Fußballweltmeisterschaften sind nun mal keine Olympischen Sommerspiele. Deshalb darfs im Juni auch schon mal heißen: Ski und Rodel gut. Und der Ball schlittert und nimmt Fahrt auf - und erwischt so manchen kalten Torhüter kalt. - Und jetzt auch die deutsche Mannschaft.
Und das nehmen wir deshalb so persönlich, weil die Mannschaft, die über Nacht als Garant für Traumfußball gehandelt wurde, wieder auf den tiefgefrorenen Boden der Tatsachen zurück gekracht ist - und Tatsache ist: Deutschland wird Weltmeister - wie immer: ohne den kleinsten Ansatz von Ballzauber!
Und das Verheißen eines "neuen" Deutschen erkaltet schnell wieder in den Tiefen seiner Seele - und es bleibt zusammen, was zusammen gehört: hässlich und erfolgreich. Wie der Herr so' s G' scherr. Nur Jogi macht da Sorgen. Ganz abgesehen davon, dass er die Zeit, die er vor dem Spiegel seine Frisur hinsprayt - Strähnchen für Strähnchen - sinnvoller nutzen könnte – zum Beispiel auf dem Trainingsplatz. Sinngemäßes gilt auch für die tägliche Stunde Dampfbad, während der ihm sein Hemd auf den Oberkörper gedampft wird - faltenfrei. "So schön kann doch kein Mann sein....", weiß Gitte. Schon gar kein deutscher. Und ein erfolgreicher Deutscher Trainer schon überhaupt nicht. Bleibt Gott sei Dank seine Sprache. Die lässt mehr als hoffen.
Wenn jetzt noch unsere Fernsehtechniker so "hässlich" sein wollten, nach den Wuwuzelas auch diese Affenkälte aus den Übertragungen aus Südafrika herauszufiltern, kämen wir auch schnell wieder aus unseren Pullis raus.
Doch egal wie' s kommt, wir sollten es weiter mit Gitte halten: "....dass ich ihm lange nachwein!" Wem oder was auch immer.
Samstag, 19. Juni 2010
Freitag, 18. Juni 2010
Weltmeisterschaft: mauern statt häkeln!
Forscher haben jetzt der spanischen Mannschaft den Gewinn der Europameisterschaft 2008 vorausgesagt. Diese Prognose ergäbe sich zwangsläufig aus der Auswertung der Netzwerkdaten: Die Mannschaft mit den meisten Ballkontakten dominiert den Gegner - die Mannschaft mit den meisten Toren, gewinnt das Turnier. - So ein ausgemachter Unsinn: Italien wurde mit drei Turnier-Toren Weltmeister, lass es vier gewesen sein. Das ist die Hälfte von dem, was Holland in den ersten zwei Spielen geschossen hat. Und die haben sich die zweite Hälfte des Turniers von zu hause aus angesehen. Netzwerk, lächerlich: Wer ein Weltmeister werden will, mauert , was das Zeug hält, und häkelt nicht. Und was mal aussieht wie gehäkelt , ist ein klassisches italienisches Foul, das man bei allen anderen pfeifen würde.
So geht Fußball.
Und so zeichnet sich eine ganz neue Entwicklung in der Wissenschaft ab: Prognosen sind riskant – auch wenn sie sich auf die Vergangenheit beziehen. Spiele kippen nun mal, Ergebnisse stellen Verläufe auf den Kopf. Ein Fehler kann das Spiel entscheiden. Der Schiedsrichter verpfeift es, die Italiener machen ihren Titel wie immer auf dem Weg durch die Instanzen klar. Oder der Spieler der Elfenbeinküste, den sie ihren Stürmer nennen, weil er immer ganz vorne rumsteht, kriegt den Kopf nicht schnell genug weg, und so nimmt der Siegtreffer seinen unaufhaltsamen Lauf – oder war das Burkina Faso? Oder was war mit dem Platzfehler, der den englischen Keeper zum Deppen seiner Nation macht und seine Mannschaft vielleicht aus dem Turnier wirft?
Dafür lieben wir Fußball.
Und Spanien ist raus – zumindest aus der Wertung (der Herzen), denn wer gegen die Schweiz verliert, darf kein Weltmeister werden, das wäre unanständig. Vielleicht doch noch ein Wort zur deutschen Mannschaft – und das (riskant, riskant) fünf Stunden vor ihrem zweiten Spiel: Die haben gegen Australien gewonnen, standesgemäß. Mehr war nicht. Mit vier Toren, weil weniger gegen drittklassige Australier, die dafür ganz gut Hockey spielen sollen, nicht geht. Das sind aber mehr Tore, als Italien für ein ganzes (erfolgreiches, wohlgemerkt) Turnier braucht. Also. Hoffentlich haben sie (wir) nicht schon ihr (unser) ganzes Pulver verschossen? Fragt ein ängstlicher Fan. Aber Jogi hat die Daten der Wissenschaftler längst auf dem Tisch. Und trotzdem - er greift lieber auf eine Erfahrung zurück, die er seiner Mutter zu verdanken hat, und die ihn seit seiner Kindheit noch nie betrogen hat: mit Nivea flutschst.
