Mittwoch, 5. Mai 2010

Jürgen Drews hungert

Als Prahlad Jani elf Jahre alt war, verriet er es seiner Mutter: „Mama, ich habe mich noch nie gewaschen.“ Und seine Mutter wusste, dass es wahr war und spürte damals schon, dass mehr in ihrem Sohn steckte. Und wirklich. Schon 20 Jahre später kam das nächste Geständnis: „Mama, ich habe noch nie mein Kinderzimmer aufgeräumt – und trotzdem sitzt meine Wäsche immer frisch gewaschen und gebügelt im Schrank. Ich glaube, ich bin ein Yogi.“ „Du b i s t ein Yogi“, strahlte seine Mutter, aber das Ziehen im Lendenwirbelbereich – vom vielen Bügeln - bewies ihr, dass sie kein Yogi war. „Ab sofort werde ich hungern, um ein ganz großer Yogi zu werden.“ Seine Mutter aber war eine kluge Frau und wusste deshalb, dem Manne muss geholfen werden, besorgte sich Äther, schlich nächtens ins Kinderzimmer des Erleuchteten, betäubte ihn und gab ihm die Brust. Später tauschte sie den Äther gegen Lachgas, und die Menschen wurden aufmerksam auf den neuen Gott, den sie bald „den Albernen“ nannten. Als ihm dann später seine Mutter mit Flüssig-Ecstasy die Sinne vernebelte und er von dicken Titten anfing zu träumen, nannten sie ihn „den Entzückten“. Aber wieder ging die weise Mutter mit der Zeit und brachte ihren Sohn schnell mit der die Sinne vernebelnden Wirkung des Privatfernsehens in Kontakt. Während er lallend vor Freude ganz in Sendungen wie „Indien sucht sein Supermodel“ aufging, stärkte ihn die mütterliche Milch aus ihren nie versiegen wollenden Quellen. Und die Mutter sah beruhigt in eine unabwendbare Zukunft. Denn schnell würde auch öffentlich-rechtliches Fernsehen versuchen, die Menschen zu narkotisieren, und die „Focusse“, „Welten“ und zuletzt die „Spiegel“ der Welt würden folgen.
Dann wäre die Welt endlich bereit für ihren Sohn. Und es kam schneller, als sie vermutete: Im (viel zu kalten) Frühjahr 2010 war es soweit. Und Genugtuung erfüllte ihr weites Herz. Wirkliche Dankbarkeit empfand sie aber nur einem Menschen gegenüber: Jürgen Drews. Er hatte ihr nach einem anstrengenden Konzert auf Mallorca sein Antlitz zur Verfügung gestellt - ungeschminkt. Endlich hatte ihr Söhnchen ein Gesicht.

Dienstag, 4. Mai 2010

Deutschland ist Weltmeister

Deutschland im Endspiel! Alles läuft wie immer. Doch der Gegner kommt. Unsere Hintermannschaft will decken. Da! Ein Zeichen vom Spielfeldrand. Löw schließt Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis: Die deutsche Hintermannschaft trägt die Gleitcreme for Men aus dem Hause Nivea auf – und deckt, deckt, dass es eine wahre Freude ist. Endlich flutscht das mal bei den Deutschen und ist nicht mehr dieser hölzerne Stil. Und das Intimspray aus dem Hause Nivea hält dabei den Strafraum sauber.
Jetzt Deutschland im Angriff. Bloß keine gefährlichen Nachlässigkeiten, noch einmal Haaröl aus dem Hause Nivea einmassiert und die Gesichtscreme. Denn glatt und faltenfrei soll der Ball laufen. Aber was war das denn? Der gegnerische Verteidiger haucht Schweinsteiger an. Das war „schlechter Atem“! "Schlechter Atem" im Strafraum.
Das ist ein klarer Elfmeter! Der Schiedrichter hats gerochen und pfeift!
Podolski greift sich den Ball. Ja, was macht er denn jetzt? Er cremt ihn ein - mit Nivea aus der blauen Arschtaschen-Dose für Hochleistungssportler! Ist das regelkonform? Der Schiedsrichter zuckt mit den Achseln, erinnert sich aber an die Hauptregel des Fußballs, die alle anderen Regeln zwingt: Fußball ist ein Spiel mit elf Mann, und am Ende gewinnt Deutschland. Der Kölner Jung legt sich den Ball zurecht. Jetzt Konzentration! Es ist nicht einfach, so ein klitschiges Ding zu treten. Jogi Löw muss Achselspray nachlegen, was die Kameras nicht einfangen. Aber der aufmerksame dritte Mann der Fifa zählt mit. Viermal pro Halbzeit ist erlaubt: Alles in trockenen Tüchern! Podolski läuft an - Löw drückt heimlich die Daumen, denn er als Schwabe weiß: „Wir können alles außer Fußball.“ – er schießt - mein Gott, direkt auf den Mann. Der kann ihn nicht halten, muss ihn schlucken. Warum deckt niemand seinen Rückraum? Da ist er wieder, wie ein Zäpfchen schießt er aus den prallen Arschbacken. - Toooor, Tooor, Deutschland ist Weltmeister.

