Als ich mich damals - immer im Morgengrauen - noch müde zur Praxis schleppte, um meine letzten Haare mit einem "hundertprozentig wirksamen" Verfahren zu retten, konnte ich mir lange nicht erklären, warum es bei mir wirkungslos blieb. Heute weiß ich: Herr Doktor war die Inkarnation eines Nocebos und sein kahler Kopf leuchtete wie eine Bowlingkugel. Alles an ihm signalisierte: Bei mir wirken ausschließlich die Nebenwirkungen. Und er trug Lacoste und seine Wände waren mit Golftrophäen zugestellt. "Von dir lass ich mir keinen Einlauf machen, dachte ich noch - bestenfalls eine Stunde Abschlag-Training würd ich bei dir buchen", aber da wars schon zu spät: Der Powerseller in Weiß hatte gerade schon sein gesamtes Equipment an mich verkauft, hatte sich behutsam über die Glatze gestrichen und gelächelt: "Das kriegen wir schon hin."
Zwei Jahre später - ich war bereits völlig kahl - wurde mir ein neuer Arzt im Nachbarort empfohlen. Der hatte Rastalöckchen, die in ihren verfilzten Ausläufern ihm bis über seinen dürren Hintern reichten und machte den ungepfelgten Eindruck eines Althippies. Ich bekam sofort einen Hautausschlag und einen Herpes, der sich gewaschen hatte - und meine Haare fingen spontan an zu wachsen und bald zu wuchern - und begannen schnell über den Augen zu knistern - bei jedem Naserümpfen. Mit diesen Merkmalen musste ich einfach Finanzminister werden. Darüber bin ich meinem Rasta-Arzt, dieser unappetitlichen Inkarnation des Placebos, heute noch dankbar, denn bald kriegte ich eine unverschämt junge Skifahrerin ab, die mich seitdem nächtens über so manche Buckelpiste gejagt hat.
Und jeden Abend fischt sie aus der "viele, viele bunte Smarties-Dose" die blauen und beißt die Rundungen ab. Schon das erregt mich. Aber nach dem Schlucken werd ich zum Tier - und haarig wie ein Affe.
Montag, 26. Juli 2010
Sonntag, 25. Juli 2010
Finanzmarkt für Squaws
Unsere Finanzexperten wissen: Wein und Whisky schlagen Gold als Anlageform um Längen! Aber Vorsicht: Der Weg zum Aldi wäre der falsche. Stattdessen hat der wahre Anleger vor zwei Wochen schon abgelegt, um in der Nordsee auf schwankenden Barkassen auf jede Flasche Schampus zu bieten, die aus einem Wrack 100 Meter unter ihnen gerade geborgen wird, das dort mitsamt seiner kostbaren Fracht seit Fünfzehnhundert-Ungerade liegt.
Das ist besser als pures Gold - weiß schon dieser berühmte Indianerhäuptling, dessen Squaw ihm damals die Goldklumpen zurück an den Kopf geworfen hat mit den berühmt gewordenen und zornigen Worten: "Davon krieg ich dich und deine Kindern nicht satt!" Mit Schampus könne man aber immerhin rauschende Feste feiern oder schlimmstenfalls aus zähem Büffelfleisch einen köstlichen Sauerbraten bereiten, weiß seitdem der gelehrige in Federn Gekleidete.
Die reichen Anleger haben ihn gehört und haben dazugelernt. Denn Geschichte ist etwas, das sie klug gemacht hat. Nie wieder wollen sie für drei Laib Brot eine ganze Häuserzeile in der Innenstadt Frankfurts an einen amerikanischen Kriegsgewinnler abgeben müssen - egal welcher Religionszugehörigkeit. In der nächsten Krise würden sie mit Wein und Whisky auf den Schwarzmärkten kriegen, was sie zum Überleben brauchen. Voraussichtlich kriegen sie das dann von den Kleinanlegern, die rechtzeitig in einen Schrebergarten investiert haben. Für die genügt dann aber auch Aldi-Whisky. - voll und ganz!
Und so bliebe alles beim alten: Die einen schuften für ihr Geld, die anderen bescheißen sie um selbiges.
