Dienstag, 28. September 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 46

Unmännlich ist…


Rüsche 46 den ADAC zu rufen, wenn ein Rad zu wechseln ist.



Der Reifenwechsler läuft Gefahr, das Rüschenhemd für die Oper zu versauen. Also doch Finger weg und auf die gelben Engel vertrauen? Niemals.



Es gibt einfach Sachen, da muss ein Mann selber Hand anlegen: Der Mann lädt die Frau ein, der Mann zahlt. Der Mann fordert zum Beischlaf auf - und schickt dazu auch keinen Stellvertreter. Und als Beherrscher der Landstraßen wechselt er eben auch sein Rad selber. Und wenn es nur zur Übung ist für den Augenblick, wo sie, blond bis hinunter zu ihren High Heels hilfesuchend am Straßenrand steht. Denn jetzt anzuhalten und zu sagen: Keine Angst, Baby, ich besorge mal eben schnell den ADAC für dich, hieße, dem gelben Engel, der dann in seiner ganzen testosteronen Männlichkeit eines Kfz-Mechanikers auftauchen wird, in die ölverschmierten Hände spielen. Der Handyman kann dann nur noch Gummi geben. 

Montag, 27. September 2010

Die Großen Fische fangen an zu stinken

Was haben Stadtwerke und Wahlkampf gemeinsam? Der Leiter des einen ist meist auch der Leiter des anderen. Und man nennt es Kommunalpolitik. Neuestes Beispiel aber bestimmt nicht das letzte: Wolfsburg. Es geht in Wolfsburg, um was es immer geht, wenn behauptet wird, es gehe um das Wohl der Wähler:  um Postengescharrer, Seilschaften, Machterhalt, Machtergreifung, Ausbooten, Diffamierung....
Aber das beantwortet die Frage nicht wirklich.
Es ist nicht nur der selbe Leiter, es ist die selbe Kernkompetenz:
Unter den Teppich kehren oder vor anderer Leute Haustür. Knietief in der Scheiße waten. Oben hui, unten pfui. Und immer im Müll anderer wühlen, ohne sich dabei selbst die Finger schmutzig zu machen.
Nur den Geruch nehmen sie langsam an, an dem sie sich dann untereinander erkennen - und nennen ihn Stallgeruch.
Und präsentieren uns dafür hinterher die Rechnung und nennen es Gebühren.
Und wir ahnen zwei Sachen. Erstens: Wir müssen unser Müllproblem selbst in die Hand nehmen. Und das bedeutet Zweitens: Wir müssen damit ganz oben anfangen, denn der Fisch stinkt vom Kopf her.

Sonntag, 26. September 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 45

Unmännlich ist…


Rolle 45zu glauben, Schauspieler flögen irgendwann auf.



Wer seine Rolle perfekt spielt im Leben, ist irgendwann diese Rolle. Und so authentisch. Darauf fliegen sie. (Kommt „authentisch“ von „Autor“ oder von „Drehbuch-Autor“?).



Respekt vor Schauspielern? Ich finde es albern, in die Rolle eines anderen zu schlüpfen. Richtig weibisch, selbst wenn sie gestandene Kerle spielen! Wie Schimanski, etwa.
Schauspielern tun wir eh mehr als genug: Jede unserer Bewegungen, Gesten und Äußerungen zielen darauf ab, unsere Bedeutsamkeit zu erhöhen. Wie schnell blasen wir uns auf - zu überirdischer Größe. Und bleiben doch nur arme Stutzer. Selbst die Edelsten unter uns. Und wenn wir schon den, der wir wirklich sein könnten, mit der Rolle, die wir spielen, ständig verraten, dann wenigstens - bitte schön! - mit der Rolle des Rächers der Witwen und Waisen. Die stünde uns Männern gut zu Gesicht. Aber Achtung: Mit einer grünen Zipfelmütze und in Strumpfhosen durch den Wald zu streifen, ist es nicht getan. Die männliche Spielart des Altruismus ist kein Pappenstiel.

