Freitag, 15. Oktober 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 61

Unmännlich ist…

Schotte 61 ...nachzutreten gegen jemanden, den man schon zu Boden gezwungen hat - und überhaupt jede Energieverschwendung.



Ein Schotte ist sparsam: ein einziger Schwinger mit seinem nackten Kampfsack unterm Rock sollte längstens reichen, jeden Gegner in die Knie zu zwingen.



Heiße Wut ist reine Energieverschwendung, die, außer das Blut in Wallungen zu bringen, zu nichts taugt. Ganz im Gegenteil: die allgemeine Überhitzung führt dazu, dass auf Ressourcen verzichtet werden muss, deren Bereitstellung einen kühlen Verstand voraussetzt.

Pilawas Zwangsfernsehen

Haben Sie gewusst, dass in Fernsehkrimis kein richtiges Blut fließt? Und dass, wenn geschossen wird, keine Kugeln aus dem Lauf kommen, weil keine drin waren? Oder wussten Sie, dass in der Hälfte (Minimum) der Fernsehbeiträge gefaked  und gelogen wird, dass sich im Testbild hinterher die Farbbalken biegen? Und glauben sie wirklich, dass der Schierlingsbecher, den Sokrates (dass er das auch nicht persönlich war, haben Sie bestimmt schon erraten) beim Showdown dieses preisgekrönten 25Teilers wirklich mit Schierlingssaft gefüllt war -  statt mit brauner Brause? Sehen Sie, ich auch nicht.
Warum, um alles in der Welt, spielt dann Pilawa in seiner neuen Show nicht nur u m echtes Geld sondern m i t  echtem Geld? Ob da der Nerv des verblödeten Publikums stärker kitzelt, als wenn es Falschgeld wäre oder ausgeschnittenes Zeitungspapier?
Wenn man es wirklich positiv sehen wollte, könnte man zu dem Schluss kommen: Mit dem wirklich Banalen hat das ZDF einfach nicht die Erfahrung von SAT1 oder RTL2.
Warum ich mich über so etwas Banales auch noch aufrege? Wegen dieser Million in kleinen Scheinen wurde das Aufnahme-Studio kurzerhand zu Fort Knox erklärt, die Zuschauer einer Leibesvisitation unterzogen und im Gegensatz zu Häftlingen, ICE-Reisenden und den 33 chilenischen Bergarbeiter mit ohne (!) Wasser und Brot eingekerkert, bis Pilawa mit seinen mehr als merkwürdigen Kandidaten von Wort zu Wort gestolpert war.. Fünf Stunden Haft, wegen der Security im Studio und Sicherheitsbestimmungen, behauptete das ZDF. In Wirklichkeit war es reine Notwehr: Denn selbst der klassische ZDF-Zuschauer (zwischen 49 und 84 Jahren) kann nur noch von ZDF-Sendungen gefesselt werden, wenn man ihn mit Handschellen an seinen Ohrensessel kettet. Ansonsten  nimmt er den nächsten Zug nach Stuttgart und campiert dort mit Fundis und Altrockern im Schlossgarten - bis Weihnachten. Denn wie sagt meine Großmutter schon lange und nickt dabei  Richtung Klotze: "Die Scheiße sollen die Intendanten  selber gucken."

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 60

Unmännlich ist…


Schoß 60 ...sich das mit dem weiblichen Multitasking weismachen zu lassen.



Der Tunnelblick auf den Schoß der Frau, die Konzentration auf und die Hingabe an dieses Eine, dieses Wesentliche, hat den Mann gelehrt, diese Welt zu analysieren, also in ihre Bestandteile auseinanderzulösen, und dann neu zu synthetisieren, also Baustein für Baustein, einer nach dem andern, neu zusammenzusetzen. Um alles zu begreifen.



Neurologen wissen längst: Nur wer sich auf eine Sache völlig konzentriert, kann Solides bis Großartiges vollbringen. Das wissen natürlich auch Frauen. Keine von ihnen käme auf die Idee, "das siebte Kreuz" zwischen Kinderkacke und Dampfbügeleisen zu schreiben. Vielleicht so etwas wie "das Mobbel-Ich". Aber ist das wirklich geistreich?