Das ist besser als pures Gold - weiß schon dieser berühmte Indianerhäuptling, dessen Squaw ihm damals die Goldklumpen zurück an den Kopf geworfen hat mit den berühmt gewordenen und zornigen Worten: "Davon krieg ich dich und deine Kindern nicht satt!" Mit Schampus könne man aber immerhin rauschende Feste feiern oder schlimmstenfalls aus zähem Büffelfleisch einen köstlichen Sauerbraten bereiten, weiß seitdem der gelehrige in Federn Gekleidete.
Die reichen Anleger haben ihn gehört und haben dazugelernt. Denn Geschichte ist etwas, das sie klug gemacht hat. Nie wieder wollen sie für drei Laib Brot eine ganze Häuserzeile in der Innenstadt Frankfurts an einen amerikanischen Kriegsgewinnler abgeben müssen - egal welcher Religionszugehörigkeit. In der nächsten Krise würden sie mit Wein und Whisky auf den Schwarzmärkten kriegen, was sie zum Überleben brauchen. Voraussichtlich kriegen sie das dann von den Kleinanlegern, die rechtzeitig in einen Schrebergarten investiert haben. Für die genügt dann aber auch Aldi-Whisky. - voll und ganz!
Und so bliebe alles beim alten: Die einen schuften für ihr Geld, die anderen bescheißen sie um selbiges.
Samstag, 24. Juli 2010
die vier Wege zur Wahrheit
Es gibt immer zwei Wege - rektal oder oral. Und das gilt auch für Placebos:
Europa spart und konsolidiert seine Haushalte - Amis und Briten drucken Geld.
Europa setzt auf teure Photovoltaik und Windkraft - der Rest der Welt nimmt sich das eingesparte Öl und die Kohle für billig Geld und fackelt ab, was das Zeug hält.
Wissenschaftler in Europa prangern Missstände an und bringen Politiker wenigstens zum Nachdenken - die Angelsachsen kaufen ihre Wissenschaftler mitsamt ihren Gefälligkeits-Studien.
Doch zurück zu den Placebos. Ein Placebo ist ja ein Mittel, das vergessen lässt, dass etwas krank, etwas außer Kontrolle geraten ist. Nehmen wir die von Obama: We want our Money back. Die Banker wissen, das ist ein reines Placebo, das nur wirkt, wenn man dran glaubt. Und kontern: Dann druckt euch doch welches! Wohlwissend, dass dies längst getan wird, denn damit wurde der Wahlkampf des falschen Fuffzigers schon finanziert.
Oder: Stopp boring me with the oil. BP spürt: Das ist ein Placebo, stark wie Opium! Denn der Obama will das Öl, weil er es braucht - als Schmiermittel für seine Gegner. Und BP lässt in umnebelte Hirne noch folgende Botschaft hochdotierter Forscher in ihren Diensten nachsickern: Das Öl tritt im Golf seit dem unsäglichen Erdbeben auf Haiti aus, und BP habe alles Menschenmögliche getan, um dieses Unglück von der Menschheit abzuwenden. Ganz selbstlos und auf eigene Kosten.
Placebo ist also der dritte Weg der Wahrheit: Betäube den Schmerz der grausamen Wahrheit, bis sie sich hinter dem neuen Wohlbefinden verbergen kann.
Und es gibt einen vierten Weg, das Doppelplacebo. Nehmen wir das letzte von von Guttenbergs zahlreichen: Er will die Bundeswehr abschaffen, aber wir wissen inzwischen, das war nur ein Placebo. Eine Woche später will er sie dann doch lieber aufrüsten zu einer hocheffizienten, schlagkräftigen Truppe, und wir grinsen: Ätsch, reingelegt, ein Placebo! Aber bevor auch der letzte von uns begreift: Dieser vierte Weg der Wahrheit, das ist "viel Wind um nichts", ist unser adliger Schaumschläger längst Familienministerin und erklärt uns "endschlüssig" das mit den Störchen.
Europa spart und konsolidiert seine Haushalte - Amis und Briten drucken Geld.
Europa setzt auf teure Photovoltaik und Windkraft - der Rest der Welt nimmt sich das eingesparte Öl und die Kohle für billig Geld und fackelt ab, was das Zeug hält.