So geht Fußball.
Und so zeichnet sich eine ganz neue Entwicklung in der Wissenschaft ab: Prognosen sind riskant – auch wenn sie sich auf die Vergangenheit beziehen. Spiele kippen nun mal, Ergebnisse stellen Verläufe auf den Kopf. Ein Fehler kann das Spiel entscheiden. Der Schiedsrichter verpfeift es, die Italiener machen ihren Titel wie immer auf dem Weg durch die Instanzen klar. Oder der Spieler der Elfenbeinküste, den sie ihren Stürmer nennen, weil er immer ganz vorne rumsteht, kriegt den Kopf nicht schnell genug weg, und so nimmt der Siegtreffer seinen unaufhaltsamen Lauf – oder war das Burkina Faso? Oder was war mit dem Platzfehler, der den englischen Keeper zum Deppen seiner Nation macht und seine Mannschaft vielleicht aus dem Turnier wirft?
Dafür lieben wir Fußball.
Und Spanien ist raus – zumindest aus der Wertung (der Herzen), denn wer gegen die Schweiz verliert, darf kein Weltmeister werden, das wäre unanständig. Vielleicht doch noch ein Wort zur deutschen Mannschaft – und das (riskant, riskant) fünf Stunden vor ihrem zweiten Spiel: Die haben gegen Australien gewonnen, standesgemäß. Mehr war nicht. Mit vier Toren, weil weniger gegen drittklassige Australier, die dafür ganz gut Hockey spielen sollen, nicht geht. Das sind aber mehr Tore, als Italien für ein ganzes (erfolgreiches, wohlgemerkt) Turnier braucht. Also. Hoffentlich haben sie (wir) nicht schon ihr (unser) ganzes Pulver verschossen? Fragt ein ängstlicher Fan. Aber Jogi hat die Daten der Wissenschaftler längst auf dem Tisch. Und trotzdem - er greift lieber auf eine Erfahrung zurück, die er seiner Mutter zu verdanken hat, und die ihn seit seiner Kindheit noch nie betrogen hat: mit Nivea flutschst.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Deutschland wird Miss World
Dass Deutschland immer noch keine Bananenrepublik ist - obwohl dies Angies sehnlichster Wunsch ist - seit ihrer freudlosen Kindheit - und deshalb inzwischen Chefsache, bringt uns jetzt vielleicht um die Weltmeisterschaft. Denn das nächste Spiel findet in der Mittagspause statt. Und die ist tariflich abgesichert, es sei denn, es wäre wirklich a l l e s schon Banane. Deshalb die Befürchtung: Die laufen erst gar nicht auf. Und wenn doch, weil versteckte Klauseln in ihren Profiverträgen dies fordern, müsste der Schiedsrichter sie sofort vom Platz stellen, weil, wer nackt aufläuft, nicht über den grünen Rasen flitzen darf. Aber was bliebe ihnen schon anderes übrig: Der Tross der Zeugwarts, Schuhputzer, Hemdenbügler, Masseure und persönlichen Kammerzofen hat mit dem DFB sicherlich keine Profiverträge - und die Gewerkschaft deshalb ihren Daumen drauf. Die Frage, ob nicht ausnahmsweise die Spielerfrauen.... Lächerlich, da überhaupt weiterzudenken. Fanclubs? - Nicht einmal deren Frauen? Die Serben, ist schnell durchgesickert, werden antreten, weil jeder, der es nicht tut, der Fahnenflucht bezichtigt würde, und Kriegsverbrecher seit einiger Zeit direkt nach Den Haag gekarrt werden - auf Staatskosten. Blieben nur noch Jogi Löw und Oliver Bierhoff. Doch die winken schnell ab. Jogi Löw könnte zwar von seinen 150 mitgebrachten maßgeschneiderten Bosshemden elf durchaus abtreten, und Oliver wäre bereit, den Spielern eine Frisur nach seinem Geschmack hinzufönen, aber wie weiter? -
Dann aber doch noch der erlösende Anruf: "Dräöner, Dräöner, isch gomme." Er wäre auf dem Weg und seine gesamte persönliche Cheerleader-Gruppe mit an Bord. Deren Trikots könnten sie haben. Jogi: "Welche Farbe?" "Schwarz, rot, gold - längsgestreift." - "Passt! Größe?" "Elaste-Stoff, Dräöner - ja, Stretch, schöne enganliegende Bodies mit Körbchengröße B - und blickdichte Strumpfhosen."
