Dienstag, 20. September 2016

Magenverkleinerung leichter gemacht

Menschen mit BMI jenseits von 30, die ihr Gewicht mit anderen Mittel nicht in den Griff bekommen, steht mit "pose" ein neues Magenverkleinerungsverfahren zur Verfügung, das jetzt auch in Deutschland angeboten wird.

Ganz ohne Operationsnarben.

Dabei werden die Ein- und Ausgangsbereiche des Magens durch Klammern (Anker) in Falten gelegt, was zu einer Verkleinerung des Magenvolumens führt. Was wiederum das Sättigungsgefühl schneller einstellen soll, bei gleichzeitiger Verlängerung des Gefühls des Sattseins.

Fotos: von hier

 

Süßigkeiten - der Feind im Haus

Wer seinen Feind ins Haus lässt, sollte vorher sicher sein, dass er ihm auch gewachsen ist. Oder ob ein blaues Auge oder Schlimmeres droht.

Süßigkeiten sind solch ein Feind. Allein 20 Prozent unserer Mitmenschen greifen deshalb sofort an - ohne Vorwarnung. Bis der Feind vernichtet ist - restlos.

Jeder Vierte schlägt immerhin wenigstens einmal zu und lässt erst ab, wenn er genug hat.

Aber vielleicht gehören sie ja zu den dreien von vieren, bei denen von Süßigkeiten keine Gefahr für Leib - und ganz am Ende vielleicht auch für Leben ausgeht.

Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de

Fazit: Die Vorratskiste mit Schokoriegel, Goldbärchen und Co sollte aus der Wohnung verbannt werden. Denn gerade beim die Welt retten abends vor der Glotze, muss der Griff in die süßen Vorräte einfach ziemlich unkontrolliert ausfallen.

 

Montag, 12. September 2016

Auspuffrohre - Phallussymbole der Moderne

In allen Städten Deutschlands sind sie am Start: Die mit ihren PS protzen! Das Auspuffrohr als Phallussymbol garantiert vor allem eines:

Viel, viel Lärm - um nichts!

Verhaltensforscher in Dublin haben jetzt festgestellt, dass Lärm entscheidend ist. Denn tiefe Frequenzen, Vokaltakt und Volumen von Kehlkopf und Brustkorb sagen viel über körperliche Kraft und Vitalität aus. Der kämpferische Nebenbuhler lässt sich speziell durch Lautstärke schnell beeindrucken und zieht dann - oft genug bevor es richtig losgeht - schon den Schwanz ein. Bei dieser abgasgeschwängerten Brunft geht es wie in Urzeiten schon sehr archaisch zu:

Es wird georgelt, geröhrt, geknarzt und geknört.

Mit steigendem Testosteronspiegel findet dann auch ein zusätzliches Kräftemessen in den Disziplinen Arschgeweih-Kampf, Schlamm-Catchen und Wett-Pinkeln statt. Der Gewinner bekommt seine Herz-Damen – und zwar alle. Diese warten am Rande des Kampfplatzes auf den Sieger und lassen die etwa 75 Dezibel aus den Auspuffrohren geduldig und ergeben auf ihren Hormonhaushalt einwirken.

Tipp an interessierte Laien:

Schließen Sie sich einer "Brunft-Führung" an.

Alle Orte, an denen Sie die PS-Protze bei ihrer "Brunft" erleben können, finden Sie im Internet unter:

http://die Mantafahrer 4.0.de/erleben/.

Übrigens: Der Stimmapparat des Homo-sapiens-Männchens ist evolutionär betrachtet bis zur Bedeutungslosigkeit verkümmert: Er ist eher auf Sprache - und das auch nur rutimentär - als auf Lärm machen optimiert. Genau deshalb sind heute Auspuffrohre so wichtig … for the survival of the fittest? Wie bei den Rothirschen, irgendwie.

