Wenn alle, die als Antidemokraten, Spinner und Aufrührler bezeichnet werden, weil sie gegen einen Bahnhof protestieren, wenn alle, die als grüne Spinner abgetan werden, weil sie sich nicht weismachen lassen wollen, dass Atomkraft sicher ist, wo doch vier Kraftwerke schon hochgegangen sind und ganze Landstriche für immer verstrahlt haben, wenn alle, die als Mörder diffamiert werden, weil sie, damit sie ein gesundes Kind auf die Welt bringen, es gerne im Reagenzglas testen lassen wollen, weil sie es könnten, wenn alle, die als Sozialschmarotzer bezeichnet werden, weil sie glauben, dass ein Lohn unter 8 Euro menschenunwürdig und eine eine Verhöhnung ihrer Person ist, wenn alle, die als rote Socken verschrien sind, nur weil sie glauben, dass "Die Linken" die richtigen Antworten auf die seelenlose Politik und den Haifisch-Kapitalismus übelster Sorte haben,
wenn all diese noch morgen für immer das Land verlassen würden, könnten die, die all das behaupten, ihren Parteitag unter Ausschluss und ohne Einfluss der Öffentlichkeit weiterführen.
Und jede Wette: Genau in dieser Sekunde würden CDU-Männer wieder ihre Eier aus den Handtaschen ihrer CDU-Frauen zurückfordern und diese unsägliche Erste dieses Handtaschen-Geschlechtes endlich davonjagen.
Dienstag, 16. November 2010
Freitag, 12. November 2010
Postsozialismus a la Merkel
Wir haben es mal wieder geschafft, weil dieses unser Vorzeigeland schon immer geschafft hat, was ihm vorgenommen wurde:
Heute, 12.11.10 können wir die billigsten Löhne und damit die billigsten Produktionskosten anbieten - europaweit. Kulliteile beispielsweise zusammenschrauben "lohnt" nur noch hier, weil von unseren 29 Nachbarn 27 Mindestlöhne glaubten einführen zu können, was unsere Wirtschaftsteufel scheuen wie das Weihwasser, das sie lieber predigen als Sekt (mit einem Gläschen Schampus in der Hand).
Als Ausgleich gegen diese Schieflage haben wir 103 Milliardäre: Auch das ist europäischer Rekord.
Deshalb: Geldgierige Lenker plus Malocher, die auch schon mal für 0,89 Euro die Stunde Frondienste ableisten, sind die notwendige aber hinreichende Voraussetzung, um die Welt mit Ramsch-Produkten überschwemmen zu können. Bald besser als China. Postsozialismus a la Merkel hier. Postsozialismus a la Deng Xiaoping dort. Und bald sparen wir hierzulande wieder auf unseren ersten Trabi, und Obama ist der Klassenfeind, dem man (bzw. frau) mit dem nackten Gesäß ins Gesicht springen darf, wenn einem danach ist.
Donnerstag, 11. November 2010
dem Bauchgefühl auf der Schleifspur
Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils. Diese alte Volksweisheit zu verifizieren, ist jetzt eine Pille unterwegs. Unterwegs durch die Därme - mit Webcam an Bord und Zugriff aufs Internet und Google. Für Rückfragen.
Ist das Pils aber gefunden, wird sich die Pille dort schnell nach dem Bauchgefühl umsehen, denn diese früher selten genutzte Ressource menschlichen Denkens und Handels greift um sich: Seit Frauen an jenen Hebeln ziehen, die Männer dort einst installiert haben.
Und bevor der Mann sich endgültig in Hauptschulen und Straßenkriminalität verabschiedet, will er eines noch wissen: Was taugt das Bauchgefühl von Frauen, die darauf so unbedingt angewiesen sind, weil sie intellektuell nur begreifen können, was auswendig zu lernen ist.
Dies wird entscheidend dafür sein, ob der Kleinkriminelle sich auch künftig noch in einer Republik durchschlagen kann, die frauengeführt sein wird, oder ob er nicht besser in die Monarchie "Berlusconi" überzusiedeln ins Auge fassen sollte.
Männer wissen lange schon, wie gefährlich Bauchgefühl sein kann - für das Überleben der Horde. Denn wenn der Sägezahnartiger brüllt, kreischt der Bauch: Abhauen, um Himmels Willen abhauen - was anfänglich zur Folge hatte, dass zu Hause ein zänkisches, ständig nörgelndes Weib ihn zurückschickte, weil sie zum Schlendern über den Dorfplatz am arbeitsfreien Sonntag den Pelz des Tieres schon fest eingeplant hatte.
Der Mann musste sich also früh schon etwas einfallen lassen, um dieses Bauchgefühl loszuwerden. Und erfand, was von Frauen schnell als Angstfurz diskreditiert wurde. Dass diese Flatulenzen in ihrem Dunstkreis aber glasklaren Verstand obwalten ließen, blieb den Frauen verschlossen und wird es für alle Zeiten bleiben, weil sich ihnen auch das dafür wichtigste Körperteil verschließt. Denn Frauen memorieren zwar, flatulieren aber nicht. Niemals nicht.
