Dienstag, 14. Dezember 2010

Ohne Steuer keine Salzstreuer

Das haben wir jetzt davon. Wir hätten die vielen Steuererleichterungen einfach nicht annehmen dürfen, die Senkung der Kfz-Steuer, die Marginalisierung der Steuer auf  Benzin und Diesel. Es waren Geschenke von schwachen Politikern ohne Verstand. Denn in Zeiten der Erderwärmung hätten diese zwingend mit  harten Wintern rechnen müssen, die uns seit letztem Jahr heimsuchen. MINUS 2 Grad! an einem 13. Dezember - und nicht weniger als fünf Zentimeter Neuschnee, und das zur Schlafenszeit. Hart hat es uns getroffen. Zu hart. Und keiner konnte im Voraus wirklich wissen, dass der Winter vor der Tür steht, klingelt und dann auch wirklich rein will. Deshalb trifft uns der Winter so unvorbereitet und mit leer geplünderten Kassen. Wir Autofahrer sollten uns schämen.
Aber wir sind einfach verwöhnt. Glauben immer noch , dass selbst bei diesen Ministeuern noch Salz drin ist im Preis. Zumindest für die ersten drei Wintertage. Dass man zur Arbeit kommt, auch wenn sich Gott so ungnädig gegen die Aufrechten verschwört hat.
Es gleitet uns aus der Hand. Zu groß waren die Aufgaben. Zu groß für Kartoffelkäfer-Koalitionäre. Und viel zu groß für die Kartoffelkäfer-Königin, die mit dem Faule-Eier-Legen gar nicht nachkommt, gar nicht nachkommen kann, weil sie unsere Kfz-Steuer nicht an Asse, Gorleben und Salzgitter überwiesen hat für Salzlieferungen, sondern an Banker aller europäischer Banken. Denn dort mussten dringend die neuen Firmen-Karossen bezahlt werden, ohne die solche Banker nicht von jenen Bankern zu unterscheiden wären, die im Winter unter einer "Bild-am-Sonntag" in einem idyllisch verschneiten Park zu überleben versuchen.

Montag, 13. Dezember 2010

die Beckhams im eigenen Krieg

Was kostet einmal Afghanistan und wieder zurück - mit der adligen Ehefrau. Und was kosten dort die drei bis vier Gespräche von Frau zu Frau vor laufender Kamera?

- ein reales Negativwachstum der Hartz-IV-Bezüge von 5 Euro
- ein weiterer Rettungsschirm in Milliardenhöhe
- eine nur schwer bezahlbare Steuererleichterung
 und völlig unausweichlich:
- eine Weihnachtsbotschaft und eine Neujahrsansprache.
Unterm Strich:
- wir sollten uns die  Beckhams der deutschen Politik einfach nicht mehr so viel kosten lassen:
Noch einen Hinflug - und dann Schluss!

Freitag, 10. Dezember 2010

Blauwale versauen Klima

9.12.2010: Blauwale beschleunigen Treibhauseffekt. Nur einmal mit dem Schwanz gewedelt verbraucht 2000 Kilokalorien. Damit kam ein Jan Ullrich einst den Mont Ventoux hoch und wieder runter, und in der Sahelzone überlebt eine Hirtenfamilie einen ganzen Tag mit weniger. 480.000.000 Kalorien schnappen die sich Wale mit einmal Einatmen. Und am Abend haben sie soviel vom Krill geklaut, dass für Inselbewohner nur noch die Knochen bleiben.

Dem soll Abhilfe geschaffen werden, und einzig darin waren sich die Leute auf dem Weltklima-Gipfel in Cancún schnell einig: Rettet die Meere - weg mit den Blauwalen.
Nur Vegetarier bleiben skeptisch: Sie essen nichts vom Krill - außer Folienkartoffeln. Aus Überzeugung und wegen der Benzpyrene. Das schade Fleischfressern. Und die Wale, die im vorletzten Jahrhundert noch "Rotwale" hießen, seien nur wegen dieser künstlichen Lebensmittelfarben blau geworden. Mit den auch bei Äppelwoi-Trinkern (Blauer Bock!) zu beobachtenden Folgen: Benommenheit, Orientierungslosigkeit. Weswegen sie an schattigen Stränden immer öfter ihren Rausch auszuschlafen versuchen. Was Tierschützer ( in den Augen rechter Veganer wahre Ernährungs-Spontis) mit allen Mitteln zu verhindern suchen - und völlig blaue Wale wieder ins Meer zurückzerren. Viele überleben das zwar nicht. Aber immer noch zu viele, um das Klima langfristig stabil halten zu können.
Eine Chance bliebe der Spezies aber noch: Komplette Nahrungsumstellung auf ungeklärte Exkremente der Spezies Homo sapiens - und deren Haushaltsmüll. Dritte-Welt-Länder, die darin große Erfahrung gesammelt haben, haben ihr Expertenwissen angeboten.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Ackermann, erlöse uns!

