Freitag, 9. Juli 2010
Gurkentruppe zurück in ihrem Sommerloch
Forscher haben jetzt in den Tiefen des Atlantiks neue Lebensformen entdeckt - ohne Augen für ihre Umwelt und ohne Hirn. Und das Erstaunliche: Es wimmelt geradezu von ihnen rund um den Atlantischen Rücken, der sich wie ein Gürtel von Island zu den Azoren bewegt. Wurmartige Kreaturen, die merkwürdige Zeichen in den Sand des Meeresbodens malen. Eine böse Ahnung machte sich breit unter den Forschern, die aber schnell wieder vergessen war. Erst an den Steilabfällen hinunter in die ewige Dunkelheit der Tiefsee traf sie die Wahrheit wie ein Blitzschlag, denn dort fanden sie eine ganz neue Art der Seegurke, und jetzt wurde es Gewissheit: Sie waren auf die Herrscher der Welt gestoßen, und ihr Fund war deshalb so glücklich weil zufällig, denn wer forschte schon freiwillig während der Urlaubszeit. Und so waren jetzt Parlamentsferien und die Seegurken wieder zurück, weswegen die Zeit die "saure Gurkenzeit" heißt - zurück zusammen mit den blinden hirnlosen Würmern, mit denen sie sich die Regierungsgeschäfte in der gesamten 1. Welt teilten. Endlich zurück in ihrem Sommerloch! Und die Wissenschaftler weinten, weil sie in dieser Sekunde begriffen, dass aller Erkenntniserwerb nichts fruchtete, wenn man von hirnlosen Wesen, blind für alles, regiert wurde.
Donnerstag, 8. Juli 2010
Tschüss Jogi
Feigheit vor dem Feind. Pfui Spinne, was für ein Abgang! Und noch eine weitere geplante Fahnenflucht: Die Buben wollen lieber in den Urlaub als auf den Balkon des Frankfurter Rathauses.
Was machen wir jetzt mit dieser WM?
1 x grundlos verloren, 2 x mit vollen Hosen gespielt und drei Hochglanz-Spiele.
Mein Fazit: Jogis Angst vor diesen "11 Messis" in der spanischen Mannschaft hat seine Buben gelähmt - und dafür gesorgt, dass er in Spanien zum einen kostenlos Urlaub machen kann - auf Lebenszeit, und dass ihm zum andern ein hoch dotierter Trainerposten in der spanischen Liga angeboten werden wird.
Aber naheliegender ist folgende Erklärung: Fußball ist wie "Mensch-ärgere-Dich-nicht!": Zu 80 Prozent reine Glückssache, zu 60 Prozent reine Charakterstärke. Das sind 140 Prozent, was beweist, dass hundertprozentiger Einsatz nicht ausreicht.
Tschüss Jogi - y bienvenido en España.
Was machen wir jetzt mit dieser WM?
1 x grundlos verloren, 2 x mit vollen Hosen gespielt und drei Hochglanz-Spiele.
Mein Fazit: Jogis Angst vor diesen "11 Messis" in der spanischen Mannschaft hat seine Buben gelähmt - und dafür gesorgt, dass er in Spanien zum einen kostenlos Urlaub machen kann - auf Lebenszeit, und dass ihm zum andern ein hoch dotierter Trainerposten in der spanischen Liga angeboten werden wird.
Aber naheliegender ist folgende Erklärung: Fußball ist wie "Mensch-ärgere-Dich-nicht!": Zu 80 Prozent reine Glückssache, zu 60 Prozent reine Charakterstärke. Das sind 140 Prozent, was beweist, dass hundertprozentiger Einsatz nicht ausreicht.
Tschüss Jogi - y bienvenido en España.
Mittwoch, 7. Juli 2010
Gesichter auf Halblang
Der Ölpreis sinkt - und der Spritpreis sinkt mit. Unglaublich. Wie lange ist es her, dass solche einfachen Kausalitäten die Wirtschaft lenkten? Dass etwa nach Rekordgewinnen eingestellt und nicht gefeuert wird, dass rote Zahlen Kurseinbrüche bedeuten und keine Kurssteigerungen, nur weil man dunkelrote Zahlen erwartet hat. Kommt das jetzt alles wieder? Wohl kaum. Leuchtendes Gegenbeispiel Merkel: die Unfähige, von allen der Unfähigkeit bezichtigt, geht nicht vergrämt in sich, sondern will sich jeden ihrer Kritiker in einem Vieraugengespräch einzeln zur Brust nehmen - wohl bekomms!
Doch zurück zum Ölpreis. Wenn der sinkt, obwohl immer weniger Öl abgebaut aber gleichzeitig immer mehr nachgefragt wird, ist etwas oberfaul an der Sache. Zumal, wenn ein Teil beim Abbau gleich mal daneben läuft. Und wirklich: Das Lachen darüber könnte uns schnell vergehen. Denn der Spritpreis sinkt, weil China und Amiland keines brauchen. Die stellen nämlich ihre Wirtschaft einfach mal auf halblang.
