Dienstag, 7. Dezember 2010

Steißbein adieu!


86 Teile des menschlichen Körpers sind völlig überflüssig, so überflüssig wie ein Senk-Spreiz-Fuß und Käsefüße. Blinddarm, Milz, Mandeln etwa. Sie taugen nur entweder als Namensgeber für eine Narbe in der rechten Bikinizone, als Ortsangabe für die Verbringung des nächsten Pils sowie als satte Weide für Eiterherden.

Und wenn da nicht ein - manchmal sehr kleiner - Zusatznutzen wäre, könnte ein guter Chirurg mit wenigen Schnitten die Gewichtsprobleme der Industrienationen lösen.
Weshalb wir uns bisher auch von unserem Kopf nicht getrennt haben. Den Gebrauch unseres Hirns haben wir zwar eingestellt und lassen seine Funktionen von Reflexbögen regeln, die direkt von Fernseh-Unterhaltung und -Werbung angesteuert werden und von Wahlversprechen - den Rest regeln sie über unser Bauchgefühl. Aber zur Nahrungsaufnahme und um dummes Zeug zu quasseln - ununterbrochen, bleibt der Kopf weiterhin unentbehrlich.
Das einzige Teil, auf das wirklich verzichtet werden könnte, ist das Steißbein. Ursprünglich diffamiert als verkümmerter Schwanz und damit völlig nutzlos geworden, weil kein Weibchen mehr unser werbendes Wedeln erkennen kann, stellte man beim zweiten Hinsehen fest: Ohne Steißbein kein aufrechter Gang, ohne Steißbein kein "Pinkeln im Stehen."
Beides aber wurde uns in mühsamen Lernprozessen abgewöhnt – für alle Zeiten. Also weg damit. 

Sonntag, 5. Dezember 2010

Guttenberg reißt sich mal wieder am Riemen

Wir sind Weltmeister. Denn wir haben den zu Guttenberg. Und der ist im Rudern unschlagbar - in der einen Disziplin zumindest: Im Zurückrudern. Keiner legt sich da mehr ins Zeug. Die großkotzig versprochenen  Einsparungen von 8,4 Milliarden Euro? Nö, die seien nicht darstellbar (nicht einmal mit Ihrem so beeindruckenden Ausdruckstanz?, ist man schnell geneigt nachzuhaken) Sind Sie jetzt die Primaballerina der Regierungsbank, oder wollen Sie das auch nur sein?
Mit 180.000 Soldaten ginge das einfach nicht, nur mit 163000 könne ein solches Husarenstück abgedreht werden.
Aber wieso jetzt 180000 Mann, Herr Minister? Sie haben doch freie Hand, Narrenfreiheit, sozusagen und eine dazu passende Tabula rasa, wo andere ihre Erfahrungen und ihr Wissen gespeichert halten. Damit lässt sich doch - und Sie haben es von Anfang an bewiesen -  schmerzfrei fabulieren und phantasieren.
Und noch etwas: Sie wollen doch ein Heer von hochspezialisierten Kämpfern, weswegen Ihnen die Wehrpflichtigen ein Dorn im Auge waren und Sie sie deshalb abschaffen wollen, was Struck übrigens, ein Vorgänger von Ihnen, für albern hält - und Sie übrigens auch.. 
Stattdessen setzen Sie jetzt auf Freiwillige. Was soll das denn, Euer Durchleucht? Eine verdeckte Migrationshilfe für übergewichtige Fremdsprachler? Geködert mit Zuschlägen auf den Wehrsold! Und Zugang zum Studium auch ohne Hauptschulabschluss? Sie hätten dafür durchaus schon die ein oder andere parteiübergreifende Zustimmung, behaupten Sie. Wieso, wählt ihre Frau die Grünen?
Ach ja. Erst auf den letzten 200 Metern, wenn den anderen die Muskeln blau werden, wird eine Ruderstrecke gewonnen, wissen Sie, und haben deshalb die Schlagzahl erhöht - und schnell frei fabuliert:  Es stehe auch außer Frage, "dass eine große Bundeswehr-Reform von diesem Umfang einer Anschubfinanzierung bedarf". Damit will Euer Durchleucht wohl andeuten, dass mehr Geld in die Kassen des Verteidigungsministeriums muss als jemals zuvor - statt Einsparen?
Wissen Sie Herr Minister, warum man die Amis wirklich in der Pfeife rauchen kann? Weil sie einzig die wirkliche Pfeife in der Berliner Regierung in ihrem Diplomaten-Geschwätz über den Klee gelobt haben.

Samstag, 4. Dezember 2010

Von der Leyens geheimes Hoheitswissen: Wie züchtet man Sachzwänge?