Rudolpho Duba / pixelio.de

 

Dienstag, 6. September 2016

Ein frommer Traum: Deutschland - der Hort des Gutmenschentums

Heute Nacht bin ich aus einem wirren Traum hochgeschreckt mit einer Almoprla und diesem Frösteln, das über die Körperoberfläche zieht wie eine La Ola aus Gänsehaut. Immer dann, wenn man stolz ist - und gerührt von seiner eigenen Größe und GÜTE.

Mit Stoffbären am Münchner Hauptbahnhof

Zunächst stand ich am Anfang meiner nächtlichen Zeitreise mit drei Stoffbärchen in den jubelnd erhobenen Händen am Münchner Bahnhof, um meine neuen zukünftigen Mitbürger zu begrüßen. Ein warmes Gefühl der Dankbarkeit für meine gute Tat erfüllte mich. Dankbar war ich auch für das gnädige Vergessen, das mich damals hoffen ließ, dass es mit der Anschaffung dieser Stofftiere für gesamt 6 Euro 45 auf dem Lidl-Grabbeltisch auch schon genug sein möge.

Missionierung der fremdenfeindlichen Europäer

Dann war ich mit meiner wunderbaren Erdfrau Merkel auf Missionstournée bei den vielen ungläubigen und ahnungslosen europäischen Führern, um ihnen das Heil zu bringen, um ihnen beizubringen, wie läuternd, wie horizonterweiternd gutmenschtümliches Erbarmen für die Notleidenden dieser Welt doch ist. Die Begrüßung war zunächst überall sehr dürftig ausgefallen, die anschließende Verabschiedung dann aber um so herzlicher - mit Pauken und Trompeten.

Arbeit für 3 Flaschen Wasser und 5 Butterstullen

Dann der Besuch unserer größten Konzerne. Alle waren sie bereit, die Neuankömmlinge so schnell wie möglich in die Produktion ihrer Produkte einzubinden. Die Kündigungen der jetzigen Arbeitsplatzinhaber seien längst schon auf dem Weg, die Verhandlungen mit der Agentur für Arbeit zu einem guten Ende gebracht: Die Konzernleitung verpflichtet sich, pro Tag drei Flaschen Mineralwasser und fünf Butterstullen für acht Stunden Arbeit am Tag dann auszuloben, wenn die Arbeit wunschgemäß getan wurde, und garantiert gleichzeitig, sich in die Bezahlung der Leute durch das Arbeitsamt nicht weiter einzumischen. Dem Konzern bleibe es aber weiterhin freigestellt, so das AfA, weiteres benötigtes Arbeitermaterial auf dem Arbeiterstrich zu organisieren.

Entwicklungsminister baut Hähnchengrills

Zusammen mit unserem Entwicklungsminister flog ich in meinem Traum dann in den Südsudan, um dort mit ihm einen mobilen Hähnchengrill einzuweihen, wo Hospitantinnen und Praktikantinnen großer Spendenorganisationen für günstige 2 Euro das halbe Grillhähnchen so lange an die einheimischen Ausreisewilligen zu verkaufen, bis sie den Ekel kriegen - vor einem Land, wo dies das Hauptnahrungsmittel sein soll, wie die Hospitantinnen und Praktikantinnen dies zu kolportieren von ihren Organisationen verdonnert wurden. "Das ist gelebte Flüchtlingspolitik", flüstert mir mein Minister gerührt ins Ohr, bis wieder eine Gänsehaut-La-Ola über meinen träumenden Astralleib zieht.

Bayer stellt Glyphosat-Produktion ein?

