Der Nachthimmel soll zum Weltkulturerbe erhoben werden.
Wie bitte? Diese Frage scheint berechtigt, ist doch der Himmel über uns allen und wird es auch bleiben, sollte man meinen.
Jedoch, weit gefehlt: Der Nachthimmel ist längst nicht mehr das, was er einmal war. In München sieht man selbst in den klarsten Nächten nur noch maximal 400 Sterne. Auch nicht mehr auf der Wies'n, nicht einmal nach dem letzten Maß.
Erst wenn man von München aus in die Ausläufer der Alpen hinauffährt, werden es mehr. Doch um die ganze himmlische Herrlichkeit genießen zu können, muss man schon weiter reisen. Ans Ende der Welt, quasi: ins Hochland von Chile, beispielsweise, oder in eine der trockenen Wüsten, fern ab jeglicher menschlicher Behausungen, fern ab menschlicher Nacht-Verschmutzung.
Die Welt in Flammen.
Ob dies der erste Mensch wohl bedacht hat, als er als erster einen noch glimmenden Stock aus der Asche eines durch himmlisches Feuer niedergebrannten Waldes gezogen hat - und anschließend der Hüter des Feuers seines Stammes wurde?
Wohl kaum. Und auch wenn es so gewesen wäre, nichts auf dieser Welt lässt sich jemals rückgängig machen. Nichts lässt sich aufhalten, nichts wieder eindämmen.
Vergangen, vorüber, verloren.
Nur noch ein Denkmal können wir setzen, ein Mahnmal, das uns daran erinnern soll, wie es gewesen wäre, wenn? ...
Wenn Schröder ohne Frauenwahlrecht zur Wahl hätte antreten müssen, wenn Schwule nicht ihren Status des Exotischen eingetauscht hätten gegen Pampers und Kinderkacke -
wenn der Mann weiterhin im Stehen pinkeln würde.
Ja, auch diesem im Stehen pinkelnden Mann, diesem Urgestein - mit dem weltvergessenen Blick hinauf zu den Sternen, mit jenem sanft hingehauchten Seufzer der Erleichterung auf den Lippen, der Gewissheit geschuldet, den Frauen dieser Welt das Feuer gebracht zu haben, gebührt ein Denkmal. Denn nichts war kulturübergreifender, nichts würdiger, ein Weltkulturerbe geheißen zu werden, als diese aufrechte und ehrliche Art des Wasserabschlagens.
Freitag, 3. Mai 2013
Donnerstag, 2. Mai 2013
Die Fettleber: Sie ist eine von uns
Die Fettleber ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen, heißt es blumig Und wir lieben sie, wie alles, das uns ähnelt: fett, schwammig, lappelig - und verfressen. Denn sie kommt nicht mehr mit dem Bierkutscher, wie noch in den guten alten Zeiten, auch nicht mehr im Schlafabteil des öffentlichen Verkehrs. Nein sie kommt mit Wohnmobil - umgebaut zur Frittenbude-Eisdielen-Combi. Für den kleinen Hunger zwischendurch.
Warum? Weil nur das hundertprozentig funktioniert. Keiner käme schließlich auf die Idee eine Gans mit Alkohol zu mästen oder sie mit einer Hepatitis-infizierten promiskuitiven Kollegin zu triggern.
Nein, hier setzt der polnische Bauer auf das wirksamste aller Mittel: Nahrungskalorien: Kohlenhydrate, gern auch Fett - auf jeden Fall viel - am besten zu viel. Und das täglich.
Also heißen wir sie in unserer Mitte willkommen. Solange noch Zeit dazu ist. Denn das Stopfen von Gänsen ist EU-weit bereits verboten. Das Stopfen von Dummköpfen aber nicht - noch nicht.
Dienstag, 30. April 2013
NSU-Prozess. Klappe, die dritte!
...... Ich bin nicht sicher, ob man mein Dauerkopfschütteln hier gesehen hat? Nein? Nun gut, Kopfschütteln ist ja auch nur das Standpunkt-Beziehen von Feiglingen. Ich neige da mehr zu "Hassknecht"
Die Journaille kann mal wieder keine Ruhe geben: Da wird ganz am Anfang der Geschichte solange gerührt, bis aus der ganz normalen Unfähigkeit der Polizei, den Nichtbeziehungs-Taten von Einzeltätern g e z i e l t auf die Schliche zu kommen, das Bild eines Staates entsteht, der rechtes Gedankengut pflegt und "mit klammheimlicher Freude" rassistische Gewaltverbrecher gewähren lässt.