Parteien und ihre Soldaten unterlägen den Sachzwängen, sobald sie aus der Opposition auf die Regierungsbank wechseln. Und aus Utopien werde schnell kalte Realität.
Wer nicht anders kann, mag' s glauben.
Für alle anderen: Unter Kohl, dem wohl Sozialismus immer fremder war als dem unsäglichen Schröder, gab es einen Spitzensteuersatz von 53 Prozent und eine (mit immerhin hohen Beiträgen versicherte) Arbeitslosenunterstützung, die ihren Namen noch verdiente: Unterstützung! Welche Sachzwänge haben daraus mit einem "Basta" einen „Begleitservice in die Armut“ gemacht? Und einen schlechten dazu?
Waren es die Fettaugen auf der dünnen Suppe der Gesellschaft, die gleich 11 Prozentpunkte ihrer Steuern wieder an sich gerissen haben? Und damit nicht genug: Ihre ausgelobten Gehälter gleichzeitig auf Globalisierungs-Sachzwang-Niveau heruntergefahren haben?
Dänische Schlachtschweine werden seitdem in Deutschland zerlegt! Warum? Reiner Sachzwang. Nirgends in Europa (!) sind die Löhne in dieser Branche niedriger als hier. Auch auf dem Leiharbeiter-Markt. Sieht von der Leyen wie immer Handlungsbedarf, handelt aber wie immer nicht? Nun gut, die Selbstverliebte erklärt uns dafür wenigstens, welche Sache sie dazu gezwängt hat - und scheut dabei weder Müh noch Kosten: Um 30 Prozent hat sie schnell mal ihren Werbeetat erhöht. Dafür müssen Hartz-IV-ler auf ihre Feuerzangen-Bowle zu Weihnachten verzichten. Und weil die Sache zwängt, haben die das auch schnell eingesehen.
Derweil haben sich 4,5 Billionen Euro in den raffgierigen Händen der 10 Prozent "Leistungsempfänger" (Leute, die die Arbeits-Leistung anderer empfangen) in unserem Land gesammelt. Während der Rest auf 1,9 Billionen Schulden sitzen bleibt.
Und eines wird dabei klar: Sachzwänge sind immer selbst gemacht. Gehegt und hochgepäppelt, bis sie endlich greifen. Von Unfähigen oder/und Böswilligen.
"Menchen (!) guten Willens", das war einmal. Sie sind mit Kohl in der Versenkung verschwunden.

Freitag, 3. Dezember 2010

Deutscher Untergrund - Teil II

Jetzt ist es raus. Und verdanken tun wir das Wikileaks. Der Mitschnitt eines Saunabesuches von Bahnchef Grube (ein Name - ein Programm) mit unserer Angela brachte es ein letztes Mal ans Licht des Tages: Stuttgart 21 ist nur der Anfang. Und es gehe dabei ausschließlich um unser aller Wohl: Nie mehr Zugausfälle wegen Schnee und Eis. Nie mehr Bäume über den Schienen. Auch kein Stopp mehr von Castor-Transporten. Niemals mehr überhitzte Züge im Sommer. Kein Nothalt mehr wegen "Personenschaden auf der Strecke". Auch niemals mehr bei der Ansicht von Kühen in der vorbeiziehenden Landschaft die befremdliche Frage der pubertierenden Tochter: "Was ist das, Mutti?" Auch keine albern winkenden Menschen mehr an geschlossenen Bahnübergängen.
Utopie? Mag sein - und trotzdem machbar, wie die Schweiz jetzt gezeigt hat: Die Bahn geht in den Untergrund - "flächendeckend (!)".
Und auch das ist nur der Anfang, denn Merkel will mehr und weiß, wie man uns rumkriegt. So hat sie neue "Energieeinsparungen am Haus" aufgelegt, die uns schnell zwingen werden - denn alles andere ist nicht finanzierbar - uns im Untergrund zu verbuddeln, der Erdwärme entgegen.
Und dort unten werden wir dann endlich diese unterirdische Politik in ihrer ganzen Untergründigkeit begreifen - und ihre Macher hinauf zerren ans Licht - und die verwaisten Laternen dort oben einer letzten sinnvollen Bestimmung zuführen. Denn in einer globalisierten Welt bringt Davonjagen überhaupt nichts mehr. 