Wissenschaftler in Europa prangern Missstände an und bringen Politiker wenigstens zum Nachdenken - die Angelsachsen kaufen ihre Wissenschaftler mitsamt ihren Gefälligkeits-Studien.
Doch zurück zu den Placebos. Ein Placebo ist ja ein Mittel, das vergessen lässt, dass etwas krank, etwas außer Kontrolle geraten ist. Nehmen wir die von Obama: We want our Money back. Die Banker wissen, das ist ein reines Placebo, das nur wirkt, wenn man dran glaubt. Und kontern: Dann druckt euch doch welches! Wohlwissend, dass dies längst getan wird, denn damit wurde der Wahlkampf des falschen Fuffzigers schon finanziert.
Oder: Stopp boring me with the oil. BP spürt: Das ist ein Placebo, stark wie Opium! Denn der Obama will das Öl, weil er es braucht - als Schmiermittel für seine Gegner. Und BP lässt in umnebelte Hirne noch folgende Botschaft hochdotierter Forscher in ihren Diensten nachsickern: Das Öl tritt im Golf seit dem unsäglichen Erdbeben auf Haiti aus, und BP habe alles Menschenmögliche getan, um dieses Unglück von der Menschheit abzuwenden. Ganz selbstlos und auf eigene Kosten.
Placebo ist also der dritte Weg der Wahrheit: Betäube den Schmerz der grausamen Wahrheit, bis sie sich hinter dem neuen Wohlbefinden verbergen kann.
Und es gibt einen vierten Weg, das Doppelplacebo. Nehmen wir das letzte von von Guttenbergs zahlreichen: Er will die Bundeswehr abschaffen, aber wir wissen inzwischen, das war nur ein Placebo. Eine Woche später will er sie dann doch lieber aufrüsten zu einer hocheffizienten, schlagkräftigen Truppe, und wir grinsen: Ätsch, reingelegt, ein Placebo! Aber bevor auch der letzte von uns begreift: Dieser vierte Weg der Wahrheit, das ist "viel Wind um nichts", ist unser adliger Schaumschläger längst Familienministerin und erklärt uns "endschlüssig" das mit den Störchen.
Freitag, 23. Juli 2010
Piss dich aus, Graf Theodor!
2.6.2010: Die Wehrpflicht ist ein Anachronismus und muss weg. Das durchzusetzen wird jedoch ausgesprochen schwierig. Für den Verteidigungsminister ist das Vorhaben eine Bewährungsprobe.
12.6.2010: Der Verteidigungsminister lässt sich nicht beirren: Zwar werde man die Wehrpflicht nicht sofort einstellen - aber "faktisch wird sie in zehn Jahren wohl abgeschafft sein."Die Union verliert Kontrolle über Guttenberg
Der Verteidigungsminister riskiert den nächsten Großkonflikt in der schwarz-gelben Koalition. Gegen den heftigen Widerstand führender Unionspolitiker forciert er die Abschaffung der Wehrpflicht - und verbindet sogar sein politisches Schicksal mit dem Reformprojekt.
Guttenbergs Argumente: "Bei einer hochprofessionellen, bestens ausgerüsteten und flexiblen Einsatzarmee haben Sie kaum noch die Kapazitäten, Rekruten auszubilden."
23.7.2010: Guttenberg lehnt eine Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz grundsätzlich ab. Eine mögliche Aussetzung der Wehrpflicht ließ er allerdings offen.Ende August werde es eine „belastbare Grundlage“ geben, bis dahin werde „keine Vorentscheidung“ getroffen. Die bisher bekannt gewordenen Modelle für eine Bundeswehrreform seien nur „Wasserstandsmeldungen“
Dann piss dich endlich aus, Herr Graf! Du schönste der Fahnen im Wind. Der Fluch des Internets soll dich treffen!
