen ein Rauschgiftcocktail aus Serotonin, Dopamin, Endorphin und Oxytocin  aus sämtlichen Körperöffnungen raucht, wie Weihrauch. Bis Testosteron und Cortisol die Flucht ergreifen und mit ihnen Aggression und Stress?
Nein? Dann mal schnell Liederbücher raus und die Blockflöten. Der Rest kommt von selbst, sagen Wissenschaftler.
Weil Singen befreit, selbst Falschsingen. Ein mancher von uns kann schon ein Lied davon singen: Harmonie pur - noch bevor der "Knabe mit lockigem Haar" uns über die Lippen kommt. Und vorprogrammierte Langeweile, weil, wer ein fröhlich Lied auf den Lippen hat, sich nicht streiten kann, und wer, wenn er nicht singt, aber den Mund voll hat mit Weihnachtsgans, Knödel und Rotkraut, sich genauso wenig streiten kann, weil man mit vollem Mund nicht spricht! Zumindest nicht in katholischen Familien.
Und besonders streitlustige Familien, die schon beim ersten Klingeln übereinander herzufallen gewohnt sind, sollten dieses Jahr unbedingt einmal nach "der Herbergssuche" als Vorlag verfahren. Dann wäre folgendes im Wechselgesang zu singen:
Wer klopfet an?
"O zwei gar arme Leut!"
Was wollt ihr dann?
"O gebt uns Herberg heut!
O, durch Gottes Lieb' wir bitten,
Öffnet uns doch eure Hütten!".....
Und von Anfang an wird Rauschgift die blank liegenden Nerven beruhigen. Garantiert!
Frohe Weihnacht allen FacebooklerInnen!

Aussteigen geht nicht

2010: Austritt! Mein Wort des Jahres.
Zuerst die Lutscher der CDU, die der Unsäglichen nichts mehr entgegenzusetzen hatten.
Dann der reihenweise Austritt aus der FDP. Wohl die vielen Schwulen, die enttäuscht feststellen mussten, dass sie auch nur mit Wasser kochen und Eier etwa dreieinhalb Minuten, wo doch Studien ihnen Edleres attestiert hatten.
Schließlich die Flucht aus den christlichen Kirchen. Wir modernen Menschen können wohl einfach mit so viel Liebe und Zärtlichkeit nicht mehr richtig umgehen.
Nur die bayerischen Ärzte steigen jetzt doch nicht aus und begnügen sich mit 169.000 Euro im Jahr - zähneknirschend und einstweilen.
Aus der Atomkraft wollen wir schnell wieder raus, weil wir auf eine strahlende Zukunft inzwischen scheißen - mehrheitlich zumindest. Und raus aus der Stuttgarter Kanalisation.
Aus dem Euro wollen wir raus, aber das wäre jetzt wirklich Feigheit vor dem Freund. Und außerdem wollen wir doch auch künftig irgendwo Urlaub machen können.
Den Ausstieg aus dem Finanzamt gönnen wir niemandem, speziell denen nicht, die mehr Steuern zahlen müssten als wir mit ehrlicher Arbeit jemals verdienen könnten. Und kaufen deshalb Informanten aus schweizer Banken.
Unser freiwilliger Ausstieg aus den Herden des Stimmviehs ist wohl durch nichts mehr rückgängig zu machen. Weil wir aus Erfahrung wissen, dass egal wen wir wählen, uns eine Glocke um den Hals hängen und uns zum Bimmeln auf die Weide schicken wird.
Nur:  Der endgültige Ausstieg - aus Deutschland nämlich - wird uns dieses Jahr nicht mehr gelingen, weil fremde Mächte das verhindern: Dienste, die das Schneeräumen geheim verwalten. Sie haben inzwischen ihre Krakenarme überall hin ausgestreckt: auf unsere teuer bezahlten Straßen und Autobahnen, die Flughäfen, die Bahnhöfe.
Rucksäcke und Wanderstöcke sind inzwischen auch vergriffen.
Ein eingekerkertes Volk.
Und auch die Heiligen drei Könige haben ihr Kommen abgesagt.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Der Krieg schafft sich ab!

