12 Prozent Wachstum. Chinas Konsum könnte die Welt retten. Doch schon droht dort Überhitzung. Denn Deutschland liefert inzwischen seine komplette Feuersenf-Produktion dort hin. Das Geheimnis des deutschen Exporterfolgs: Chinesische Augen können nicht weinen. "Liegt an den Druckverhältnissen", erklärt der zuständige Sachbearbeiter der Vereinigten Senfindustrie, ein Ingenieur für Schlitzventile und Trosselklappen. - Die für die globale Erwärmung gefährliche Entwicklung kann nur noch ein joint venture von Liebherr und Bosch in den Griff kriegen. Eine Million Kühlschränke sollen noch im ersten Halbjahr nach China geliefert werden, ohne Türen. Nur so brächten sie den gewünschten Erfolg. Bis dahin ist es Chinesen bei Strafe verboten, nach Feuersenfgenuss mit offenem Mund zu hecheln.
Dem Ausland drohen Einfuhrverbote, wenn die Kühlschränke versagen sollten. Auf dem Spiel steht selbst das Fundament der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen: der Feuersalamander aus Bayern im Tausch gegen die Seegurke aus dem chinesischen Meer. Ein Stück Kultur, das verloren ginge - nur noch getoppt durch den Fall Mecklenburg-Vorpommern. Hier droht der Totalverlust des erst vor 20 Jahren wiederentdeckten Nationalgerichtes: MacChilly rot-weiß.
Dienstag, 6. April 2010
Montag, 5. April 2010
Frohe Ostern
Politiker-Mikado: Wer sich bewegt verliert. Und zwar die Wahl. Josef Schlarmann, Mittelstandschef bei der CDU verwünscht den unmotivierten Aktionismus seiner Kanzlerin. Es ist aber auch ärgerlich. Nehmen wir die Bankenkrise: Da sitzt sie handgeschlagene zwei Jahre wie das Kaninchen vor der Schlange und zittert: "Friss mich nicht, friss mich nicht", und vor Rührung zieht ihr die Schlange nur das Fell über die Ohren. Der kampferprobte Politfunktionär Schlarmann: "Mein Gott, als Vollblutpolitiker kennt man keine Scham, das muss er einfach aushalten können." Sie nicht. Sie spürt die Schwäche des Gegners und fordert ihr Fell zurück, wenigstens ein eichenblattgroßes Teilchen und nennt es Bankenabgabe. Das aber verschlägt jenen die Stimme, die glauben, wenigstens mit dem nackten Leben davongekommen zu sein. Meint die Gegenseite. Doch sie merkelt: Da geht was! Mindestlohn für Pflegeberufe, zack - Preisverhandlungen bei Neumedikamenten, zack. Zwei weitere Stiche - für ihr Dekolleté.
Und der Triumphschrei unserer Erdmutter wird zum Schlachtruf: "Zieht Euch warm an!" Und segnet damit uns und den Erdkreis. - Frohe Ostern!
Und der Triumphschrei unserer Erdmutter wird zum Schlachtruf: "Zieht Euch warm an!" Und segnet damit uns und den Erdkreis. - Frohe Ostern!
Sonntag, 4. April 2010
Schulsystem in starken Armen
Meldung vom Ostersonntag 2010: 80 Prozent der Deutschen glauben, dass die Ausbildung ihrer Kinder in ihren eigenen Händen am besten aufgehoben ist. Wo ist da die News?, fragt sich der verzweifelte Beobachter. Die haben sie doch im letzten Jahrtausend schon den Lehrern aus den Händen gerissen. In der gleichen Weise aber wie ein Arbeiter, der einen Besen in die Hand nimmt, zunächst nur ein Denkmal ist, erstarrte auch das Ansinnen der Eltern sofort in dumpfer Bewegungslosigkeit. Mit "Denk mal!" allein ist auf dieser Welt noch kein Staub der Jahrhunderte hinweggefegt worden.
Und so stehen wir im neuen Jahrtausend vor der lange schon angedachten Proletarisierung unseres Schulsystems nach dem alt bewährten Motto: "Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." - Und der letzte, der geht, macht das Licht aus!
Und so stehen wir im neuen Jahrtausend vor der lange schon angedachten Proletarisierung unseres Schulsystems nach dem alt bewährten Motto: "Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." - Und der letzte, der geht, macht das Licht aus!
Samstag, 3. April 2010
Schröder auf Abwegen?
War er oder war er nicht? Eigentlich war Schröder ja immer für eine schlechte Schlagzeile gut. Neben der Bischöfin bei ihrer Promilletour quer durch seine Heimatstadt! Das wär so richtig hartzig, ganz nach seinem Geschmack: "Ho mir ma ne Flasche Bier, ne Flasche Bier", das war und ist sein Ding. Zweifellos.
Schon aber kontert der ehemalige Berufspolitiker mit Juristerei als Nebenbeschäftigung wieder mit Unterlassungsklage. Was könnte diesesmal vertuscht werden sollen, die Sitzordnung bei der Spritztour? - oder seine Haare, wieder einmal? War etwa die Tönung zu lange drauf und die beiden in geheimer Mission unterwegs zum Figaro? Oder war es wieder nur eine der vielen Selbstbeweihräucherungen des Gasprom-Mannes - und er ließ die nachtleeren Straßen Hannovers mal wieder wissen: "Ich gebe Gas!" Und stieß da der Bischöfin vielleicht der Messwein sauer auf - ob soviel Blasphemie? Eine Kirchenfrau musste hier einfach Fahne zeigen. "Ich auch, ich auch!", frohlockte sie deshalb durchs schnell herunter gekurbelte Seitenfenster - und trat durch, erfüllt von göttlichem Spirit.Ja, so macht das alles einen tieferen Sinn.
