Montag, 29. März 2010
Der letzte Ausweg aus der Misere: Freie Wahl der Eltern
Die Generation „Praktikum und lebenslange Zeitverträge“ fordert jetzt freie Wahl der Eltern. Rückwirkend. Aber gerade das ist der Casus knaxus, sagt die Justizministerin, denn „rückwirkend“ widerspreche jeder juristischen Gepflogenheit. Aber gerade das ist doch der Casus knaxus, erwidert die von allen beschissene Generation. Nur so ließe sich mit wachem Verstand wählen. Im Eltern-Ranking inzwischen ganz oben: der Eu-Beamte. Allein die Ausbildungszulage für nur eines seiner Kinder würde hierzulande zwei komplette Hartz-IV-Familien satt machen. Auch EU-Abgeordnete sind im Ranking ganz vorne. Verbrieft ist, dass die Kinder des „schönen Gesichtes der FDP“, die Frau mit dem Doppelnamen, als sie das erste Mal in ihre neue Welt hinein blinzelten und die hellen Lichter des Europäischen Parlaments über sich sahen, zufrieden geseufzt haben - was gleich Schläge setzte, denn ein Neugeborenes soll schreien.
Sonntag, 28. März 2010
Lernt deutsch!
"Lernt deutsch!", sagt Merkel mit erhobenem Zeigefinger und entschwebt ins Mutterland der Adressaten ihrer Drohung. Prompt donnert der flügellahme Gabriel, selbsterwählter Erzengel der Opposition trotzig: "Lernt türkisch!". Nur weil er in diesen finanziell schwierigen Zeiten daheim bleiben muss, weil keine Airline die pfundige Barrockgestalt jemals wieder ohne Preisaufschlag mitnehmen würde. Entsetzt sind derweil unsere Migranten über diese großkoalitionäre Zangenbewegung. Was heißt Zwickmühle auf Türkisch? Ihr Coming out fern der Heimat und der Bildung wäre unvermeidlich. Bleibt nur noch ein letztes Integrationsangebot: Kanak Sprak als zweite Fremdsprache. Vielleicht noch ein zweites: aus Rücksicht auf religiöse Empfindungen: die Säkularisierung unseres Gabriels zur "Erzflügelpuppe". Auch Merkel wäre dann endlich hier angekommen.
Samstag, 27. März 2010
aufrechte Rechte?
USA, du wunderbarste, du vollkommenste aller Demokratien: jeder, wirklich jeder kommt bei dir zu Wort und zu seinem Recht. Manchmal auch der Aufrechte, immer aber der Rechte. Was bei uns in ein kümmerliches Nischendasein abgeschoben wurde, bei euch ist es Mainstream und strömt gerade ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit! - unter Gottes Schutz - auf wohl gefährlichem weil rissigem und aufgebrochenem Pflaster eurer Mainstreets, denn euer Land ist tief gespalten, hören wir. - Die Rechten hierzulande trauten sich ohne Polizeischutz nicht auf die Straße. Liegt vielleicht daran, dass sie hier keine Waffen tragen dürfen und die Polizei nur unter strengster Einhaltung vielfältiger Vorschriften ihnen den Weg freischießen würde. Außerdem trinken unsere Glatzen aufgrund ihrer Herkunft mehrheitlich Wodka, seltener Weißbier - aber niemals Tee. Weihwasser kennen sie nicht einmal von Hörensagen.
Freitag, 26. März 2010
Krisenmanagement verkerhrt
Maggie Merkel? Wenn wir uns nur drauf verlassen könnten. Aber sobald wir beruhigt wieder weggucken, überweist unsere eiserne Lady vielleicht doch klammheimlich den klamm gewordenen Eurokriminellen die Liegeplatzgebühren für ihre Yachten. "Leben Sie! Wir kümmern uns um die Details." Wir erinnern uns: alter Bankerspruch! Unsere Politiker führen uns in die selbe Falle: Denn, wie konzentriert muss ein Politiker weggucken, dass er nicht nur nicht die Details sondern auch nicht das große Ganze kommen sieht?: den Bankencrash, etwa, die bettelnden Hände der Griechen, die die sich jahrelang ungeniert voll gemacht haben, den strengen Winter, Westerwelle! Leben und leben lassen? Da kriegt "Krisenmanagement" eine ganz neue Bedeutung.
Donnerstag, 25. März 2010
schweigsamer Kohl?
Hat Helmut Kohl einen gesetzlichen Vormund, der ihn vor seiner Partei schützen kann? Den Ehrenvorsitz will sie ihm - quasi per Zwangsverordnung - wieder anbiedern. Das ist unmenschlich: Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln. Einen alten Baum verpflanzt man nicht! Und wen man in einen Misthaufen umtopft, stinkt bald (wieder) wie der. Pflälzer wissen das. Stallgeruch. So beschönigt dies mancher Genosse. Helmut Schmidt weiß, wie lange es braucht, den endlich wieder loszukriegen, oder Geißler, der späte Weise aus dem Medienland. Wie lieb sind uns dagegen doch jene, die nichts mehr zu sagen haben, weil sie nichts mehr zu sagen haben. Helmut. Wir haben Dein Ehrenwort. Also bleib und schweig!
Mittwoch, 24. März 2010
alles vergeben und vergessen?
Die Republik vergreist. Alzheimer greift um sich. Und schon erkennt man die ersten erschreckenden Auswirkungen: Deutschland will seine große Koalition zurück! In Zeiten innigster Hinwendung zum nackten Kind in der Krippe will Otto Normalwähler den von Gott Gesalbten wohl ein Zeichen setzen: Schluss mit dem ödipalen Inzest unter der Regierungsbank! Doch würde der verschmähte Vater wieder zurückkehren wollen? Hätte er noch den Durch- und Weitblick für diese lustferne und freudlose Aufgabe? Ist er es überhaupt noch, der Mann hinter den beiden Glasbausteinen? Und war er nicht auf dem besten Weg, Lafontaine diese schöne Teufelin auszuspannen - zur Freude seines Urologen?
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