Früher, in den guten alten Zeiten, konnte ein Politiker seine Meinung, die er nie hatte, durch neue, noch schönere Worthülsen ersetzen - ungestraft und unabgewatscht und täglich. Denn die Zeitung von gestern war mit den Schuppen und den Fischgräten längst in den Müll gewandert, und man konnte sich nie sicher sein, ob einem das Gedächtnis nicht über Nacht einen Streich gespielt hat. Heute könnte uns das WWW diesen adeligen (L)Affen rausgoogeln und rauskugeln, denn da steht - bis zum nächsten Atomkrieg - das Gequacksalberte unserer Gesalbten, um sie zu entlarven. Ein Archiv der Beliebigkeit.
Doch was tun wir? Aus Angst vor der Fratze des Blöden lassen wir unseren Luschen die Maske der Lichtgestalt, die wir jeden Tag wieder bereit sind ihnen zu geben.
12.6.2010: Der Verteidigungsminister lässt sich nicht beirren: Zwar werde man die Wehrpflicht nicht sofort einstellen - aber "faktisch wird sie in zehn Jahren wohl abgeschafft sein."Die Union verliert Kontrolle über Guttenberg
Der Verteidigungsminister riskiert den nächsten Großkonflikt in der schwarz-gelben Koalition. Gegen den heftigen Widerstand führender Unionspolitiker forciert er die Abschaffung der Wehrpflicht - und verbindet sogar sein politisches Schicksal mit dem Reformprojekt.
Guttenbergs Argumente: "Bei einer hochprofessionellen, bestens ausgerüsteten und flexiblen Einsatzarmee haben Sie kaum noch die Kapazitäten, Rekruten auszubilden."
23.7.2010: Guttenberg lehnt eine Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz grundsätzlich ab. Eine mögliche Aussetzung der Wehrpflicht ließ er allerdings offen.Ende August werde es eine „belastbare Grundlage“ geben, bis dahin werde „keine Vorentscheidung“ getroffen. Die bisher bekannt gewordenen Modelle für eine Bundeswehrreform seien nur „Wasserstandsmeldungen“
Dann piss dich endlich aus, Herr Graf! Du schönste der Fahnen im Wind. Der Fluch des Internets soll dich treffen!
Früher, in den guten alten Zeiten, konnte ein Politiker seine Meinung, die er nie hatte, durch neue, noch schönere Worthülsen ersetzen - ungestraft und unabgewatscht und täglich. Denn die Zeitung von gestern war mit den Schuppen und den Fischgräten längst in den Müll gewandert, und man konnte sich nie sicher sein, ob einem das Gedächtnis nicht über Nacht einen Streich gespielt hat. Heute könnte uns das WWW diesen adeligen (L)Affen rausgoogeln und rauskugeln, denn da steht - bis zum nächsten Atomkrieg - das Gequacksalberte unserer Gesalbten, um sie zu entlarven. Ein Archiv der Beliebigkeit.
Doch was tun wir? Aus Angst vor der Fratze des Blöden lassen wir unseren Luschen die Maske der Lichtgestalt, die wir jeden Tag wieder bereit sind ihnen zu geben.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Arme einsame Angie
Die erste Reihe ihrer Männer ist schon gegangen, die zweite packt schon mal die Koffer, aber unsere First Lady glaubt, die fahren in die Ferien, wie sie. Doch nur sie verbindet ihre Abreise mit der Drohung: "Auf jeden Fall können Sie damit rechnen, dass ich wiederkomme." So reagieren und regieren Unbelehrbare - oder Ahnungslose. Denn schon wollen die Grünen Neuwahlen, und die SPD ziert sich zwar noch, weil sie an ihre Chance noch gar nicht so richtig glauben will, aber spätestens nach den Ferien soll`s losgehen.
Weil aber Reisezeit ist, kann jetzt folgendes passieren: Unsere Politiker kommen braungebrannt zurück - und wir sind nicht mehr da.
Nicht nur, dass seit Jahren mehr abhauen als kommen und dass die, die gehen, meist mit mehreren Aluminiumkoffern gehen, während die, die kommen, mit leeren Schuhkartons kommen, in denen sie hier die kalten Nächte verbringen - viel problematischer ist, dass gerade ganze Bundesländer einpacken. 48 Prozent der Baden-Württemberger wollen den Anschluss an die Schweiz. Die Mir-gäbbet-nix-Schwaben haben ihren angeborenen Geiz wieder unter der dünnen Decke sozial-demokratischer Erziehung der längst vergangenen Blütezeit unserer Republik hervorgezerrt und wollen sich am rettenden Ufer der Schweiz vertäuen. Im Norden nämlich und im Osten wohnt diebisches arbeitsscheues Volk, das den Reichtum des Ländles seit Jahrzehnten ungeniert ausraubt. Damit soll jetzt Schluss sein.