Also: Gesichter besser auch auf Halblang! Zumindest bis auf Widerruf.
Doch zurück zum Ölpreis. Wenn der sinkt, obwohl immer weniger Öl abgebaut aber gleichzeitig immer mehr nachgefragt wird, ist etwas oberfaul an der Sache. Zumal, wenn ein Teil beim Abbau gleich mal daneben läuft. Und wirklich: Das Lachen darüber könnte uns schnell vergehen. Denn der Spritpreis sinkt, weil China und Amiland keines brauchen. Die stellen nämlich ihre Wirtschaft einfach mal auf halblang.
Also: Gesichter besser auch auf Halblang! Zumindest bis auf Widerruf.
Dienstag, 6. Juli 2010
Warmduscher aus dem Süden: die bayerischen Sheriffs
Die Fähnchen wehen wieder eifrig im Wind. Auch die SPD-Parteifahne soll da nicht fehlen. Und Wind hat gerade eine winzige Wählergruppe gemacht, als sie 61 Prozent der Bayern zu einem Nein zur Zigarette überzeugen konnten. Und die Mainstream-Politiker sitzen plötzlich und ganz selbstverständlich auf, die selben Politiker, die in Sachen Rauchverbot Rein-in-die-Kartoffeln-raus-aus-den-Kartoffeln-Politik gemacht haben.
Die Sheriffs aus dem Süden – sie sind die eigentlichen Warmduscher der Republik.
Allen voran Söder, der mit seinem eingefrorenen Lächeln und seinem Permanent-Lidstrich gerade seine Wählerschaft auf das eingockelt , was er vor zwei Jahren noch vehement ablehnte, weil es die bayerische Wirtschaft in den Ruin treiben würde.
Und liebe SPDler, die ihr in letzter Zeit ein Händchen dafür habt, lautstark Geschütze in Stellung zu bringen, offenbar nur um einen Rohrkrepierer nach dem anderen zu produzieren (siehe Gauck), seid vor einem gewarnt: Wer bei diesem brutalstmöglichen Antiraucher-Gesetz die Bierzelte mal wieder außen vor lässt, hat nicht nur Angst vor den Wiesnwirten. Mit einem solchen Verbündeten in den Kampf zu ziehen, bedeutet auch dessen Rohrkrepierern schutzlos ausgeliefert zu sein.
Und der Name der Gegner ist Legion, denn sie sind viele. Und alle haben ein berechtigtes Anliegen und ziehen deshalb in einen heiligen Krieg: die Telekom, die das Rauchen in ihren Telefonzellen weiterhin erlauben will, weil, wer raucht, die Hände nicht frei hat, die Zelle zu zerlegen. Die Internisten, die strikt gegen Rauchverbot in öffentlichen Toiletten sind, weil nur die Zigarette schnell und sicher einen freien Darm schafft, der freie Bürger schafft.
Die Grundschullehrer, die Rauchverbot in ihren Schulen für gefährlich halten, weil Schüler ohne Fluppe im Mund zu ADHS neigten, was schlimmer sei als Keuchhusten. Und dann die Schmidts, die in Amt und Würden noch die Pappenheimer hießen, weil sie es waren – sie sind gegen ein Rauchverbot, weil ohne Schall und Rauch dieser kleine Hanseate uns die Welt nicht mehr so schön erklären könnte.
Die Sheriffs aus dem Süden – sie sind die eigentlichen Warmduscher der Republik.
Allen voran Söder, der mit seinem eingefrorenen Lächeln und seinem Permanent-Lidstrich gerade seine Wählerschaft auf das eingockelt , was er vor zwei Jahren noch vehement ablehnte, weil es die bayerische Wirtschaft in den Ruin treiben würde.
Und liebe SPDler, die ihr in letzter Zeit ein Händchen dafür habt, lautstark Geschütze in Stellung zu bringen, offenbar nur um einen Rohrkrepierer nach dem anderen zu produzieren (siehe Gauck), seid vor einem gewarnt: Wer bei diesem brutalstmöglichen Antiraucher-Gesetz die Bierzelte mal wieder außen vor lässt, hat nicht nur Angst vor den Wiesnwirten. Mit einem solchen Verbündeten in den Kampf zu ziehen, bedeutet auch dessen Rohrkrepierern schutzlos ausgeliefert zu sein.