Montag, 3. Mai 2010

Nur noch Johann Lafer kanns richten

In Spermaproben von Männern der führenden Industrienationen herrscht ein Treiben wie auf dem Chikagoer Hauptfriedhof um Mitternacht. Tienen cojones? Was nützt ein „ja“ – selbst im überzeugtesten Brustton? Goethe kann entschieden weiterhelfen, wie so oft: „Form ohne Inhalt zwingt nicht, es klingelt aber klingt nicht“. Und Es ist, wie fast immer, eine letztgültige Antwort – wie fest gemauert in der Erden - nicht ganz ohne die Mitarbeit seines Dichterfreundes, aber dies nur nebenbei. Wieder geht es um die Glöckchenträger, über die an anderer Stelle in diesem Blog schon berichtet wurde. Und gleich vorweg: Es geht um ihre Rehabilitierung. Forscher haben diesmal nämlich nicht mehr nur im Sperma gerührt wie in einem Kaffeesatz, um dort wieder nur zu enge Hosen, Fahrradsättel, Saunagänge, Enthaltsamkeit und Übergewicht herauszulesen. Nein, ihr Blick ging tiefer, und schon war aus dem bösartigen Selbstverstümmler, der bislang die berechtigten Zweifel am Fortbestand der menschlichen Rasse zu verantworten glaubte, das tragische Opfer geworden. Und Schuld ist die Frau. Und zwar die Frau, der er wie keiner zweiten im Leben vertraute. Seine Mutter. Nein, es geht nicht um jene Mütter, die ihre Buben mit Puppen spielen lassen, sie in rosa Hemdchen stecken, sie zwingen „die Kinder von Bullerbü“ zu lesen und sie von der Nachbarstochter fernhalten. Die beinharten Mütter sind es, die kettenrauchend durch die Schwangerschaft ziehen und sich jeden Tag ein Steak in die Pfanne hauen. Sie sind es, die ihre Söhnchen damit in die Pfanne hauen. Das Trinkwasser mit Antibabypillen-Geschmack gibt ihnen dann nur noch den Rest. Und weil alles schon in die Pfanne gehauen ist, gibt es keinen mehr, der helfen könnte. Kein Kolumbus, kein Osterhase. Nur noch Johann Lafer. Der empfiehlt einen Hauch Muskatnuss und reichlich Petersilie. Da steht er drauf.

Sonntag, 2. Mai 2010

Männer, lasst eure Handtaschen endlich leben!

Das Humankapital ist out - wie die Kirche, die es 2000 Jahre mit Feuer und Schwert tief in Seelen verankert hat: Gottesfürchtigkeit, Demut, sexuelle Enthaltsamkeit, Vermehrungswille, starken Geist - eiserne Beherrschung des schwachen Fleisches, dann das mit dem "im Schweiße deines Angesichtes sollst du..." und das "mache dir die Welt Untertan".
In ist dagegen zunehmend das erotisch-sexuelle Kapital. Nur so lässt sich der rasante Aufstieg von Angela Merkel erklären, und warum dieses Jahrhundert das Jahrhundert der Frauen wird. Erotisch und sexuell anziehend, das sind nun mal die Frauen. Und solange Männer bei diesem Thema nur an Schwanzverlängerung - mit tiefer gelegten 350 PS - denken, wird dies auch so bleiben. Und so können nur Frauen dieses erotische Kapital sowohl auf dem Heirats- als auch auf dem Arbeitsmarkt einsetzen, d i e beiden Säulen ihres sozialen Aufstiegs. Männern ist dies verwehrt. Bislang. Hier muss Abhilfe geschaffen werden. VHS-Hochschlaf-Kurse für Männer wäre der passende Einstieg. Danach die Königinnen-Disziplin: Sie wird aber für kleines Geld von engagagierten VHS-Laien nicht zu haben sein. Nur in Wellnesstempeln durch hochspezialisierte Fachleute verschiedenster Disziplinen, unter Federführung begnadeter Schönheitschirurgen, eingeübte ganzheitlich angelegte Therapieformen können den männlichen Körper in einem langwierigen Prozess in eine selbständige Ausdrucksform und so in eine sinnliche Waffe verwandeln. Nur in einem solchen Körper kann dann hymnisch angelegt sein, was ansonsten unglaubwürdig, weil resonanzlos, bleiben müsste: "Ich bin kein Mann für eine Nacht." Dieser Satz muss die Brustwarzen zum Erstarren und auf die Haut ein goldenes warmes Leuchten bringen. Die kleinen Schwestern dieses Satzes können dann in weiteren Wochenendkursen in Fleisch und Blut übergehen: "Nur ansehen, nicht berühren" - "Lass es uns langsam angehen." - "Lass es uns mit einem Trauschein legitimieren." "Ich möchte Kinder mit dir." (Dieser Satz sollte ganz besonders behutsam in das eigene Anschaungs-Portfolio integriert werden, denn hier sind die stärksten Widerstände zu erwarten.)
Lange wurde vermutet - auch in Wissenschaftskreisen, dass aufgrund seiner Intelligenz, seiner Bildung und seiner tiefen Moral der Mann sich in diesem Punkt grundsätzlich selbst im Weg stehen würde. Weibliche Aufmunterung kann da wahre Wunder bewirken: "Dann legen Sie sich doch!"
Auch Blondinen mussten und müssen da durch, sagt frau, denn auch sie könnten es sich im Leben schließlich nicht immer aussuchen - und die wenigsten von ihnen seien wirklich n u r schön.
Noch eine bittere Pille zum Schluss: Immer einzunehmen, wenn die Karte "Habe Migräne" ausgespielt werden soll. Die Pille ist dabei ein absolutes Muss, weil der hocherotisch-sinnliche Körper eine nur vorgetäuschte Migräne nicht glaubhaft darstellen kann. Diese Pillen gehören deshalb ab sofort ins Handtäschchen. Ja, auch Männer sollten ohne nicht mehr aus dem Haus gehen. Und in einem allerletzten Kurs zeigt dann ein durchgeknallter schwuler Schwarzer, wie auch ein Mann seine Handtasche zum Leben erwecken kann.