Das Jahr der Löcher

Es sind noch nicht alle Kumpel oben, und schon haben wir die Schnauze voll. Wie werden wir die nächsten Tage überleben, wenn diese "48 Stunden live" auf allen Kanälen 14 Mal wiederholt werden werden? Augen auf bei der Wahl des Kumpels!
Ich bin ein Star, holt mich hier raus. Spätestens übermorgen werden wir wissen, dass das so ist. Denn die haben Schauspielunterricht genommen, jeder einzelne da unten und hatten permanent Publikum, denn das konnte nicht weglaufen und war bestimmt dankbar um die kleinste Abwechslung.
Und drei Wochen später, oder sechs - schnell ist da der Überblick verloren - kommen die mit Dreitagebart, gegeltem Haar und Macho-Brille hoch. Und kämpfen  um den Oskar. Jeder einzelne von denen. Deus ex machina. Göttlich so ein südamerikanischer  Macho, wenn er in Fahrt kommt.Und die Guten durften noch mal runter - und wieder hoch mit einem weiteren Auftritt. Mit mehr Publikum als Madonna.
Ich denke, das hat Zukunft: Es wird eine Geisterstadt entstehen um das Bohrloch. Mit dreimal Vorführung am Tag: "Die Errettung  unserer Helden". An Werktagen. Wochenenden und Feiertage verbieten die Bergarbeiter-Gewerkschaft. Doch BP hat schon Interesse angemeldet. Sie wollen sonntags "So stopften wir das Golf-Loch" geben.
Und samstags dürfen dort Grube und Mappus bohren.Weil Stuttgart 21: Das war einmal.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 59




Unmännlich ist…



Lippe 59 ...weiße Tennissocken zum Nadelstreifenanzug zu tragen. Selbst nach einem 60-Grad-Waschgang in der Buntwäsche.



Mädels müssen sich da schon mal auf die Lippen beißen - die höflichen zumindest - um nicht lauthals loszulachen vor Mitleid.



Es gibt einfach Dinge, die jenseits des Zwangs zur Individualität als Geschmacklosigkeit festgezurrt sind. Wie das quergestreifte T-Shirt als Quasi-Pelle über dem Gekröse einer 120-Kilo-Frau. Wem dies als Beschneidung seiner Freiheit vorkommt, kann ja ersatzweise im Restaurant seiner Begleiterin in die Suppe rotzen oder sich die Zehnägel schneiden - in einer öffentlichen Sauna. Das ist nicht fein, aber was bei Weltstars als Authentizität bewundert wird, kann bei Otto-Normalo schlechterdings nicht völlig verurteilt werden. Weiße Socken aber müssen bei solchen Relativierungsversuchen außen vor bleiben. Sonst geriete das gesamte System des guten Geschmacks in völlige Schieflage.

von störrischen Aufrechten

Deutschland hat wieder Aufrechte: Menschen, die sich niemals beugen, auch wenn alle anderen gegen sie und ihre Meinung stehen.
Adolf Sauerland, der Love-Parade-Bürgermeister, beispielsweise. Der Vorname verplichtet einfach dazu.
Grube auch, Vorname: Bahnchef. Seine Mutter hat ihm den gegeben, da war die Eisenbahnplatte im Kinderzimmer noch gar nicht aufgebaut. Auch sein Vorname verpflichtet: Bahnchefs aller Zeiten ließen Züge fahren bis zum bitteren Ende, Endlösung inklusive.
Und Guido Westerwelle bleibt - und widersteht jeder Umfrage. Sein Name verpflichtet. Wieso? Westerwelle – Westwall!
Angela Merkel bleibt, obwohl sie keiner hält. Auch ihr Name verpflichtet, weil, wer nicht merkelt, dass er nicht erwünscht ist, bleibt.
Und Michel Friedmann bleibt. Der Vorname verpflichtet: Michel, der gute alte deutsche Michel bleibt. Bleibt immer, weil ihm nix andres übrig bleibt und selten etwas bleibt, wenn die Aufrechten sich dann doch davon gemacht haben.
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