Dienstag, 24. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 13

Unmännlich ist…



Dom 13 …die Karten offen auf den Tisch zu legen, weil du glaubst, die andern wären fair und würden daraus kein Kapital schlagen.

Jesus hat beide aus dem Tempel gejagt: die Karten- und Hütchenspieler und die Zinswucherer, die aus allem Kapital schlagen. Bleiben durfte nur der eine, der Geheimnisvolle der Schweigsame, und seit 2000 Jahren werden ihm Basiliken und Dome gebaut.

Der leutselige Mensch verliert. Dagegen ist der Mensch, der schweigt, auf den Stufen der Menschwerdung schon ein beachtliches Stück weitergekommen. Der aber, der schweigt über alles, was sein Bild in der Öffentlichkeit trüben könnte, aber in Szene zu setzen weiß, was seine Bedeutung noch vergrößern könnte, ist ganz oben. Fast. Über ihm steht der von allen anderen Unabhängige, dem sein Ruf egal ist, weil er ihm egal sein kann. Der kann dann auch schon mal nach einem Plattenvertrag über 200 Mio. Euro seine Alkohol- und Tablettensucht in der Öffentlichkeit thematisieren.
Aber anders als Robbie Williams ist dir und mir Otto-Normalo eine solche Offenheit strengstens abzuraten.





Piefke oder Edelnutte?

Es gibt inzwischen auch immer mehr Männer, an denen alles verlogen ist - und mit 67 bestimmt auch die dritten Porzellankronen - dass selbst das Label "Edelnutte" sich gegen ihren Träger streuben wollte.


Doch von vorne: Die verlogene Existenz: Das Leben des Bankangestellten beginnt mit etwa 37. Für 1000 Euro im Monat kauft er die Mutterliebe einer 81jährigen Hochadligen. In Deutschland gilt das zwar nix, selbst in Adelskreisen nicht.

Verlogene Ehe: Doch damit heiratet der Neu-Adlige in die Reichtümer einer Hollywood-Prinzessin ein - auf dass der Tod sie scheide - rechtzeitig. Doch es begann der Leidensweg eines Paares, das am Heesters-Syndrom leidet.

Verlogene Liebe: Knapp 25 Jahre später, noch quält sich seine Alte auf dem Sterbebett, da verramscht er schon mal das dreistellige Millionen-Vermögen der Diva. Selbst das Sterbebett gehört wahrscheinlich faktisch schon Gunter von Hagens. Und wer weiß, was noch.

Verlogene Kinderliebe: Er adoptierte mehrere Kinder, die alle an ihn blechen, bis sich die adelige Blässe von selbst einstellt. Er wollte sich aber unbedingt auch noch die Vaterschaft des erbberechtigten Kindes dieser unsäglichen Erbschleicherin Smith erstreiten! Was nicht gelang.

Verlogener Weltmann: Längst habe er den Rummel um seine Person statt und wolle stattdessen in einem Wohnklo in München leben. Zurückgezogen. Als Luder? -

Edelnutte passt wirklich nicht, denn dazu brauchte man dann doch so etwas wie Klasse - wie Aristoteles Onassis etwa.

Piefke! Der übelsten Sorte. Das könnte passen.

Das Leben ist wie Monopoli: Nur "anhalten", wenn man sich das in dem Hotel auch leisten kann - etikettenmäßig.

Montag, 23. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 12


Unmännlich ist…

Tanne 12 ...mit Gesprächen über die eigene Seelenlage hausieren zu gehen.



Beim ersten Seufzer sind die Kumpel schneller die Bäume (Tanne) hoch als ich jammern kann. Die Kumpelin aber, speziell die schwäbische sagt: hey man, ä Tännschen please: „Ich Frau, ich schwätze. Du Mann, Du Maul halte und lieber zuhöre!“



Ich denke, es gibt keine Befreiung aus seelischen Notlagen durch die Einwirkung anderer. Männliche Freunde zumindest sind dafür völlig ungeeignet, und für die weiblichen Freunde ist es eher befremdlich. Denn die stehen auf starke Männer, egal was Du sonst darüber hören magst.
Mag sein, dass es wirklich professionelle Hilfe gibt. Aber 100 Jahre nach Freud trauen sich immer mehr Wissenschaftler dies zu bestreiten.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Die Zeit heilt alle Wunden. Das ist so etwas wie der rote Faden durchs Labyrinth seelischer Verwerfungen. So lässt sich das Ungeheuer auf verworrenen Wegen ins eigene Innere erlegen. Oder, wenn man unverschämtes Glück und einen wirklich guten Freund hat, dann sagt der: Da musst du durch, Alter, irgendwie.