Was jetzt bislang ahnungslose und uninteressierte Türken im In- und Ausland auf den Plan ruft, die eine von ganz oben vielleicht nicht gelenkte, aber doch passiv unterstützte Jagd auf ihre Landsleute wittern.
Was sie allerdings nicht veranlasst, sich rechtzeitig um einen der Sitzplätze zu bemühen, von denen aus man den NSU-Prozess verfolgen könnte. Müssen sie auch nicht, wissen sie, die deutsche Journaille wird' s nämlich richten. Und in der Tat, die Journaille wettert türkenfreundlich-pflichtbewusst gegen ein Windhundverfahren, das allen seriösen und wirklich interessierten Medien einen Platz beschert hatte. Bis auf die verpennten Türkenblätter.
Ergebnis: Die Vierte Macht im Staat erzwingt von der Dritten Macht im Staat ein Aufgeben von rechtlich untadeligem Verhalten.
Dann wurde das Losverfahren angekündigt, und die Journaille hielt kollektiv ihr Maul, rieb sich aber da schon klammheimlich die Hände. Und statt sich im Vorfeld um die eigene Hygiene zu kümmern, und z.B. der Frage nachzugehen, warum ein reines Anzeigenblatt ohne jegliche Erfahrung im Gerichtsjournalismus und mit keiner Zeile Platz für die entsprechende Berichterstattung sich genauso am Losverfahren beteiligt wie "Brigitte", die sich da bislang auch noch nicht mit Ruhm bekleckert hat?
Warum, weil die Randale jetzt, ein Tag nach der Verlosung viel medienwirksamer und damit finanziell wesentlich einträglicher ist.
Und wieder wird die Journaille klagen, wird zu diesem Zeitpunkt längst vergessen haben, dass wir diesen Schlamassel, nein, nicht den Türken zu verdanken haben, sondern denen, die ihnen freiwillig und ohne Not - ja, ganz eindeutig auch die Rotröcke - auf den Leim gegangen sind.
Das Gerangel um "den rechten Weg" wird mit dieser neuen Klage aber nicht aufhören, eher baut man in München ein Gerichtsgebäude, das endlich alle fassen kann, die "dem hässlichen Deutschen" beim Recht sprechen auf die Finger sehen wollen. Die Allianz-Arena würde sich daneben wie eine Kinderreitschule ausnehmen.
Bis dann endlich der Gerichtspräsident doch noch den Rechtsraum verlassen und namentlich bestimmen muss, wer kommt und wer draußen bleibt. Weil dann endlich Geld fließen wird, das die Großen und Bedeutenden wieder in ihre von Finanz wegen angestammte Poleposition bringen wird.
Nur die Türken werden nicht zahlen müssen, das gebietet die deutsche Gastfreundschaft. Und wenn sie nach den ersten Verhandlungstagen - nichts ist langweiliger und weniger erhellend als Gerichtsverhandlungen, weiß ich aus eigener journalistischer Tätigkeit - keinen Bock mehr auf Berichterstattung haben werden, können ja freundliche deutsche Kollegen ihre Mitschriften nach Istanbul faxen.
Montag, 29. April 2013
Bald Zungenkuss für Merkel Pflicht?
"Länder mit Exportüberschüssen müssten sich wie Defizitländer anpassen", sagt der ungarische Politiker und EU-Sozialkommissar Andor, " und müssen mit ihren Löhnen wieder hoch." Recht hat der Mann und spricht aus, was alle anderen auch so sehen, nur nicht die Frau, die doch die gleiche Kindheit und Jugend "genossen" hat wie der Ungar.
Vielleicht war ja der DDRler im damaligen Osten wirklich der rücksichtslose Deutsche, der dem großen Bruder gegenüber kadavergehorsamste und intimgeküssteste Ostblockler, der gern auch mal schnell bei den Nachbarn in Sachen Recht und Ordnung einmarschiert war, was dort seine Sympathiewerte bis auf den heutigen Tag stabil unter Null hält.
So etwas bleibt als Erfahrungsschatz. Und vielleicht erklärt dieser Umstand, dass solches Erfahrungsgut seitdem in einem Drittel der Vereinigungsdeutschen fest verankert ist, warum die Bonner Republik so ganz anders, so viel freundlicher, so viel europäischer, so viel sozialliberaler war als die Berliner Republik. So viel katholischer und viel weniger protestsntisch-preußisch!