Mittwoch, 10. November 2010
zu Guttenbergs Armee-Sponsering
Unser adliger Minister hat wohl wieder schlecht geschlafen.
Denn nach den wunderbaren nächtlichen Einfällen, dass der Friedenseinsatz in Afghanistan in Wirklichkeit ein Krieg sei und dass Wehrpflicht abgeschafft bzw. ausgesetzt werden soll, kam der vorletzte Traum mit der Erkenntnis in die adlige Wirklichkeit: Wir brauchen ein Heer von Spezialisten, Kampfsäue also.
Heute morgen nun, nach unruhiger Nacht, ließ er sich von der Baronin diesen irritierenden Traum deuten, in dem eine Truppe grüner Männchen mit Untertassen auf dem Rasen seines Schlosses gelandet war, um die Angreifer in die Flucht zu schlagen, die ihn und seine Familie ans Bett gefesselt und die Tageseinnahmen der Schlossbesichtigungen an sich genommen hatten. Und nach dem Zähneputzen ging er damit vor sein Volk: „Eine der ehrenvollen Aufgaben unserer Armee wird sein, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen - mit ihren ureigensten Mitteln.“
Nach diesem rhetorisch fast noch nüchternen Einleitungssatz war er beim zweiten schon wieder in seine Art zu formulieren verliebt und ließ seinem Mund freien Lauf. "Deshalb sind wir fest davon überzeugt - und das ist der neuen Weltführung einfach geschuldet -, dass sich Sponsoren finden lassen werden - aus der Wirtschaft, durchaus aber auch aus den beiden großen Kirchen des Landes -, die solche Vorhaben tatkräftig unterstützen und noch wesentlich schlagkräftiger machen werden." Nur kurz musste er Atem schöpfen, dann: "Auch haben wir über ein Leasingsystem nachgedacht, mit dem Truppenkontingente für private Scharmützel geordert werden könnten."
Kurzes Luftschnappen. "Ein attraktives Rabattsystem kann bei Mehrfach-Orders zum Einsatz kommen. Der Hammer aber", geht ihm der königliche Gaul durch, "- besonders im Hinblick auf die verlässliche Kalkulierbarkeit solcher Einsätze - ist die Gewinnbeteiligung des Leasing-Gebers am Beutegut - bei Null Leasingrate! Außerdem, weil wir natürlich wissen, dass nicht alles über dieses eine Heer zu regeln sein wird, versprechen wir, Theodor zu Guttenberg, der Installation privater Armeen nicht im Wege zu stehen. Ja mehr noch: Sie tatkräftig und gerne auch fachkompetent darin unterstützend zu begleiten. Nur, und wir wissen, dass Sie dafür Verständnis haben werden, muss die Uniform dieser Armeen das Unternehmen, für das sie marschieren, deutlich zu erkennen geben. Nike-Kampfstiefel dürfen deshalb nur Nike-Soldaten tragen. Und den Puma auf der Brust, nun ja, sie wissen schon."
Und schwadronierte noch über Cola-Dosen, Boss-Sonnenbrillen, Chiemsee, Nintendo-Spiele und Nokia-Handys - und begann zu ahnen, dass viel Arbeit auf ihn zukommen würde.
Und wieder einmal beneidete er China, von dem er seine Art Politik zu machen, einst entlehnt hatte, denn die würden auch bei der Ausrüstung ihrer Wirtschaftsarmeen aus dem Vollen schöpfen können, weil sie von a l l e m schon eine Kopie hatten und schnell auch ein neues Label dafür - und von j e d e m schon mehrere Klone.
Montag, 8. November 2010
Alles auf Anfang: der zweite Frühling der Grünen
Kaum hat er die Hebel seiner neuen Macht mal eben kurz losgelassen, um eine Grillparty mit alten Freunden zu feiern - irgendwo auf kalten Gleisen Richtung Gorleben, schon wird er von einem zweiten hinterhältigen Leberhaken kalt erwischt. Denn nach der Rückkehr des Atomstroms bis zum Sankt-Nimmerlein-Tag kommt jetzt auch die Dose wieder zurück. Weil Coca Cola es so will. Und zwanzig Jahre grüne Politik steht wieder auf Anfang. Nun gut, Windräder drehen sich noch, aber was nützt es, wenn Kachelmann ab sofort keinen Wind mehr machen will.
Künast weiß das alles und versucht sich schnell noch ins Berliner Bürgermeisteramt abzusetzen. Nur Roth bleibt. Aber das kann Trittins Herz nicht richtig erwärmen. Auch nicht die kalten Füße. Und der kalte Angstschweiß bricht ihm aus, wenn er an das denkt, was sein Informant ihm mitteilte: "Er hat im Keller seine Turnschuhe wiedergefunden und versucht seit Tagen in seine alten Jeans zu kommen."