Schon aber kontert der ehemalige Berufspolitiker mit Juristerei als Nebenbeschäftigung wieder mit Unterlassungsklage. Was könnte diesesmal vertuscht werden sollen, die Sitzordnung bei der Spritztour? - oder seine Haare, wieder einmal? War etwa die Tönung zu lange drauf und die beiden in geheimer Mission unterwegs zum Figaro? Oder war es wieder nur eine der vielen Selbstbeweihräucherungen des Gasprom-Mannes - und er ließ die nachtleeren Straßen Hannovers mal wieder wissen: "Ich gebe Gas!" Und stieß da der Bischöfin vielleicht der Messwein sauer auf - ob soviel Blasphemie? Eine Kirchenfrau musste hier einfach Fahne zeigen. "Ich auch, ich auch!", frohlockte sie deshalb durchs schnell herunter gekurbelte Seitenfenster - und trat durch, erfüllt von göttlichem Spirit.Ja, so macht das alles einen tieferen Sinn.
Freitag, 2. April 2010
Deutschland glücklich mit Kohl?
Es gebietet der Anstand. Auch zwischen Klassenfeinden: Merkel gratuliert dem großen Vorsitzenden Kohl zu seinem 80. Geburtstag. Und nur verschwiegene Insider wissen: Sie bedankt sich auch persönlich für das neue Leben, das er ihr ermöglicht hatte. Angefangen habe es, wie solche Geschichten immer anfangen: Dem Mann mit der Pfeife, der mit Frau und Kindern in Leipzig einst Urlaub machte, wurde die Jungfunktionärin Angela Merkel auf die Füße gestellt, bis er seine Pfeife in fruchtbarer sozialistischer Erde entweihte. Das Verhältnis vertiefte sich und sie wollte mit "rüber machen" und Kanzlerin werden. Selbst ein Kohl erkannte: hier besteht Handlungsbedarf. Er leitete Parteispenden in Millionenhöhe um, und gab sich das Ehrenwort, nie darüber zu reden. Sie aber kaufte damit die bankrotte DDR, verjagte Margot aus ihrem Ehebett und beerbte bald ihren zweiten Lover im Leben. Staatsratsvorsitzende Angela Merkel: Sie war endlich angekommen, irgendwie. Und Kohl blieb bis auf den heutigen Tag, was er für jeden 30jährigen schon immer war: Kanzler und Parteivorsitzender. So verlässlich und stabil wie unsere Währung: die D-Mark.
Doch halt, die Ge(s)chichte wollte es ganz anders: 1989 ließ die FDJ-Funktionärin für Propaganda Angela Merkel folgende Parole verbreiten: Wir sind ein Volk! Und schon 1 Jahr später kriegten Kohl und wir sie nicht mehr los.
Doch halt, die Ge(s)chichte wollte es ganz anders: 1989 ließ die FDJ-Funktionärin für Propaganda Angela Merkel folgende Parole verbreiten: Wir sind ein Volk! Und schon 1 Jahr später kriegten Kohl und wir sie nicht mehr los.
Donnerstag, 1. April 2010
Alle Jahre wieder
14 Pfund in 14 Tagen. Oppositionsführer Gabriel ist in seinen Osterurlaub zum Wolfgangsee aufgebrochen. Auf Anraten seines Arztes und Münteferings, der sich aus dem Sauerland zurückmeldet: „Üb schon mal!“, der Spruch so kernig wie der Menschenschlag aus dieser zugigen Ecke der Republik, „die Leute trauen es dir noch nicht zu - aber „sein Mädchen“ ist ja auch längst nicht mehr das, was sie mal war. Du hast das Zeug dazu, noch gewichtiger zu werden als er.“ Jetzt ist er ganz der wortgewaltige Stratege. „Riechst du es schon? Der Geruch männlicher Macht hat einen Namen: Moschus.“
„Hier riecht es überall nur nach Fisch“, murrt Gabriel.
„Dann greif mal auf deinen Rücken.
Der nächste Bundeskanzler kichert albern: „Das haben die mir damals beim Sonderturnen schon vergeblich versucht beizubringen“, zieht stattdessen seine Jacke aus und entdeckt dort einen Poisson d´avril. „Was`n das?“
Münte: „ Keine blasse Ahnung, hat Sarkosy Merkel angeheftet und die heimlich mir. Soll Glück bringen, aber man muss April, April dazu sagen, also sag ich: April, April!“
„Hier riecht es überall nur nach Fisch“, murrt Gabriel.
„Dann greif mal auf deinen Rücken.
Der nächste Bundeskanzler kichert albern: „Das haben die mir damals beim Sonderturnen schon vergeblich versucht beizubringen“, zieht stattdessen seine Jacke aus und entdeckt dort einen Poisson d´avril. „Was`n das?“
Münte: „ Keine blasse Ahnung, hat Sarkosy Merkel angeheftet und die heimlich mir. Soll Glück bringen, aber man muss April, April dazu sagen, also sag ich: April, April!“
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