Und der Name der Gegner ist Legion, denn sie sind viele. Und alle haben ein berechtigtes Anliegen und ziehen deshalb in einen heiligen Krieg: die Telekom, die das Rauchen in ihren Telefonzellen weiterhin erlauben will, weil, wer raucht, die Hände nicht frei hat, die Zelle zu zerlegen. Die Internisten, die strikt gegen Rauchverbot in öffentlichen Toiletten sind, weil nur die Zigarette schnell und sicher einen freien Darm schafft, der freie Bürger schafft.
Die Grundschullehrer, die Rauchverbot in ihren Schulen für gefährlich halten, weil Schüler ohne Fluppe im Mund zu ADHS neigten, was schlimmer sei als Keuchhusten. Und dann die Schmidts, die in Amt und Würden noch die Pappenheimer hießen, weil sie es waren – sie sind gegen ein Rauchverbot, weil ohne Schall und Rauch dieser kleine Hanseate uns die Welt nicht mehr so schön erklären könnte.
Montag, 5. Juli 2010
Die Tour surrt
Jetzt in den fußball- und hitzefreien Tagen hat sich doch wieder der ein oder andere Sport-Junkie auf Entzug in die Tour-de-France-Übertragungen gezappt. Ja, es gibt sie wirklich noch, die Unverdrossenen, und es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, weil sie ja sonst nichts gelernt haben. Könnte man meinen. Aber weit gefehlt. Vom Radler-Doping zum Rad-Doping. Das nenne ich einen Lernprozess, der elektrisiert. Und so nahe liegend, dass man vermuten könnte: Das machen die schon so, seit Herr Bosch einst sein Patent auf den Markt geworfen hat. Elektromotoren im Rahmen versteckt. Die Batterie ist mit der Elektrolyt-Lösung in den Trinkflaschen unserer "Helden" verbunden. Letztes Jahr haben sie die noch selber saufen müssen.
Und so surrt der Pulk leise vor sich hin, und keiner tritt mehr in die Pedale. Das ist Windschatten-Fahren in höchster Perfektion, kriegen wir vorgeschwindelt und denken uns nichts dabei, weil unser Hirn großflächig von der Fußball-Weltmeisterschaft träumt. Deshalb kriegen wir auch nur am Rande mit, dass im Kofferraum der Begleitfahrzeuge, dort, wo sich früher Dopingmittel und Spritzenmaterial stapelten, Starkmagnete installiert sind, die die Räder des Rennstalls über die Alpen ziehen. Und überhaupt . Um dieses unmenschliche Tempo ohne Dope wirklich fahren zu können, kommt dem Tour-de-France-Zirkus zu pass, dass es in Frankreich immer mehr bergab geht. Das hilft über vieles hinweg. Bleiben die Alpenpässe. Und da setzt das "Elektrodoping" ein, das in den Kellern südamerikanischer Geheimpolizeien entwickelt wurde und schon Jan Ullrich Flügel verliehen hat. Aber man muss das wollen, und nicht jeder will das. So und nur so war damals die Ansprache von Jans Rennstall-Kameraden zu interpretieren: "Quäl Dich, Du Sau!". Feine Elektroden sind nämlich dabei auf den Hoden aufgebracht und der Elektromotor im Rahmen erzeugt Stromschläge, die die Beine der Fahrer abwechselnd nach unten hauen. Allerdings muss der Fahrer dieses für Hodenträger äußerst schmerzhafte "Dopingmittel" eigenhändig zuschalten. Bei Radfahrerinnen geht der Impuls direkt auf die Oberschenkelmuskulatur - schmerzfrei, mit angenehmem Kribbeln. Und so war das Bild der Tour in diesem Jahrtausend immer das gleiche: schmerzverbissene Gesichter im Hauptfeld und diesem voraus ein lächelnder Armstrong. 2010 ist sein letztes Rennen, dann wird es endlich wieder ein Sport für wahre Kerle..
Und so surrt der Pulk leise vor sich hin, und keiner tritt mehr in die Pedale. Das ist Windschatten-Fahren in höchster Perfektion, kriegen wir vorgeschwindelt und denken uns nichts dabei, weil unser Hirn großflächig von der Fußball-Weltmeisterschaft träumt. Deshalb kriegen wir auch nur am Rande mit, dass im Kofferraum der Begleitfahrzeuge, dort, wo sich früher Dopingmittel und Spritzenmaterial stapelten, Starkmagnete installiert sind, die die Räder des Rennstalls über die Alpen ziehen. Und überhaupt . Um dieses unmenschliche Tempo ohne Dope wirklich fahren zu können, kommt dem Tour-de-France-Zirkus zu pass, dass es in Frankreich immer mehr bergab geht. Das hilft über vieles hinweg. Bleiben die Alpenpässe. Und da setzt das "Elektrodoping" ein, das in den Kellern südamerikanischer Geheimpolizeien entwickelt wurde und schon Jan Ullrich Flügel verliehen hat. Aber man muss das wollen, und nicht jeder will das. So und nur so war damals die Ansprache von Jans Rennstall-Kameraden zu interpretieren: "Quäl Dich, Du Sau!". Feine Elektroden sind nämlich dabei auf den Hoden aufgebracht und der Elektromotor im Rahmen erzeugt Stromschläge, die die Beine der Fahrer abwechselnd nach unten hauen. Allerdings muss der Fahrer dieses für Hodenträger äußerst schmerzhafte "Dopingmittel" eigenhändig zuschalten. Bei Radfahrerinnen geht der Impuls direkt auf die Oberschenkelmuskulatur - schmerzfrei, mit angenehmem Kribbeln. Und so war das Bild der Tour in diesem Jahrtausend immer das gleiche: schmerzverbissene Gesichter im Hauptfeld und diesem voraus ein lächelnder Armstrong. 2010 ist sein letztes Rennen, dann wird es endlich wieder ein Sport für wahre Kerle..