Samstag, 1. Mai 2010

wenn mir das Kondom platzt

Heute morgen an einem Frühstückstisch irgendwo in Deutschland. Die 13jährige Tochter: "Mama, wenn aber das Kondom platzt?" "Das platzt nicht. Oder Peter, was meinst du?" - "Ja was jetzt, Papa", drängelt die Tochter. Papa sieht von der Zeitung auf, in der andere Männer ihm von ihren Anstrengungen berichten, die Welt ein Stück besser zu verlassen, als sie sie vorgefunden haben, etwas unkonzentriert: "Das platzt nicht, weil es nicht platzen kann. Jedes Kondom wird so weit aufgeblasen, bis der Kölner Dom reinpasst, und erst wenn der Mann oben auf dem Domturm mit einer Nadel der DIN-Norm K hoch 2 nicht durch die Latexhülle über ihm stechen kann, kommt dieses Kondom in die engere Wahl, wird nach Afrika verschickt und muss dort bei drei Geschlechtsakten einheimischer und freiwilliger Paare seinen Mann stehen. Nach einer Inkubationszeit von 15 Wochen werden die Probanten getestet und bei negativem Ergebnis das Kondom mit einem Stempel zertifiziert. So ein Sicherheitsteil rollst du seitdem jede Nacht deinen Saschas über." Die frühgeübte Tochter ist beeindruckt aber noch nicht überzeugt. "Aber wenn es dann doch platzt, was dann?" Jetzt schaltet die Mutter wieder auf fachkopetent: "Dann gibt es die "Pille danach" - und wenn garnix mehr hilft, dann hilft am Ende Dr. Räumaus, Schatz."
Die Tochter ist beruhigt und wechselt das Thema, ganz aufmerksame Tochter. "Papa, was steht heute eigentlich so Spannendes in der Zeitung?" "Wie fasse ich das jetzt am besten zusammen. - Vielleicht so: Da hatten ein paar durchgeknallte BP-Leute ungeschützten Verkehr und suchen jetzt einen Dr. Räumaus."

Freitag, 30. April 2010

Leuchturm Merkel, erleuchte uns!

Unsichere Zeiten. Das Lachen könnte es einem verhageln. „Doch wenn Du glaubst, es geht nicht mehr….“. - Unsere Erdmutter, unser Leuchtturm durch dunkle Zeiten zeigt uns, wo´s lang geht:
1. Jeder, der Kuba noch einmal sehen will und schon über 50 Jahre alt ist, sollte jetzt noch schnell buchen.
2. Jeder der an Stränden Floridas lustwandeln will, sollte…siehe Punkt 1.
3. Jeder, der auf einer griechischen Insel Sirtaki tanzen möchte, sollte die Insel jetzt kaufen.
4. Jeder, der zu jeder Zeit sicher an sein Geld kommen will, sollte es selber drucken und im Fahrradkeller aufbewahren.
5. Jeder der einen Schwulen als Außenminister noch einmal hautnah erleben will, sollte noch vor der Nordrhein-Westfalen-Wahl auf eine seiner Maschinen buchen.
6. Jeder, der am 1. Mai grillen möchte, sollte sich vorsichtshalber warm anziehen.

Zu Punkt 1. und 2.: Nur Sardinen werden sich ab dem 1. Juli dort noch wohl fühlen
Zu Punkt 3.: Sonst tanzt man dort ab Juli Kasatschok.
Zu Punkt 4.: Weil die Banken die EU-Krise mitfinanzieren sollen. Dazu nehmen sie das einzige Geld, das sie haben. Eingezahltes Geld.
Zu Punkt 5.: Lufthansa fliegt grundsätzlich nur bei über 5 Prozent Auslastung.
Zu Punkt 6.: Nichts am Wetter ist sicher, solange Kachelmann nur den einen Teil seines „Doppellebens“ lebt.
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