Auch Koch ist in geheimer Mission schon im Alpenvorland gesehen worden, denn die Flucht vor Angie wollte er nie alleine antreten. Seine Hessen sollen mit, Wiesbaden, Kassel und Fulda auch. Und überhaupt: Das ganze Land soll Teil der Großschweiz werden. Seehofer macht auch mit, weil sich so eine längst geplante Moschee direkt neben der Liebfrauenkirche am elegantesten verhindern lässt - und die vielen in ihren Schatten migrierenden Beter.
Doch keiner wird den Übergang in die neue Alpenrepublik besser schaffen als die Baden-Württemberger, denn die konnten bislang alles - außer Hochdeutsch. Darauf pfeift man aber in der neuen Republik - und Angie auf dem letzten Knopf ihres unsäglichen Kostümjäckchens, wenn sie heimkommt - in eine Republik, die der Mangel-Republik ihrer Kindheit ähnlicher geworden sein wird.
Weil aber Reisezeit ist, kann jetzt folgendes passieren: Unsere Politiker kommen braungebrannt zurück - und wir sind nicht mehr da.
Nicht nur, dass seit Jahren mehr abhauen als kommen und dass die, die gehen, meist mit mehreren Aluminiumkoffern gehen, während die, die kommen, mit leeren Schuhkartons kommen, in denen sie hier die kalten Nächte verbringen - viel problematischer ist, dass gerade ganze Bundesländer einpacken. 48 Prozent der Baden-Württemberger wollen den Anschluss an die Schweiz. Die Mir-gäbbet-nix-Schwaben haben ihren angeborenen Geiz wieder unter der dünnen Decke sozial-demokratischer Erziehung der längst vergangenen Blütezeit unserer Republik hervorgezerrt und wollen sich am rettenden Ufer der Schweiz vertäuen. Im Norden nämlich und im Osten wohnt diebisches arbeitsscheues Volk, das den Reichtum des Ländles seit Jahrzehnten ungeniert ausraubt. Damit soll jetzt Schluss sein.
Auch Koch ist in geheimer Mission schon im Alpenvorland gesehen worden, denn die Flucht vor Angie wollte er nie alleine antreten. Seine Hessen sollen mit, Wiesbaden, Kassel und Fulda auch. Und überhaupt: Das ganze Land soll Teil der Großschweiz werden. Seehofer macht auch mit, weil sich so eine längst geplante Moschee direkt neben der Liebfrauenkirche am elegantesten verhindern lässt - und die vielen in ihren Schatten migrierenden Beter.
Doch keiner wird den Übergang in die neue Alpenrepublik besser schaffen als die Baden-Württemberger, denn die konnten bislang alles - außer Hochdeutsch. Darauf pfeift man aber in der neuen Republik - und Angie auf dem letzten Knopf ihres unsäglichen Kostümjäckchens, wenn sie heimkommt - in eine Republik, die der Mangel-Republik ihrer Kindheit ähnlicher geworden sein wird.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Abi für Ali, Abi für alle!
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat seine Partei zum Nachdenken darüber aufgerufen, warum sich sozial Schwache nicht so stark an Volksentscheiden wie jüngst in Hamburg beteiligen. „Wir müssen uns fragen, wie dabei eine gleichberechtigte Mitwirkung von allen möglich ist."
Volksentscheide taugen nur so lange, solange ihr Ergebnis vorher festgelegt werden kann. Das wissen alle etablierten Politiker etablierter Parteien. Und da gehören die Grünen inzwischen dazu. Der Aufschrei nach dem "falschen" Votum ist deshalb nur allzu verständlich. Dass es vom Schwaben Özdemir kommt, hat aber im Zusammenhang mit dem Hamburger Votum ein besonderes Gschmäckle. Denn, dass ausgerechnet "seine" Migranten nicht zur Wahl gegangen waren, war schon fast undankbar und ließe sich künftig nur ändern, wenn die Grünen den Wahlspruch "Fördern u n d Fordern" verinnerlichen würden. Lernt deutsch! Kümmert euch um eure Kinder!