Der Krieg schafft sich ab! Weil er irgendwann einfach nicht mehr gehen wird. Allein aus Mangel an Verteidigungsministern. Denn wer seinen obersten Dienstherrn jetzt einmal pro Woche in die Arme schließen will, um sich bei ihm auszuheulen über die völlig verpatzte Berufswahl, der sorgt dafür, dass der vor lauter Männerkuschel-Kursen an der Front gar nicht mehr richtig zum Kriegführen kommt. Denn es gibt ja nicht nur Afghanistan. Da ist noch der Kosovo, zum Beispiel. Und wer weiß schon so genau, wo auf dieser Welt noch unsere Freiheit verteidigt wird.
Wer aber den amtierenden obersten Verteidiger weniger für einen Charismatiker sondern für einen aufgeblasenen Dödel hält, könnte ja dessen permanente Abwesenheit für gut heißen. Wenn "Abwesenheit" nicht längst abgeschafft wäre - weltweit. Denn der Mann fliegt mit 10 Fernsehteams an Bord und grinst von jedem staubigen Punkt dieser Welt  direkt in unsere Wohnzimmer. Und ist weltweit auf Sendung, denn wo ein deutscher Soldat seinen Dienst tut, da muss das ARD senden, um jeden Preis!
Doch damit nicht genug: Denn die Glotze wäre auf Dauer nur die halbe Miete. Die Flasche Bier ein Teil der anderen. Seit nun Stephanie da war , wissen sie, was der fehlende Rest ist: die Ehefrau, die die Bierflasche wortlos anreicht. Deshalb sitzen die Soldatenfrauen schon auf ihren Koffern, um ab Januar ihren Dienst zu tun. Und wenn sie schon mal dort sind, können sie für ihren Soldaten auch einkaufen, kochen, bügeln, waschen, feucht durchwischen und am Abend die Waffen reinigen - und was eine "moderne Armee von Spezialisten" noch so outsourcen kann. Die Singles unter den Soldaten haben ersatzweise ein Anrecht auf ihre persönliche Marketenderin - und neu ist: wahlweise auch auf einen Marketender.
Und ohne professionelle Schlachtenbummler werden unsere Soldaten im neuen Jahr nicht einmal mehr ihre Nato-Oliv-Hosen hochziehen.
Deshalb: Der Krieg schafft sich ab - aus finanziellen Gründen. Oder, wenn sonst keiner mitmacht - wahlweise Deutschland.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Nisthöhlen bauen nun mal nur Männchen!

Jetzt stehen zwei Tatsachen unwiderruflich fest: Wir stammen vom Neanderthaler ab - zumindest auch. Und die Mädels kamen in die Nisthöhlen der Männer und nicht umgekehrt. 
Was schnell die Frage aufwirft: Warum? Muskelbepackt waren sowohl Männlein als auch Weiblein, und beide konnten einer ausgewachsenen Hirschkuh das Genick durchbeißen - einfach so. Nisthöhlen haben aber nur die Männer gebaut.
Also nochmal: Warum? Und warum saßen die Mädels von Anfang an ums Lagerfeuer, schwätzten mit ihren Freundinnen, drehten sich Zöpfe dabei und lackierten sich die Zehennägel? Während die Männer auf der Jagd ihr lustloses Leben aushauchten - oft genug. Und warum bändigte e r das Feuer und warum erfand e r das Rad? Und bemalte die Wände im Kinderzimmer mit Tieren und Hingabe?
Und da scheiden sich nun die Geister der Wissenschaftler: Die einen sagen, das sei der pure Edelmut dieses Geschlechtes gewesen. Aus allem Anfang und unausrottbar. Die anderen meinen: "Der Mann hatte von Anfang an einen Hau weg und ist darin in gerader Linie der wahre Vorfahr des Dorfdepps. Den man heute noch schicken könnte, im nahen Forst ein Mammut zu erlegen. Was der Beweis wäre.
Ich persönlich sehe in beiden Thesen überhaupt keinen Widerspruch. Beides konnte sich jedoch nur manifestieren, weil folgende Grundvoraussetzung gegeben war: Der Mann war zwar klüger, die Frau aber schlauer. Schon immer.

Montag, 20. Dezember 2010

Scheiße, wir sind Weltmeister!

Mein Dorffußballverein hat jetzt beschlossen, die Meisterschaft zu gewinnen. Ziel ist, so schnell wie möglich in die höchste Liga aufzusteigen. Zu diesem Zweck brauchen sie Profis - aus dem Ausland. Die Dorfkinder aber haben allesamt schon ihren "blauen Brief" erhalten. Und ihnen wurde nahegelegt, doch absofort zuzugucken. Der Eintritt ins Stadion sei schließlich bezahlbar.
Doch die kommen sich nur verarscht vor.
Genau wie die Hartz-IV-ler, die ausgemustert wurden, weil irgendwelche durchgeknallten Großkotze beschlossen haben, Weltmeister zu werden und zu bleiben. Und dazu Profis brauchen - für die versteckten Fouls, die Blutgrätschen und die unverhohlenen Angriffe auf die Unversehrtheit ihrer Gegner. Mit dem Ehrgeiz, dem Gegner ständig einen über die Rübe zu hauen, bis der ehrfürchtig vor ihnen erzittert und freiwillig vor ihnen in die Knie geht.
Der Stoff, aus dem deutsche Alpträume sind.
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