Sonntag, 4. Juli 2010
Jogis Plan ist Angies Plan?
Da haben sich unsere Buben durchs Spiel gezittert und uns ist dabei 90 Minuten lang der Schweiß ausgebrochen. Ist schon eine merkwürdige Welt: Afrika, sogar Südafrika, Kapstadt, Johannesburg - und WINTER! Unfässlich. Und in Deutschland – rechtzeitig für unser Sommermärchen: Tropensommer. Siebenschläfer heißt der hierzulande. Und bedeutet: Noch sieben Tage ausschlafen, dann sind wir Weltmeister.
Aber irgendetwas wollte ich noch sagen, und jetzt komm ich nicht drauf. Ach ja, doch:
4 zu 0!
Unsere Elf hat die Argentinier weggeputzt, als wären sie eine Gurkentruppe gewesen. Wie losgelassene Wildsäue haben sie sich durchs gegnerische Feld gepflügt. Und grazil! Jogis Plan, den keiner richtig kennt, geht auf.
Und Merkel? Hat sie gemerkelt, wie es geht? Eins ist zumindest sicher: Argentinier und Deutsche: Freunde werden das nie. Und Messi und Schweinsteiger in einer Mannschaft? Undenkbar, das gäbe Kompetenzgerangel. Und draußen am Spielfeldrand ein Pfau, der leicht gekleidete Männer knutscht – und heute mit ihnen weint. Hemmungslos!. Merkel friert es plötzlich unter ihrem rötlichen Kostümjäckchen, dass die vier Knöpfe klappern, denn sie denkt an ihren Pfau zuhause, der sich einfach den Schneid nicht abkaufen lassen will. Zu keinem Preis. Selbst die noch prall gefüllte Kriegskasse ihres großen Vorgängers, die sie behalten hatte, als sie i h n in die Wüste schickte, reicht nicht aus. Unterpflügen, wäre das Signal der Stunde.
Dagegen Merkels Plan: durchwergeln, formen, ins Warme stellen und warten, ob er aufgeht. Weil sie nicht anders kann und weil sie muss. Dieses aufrechte protestantische Muss. Es führt einmal mehr ins Unbegreifliche - denn pack` mal einen Hefeteig bei seiner Ehre.
Aber irgendetwas wollte ich noch sagen, und jetzt komm ich nicht drauf. Ach ja, doch:
4 zu 0!
Unsere Elf hat die Argentinier weggeputzt, als wären sie eine Gurkentruppe gewesen. Wie losgelassene Wildsäue haben sie sich durchs gegnerische Feld gepflügt. Und grazil! Jogis Plan, den keiner richtig kennt, geht auf.
Und Merkel? Hat sie gemerkelt, wie es geht? Eins ist zumindest sicher: Argentinier und Deutsche: Freunde werden das nie. Und Messi und Schweinsteiger in einer Mannschaft? Undenkbar, das gäbe Kompetenzgerangel. Und draußen am Spielfeldrand ein Pfau, der leicht gekleidete Männer knutscht – und heute mit ihnen weint. Hemmungslos!. Merkel friert es plötzlich unter ihrem rötlichen Kostümjäckchen, dass die vier Knöpfe klappern, denn sie denkt an ihren Pfau zuhause, der sich einfach den Schneid nicht abkaufen lassen will. Zu keinem Preis. Selbst die noch prall gefüllte Kriegskasse ihres großen Vorgängers, die sie behalten hatte, als sie i h n in die Wüste schickte, reicht nicht aus. Unterpflügen, wäre das Signal der Stunde.
Dagegen Merkels Plan: durchwergeln, formen, ins Warme stellen und warten, ob er aufgeht. Weil sie nicht anders kann und weil sie muss. Dieses aufrechte protestantische Muss. Es führt einmal mehr ins Unbegreifliche - denn pack` mal einen Hefeteig bei seiner Ehre.
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