Montag, 30. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 19

Unmännlich ist…



Taube 19sich feige davon zu machen, wenn es gefährlich wird.



Ausgerechnet jetzt die Friedenstaube sein zu wollen, die verschreckt davon flattert. Pazifismus ist oft nur "Schwanz-Einklemmen“. Korrektur - ist immer nur Schwanz-Einklemmen und oft nur Feigheit.



Jeder - fast jeder - ist schon mal davongelaufen. Und man wird es vielleicht noch oft tun. Nur! Die einzig akzeptable Entschuldigung, die man für sich finden sollte, ist folgende: Scheiße, war ich feige!
Hilft vielleicht beim nächsten Mal.

Berlusconi rettet Dolce Vita

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi erklärt bei Italien-Aufenthalt 200 jungen Damen den Islam. Dazu ließ der Mann mit der Sonnenbrille sein Harems-Zelt in Rom aufbauen und spendierte die für die religiösen Rituale notwendigen Kleidungsstücke, die im Abendland unter dem Namen "durchsichtige Schleier" bekannt sind und hier vorwiegend über Erotik-Kataloge vertrieben werden. 30 reinrassige Berberhengste, die mit ihm 1. Klasse über das Mittelmeer geflogen sind, unterstützen inzwischen den alt gewordenen Machthaber bei seiner Missionierung Italiens, die schon in höchsten Kreisen Früchte getragen hat: Auch Berlusconi habe schon seit seinem ersten Besuch vor vier Jahren ein Zelt nach Gaddafis Vorlage anfertigen lassen, das seitdem im Garten seiner Villa stehe, heißt es in wohl unterrichteten Kreisen der römischen Schickeria. Die jungen Dinger, die leicht bekleidet um das Anwesen des Mannes mit der berühmtesten Besetzungs-Coach Italiens streichen, hätten endlich so etwas wie ein Dach über dem Kopf, aber wenig Freude, denn Berlusconi kriegt von fremden Hengsten einen Ganzkörper-Nesselausschlag, für den er sich aber noch zu jung und zu gut in Schuss fühle. Deshalb sei es ziemlich einsam in diesem Zelt und langweilig, weil zu allem Überdruss aus religiösen Gründen nur "Al Shazeera"  und "Rete 4"  gesehen werden darf. Zwar sei Rete 4 wenigstens in italienischer Sprache, aber immer nur Berlusconi auf der Mattscheibe! Das sei  Langeweile pur -  wie  das mitternächtliche Treiben auf dem Langhaar-Berber im hinteren Teil des Zeltes. Und über das lustige Toupet, das er in der Öffentlichkeit trägt, im Zelt aber abnimmt und sorgfältig auf seine ordentlich gefalteten Stützstrümpfe legt, lache ein kluges Mädchen genau  einmal.
Die Nachhilfe in Sachen "Dolce Vita" ist aber nicht billig. Milliarden (und auch Italien hat auf Euro umgestellt!) sollen deshalb die nächsten zwanzig Jahre an Gaddafi fließen. Und der braucht das Geld, denn auch in Libyen hat diese strikte Einhaltung religiöser Gepflogenheiten ihren Preis, und wenn das Öl mal nicht mehr fließt, muss eben etwas anderes Schmieriges her: Berlusconi, eben.

Sonntag, 29. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 18

Unmännlich ist…



Tofu 18andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.



Das ist so doof wie der Kuh vorzuwerfen, dass Tofu nicht schmeckt. Tofu: sieht zwar aus wie Käse, ist aber was Vergorenes aus Soja!



Anders als unter Punkt 02 beschrieben, geht es hier wirklich um etwas. Kein Missgeschick, also, sondern eine echte Niederlage. Eine Schlacht, die verloren gegangen ist, weil man seine Streitkräfte falsch positioniert hat. Warum die Schuld aber bei anderen suchen? Sich dem Kampf gestellt zu haben, ist doch der eigentliche Sieg. Der Sieg über die eigene Angst, zu versagen, die Angst, davonzurennen, wenn es zu hart wird, die Angst, zu schnell aufzugeben, die Angst, den Sinn des Ganzen aus den Augen zu verlieren.
Oder einfacher ausgedrückt: Ein Mädchen oder eine Frau anzusprechen, die einem gefällt oder die man sogar zu lieben glaubt, das ist der eigentliche Sieg. Dass sie dich zurückliebt, dass eine gemeinsame Zukunft möglich wird, liegt nicht mehr (allein) in deiner Hand und wäre im Nicht-Erfolgsfall demzufolge kein persönliches Versagen.
Und noch etwas: Eine verlorene Schlacht ist noch kein verlorener Krieg.

Verrat in der ersten Windel

Pech gehabt, ist nur ein Kind! Die fünfte Germanische Abschleifung hat daraus im hannover'schen Raum, wo die letzte Abschleifung zum Hochdeutsch führte, "Kindspech" geformt, und der Säugling hat es seitdem in die erste ihm umgebundene Pampers geschissen.

Wäre da n i c h t s gewesen und in den nächsten Pampers auch nichts, hätte man sicher sein dürfen, dass da ein Gott oder zumindest ein Halbgott das Licht der Welt erblickt hat. - Oder ein Schauspieler für A-Produktionen.