Doch der Höhepunkt meines Traumes durfte ich in Leverkusen erleben. Beim Bayer-Konzern. Dort saß ich zwischen Managern, die ihren Nadelstreifenanzug gegen ein Kleidungsstück ausgetauscht haben, das sich die Christusdarsteller dieser Welt im nächsten gut sortierten Theaterfundus auszuleihen pflegen. Denn die Mission von Bayer ist nicht weniger als die Erlösung der Menschheit von der Erbsünde. Und dafür ist ihnen - selbstverständlich - kein Preis zu hoch: Für 65 Milliarden Euro wollen sie Monsanto kaufen, wollen so den Teufel in der Gestalt des Megalandwirtes davonjagen, wollen die Produktion von Glyphosat auf der Stelle abstellen, wollen allen Bauern schon für die Spätjahresaussaat wieder erlauben, bislang verbotenerweise zurückgehaltenes Erntegut als Saatgut auf ihre Felder auszubringen. Und langfristig wollen die Laiendarsteller des Erlösers im Bayer-Konzern ihr Hightech-Saatgut gänzlich für lau verteilen, zum Wohle der Menschheit - und nicht weniger.

In dieser Sekunde explodierte meine Almoprala

 

Sonntag, 4. September 2016

Mutter Teresa: Auch der Heilige Stuhl macht aus menschlichem Stuhl keinen heiligen Stuhl

Diese Welt gefällt sich offensichtlich in ihrer Attitüde der Beliebigkeit: Fehler werden verziehen oder noch schlimmer: als solche gar nicht mehr erkannt. In Cleverness umgemünzt. Bestaunt, bejubelt - augenzwinkernd für gut geheißen. Selbst die Gewalt des Gewaltverbrechers wird verharmlost durch Verständnis und die Würdigung dessen, was ihn dazu getrieben hat. Das Ganze gewürzt mit einer Gänsehaut erzeugenden Faszination für das Böse, das Verruchte.
Was Wunder, dass auch bei der Auslobung der höchsten Kategorie menschlichen Verhaltens - dort wo es nahe an das göttliche heranreicht - der heiligen nämlich, selbst schlimmstes Fehlverhalten einfach verschwiegen oder akzeptiert wird. Und dies nicht nur augenzwinkernd, auch keineswegs nach dem Motto "Augen zu und durch", sondern inzwischen offenbar einfach blind für grundsolide Anständigkeit.

So ist jetzt auch Mutter Teresa zu ihrer Heiligsprechung gekommen und darf (oder muss ?) ab jetzt "heilige Mutter Teresa" genannt werden. Eine Frau, die Menschen, die in die Fänge dieser Missionars-Millionärin und ihre beschissenen und verschissenen "Unterkünfte" geraten waren, Medikamente gegen selbst unerträgliche Schmerzen verweigerte – mit dieser unfassbar teuflischen Begründung, dass sie nur so die Leiden Jesus nacherleben könnten, was wohl einer kompletten Heilung ihrer Seele förderlich sein sollte.

Und so vollendet jetzt der doch angeblich so "neue" Papst den verlogenen Mist der beiden alten im Amt.

Weil das Wort "Scheiße" in einem Text, in dem drei Päpste und zwei Heilige (oder ist der vorletzte Papst nur selig gesprochen worden?) irgendwie fehl am Platze wäre, folgendes sinngemäßes Fazit:

Menschlicher Stuhl wird auch nach Heiligsprechung durch den Heiligen Stuhl nicht zu heiligem Stuhl - so weit reicht die Kraft von Wundern denn doch nicht.

 

Dienstag, 30. August 2016

Trockenübung Marsmission nach 365 Tagen beendet

Drei Frauen, drei Männer, die sich ein Revier teilen müssen. Mit dieser Besatzung ging jetzt eine "Mars-Mission" zuende

 

Jeder, der Partys ausrichtet, weiß: Schlimmer geht nimmer.

Sechs Jungs dagegen, welch ein Fest: Allein die EM fachmännisch aufzuarbeiten in einer dem Thema angemessenen Zeit, wäre - ohne Störungen von außen, ohne Diskussionen darüber, wer den Müll rausträgt - ein "innerer Vorbeiflug" (gleich weiter zum Saturn).

Und nach 365 Tagen hieße es: "Tür zu! Wir haben das mit Jogis Taschenbillard noch nicht erschöpfend gewürdigt."

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...