Freitag, 26. März 2010

Krisenmanagement verkerhrt

Maggie Merkel? Wenn wir uns nur drauf verlassen könnten. Aber sobald wir beruhigt wieder weggucken, überweist unsere eiserne Lady vielleicht doch klammheimlich den klamm gewordenen Eurokriminellen die Liegeplatzgebühren für ihre Yachten. "Leben Sie! Wir kümmern uns um die Details." Wir erinnern uns: alter Bankerspruch! Unsere Politiker führen uns in die selbe Falle: Denn, wie konzentriert muss ein Politiker weggucken, dass er nicht nur nicht die Details sondern auch nicht das große Ganze kommen sieht?: den Bankencrash, etwa, die bettelnden Hände der Griechen, die die sich jahrelang ungeniert voll gemacht haben, den strengen Winter, Westerwelle! Leben und leben lassen? Da kriegt "Krisenmanagement" eine ganz neue Bedeutung.

Donnerstag, 25. März 2010

schweigsamer Kohl?

Hat Helmut Kohl einen gesetzlichen Vormund, der ihn vor seiner Partei schützen kann? Den Ehrenvorsitz will sie ihm - quasi per Zwangsverordnung - wieder anbiedern. Das ist unmenschlich: Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln. Einen alten Baum verpflanzt man nicht! Und wen man in einen Misthaufen umtopft, stinkt bald (wieder) wie der. Pflälzer wissen das. Stallgeruch. So beschönigt dies mancher Genosse. Helmut Schmidt weiß, wie lange es braucht, den endlich wieder loszukriegen, oder Geißler, der späte Weise aus dem Medienland. Wie lieb sind uns dagegen doch jene, die nichts mehr zu sagen haben, weil sie nichts mehr zu sagen haben. Helmut. Wir haben Dein Ehrenwort. Also bleib und schweig!

Mittwoch, 24. März 2010

alles vergeben und vergessen?

Die Republik vergreist. Alzheimer greift um sich. Und schon erkennt man die ersten erschreckenden Auswirkungen: Deutschland will seine große Koalition zurück! In Zeiten innigster Hinwendung zum nackten Kind in der Krippe will Otto Normalwähler den von Gott Gesalbten wohl ein Zeichen setzen: Schluss mit dem ödipalen Inzest unter der Regierungsbank! Doch würde der verschmähte Vater wieder zurückkehren wollen? Hätte er noch den Durch- und Weitblick für diese lustferne und freudlose Aufgabe? Ist er es überhaupt noch, der Mann hinter den beiden Glasbausteinen? Und war er nicht auf dem besten Weg, Lafontaine diese schöne Teufelin auszuspannen - zur Freude seines Urologen?

Dienstag, 23. März 2010

Kachelmann stoppt Klimawandel

Wird es jemals wieder ein Wetter geben? Unsicherheit verbreitet sich. Uns fehlt unser Medizinmann zum Wettermachen, weil er auf einem Fruchtbarkeits-Initiations-Tripp von bösen Geistern festgehalten wird. Selbst Merkel kann nicht helfen, denn die macht nur in Klima. Macht es Claudia Kleinert? Zumindest war sie zu Kachelmanns Termin erschienen. Aber Claudia Kleinert: das ist Gaffen statt Raffen, ist betatschen wollen statt begreifen können. Also auch mit Kleinert kein Wetter. Sind in der Vollzugsanstalt Mannheim Haustiere oder vielmehr Knasttiere erlaubt und wenn nicht, könnte eine im Eilantrag erwirkte Hafterleichterung unserem Wettermann seinen Frosch zuspielen? Denn ohne sein Krafttier bleibt unser Wetter-Schamane nur ein Schweizer.
Passiert sein Wegsperren nur aufgrund einer Intrige der CIA im Auftrag der US-Regierung, die an die Klimakatastrophe nicht glauben aber sicher gehen will?: Ohne Kachelmann keine Winterolympiade, ohne Kachelmann kein Wetter, ohne Wetter kein Klima, ohne Klima kein Klimawandel.