Der Kluge schweigt und genießt

Für Immobilienmakler sind wir Deutsche ein gefundenes Fressen. Vom Prospekt weg kaufen. Der ideale, der geliebte und heiß gesuchte Käufer! Denn Papier ist geduldig und willig, auch den unsinnigsten Unsinn in Hochglanz zu präsentieren. Und schon ist man stolzer Besitzer einer Immobilie - bis die erste Miete ausbleibt, und nach der dritten ausbleibenden Zahlung der Termin vor Ort Stolz in Entsetzen umschlagen lässt.
Dieses Entsetzen steht uns Westdeutschen noch bevor. Denn nur wenige von uns haben besichtigt, was wir für die stolze Summe von 1,3 bis 1,6 Billionen Euro (wer weiß das schon so genau) erstanden haben.
Nur eines ist sicher: Für den Preis kriegen wir diese Immobilie nie mehr los, schon gar nicht mit diesen Mietern der BBB-Kategorie.
Und so geht es uns wie allen stolzen Häuslebesitzern vorher auch: Neubaugebiete waren zu allen Zeiten und heißen deshalb auch heute noch "Musebrot-Viertel", weil es für etwas richtiges zum Beißen nicht mehr reicht. Die bösen Schuldzinsen, eben. Aber am Ende winkt immerhin das Eigenheim. Hat man aber für andere gebaut, hat man ganz andere Probleme: Wehe, die Mieter zahlen nicht und bestehen stattdessen auf Nachrüstung auf Tessin-Niveau und gehen mit dieser Forderung vors Bundesverfassungsgericht. Dann wird selbst ein Musebrot zum Luxus.
Doch die Mieter schweigen dazu, denn mit vollem Mund spricht man nicht. Wenigsten das ist nach 20 Jahren Einheit gemeinsame Basic.

Samstag, 25. September 2010

Mnemotechnik: mein 4-D-General- Mnemosystem / Ziffer 44

Unmännlich ist…

Röhre 44zu glauben, auf Größe, welche auch immer, käme es nicht an.


Cocker, die Röhre. Er ist der Größte mit seiner Röhre. Und mit einer Tüte so groß wie ein Ofenrohr bist du der Größte für deine Kifferfreunde.


Die Rede soll sein vom Boris-Becker-Effekt: Ein rothaarig-sommersprossiger junger Mann mit rudimentärer Bildung und der Sprachgewalt eines Pubertierenden kann trotzdem fast jede Frau haben. Erfolg macht Größe. Der Weg zum Erfolg: in e i n e r Sache gut und erfolgreich werden. (Tennis plus Rhetorik, das wären zwei und damit eine zu viel). Der Ruhm kommt dann von selbst. Das Fehlende wird verziehen.

Ein Lied für Deutschland

Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher und IG Metall-Chef Berthold Huber haben gemeinsam vor dramatischen Folgen durch den Fachkräftemangel in Deutschland gewarnt. „Wir haben ein Qualifizierungsdefizit in Technik-Berufen und müssen mehr junge Menschen für das Ingenieurwesen und Naturwissenschaften begeistern. Deutschland droht, seine Innovationskraft zu verlieren“
Ist da Zukunftsangst herauszuhören? Iwo! Unser Jungs können zwar ihren Namen schon nicht mehr richtig aussprechen, aber unsere Mädchen drängen ja nach vorne. Zwar nicht in Natur- oder gar Ingenieurswissenschaften, (was einer wahren Bedrohung gleichkäme) aber zumindest in Jura und BWL. Dass geregelt ist und verkauft wird, was in Deutschland keiner mehr entwickeln oder produzieren kann.
Das wird sich wieder ändern? Weit gefehlt: Der Bachelor erobert die Wissenslandschaft - und macht sie nachhaltig platt. Für alle Zeiten.
Aber Hilfe naht - aus den sozialen Brennpunkten. Wer hätte das gedacht? Dort sind die Sozialarbeiter völlig aus dem Häuschen und glücklich: Die Jungs mit Migrationshintergrund und ohne Vordergrund holen sich ihre verlorene Zukunft zurück: "Die können schon ihre Namen singen - und einfache Satzkonstruktionen auf Deutsch", sind selbst ihre gepiercten und tätowierten Bewährungshelfer aus dem Häuschen. Noch müssen sie sich aber dabei bewegen, rhythmisch - und eine fünfköpfige Band muss sie begleiten.
Darauf sei die Industrie nicht vorbereitet, meint Löscher. "Noch nicht", formuliert es Huber schnell hoffnungsfroher. Wo gesungen wird, da lass dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder: Deutschland wird deshalb Einwanderungsland. Jede Wette!
 
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