Die Schmidt-Tochter nimmt bei Plasberg mal wieder die Backen voll - qua Geburt selbsternannte Welterklärerin. Und unterstellt Politikern - ganz der weise Papa - völlige Ahnungslosigkeit.
Soweit keine Einwände.
Man solle das in die bewährten Hände der Fachleute legen.
Hää. Wie bitte? Lag es nicht genau dort? Bis die dann damit um sich geworfen haben, als könnte man es nachdrucken, wenn es ausgeht?
Das können die? Sachverstand fordere das sogar? Ohne Blase kein gesunder Mittelstrahl? Ohne Gier bliebe "Pretty Woman" eine Nutte? Oder wie der Sachse meint: Ohne Bonis keine Reitschule, denn das Leben sei nun mal kein Bonihof?
Und schließlich hätten wir ja die Wahl: Steigbügelhalter oder Scherenhalter, will you? (oder wie die papakluge Hanseatin sagt: Shareholder value).
Oder du wirst gleich Ackermann, dann schert dich fast gar nix mehr und hast die langen Finger doch überall drin.
Den schert nur noch, wenn wir ihn verantwortlich machen für sein Tun, weil wir päpstlicher seien als der Papst und seine religiösen Gefühle mit Füßen treten würden. Schließlich könnten nur die, die nicht wissen was sie tun, den bitteren Kelch füllen - und nur der bringe Erlösung.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Katzen bescheißen uns um unsere Zukunft

Das liege an den Katzen, kommt schnell die Erklärung aus den Tempeln der Weisheit. Speziell an jenen, die Kaffeekirschen fressen in der Hoffnung, in ihren Eingeweiden einen aromatischen Kaffee daraus brauen zu können. Der sie rollig macht. Vergebens.
Deshalb haben sie jetzt beleidigt aufgegeben. Seitdem finden die Wirtschaftsweisen in ihrem Kot keine Kaffeebohnen mehr. Aber ohne diese Bohnen kein Kaffeepulver, ohne Kaffeepulver kein Kaffeesatz. Und ohne Kaffeesatz sind die Weisen so blind für die Zukunft wie dieser berühmt-berüchtigte Apotheker, der offensichtlich und vergebens auf Eigenproduktion fermentierter Kaffeebohnen setzte, worauf zumindest die lateinische Verballhornung seines Zauberspruches hinweist: Unser Darm-Mus. - Nostradamus. Und müssen wie der damals schon, fabulieren - um nicht zu verhungern. Ins Blaue.
Bliebe noch Handlesen. Doch seien die für eine Prognose maßgeblichen Hände inzwischen so schmutzig, dass selbst Fachkräfte aus dem Ausland nicht mehr helfen könnten. Zumal sie Sarkozy in einer Nacht- und Nebelaktion in verplombten Zügen über die Paris-Pressburg-Transversale hat nach Hause karren lassen.

Haltung statt Meinung

Der TV-Journalismus hatte eben "Tagesthemen, die 10000" abgedreht und anschließend bei Maischberger gefeiert - mit allem an Anker-Männern und -Frauen, die es überlebt haben. Und seitdem wissen wir, woran diese Gesellschaft krankt: An diesen eierlosen Journalisten (die Journalistinnen sind da leider nicht ausgenommen). Und der Zuschauer fragt sich, auf was die denn dann herumeiern, und das seit 31 Jahren. Und man begreift. Die überlebt haben, haben sich selbst überlebt - von Anfang an. Ohne Meinung, aber mit Haltung. Hää? Wie die großen amerikanischen Journalisten. Wie bitte? Von was redet der Aktuelle da, der wie der Fleisch gewordene Klassenprimus so blass daherkommt, dass man reflexhaft am Kontrastknopf dreht. Ohne Erfolg.
Und mit dem Motto der Verzweiflung "Unsre Leichen leben noch" haben sie sich am Ende noch auf einen journalistischen Höhepunkt einigen können, hätten das aber besser gelassen. Und hätten  sich lieber weiter gegenseitig ins Wort fallen sollen, um kundzutun, wie es noch meinungsloser zu machen gewesen wäre- ihrer Haltung nach. Stattdessen krönten sie die Christiansen für den Nachruf auf ihren Kollegen Friedrichs, den sie zwar gezeichnet aber gefasst und damit neben aller Professionalität mit so etwas wie authentischer Ehrlichkeit habe "rüberbringen" konnen. Und eigenem Text!
Selten war es peinlicher bei Maischberger. Aber auch selten entlarvender.
Und man muss darauf hoffen, dass sich die Scheiße um uns herum irgendwie selber quirlt. Meinung hin, Haltung her.
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