Jahrtausend-Wurf: die neue SPD-Politik

23.8.2010: Olaf Scholz, SPD, hat diesen großen Tag deutscher Politik, den wir maßgeblich ihm zu verdanken haben, nur mit süß-saurem Lächeln erlebt. Denn die Nacht davor unter zänkischen Genossen war wohl lang, das Morgenmagazin aber sehr früh am Tag. Und bis zum Schluss konnte er nicht sicher sein, dass sein Volk diese Gedankenklarheit der neuen Politik verstehen würde.
Doch nun zunächst beispielhaft, wie moderne, zeitgemäße Politik ab sofort geht: Rente mit 67 kommt nicht, weil heute weniger als 50 Prozent nicht einmal bis 65 arbeiten!
Das sollte an dieser Stelle wiederholt werden dürfen, von solcher wunderbarer Erhabenheit ist dies. Doch stattdessen ein paar Beispiele, die zeigen, wie universell dieser Ansatz ist und welch großer Wurf.
Eine Reichensteuer von 50 Prozent kann nicht kommen, weil heute weniger als 50 Prozent nicht einmal 40 Prozent ans Finanzamt überweisen lassen..
Oder: Ein Ausstieg aus der Kernkraft kann nicht kommen, weil dazu heute schon 50 Prozent der AKWs stillgelegt sein müssten.
Begriffen? Genau. In die Politik ist der Begriff "weltfremd" ausgekehrt, in etwa gleichbedeutend mit "realitätsfern" und verschwägert mit "unglaubwürdig" - im Sinne von: Das ist so groß, ich glaube nicht, dass die das hinkriegen. Warum also Politik für morgen heute schon machen, wenn doch heute nicht morgen ist, und morgen nie so sein wird wie man denkt, dass es ist?, fragt Herr Scholz ganz konzentriert und zurecht. Warum, zB. davon ausgehen, dass auf einen Arbeitnehmer zwei habgierige Rentner kommen werden, wenn heute nicht mal einer dem Bandarbeiter auf den Schultern sitzt?
Warum den Klimaforschern glauben, dass Pakistan irgendwann unter Wasser liegen wird, wo doch heute nicht mal 50 Prozent abgesoffen sind.
Wie wird Guttenberg halten - in Zeiten dieser neuen Politik - was er vollmundig verspricht? Mit, er will eine schlagkräftige Armee, geht es nicht, denn dann müsste sie jetzt schon zu 50 Prozent einsatzfähig sein. Allein 60 Prozent der Soldaten und Soldatinnen sind aber, seit es in Afghanistan schief läuft, im Mutterschutz. Andererseits: Wehrdienst abschaffen, das ginge, denn weniger als 50 Prozent eines Jahrgangs werden zur Zeit gezogen, nicht zuletzt, weil dieser Jahrgang mehrheitlich keinen deutschen Pass hat.
Aber aussetzen? Wie soll das gehen? Irgendwann muss, was ausgesetzt wurde, wieder eingesetzt werden. Von Null auf egal wieviele. Das wird - um es nicht ganz so pessimistisch auszudrücken - schwer. Da bräuchte es einen Tausendsassa (einen Wunderwuzzi, wie die Österreicher sagen) wie den von Guttenberg. Doch der ist da ja längst schon Familienministerin und erklärt uns das mit dem Storch. Den Klappermann aber, den kann auch die neue Politik noch erreichen: Denn nur mal ´nen Zahn zulegen, das ginge. Weil, junge Schultern müssen her - für 30 Jahre lang ausgeruhte Rentnerhintern.Und für die neuen, die in ihrer "aktiven" Zeit schon 30 Jahre lang plattgedrückt wurden. Ihr Urologe kennt die Marke: die mit dem roten Stuhl. 35 Stundenwoche erkämpft - durch Aussitzen - und den Vorruhestand mit 51.
Jedem, wie er´s verdient, eben!

Sonntag, 22. August 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 11

Unmännlich ist…



Titte 11sich den Sex, den man braucht, nicht einfach zu organisieren oder zu kaufen.



Genüsslich kneife ich in die Brustwarze vor mir, drehe daran wie an einer alten Drehklingel. Sooo besorgt man sich Sex, denn Frauen fliegen auf so was! Ehrlich!