Geht wählen! Mit Grünen geht so was nicht.
Die brauchen sozial Schwache, die das trotz Hilfe bleiben müssen, damit sie ihr soziales Engagement an ihnen austoben können - bis in alle Ewigkeit. Schließlich haben sie so ihre eigenen Kindererzogen wachsen lassen - wenn sie überhaupt welche haben.
Seit den 60igern haben wir in Deutschland Migranten. Von besonderen schulischen Problemen bei Italienern, Spaniern und Jugoslawen habe ich nie gehört. Wenn jetzt Kinder bildungsferner Eltern massive Probleme haben, dass dies selbst auf PISA-Wertungen durchschlägt, muss man tatsächlich etwas für diese Kinder tun. Irgendwelche Fördermaßnahmen, die am Besten die ganze Familie mit einbeziehen. Das Schulsystem hierzulande umzukrempeln, ist allerdings der idiotischste Weg. Das deutsche Schulsystem war in Europa lange gefürchtet, weil es besser war als alle anderen. Und dies wäre vermutlich heute noch so. Wenn unsere Politiker den europäischen Gleichmachern nicht auf den Leim gegangen wären.
In Korea, China und Indien grinsen sie sich einen, wenn sie unsere Bildungsdebatten hören, bilden ihre Kinder nach den Vorgaben eines extrem fordernden Schulsystems aus - wie das gute alte deutsche eben - und übernehmen die Welt - kampflos, so lange wir von Thomas Gottschalk als Klassenlehrer für alle träumen - und einem Abi für alle.
Volksentscheide taugen nur so lange, solange ihr Ergebnis vorher festgelegt werden kann. Das wissen alle etablierten Politiker etablierter Parteien. Und da gehören die Grünen inzwischen dazu. Der Aufschrei nach dem "falschen" Votum ist deshalb nur allzu verständlich. Dass es vom Schwaben Özdemir kommt, hat aber im Zusammenhang mit dem Hamburger Votum ein besonderes Gschmäckle. Denn, dass ausgerechnet "seine" Migranten nicht zur Wahl gegangen waren, war schon fast undankbar und ließe sich künftig nur ändern, wenn die Grünen den Wahlspruch "Fördern u n d Fordern" verinnerlichen würden. Lernt deutsch! Kümmert euch um eure Kinder!
Geht wählen! Mit Grünen geht so was nicht.
Die brauchen sozial Schwache, die das trotz Hilfe bleiben müssen, damit sie ihr soziales Engagement an ihnen austoben können - bis in alle Ewigkeit. Schließlich haben sie so ihre eigenen Kinder
Seit den 60igern haben wir in Deutschland Migranten. Von besonderen schulischen Problemen bei Italienern, Spaniern und Jugoslawen habe ich nie gehört. Wenn jetzt Kinder bildungsferner Eltern massive Probleme haben, dass dies selbst auf PISA-Wertungen durchschlägt, muss man tatsächlich etwas für diese Kinder tun. Irgendwelche Fördermaßnahmen, die am Besten die ganze Familie mit einbeziehen. Das Schulsystem hierzulande umzukrempeln, ist allerdings der idiotischste Weg. Das deutsche Schulsystem war in Europa lange gefürchtet, weil es besser war als alle anderen. Und dies wäre vermutlich heute noch so. Wenn unsere Politiker den europäischen Gleichmachern nicht auf den Leim gegangen wären.
In Korea, China und Indien grinsen sie sich einen, wenn sie unsere Bildungsdebatten hören, bilden ihre Kinder nach den Vorgaben eines extrem fordernden Schulsystems aus - wie das gute alte deutsche eben - und übernehmen die Welt - kampflos, so lange wir von Thomas Gottschalk als Klassenlehrer für alle träumen - und einem Abi für alle.
Abonnieren
Posts (Atom)