Montag, 22. März 2010

Obama Dich unser!

Frau Merkel ist irritiert: Obama rüstet auf! "Dann zahlen wir eben 9 Milliarden oder ich versichere ihm meine uneingeschränkte, ich wiederhole, meine uneingeschränkte Solidarität. So ist es schon immer Usus - und auch ich mache nichts anderes", sagt Westerwelle und irgendwas von mit zweierlei Maß messen.
"Es geht doch nicht um Krieg, es geht um die Gesundheit", erwidert Angela hysterisch. Nichts ist mehr wie es einmal war. Er ist schwarz und Du bist schwul, ich war FDJ-Funktionärin für Propaganda, und die USA werden zum Sozialstaat. Guido, Du - wir reiten den falschen Gaul. Die spätrömische Dekadenz ist in der Neuen Welt angekommen. Zuerst Guantanamo und jetzt selbst Texas, dem reaktionären Herz der USA. - Unbezahlbar für die USA? Meinst Du? Und alles wär wie vorher? Quatsch. Ich denke, Du lässt dir nicht den Schneid abkaufen, oder doch?

Sonntag, 28. Februar 2010

St. Blasien und die anderen im Kirchenchor

Der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche: Es ist die Scheinheiligkeit, die uns abstößt, noch mehr als das Verbrechen selbst, das schlimm genug ist - in jedem (Einzel)Fall.
Aber diese Kaste, die von Berufs wegen Selters predigt und Messwein trinkt, schon immer - zumindest seit es Selters gibt - sie verhöhnt geradezu ihr Programm, das doch heißt "das Kreuz vorantragen" statt sich unter jenen zu verstecken, die, zu guten oder wenigstens besseren Menschen zu bekehren, man doch angetreten ist - auf Teufel komm raus.
Aber sind nicht noch armseliger als unsere Politiker Priester, die die Schwächen "ihrer Schäfchen" plötzlich auch für sich selbst proklamieren - wie die anderen die Schwächen "ihres Stimmviehs"?
So haben wir aber nicht gewettet. Gut zu sein, Vorbild zu sein, das Richtige, ja selbst das ethisch Richtige zu tun - dafür werden sie von uns bezahlt - gut bezahlt. Bei Nichterfüllung oder gar Zuwiderhandlung droht Abmahnung und Rauswurf.
So geht's Business!
Und was gar nicht geht, ist diese salbungsvolle Version von "Eine-Krähe-hackt-einer-anderen-kein-Auge-aus" der Oberpriester der deutschen Katholen, die so geht, aber erst in diesem katholischen Singsang 80jähriger Hohepriester Übelkeit erregt: "Nun, mein Sohn, Schlimmes ist Dir widerfahren, dürfen wir Dir seelischen Beistand leisten?" Und warum wundert uns nicht eine Sekunde, dass dieses Angebot dem Kinderficker galt und nicht etwa dem Kind? Weil da oben zwar ein vergebender nachsichtiger Gott aber kein liebender über allem hockt?
Oder weil unser Generalverdacht stimmt, immer und immer wieder und ausschließlich stimmt?: In unsere Institutionen, die wir geschaffen und mächtig gemacht haben, das Edelste, Klügste und Beste unserer Art zur Wirkung kommen zu lassen, in die wir deshalb unsere Edelsten, Klügsten und Besten glaubten gesendet zu haben, hat sich doch immer nur eine Sorte Mensch wie Krebs ausgebreitet: der geldgeile Machthungrige. Oder, um es etwas tiefer zu hängen: Der Mensch, den nur sein eigener Wohlstand und sein persönlicher Einfluss interessiert. Siehe "Dornenvögel" siehe "Schröder", die politische Marke.
Und nur damit lässt sich erklären, dass in solchen Institutionen das Verwerfliche häufiger anzutreffen ist als außerhalb solcher Machtzentren.
Was übrigens auch für die Kaste jener gilt, für die wir arbeiten. Und für die Kaste jener, die unsere Arbeitnehmerrechte vor diesen vertreten soll.
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