Donnerstag, 2. Dezember 2010

der deutsche Untergrund lässt die Welt genesen

Der wahre Untergrund, haben wir gelernt, - er liegt in Deutschland. Und dort im Subversiven. Hier wächst und gedeiht, was den Rest der Welt dann genesen lässt an diesem neuen deutschen Wesen.
11. September, etwa. Sie kamen direkt aus der Kanalisation deutscher Großstädte. Seitdem wackelt die Welt: Irakkrieg. Afghanistan. Und waren maximal erfolgreich mit hoher Rendite.
Und jetzt Wikileak. Wer hätte gedacht, dass sich das der deutsche Untergrund ebenfalls auf die Fahnen schreiben kann? Denn ohne ihn ginge da gar nichts. 750.000 Euro plus Gehälter der 10 wichtigsten Mitarbeiter der Zofferplattform kommt aus dunklen deutschen  Kanälen. Erfolg? Wer glaubt, dass eine unregierte Welt  die bessere ist, kann den nicht hoch genug einschätzen. Denn dann muss man sein eigenes Süppchen nicht mehr im Trüben kochen, und der Schädel des ungeliebten Nachbarn tut es auch. Ähnliches gilt fürs Fischen. Warum nicht im Koi-Teich des japanischen Generalkonsuls?
Wer und was gärt noch so im deutschen Untergrund? Nun ja, die, die dort schon immer ihre schmutzige Wäsche waschen, um mit weißem Hemd - Krawatte und Anzug zwischen uns aufzutauchen-  anmutig wie Fliegen- und Knollenblätterpilze. Betäuben uns, werfen uns dann vorne raus und holen uns hinten wieder rein - für einen Bruchteil des Lohns. Und überschwemmen mit Billigramsch die Märkte. Erfolg? Sie lieben uns dafür - dort draußen.
Wer oder was stinkt noch in unseren Exkrementen? Merkel in  ihrem ganz privaten System unterirdischer Auffangbecken. Für den fest eingeplanten Fall, dass ihre Sicherheitsschirme versagen, die sie so großzügig über die Nachbarn zu spannen vorgibt. Um sie dann aber erst so richtig im Regen stehen zu lassen, wenn andere dort die Schleusen öffnen, wo eigentlich nur Nieselregen geplant war. An Missis Teflon wird das abprallen, der Rest läuft in ihre Becken. Auch die Tränen der Nachbarn, wenn sie sich vergeblich versuchen wieder zurückzukaufen.
B l ü h t vielleicht auch etwas im Verborgenen - etwas Zartes? Nun ja, Lena!  Denn die muss noch mal ran. Nach einem Jahr auf Eis darf sie bald wieder wie neu sich und die Herzen unserer Nachbarn auftauen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Geißler zwingt Bahn zur Verstaatlichung

Mit Orakeln ist es nun mal so: Sie geben Rätsel auf. Da macht das Orakel der Fledermaus aus der Südpfalz keine Ausnahme. Zumindest lassen das die Erklärungsversuche der zahlenden Kundschaft vermuten: S21 oder K21? Die Fledermaus weissagt: "Erstens: Am Ende des Tunnels ist Licht." Also doch S21, frohlockt die Bahn. Quatsch, sagt die Gegenseite. Kein Tunnel - überall Licht! Also K21.
Doch Fledermäuse loten anders aus. Auf rätselhafte Weise, eben. Selbst die Schatten, die zukünftige Ereignisse vorauszuwerfen die Absicht haben. Oder auch nicht.
Und die auf Manager-Seelen.
"Zweitens: Kein Geld kann man nicht essen!"
Schockstarre der Bahn. Denn über Nacht hat eine Computersimulation diesem weisen Spruch tragische Substanz gegeben: Die Kunden werden auf Porsche umsteigen - selbst der grünste Grüne, weil dessen Unterhaltung und Nutzung günstiger ist als die täglichen Fahrten durch den Tunnelbahnhof. Seit die Fledermaus verlangt hat, dass in der neuen Variante der Zugang über Rolltreppen gewährleistet sein muss und nicht wie in der 4,066 Milliarden-Billig-Version vorgesehen über die Metallstiegen der Kanalisation.
Und bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf.
Den Bahnlern bleibt eine Hoffnung: Die Rückverstaatlichung des Unternehmens inklusive staatlich garantierter Managergehälter in untereinander ausgeklüngelter Höhe. Dann ist auch schnell der einzig vernünftige Kompromiss drin: Ein Kopfbahnhof u n d ein Tiefbahnhof. Den einen bauen die Iren, den andern die Griechen - für das Doppelte der teuersten Ausschreibungs-Einreichung. Damit dort die Rente vor dem 60sten gesichert bleibt, während wir uns hier bis zum bitteren Ende auf Rädern zur Arbeit karren lassen. Was deshalb geht, weil die Bahnhöfe rollstuhlgerecht ausgebaut werden sollen. Sagt die Fledermaus. 
Und schnell stellt sich folgendes heraus:In der "Europäischen Transversale" steckt der Druckteufel. Das ganze heißt "Europäische Transferzahle " und ist eine Arbeitsanweisung unserer klammen Nachbarn, den Geldbeutel aufzumachen.

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