Verdammt, wir sind doch nicht die Stones, denkt Trittin. Aber es hilft nichts: Der Bandleader ist schon unterwegs. Und Trittin wird wieder den faltigen Kasper in der zweiten Reihe machen müssen. Und irgendwann ein Buch schreiben: "Vom Grünen und Welken - oder warum der zweite Frühling der Herbst war."
Künast weiß das alles und versucht sich schnell noch ins Berliner Bürgermeisteramt abzusetzen. Nur Roth bleibt. Aber das kann Trittins Herz nicht richtig erwärmen. Auch nicht die kalten Füße. Und der kalte Angstschweiß bricht ihm aus, wenn er an das denkt, was sein Informant ihm mitteilte: "Er hat im Keller seine Turnschuhe wiedergefunden und versucht seit Tagen in seine alten Jeans zu kommen."
Verdammt, wir sind doch nicht die Stones, denkt Trittin. Aber es hilft nichts: Der Bandleader ist schon unterwegs. Und Trittin wird wieder den faltigen Kasper in der zweiten Reihe machen müssen. Und irgendwann ein Buch schreiben: "Vom Grünen und Welken - oder warum der zweite Frühling der Herbst war."
Sex ist und bleibt Hausmannskost
Jetzt wissen wir, warum ein Mann abgeht beim Sex - wenn der Bolero das Bett umschallt: Er kommt aus dem Rhythmus, und wer aus dem Rhythmus kommt, verliert das Wesentliche aus den Augen: Durchhalten bis zum ersten Schuss.
Überhaupt geht es um die Mythen, gewoben um überirdischen Sex. Und das große Aufräumen mit ihnen. So wären beim flotten Dreier noch mehr überflüssige Arme und Beine im Weg als eh schon, haben Wissenschaftler jetzt in groß angelegten Feldstudien - mancher sogar in selbstlosen Selbstversuchen - nachweisen können. Auch sei ein Zeitfenster für wenigsten einen Quickie aufzumachen mit gleich Zweien, die regelmäßig Migräne haben und ihre Tage, aber an unterschiedlichen, statistisch sehr unwahrscheinlich. Eher wahrscheinlich sei Dauerzicken, weil beim Dreier gleich 100 Prozent mehr Zicken mit im Bett wären - weshalb die Selbstversuche schnell aufgegeben wurden.
Auch hätte die einzige Wunderdroge, die als Aphrodisiakum vor den strengen Kriterien der Forscher nicht gleich kapitulieren musste, dann doch keine besseren Werte als ein Rettich erzielen können, da man sich gleichermaßen dissoziiert von seinem besten Stück fühle.
Ganz abzuraten sei von Kamasutra-Techniken, wenn man jenseits der 32 ist (also genau dann, wenn in einer Ehe ein frischer Input her müsste) und nicht die Beweglichkeit eines Schlangenmenschen hat.
So sehe man in deutschen Krankenhäusern immer öfter einen männlichen doppelten Oberhalsschenkelbruch und eine dazugehörende leicht bekleidete Dame, die irgendetwas von einem Unfall auf der Kellertreppe fasle. Die Ärzte wissen es aus Erfahrung besser: Es war mal wieder Figur 34 des Kamasutras mit extrem hoher Punktzahl (für den technischen Wert - bei ordnungsgemäßer Ausführung): Der eingesprungene doppelte Rittberger.
Überhaupt geht es um die Mythen, gewoben um überirdischen Sex. Und das große Aufräumen mit ihnen. So wären beim flotten Dreier noch mehr überflüssige Arme und Beine im Weg als eh schon, haben Wissenschaftler jetzt in groß angelegten Feldstudien - mancher sogar in selbstlosen Selbstversuchen - nachweisen können. Auch sei ein Zeitfenster für wenigsten einen Quickie aufzumachen mit gleich Zweien, die regelmäßig Migräne haben und ihre Tage, aber an unterschiedlichen, statistisch sehr unwahrscheinlich. Eher wahrscheinlich sei Dauerzicken, weil beim Dreier gleich 100 Prozent mehr Zicken mit im Bett wären - weshalb die Selbstversuche schnell aufgegeben wurden.
Auch hätte die einzige Wunderdroge, die als Aphrodisiakum vor den strengen Kriterien der Forscher nicht gleich kapitulieren musste, dann doch keine besseren Werte als ein Rettich erzielen können, da man sich gleichermaßen dissoziiert von seinem besten Stück fühle.
Ganz abzuraten sei von Kamasutra-Techniken, wenn man jenseits der 32 ist (also genau dann, wenn in einer Ehe ein frischer Input her müsste) und nicht die Beweglichkeit eines Schlangenmenschen hat.
So sehe man in deutschen Krankenhäusern immer öfter einen männlichen doppelten Oberhalsschenkelbruch und eine dazugehörende leicht bekleidete Dame, die irgendetwas von einem Unfall auf der Kellertreppe fasle. Die Ärzte wissen es aus Erfahrung besser: Es war mal wieder Figur 34 des Kamasutras mit extrem hoher Punktzahl (für den technischen Wert - bei ordnungsgemäßer Ausführung): Der eingesprungene doppelte Rittberger.
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