Alle sechs Sekunden denkt ein Mann an Sex. Viel Zeit, die verloren geht an unserer eigentlichen Aufgabe: die Welt zu retten und zu verbessern. Weil wir dazu viel Zeit brauchen, den Sex aus unserem Kopf aber nicht gänzlich verbannen können, sollten wir uns gerade in jenen Zeiten, wo sich die Eine, die Ausgesuchte, einfach nicht bereit erklären mag, in einer schönen Beziehung mit uns Sex mit Liebe zu verbandeln - eine Zurückweisung, die unser Hirn zwangsläufig in seiner Hormonsuppe völlig zum Absaufen bringen würde - einem automatisch einsetzenden Realitätscheck unterziehen. Denn nichts verschwendet mehr Zeit, verändert unser Denken so sehr, lässt uns die Welt so sehr vergessen wie eine nicht erwiderte Liebe, vor allem, wenn es die große Liebe unseres Lebens ist.
Doch dass es wirklich die große Liebe ist, vor der unser Verstand dann mit Recht nur kapitulieren kann, will überprüft sein. Vielleicht ist die Frau, die wir gerade anschmachten, die eine, unsere Urfrau, die schon immer in unserer Seele als Muster abgespeichert war. Aber wir sollten ganz sicher gehen, denn viel steht auf dem Spiel – die Welt, und nicht weniger. Zu schnell hat sich nämlich in diese Gleichung mit zwei unbekannten - nämlich Liebe und Sex - ein Fehler eingeschlichen. Vor allem den Parameter Sex gilt es genau auszutesten - an anderen Frauen, möglicherweise auch an Professionellen. Genau dies ist gemeint mit Realitätscheck. Merken wir dabei, dass sich die Situation mit „fremdem“ Sex so sehr entspannen lässt, dass nüchterner Verstand wieder obwalten kann, dann war unsere Urfrau nur eine vermeintliche, eine weitere Mamamorgana auf unserem Weg - der jetzt wieder frei ist für die Erfüllung unserer eigentlichen Bestimmung, die Welt zu verbessern.

Talentschuppen Deutschland



Vergeudung von Talent sei es, wenn junge Männer ihren Sozialdienst ableisten müssten, das solle gefälligst vom 1. Arbeitsmarkt gemacht werden. Der Dienst an der Waffe auch, sagt unser "von und zu"-Ressort-Minister und gibt der Wirtschaft und ihren gedungenen Professoren mal wieder eine Steilvorlagen für Infragestellen demokratisch geformten Konsenses und Entsolidarisierung.
Die Enkel bei Oma und Opa? Schüttel! Welche Vergeudung von Talent, das sich stattdessen in VHS-Kursen und auf Reisen entfalten könnte - zu seiner ganzen Pracht. Der 1.
Arbeitsmarkt stellt derweil Erzieherinnen zur Verfügung, die, als sie noch erzogen, Kindergärtnerinnen waren.
Schmieren von Pausenbrot? Welche Vergeudung an Bewegungstalent der Mütter, die den ersten Kurs im Sportstudio dafür geben müssten. Der 1. Arbeitsmarkt hält auch da Arbeitsplätze vor, wo Schokoriegel erzeugt und verpackt und den Kindern in der großen Pause als Vollwertkost angedreht werden.
Und überhaupt: Der 1. Arbeitsmarkt selbst sei die Inkarnation der Talenteverschwendung schlechthin. Denn steckt nicht in jedem Maurer ein Gunther Gabriel, oder zumindest ein Ministerpräsident. Ist nicht jeder Lehrer irgendwo ganz tief drin ein Thomas Gottschalk, der einfach nur raus will, oder zumindest eine Gesundheitsministerin. Oder prädestiniert nicht unser aller Talent zum Abseilen uns für einen Sitz im Europaparlament? Oder dieses Migrantentalent: Kommen, mit einem "wolle Abeite!" auf den verlogenen Lippen, um dann abzuhängen im Netz der Netze, dessen legendärer Ruf bis in die letzte Hochland-Ödnis
Anatoliens vorgedrungen ist. Auch deren andere Talente sollten hier nicht mit Füßen getreten werden. Denn Hand auf Herz, fragen unsere Wirtschaftsweisen: Hatte der 11. September nicht auch etwas Ästhetisches und damit klassisch Schönes? Und schnell erschließt uns dann auch: In jedem Professor schlummert das Talent des Kaffeesatz-Lesers, seine Wünschelrute immer am Puls der Zeit, und ein Guru, jene letzte Spezies Mann, auf die Frauen noch hören.
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