Deutschland wird Weltmeister - und Miss World.
Dann aber doch noch der erlösende Anruf: "Dräöner, Dräöner, isch gomme." Er wäre auf dem Weg und seine gesamte persönliche Cheerleader-Gruppe mit an Bord. Deren Trikots könnten sie haben. Jogi: "Welche Farbe?" "Schwarz, rot, gold - längsgestreift." - "Passt! Größe?" "Elaste-Stoff, Dräöner - ja, Stretch, schöne enganliegende Bodies mit Körbchengröße B - und blickdichte Strumpfhosen."
Deutschland wird Weltmeister - und Miss World.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Weltuntergang: Glotzer träumen vom Fußball
Eilantrag der Fernsehsender der Welt an die Fifa: Die Tore sollen breiter werden - mindestens Strafraumbreite. Denn die Zuschauer sehen keine Werbung mehr! Dies konterkariere aber den Sinn des Fernsehens und bedeute Kulturverlust erschreckenden Ausmaßes. Eine Todesspirale: Weil keine Tore fallen, schmeckt das Bier nicht, selbst die Feuerchips schmecken fad, die Ermüdung des beharrlich vor der Glotze Ausharrenden drückt ihm die Augen zu. Resultat: Jogi und Nivea ziehen nicht mehr ein. Uwe Seeler vereinsamt beim Discounter seines Vertrauens.
Sollte die erste geforderte Maßnahme nicht zu mehr Toren führen, muss in einem weiteren Schritt ein zweiter Ball aufs Feld. Denkbar wäre auch ein Elfmeter-Schießen - alle 15 Minuten.
Zeigten sich die Fußballer und ihre Trainer immer noch uneinsichtig und würden weiterhin nicht den direkten Weg zum Tor wenigstens suchen, erst dann müssten sie mit Plan B rechnen: Fußball nach Drehbuch. Jeder Spieler erhält sein Exemplar zur Bettlektüre für die Nacht vor dem Spiel. Auf dem Spielfeld wird dann Szene für Szene abgedreht und so lange wiederholt, bis sie "im Kasten" ist. Werbeblocks nach jeder Szene! Nur so ist der Fußball noch zu retten - und die Welt. Ein Drehbuch für die Ölkatastrophe liegt schon in der Schublade von "Universal" und wartet - bis die Menschheit reif dafür ist.
Sollte die erste geforderte Maßnahme nicht zu mehr Toren führen, muss in einem weiteren Schritt ein zweiter Ball aufs Feld. Denkbar wäre auch ein Elfmeter-Schießen - alle 15 Minuten.
Zeigten sich die Fußballer und ihre Trainer immer noch uneinsichtig und würden weiterhin nicht den direkten Weg zum Tor wenigstens suchen, erst dann müssten sie mit Plan B rechnen: Fußball nach Drehbuch. Jeder Spieler erhält sein Exemplar zur Bettlektüre für die Nacht vor dem Spiel. Auf dem Spielfeld wird dann Szene für Szene abgedreht und so lange wiederholt, bis sie "im Kasten" ist. Werbeblocks nach jeder Szene! Nur so ist der Fußball noch zu retten - und die Welt. Ein Drehbuch für die Ölkatastrophe liegt schon in der Schublade von "Universal" und wartet - bis die Menschheit reif dafür ist.
Dienstag, 15. Juni 2010
Kauft Autobahnbrücken - rettet Deutschland!
Die Infrastruktur verrottet. In Griechenland? Nein, in Deutschland. Greif mal einem armen Mann in die Tasche - und fahr mal einem armen Mann über die Straßen, aber vorsichtig: Fühlt sich beides krümelig an und irgendwie auch von innen nach außen gekehrt. Trotzdem: Kehren wäre kontraproduktiv, denn die Straße braucht den Split, um nicht völlig auseinander zu fallen. Vom Winde verweht, nichts lässt sich mehr aufhalten,obwohl Ramsauer um jeden Quadratzentimeter seiner Trüffelgründe kämpft. Ein neuer Maßnahmenkatalog soll richten, was leere Kassen nicht mehr können. Mit Patenschaften für Schlaglöcher geht es los. Doch Achtung: Wer jetzt gleich spenden möchte, sollte im Kleingedruckten nachlesen, ob dies nicht zu voreilig ist. Denn Hege und Pflege beinhaltet diese aktive Patenschaft. Bepflanzen ist Pflicht. Zumindest Stiefmütterchen müssen rein, noch besser Rosenstöcke. Wer mehrere benachbarte Löcher erwirbt, muss Spaliere bauen, darf Parkbänke aufstellen. Die Durchreisenden werden es dankbar annehmen.