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Diese Tradition wurde speziell im Osten des geteilten Landes weitergepflegt. Selbst Mongolen können davon ein Lied singen. Und seit 89 auch wieder der westlich Erzogene. Mit zunehmend kräftigerer Stimme.
"Man redet wieder deutsch in Europa", kauderwelscht der erste Günstling der Kanzlerin in laut gestellte Mikrophone, was lange nur im engen Zirkel um unsere Königin von einem konspirativen Handy zum anderen gesimst worden ist.
Noch eine Legislaturperiode, so ist zu fürchten, und die verängstigten Führer der europäischen Staaten küssen unsere Lenkerin auf den Mund - mit Zunge.
Freitag, 26. April 2013
Zwickmühle Potenz. Immer unter Druck
Zwickmühle Potenz. Wer besonders unter Druck steht - kreislaufmäßig leider nur - hat die Wahl: Pest oder Cholera. Cholera natürlich, entscheidet sich der Bildungsbürger schnell und denkt dabei an d e n Roman über die Unvergänglichkeit der Liebe, "El amor en los tiempos del cólera", und an dessen Protagonisten und seinen bis ins Greisenalter nicht versiegenden Drang nach Sex. Mit seinen 1336 (von mir erinnert, nicht nachgeschlagen) Frauen. 
Aber das Leben ist grausamer. Unter Bluthochdruck kriegt Mann dann keinen mehr hoch, wenn er diesen mit Medikamenten herunterdrosselt, weil dem ein physikalisches Prinzip zugrunde liegt, das da heißt: kommunizierende Röhren. Was wiederum erklärt, warum auch reden darüber nicht weiterhilft, selbst "inflagranti" nicht, auch nicht, wenn es der süße Mund der mit ihrer Lust alleine Gelassenen - und dann so selten Gelassenen - tut.
Oder man pfeift auf den Bluthochdruck. Wobei die Pfeife aber schnell auf dem letzten Loch pfeift, weil dabei schnell die Elastizität der Gefäße flöten geht. Danach ist Ruhe. Oft Grabesruhe.
Tja, Augen auf bei der Wahl des Geschlechtes. Wo beim anderen Geschlecht schon Vaseline Wunder wirkt, muss der Mann - bitter, bitter - zum Rettich greifen - und zu Blumendraht, mit dem er sich diesen um die Hüfte schnallen kann.
Mittwoch, 24. April 2013
Rettet die Seelen unserer Ärzte: spendet Eure Leber!
Um der Barmherzigkeit Willen, spendet Eure Leber und Nieren! Denn 47 Transplantationszentren gibt es in Deutschland, und die Mäuler der dort tätigen Ärzte wollen gestopft sein. Auch zahlen sich die Gebühren für Golf- und Segelclub nicht von selbst, und ohne Sprit kommt die geilste Yacht nicht mal aus dem Hafen. Aber genau dieser Leistungsdruck sei es, der Ärzte zu Kriminellen mache. Denn diesen Transplantationszentren fehlen die Organe, zumal der chinesische Staat inzwischen besser als früher weiß, was er an den Organen seiner zum Tode Verurteilten hat.
Deshalb: liebe Landsleute gebt Eure Leber her, denn das ist ein Akt der Volkshygiene. Kein Arzt darf durch betrügerische Manipulationen in die Illegalität abrutschen müssen, nur weil er die Organe der Konkurrenz braucht -, um Leute bedienen zu können, die ihn ehrlich und großzügig bestochen haben. Soll er wortbrüchig nur deshalb werden, weil wir so knauserig mit unseren Innereien umgehen? Nein.
Und bevor 40 dieser Zentren schließen müssen und dies jenen Teil der Oberschicht, deren weiße Kittel ihre weißen Westen längst ersetzt haben, ins Verderben stürzt, sollte, wenn es Freiwilligkeit wieder einmal nicht richten kann, ein Gesetz her. Eine Quote beispielsweise, oder eine Zwangsverpflichtung ähnlich wie die, die jeden, der in einer Wohnung leben will, zum Fernsehglotzen zwangsverpflichtet, bis die Augen tränen.
Ein Drittel der Leber als Zwangsabgabe - alle fünf Jahre, denn der Bildungsbürger weiß seit der Antike: Die wächst immer wieder nach. Wenn nicht von selbst, dann wird die Alkoholindustrie gerne nachhelfen, denn die Leber, wissen wir, wächst mit ihren Aufgaben.
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