Für weniger Beglückte - und sie bilden die grausame Mehrheit, fängt stattdessen ein Scheiß-Job an. Und will kein Ende nehmen.

Und jetzt auch noch dies: Jede Zigarette, die in der Schwangerschaft heimlich geraucht wurde, um über künftigen Stress hinwegzuhelfen, oder jede Zigarette, die der Vater aus dem selben Grunde rauchte, ist in der ersten Windel wiederzufinden.

Die Rabenmutter, eine wahre Pechmarie!

Wär es ein Gott geworden, hätten die Laborchemiker das Nachsehen gehabt - und nicht mehr. Denn Götter haben keinen Stuhlgang. Das gleiche gilt für Halbgötter und Schauspieler. Oder haben Sie schon mal John Wayne auf der Toilette erwischt - nee! Nicht einmal in einer verwackelten, nicht einmal in einer nachträglich herausgeschnittenen Aufnahme.

Der Mensch aber ist von Geburt an ein kleiner Scheißer und bleibt es. Und schwärzt mit seinem Pech von Anfang an die Mutter an. Und wenn die Chemiker zu blöd sind, es aus seinen Exkrementen zu extrahieren, legt der kleine Scheißer auch schon mal Hand an und malt Botschaften in Pech und Windel: "lieblos gewesen", "in zu heißem Badewasser gesessen - stundenlang", "absichtlich vom Balkon gesprungen", "fünf 'Pillen danach' geschluckt". Botschaften wie Hilferufe - der Mutter, ahnen wir noch..
Doch vergeblich. Das Alien ist in der Welt: Kindspech ist Weltspech.

Denn die Evolution verschaltet uns auf ein Autopilot-Programm: "Bemuttern!".

Samstag, 28. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 17

Unmännlich ist…

Decke 17zu piensen, wenn es härter wird als Kaffee und Kuchen.



Tischlein deck´ dich! – Na, was ist?“ Dann eben nix mit Kaffee und Kuchen. „Schnief.“



Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Selbst Balletttänzer müssen gestehen, dass kaum eine ihrer Bewegungen ohne körperliche Schmerzen abgeht. Und während der Zuschauer körperlos in göttlichen Sphären schwebt, gehen die Tänzer auf der Bühne durch die Hölle, jeder von ihnen durch seine ganz persönliche Hölle. Denn über die eigenen Möglichkeiten zu gehen, Tag für Tag, ist die Hölle, oder doch nur ein Stahlbad? Einfach mal ausprobieren! Vielleicht helfen ja wirklich Endorphine über das Schlimmste hinweg. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht. 

Maut für alle



Tante Klärchen, die liebe aber arme, muss ab sofort mit nächtlichen Überfällen ihrer Nichten und Neffen rechnen, denn Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts will eine generelle Straßen-Maut in Deutschland. Mit tageszeitabhängigen Gebühren! Das bedeutet: Ein Samstagsausflug ist dann wirtschaftlich sinnvoll nur noch zu Gabi, der reichen Erbtante.
Kassenpatienten sollten ab sofort ihren Herzinfarkt auf die Mittwochabende planen, weil nur in diesem Zeitfenster die Einsatzfahrzeuge und der Notarzt zu für die Krankenkassen vertretbaren Mautgebühren zum Kunden gelangen. Für Geburten gilt ähnliches, weshalb in den Zeiten der Niederkunft vorsorglich immer Kessel mit heißem Wasser auf dem Herd stehen und saubere Tücher bereitliegen sollten. Und ein Zettel am Kühlschrank mit der Aufschrift: Ruhe bewahren!
Die Kirchen sehen mit äußerster Beunruhigung schon die Kosten für die letzte Ölung explodieren. Zumal hier bereits Scheichs für Preistreiberei gesorgt hätten, weil sie eine dem Propheten gefällige künstliche Verknappung des für den reibungslosen Übertritt der Ungläubigen vom Leben zum Tode so wichtigen Schmierstoffes herbeigeführt haben. Doch die Kirche wurde schnell beruhigt: Dafür bekämen sie ihre Fronleichnams-Umzüge für lau.
Radrenn-Vereine aber trifft die volle Härte des neuen Mautsystems. Ab sofort sollen nämlich alle 10 Kilometer Mautstellen aufgebaut werden, wo diese bunten Vögel auf Rädern Münzen einwerfen müssen. Andernfalls würden automatisch Nagelteppiche hochfahren. Oder sie müssten alternativ im nächstgelegenen Altersheim den Evergreen "Jo, mir san mi´m Radl do!" pfeifen.  
Auch innerstädtische Ampelanlagen sollen künftig mit einem Mautstellen-Einwurfsystem ausgestattet sein: Drei Sekunden Grünphase für 50 Cent. Ältere Bürger sollten deshalb lieber gleich zuhause bleiben, denn diese drei Sekunden sind nur noch von gut Trainierten zu schaffen. Genau dies aber habe er im Sinn gehabt, sagt Sinn, denn es werde die Straßen zusätzlich entlasten. Um die Situation noch mehr zu entspannen, wird nach einem ausgeklügelten Zeitplan jede Straße zweimal die Woche von Fachkräften der Straßenmeistereien massiert. Und alle zwei Jahre in Kur geschickt. 
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