Schon sind ganze Fahrstreifen - bis zu fünf Kilometer raus aus den Ortschaften - als Schrebergarten-Siedlungen ausgewiesen worden. Nach dem Motto "Allein Land bleibt!" sollen die Deutschen ihr Vermögen umschaufeln.
Alles ist inzwischen im Angebot.
Etwa Autobahnbrücken. Sie sind der letzte Schrei bei jungen Familien. Winke-Winke-Kindergeburtstage erfreuen nicht nur die Partygäste sondern auch die darunter Durchrasenden.
Und deutschlandweit hat man das Gefühl, dass mehr Achtsamkeit im Verkehr die Menschen wieder näher zusammenbringt.
Schon sind ganze Fahrstreifen - bis zu fünf Kilometer raus aus den Ortschaften - als Schrebergarten-Siedlungen ausgewiesen worden. Nach dem Motto "Allein Land bleibt!" sollen die Deutschen ihr Vermögen umschaufeln.
Alles ist inzwischen im Angebot.
Etwa Autobahnbrücken. Sie sind der letzte Schrei bei jungen Familien. Winke-Winke-Kindergeburtstage erfreuen nicht nur die Partygäste sondern auch die darunter Durchrasenden.
Und deutschlandweit hat man das Gefühl, dass mehr Achtsamkeit im Verkehr die Menschen wieder näher zusammenbringt.
Montag, 14. Juni 2010
Wer ist hier der Boss?
Merkel beneidet Jogi Löw - und schmollt: So könnte ich das auch! "Alles hört auf mein Kommando." Von diesem Satz träumen "die da oben" nachts. Er zaubert ein verzaubertes Lächeln auf ihre schlafenden Gesichter - und lässt sie aussehen wie Jogi, nachdem auch der dritte seiner Männer, die außer ihm keiner wollte, getroffen hatte.
Und Merkel? Sie hat diese Gurkentruppe am Hals und den Blutgrätsche-Block aus München. Diese ballverliebten auf-der-Stelle-Trippler aus dem Süden spielen alle nur für die Galerie, stöhnt ihre Trainerin. Und bringen Sie mal einer Gurke eine Bananenflanke bei. So kann das nichts werden - und inzwischen wissen es alle.
Kann Jogi noch helfen? Merkel würde sich das einiges kosten lassen, und es würde sich ja schließlich auszahlen. Wie das Foul an Ballack, dem Kopf der Mannschaft, der nach Jogis Geschmack wohl ein bisschen zu "eigen" war.
Doch an einer zwingend notwendigen Maßnahme wird Merkel schwer zu kauen haben - wie damals Beckenbauer schon und Jogi bestimmt auch: Spielertrainer, das war einmal! Und wer den Ball nicht trifft, der hat auf dem Spielfeld nichts verloren - auch wenn er der Boss ist - und Physiker, der auf eine Kreidetafel malen könnte, was dabei passiert - und mehr: seine Flugbahn berechnen könnte und die Stelle, wo er einschlägt.
Rechnen allein bringt also nicht den Sieg. Und trotzdem, Frau Merkel: Rechnen Sie mal mit dem Schlimmsten.
Und Merkel? Sie hat diese Gurkentruppe am Hals und den Blutgrätsche-Block aus München. Diese ballverliebten auf-der-Stelle-Trippler aus dem Süden spielen alle nur für die Galerie, stöhnt ihre Trainerin. Und bringen Sie mal einer Gurke eine Bananenflanke bei. So kann das nichts werden - und inzwischen wissen es alle.
Kann Jogi noch helfen? Merkel würde sich das einiges kosten lassen, und es würde sich ja schließlich auszahlen. Wie das Foul an Ballack, dem Kopf der Mannschaft, der nach Jogis Geschmack wohl ein bisschen zu "eigen" war.
Doch an einer zwingend notwendigen Maßnahme wird Merkel schwer zu kauen haben - wie damals Beckenbauer schon und Jogi bestimmt auch: Spielertrainer, das war einmal! Und wer den Ball nicht trifft, der hat auf dem Spielfeld nichts verloren - auch wenn er der Boss ist - und Physiker, der auf eine Kreidetafel malen könnte, was dabei passiert - und mehr: seine Flugbahn berechnen könnte und die Stelle, wo er einschlägt.
Rechnen allein bringt also nicht den Sieg. Und trotzdem, Frau Merkel: Rechnen Sie mal mit dem Schlimmsten.
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